Ciudanovița

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Ciudanovița
Tchudanovitz
Csudafalva
Csudanovecz
Wappen von Ciudanovița
Ciudanovița (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Caraș-Severin
Koordinaten: 45° 9′ N, 21° 47′ OKoordinaten: 45° 9′ 23″ N, 21° 46′ 44″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 53,33 km²
Einwohner: 647 (2014)
Bevölkerungsdichte: 12 Einwohner je km²
Postleitzahl: 327085
Telefonvorwahl: (+40) 02 55
Kfz-Kennzeichen: CS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[1])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Ciudanovița, Jitin
Bürgermeister: Nebunu Constantin-Dorian (PSD)
Postanschrift: Str. Principală
loc. Ciudanovița, jud. Caraș-Severin, RO- 327085
Lage von Ciudanovița im Kreis Caraș-Severin
Ciudanovița auf der Josephinischen Landaufnahme

Ciudanovița (deutsch: Tchudanovitz, ungarisch: Csudafalva, serbokroatisch: Csudanovecz) ist eine Gemeinde im Kreis Caraș-Severin, in der Region Banat, im Südwesten Rumäniens. Zu der Gemeinde Ciudanovița gehört auch das Dorf Jitin.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ciudanovița liegt im Osten des Kreises Caraș-Severin, am Fuße des Semenic-Gebirges, in 28 km Entfernung von Reșița und 22 km von Oravița. In der Nähe liegt die Bahnstrecke Oravița–Anina mit einem Haltepunkt.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Giurgiova Goruia Gàrliște
Jitin Nachbargemeinden Nationalpark Semenic-Cheile Carașului
Agadici Marila Anina

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Laufe der Jahrhunderte traten verschiedene Schreibweisen des Ortsnamens auf: 1459 Chwdafalwa, 1538: Chudanowycza, 1690–1700 Csudanovecz, 1737 Tschudanovitz, 1808 Csudanovecz, 1913 Csudafalva, 1909 Csudanovecz, 1919 Ciudanovița.[2]

Auf der Josephinischen Landaufnahme von 1717 ist Schudanoviz eingetragen. Nach dem Frieden von Passarowitz (1718) war die Ortschaft Teil der Habsburger Krondomäne Temescher Banat.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Dorf als Arbeitersiedlung für die Uranförderung ausgebaut. Die ersten Arbeiter, die sich hier niederließen, kamen aus dem Kreis Bihor. Das Grundwasser von Ciudanovița und Lișava ist heute noch radioaktiv verseucht.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[4] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 1373 1337 5 15 16
1910 1253 1184 19 12 38
1930 981 955 - 1 25
1977 1728 1683 38 3 4
2002 777 744 8 - 25

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  2. fatornyosfalunk.com (Memento vom 10. Juli 2011 im Internet Archive), Siebenbürgische Ortsnamen
  3. linx.crji.org (Memento vom 4. Juli 2016 im Internet Archive), Das katastrophale Erbe der unverantwortlichen Uranförderung
  4. kia.hu (PDF; 858 kB), E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Caraș-Severin laut Volkszählungen von 1880 - 2002