Clara-Schumann-Gymnasium Dülken

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Clara-Schumann-Gymnasium Dülken
Logo 100px Dülken.jpg
Schulform Gymnasium
Schulnummer 165876
Gründung 1872
Adresse

Brandenburger Straße 1
41751 Dülken

Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 14′ 50″ N, 6° 19′ 37″ OKoordinaten: 51° 14′ 50″ N, 6° 19′ 37″ O
Träger Stadt Viersen
Schüler etwa 950
Lehrkräfte 75
Leitung Christian Mengen
Website clara-duelken.de

Das Clara-Schumann-Gymnasium Dülken (vormals: Städtisches Gymnasium Dülken) ist ein Gymnasium der Stadt Viersen im Ortsteil Dülken. Im Schuljahr 2013/14 wurden am Städtischen Gymnasium Dülken 980 Schüler unterrichtet. Die Schule wurde 1872 gegründet und ist somit die älteste noch bestehende Schule des Ortes. Seit 2013 ist das Clara-Schumann-Gymnasium Europaschule.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule wurde 1872 als „Städtische Höhere Bürgerschule zu Dülken“ gegründet. Im Januar 2009 beschloss die Schulkonferenz, durch Anstoß des ehemaligen Schulleiters Gunter Fischer, nach der Pianistin und Komponistin Clara Schumann (1819–1896) die Schule in Clara-Schumann-Gymnasium Dülken zu benennen. Weiterhin wurde zum Beginn des Schuljahres 2009/10 ein neues Stundensystem als Pilotprojekt eingeführt, in dem eine Schulstunde 67,5 Minuten dauert.[1]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule wurde bekannt wegen ihres Jugendsymphonieorchesters, das unter der Leitung von Werner Tillmann und mit Unterstützung durch Ernst Klusen 1964 gegründet wurde. Im Laufe seines 30-jährigen Bestehens erhielt es internationale Auszeichnungen, unternahm zahlreiche Auslandsreisen und wurde auch durch Schallplatten-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen bekannt. Ergänzt durch eine private Musikschule mit Förderverein entstand das sogenannte „Dülkener Modell“; seine Strukturen wurden mehrfach im Ausland nachgebaut. So konnten in Dülken viele junge Menschen durch symphonische Musik gefördert werden. Zahlreiche Schul- und Berufsmusiker/-innen, unter ihnen Bundes- und Landessieger im Wettbewerb „Jugend musiziert“, gingen aus dem Modell hervor.[2][3] Die Schule bot von 1965 bis zu Tillmanns Pensionierung 1990 in den fünften Klassen Instrumentalunterricht (z. B. Blockflöte) für die ganze Klasse an; darauf basierend wurden interessierte Schüler an andere Instrumente (speziell Orchesterinstrumente) herangeführt. Seit 2003 bietet die Schule sogenannte Streicher- und Bläserklassen an, in denen jeder Schüler ab der fünften Klasse ein Instrument erlernt. Die von Tillmann praktizierte Methode verfolgte ähnliche Ziele wie heutige Initiative „Jedem Kind ein Instrument“.

Karneval und Brauchtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon seit langem ist das Gymnasium auch dem Dülkener Brauchtum verbunden. So dient die Aula der Schule als Veranstaltungsort für diverse Karnevalssitzungen (Sitzungen der Dölker Crazy Kids, der DÜ-KA-GE, Schulsitzung etc.).

Seit 2010 gibt es am Clara auch einen Elferrat, bestehend aus (teilw. ehemaligen) Schülerinnen und Schülern der Schule. Dieser veranstaltet jedes Jahr am Altweiberdonnerstag eine Sitzung für die Sek. I, bei der das Programm von Schülern für Schüler gestaltet wird. Zudem besuchen an diesem Tag viele der Dülkener und Viersener Karnevalsvereine die Schule sowie die Dülkener Prinzenpaare. Der Elferrat ist die gesamte Session über aktiv und repräsentiert die Schule auf diversen karnevalistischen Veranstaltungen.

Für die eigene Altweibersitzung wurde der Schule von der großen Karnevalsgesellschaft Orpheum 1869 Dülken e.V. ein Bühnenbild erstellt und gespendet.

Der Elferrat wird von einem Präsidenten oder Präsidentin geführt, meist eine Schülerin oder ein Schüler der Oberstufe.

Ehemalige Präsidenten sind u. a. Oliver Zentgraf und Florian Ackens (auch Ehrenpräsident des Elferrats).

Naturwissenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Clara-Schumann-Gymnasium fördert neben dem musikalischen Zweig auch die Naturwissenschaften. Neu renovierte Naturwissemschaftsräume trugen dazu bei. So verweist die Schule unter anderem auf Erfolge bei dem Wettbewerb Jugend Forscht, bei dem naturwissenschaftlich interessierte Schüler ihre Projekte präsentieren. Jedes Jahr nehmen außerdem Schüler an der deutschen Chemieolympiade (Dechemax), einem, von der Dechema organisierten Wettbewerb, teil.

Ehemalige Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernhard Borsbach, Birgitta Kaiser, Gunnar Schirrmacher, Hans Pongs: Festschrift zum 125jährigen Bestehen des Städtischen Gymnasiums Dülken. Viersen 1997
  • Karl-Hans Bonzelett: Das Jugendsymphonieorchester am Städt. Gymnasium Dülken unter der Leitung von Werner Tillmann. Viersen 2007
  • Gunnar Schirrmacher: Aus der Oberschule für Jungen wird das Städtische Neusprachliche Gymnasium Dülken. Geschichte der Schule 1945-1966 (online (pdf, 147 Seiten)), 2. Auflage 2019.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Website des Gymnasiums
  • Bericht : über das Schuljahr … womit zu der öffentlichen Prüfung … einladet. Dülken, 1885–1892 (Digitalisat)
  • Bericht : über d. Schuljahr …, womit zu d. Schluss-Feier am … einladet .. (Digitalisat)
  • Jahresbericht : über das Schuljahr .. / Städtische Realschule Dülken. Dülken, 1898–1903. (Digitalisat)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rheinische Post Düsseldorf 25. März 2009
  2. Karl-Hans Bonzelett, Werner Tillmann: Prof. Dr. Ernst Klusen 1909–1988. Das Volkslied als Lebensauftrag. In: Heimatbuch des Kreises Viersen 2009, Viersen 2008, ISSN 0948-6631
  3. Ernst Klusen: Das Selbstverständliche ist heute noch selten. Gedanken zum 20-jährigen Bestehen eines Schulorchesters. In: NMZ. Neue Musikzeitung, Ausgabe Schulmusik, Regensburg 1984