Claire Maurier

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Claire Maurier (* 27. März 1929 in Céret als Odette Michelle Suzanne Agramon) ist eine französische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Charakterdarstellerin Claire Maurier ist seit über 60 Jahren im Schauspielgeschäft und drehte etwa 45 Filme und über 50 Fernsehsendungen. Die Tochter eines Franzosen und einer gebürtigen Katalanin studierte bereits mit 16 Jahren Schauspielerei am Conservatoire de Bordeaux.[1] Bekannt wurde sie 1959 als barsche und gefühlskalte Mutter der Hauptfigur im Filmklassiker Sie küßten und sie schlugen ihn vom Nouvelle-Vague-Regisseur François Truffaut. Weitere frühe Filmauftritte hatte sie in Die Pariserin (1957) mit Charles Boyer sowie in der Komödie Alles in Butter (1963) neben den Starkomikern Fernandel und Bourvil. Eine historische Rolle verkörperte Maurier als Ninon de Lenclos in der Literaturverfilmung Angélique von Bernard Borderie. Ab den 1960er Jahren spielte sie auch regelmäßig in Fernsehserien und Fernsehfilmen, ihre Kinoauftritte wurden dagegen seltener.

1978 spielte sie die Simone in der Komödie Ein Käfig voller Narren, die das Thema Homosexualität behandelte. Drei Jahre später erhielt sie eine César-Nominierung als Beste Nebendarstellerin im Filmdrama Der ungeratene Sohn. In jüngerer Vergangenheit spielte sie unter anderem die Rolle der Café-Besitzerin Suzanne in der Liebeskomödie Die fabelhafte Welt der Amélie (2001), außerdem war sie 2010 als Mutter von Gérard Depardieu in Das Labyrinth der Wörter zu sehen. Neben ihrer Film- und Fernseharbeit erreichte die Schauspielerin vor allem in zahlreichen Theaterrollen Bekanntheit, vorwiegend an angesehenen Theaterhäusern in Paris. 1995 wurde sie etwa für den bedeutenden Theaterpreis Molière nominiert.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Claire Maurier – AlloCiné