Clara-Zetkin-Frauenpreis

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Mit dem Clara-Zetkin-Frauenpreis würdigt die Partei Die Linke herausragende Leistungen von Frauen in Gesellschaft und Politik. Der Preis wurde 2011 erstmals verliehen. Die Verleihung des Preises soll „die Beachtung für das eigensinnige und uneigennützige Engagement von Frauen in der Öffentlichkeit erhöhen und ermutigen, die eigenen Fähigkeiten und Kräfte für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen“[1]. Der Preis ist mit 3000 € dotiert.

Benennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clara Zetkin in den 1920er Jahren während ihrer Zeit als Reichstagsabgeordnete

Namensgeberin des Frauenpreises ist die sozialistische deutsche Politikerin, Frauenrechtlerin und Mitgestalterin der Frauenbewegungen Clara Zetkin (* 5. Juli 1857; † 20. Juni 1933).[2] Als Mitbegründerin der proletarischen Frauenbewegung initiierte Zetkin auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz 1910 in Kopenhagen zusammen mit Käte Duncker die Einführung eines internationalen Frauentages.

Preisverleihung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preisträgerinnen 2011
  • Clara-Zetkin-Frauenpreis 2012
    Der Clara-Zetkin-Frauenpreis 2012 ging an das Düsseldorfer Projekt Keine Schwangerschaft ist illegal - STAY!. Einen Sonderpreis vergab DIE LINKE im Jahr 2012 an Esther Bejarano für ihr Lebenswerk.[4]
  • Clara-Zetkin-Frauenpreis 2013
    Der Clara-Zetkin-Frauenpreis 2013 wurde an das Projekt Stille Straße verliehen. Die Seniorinnen der Seniorenbegegnungsstätte Stille Straße 10 in Berlin-Pankow kämpften im vergangenen Jahr mit einer Besetzung für den Erhalt ihrer Einrichtung. Der Ehrenpreis 2013 ging an die Soziologin und Philosophin Frigga Haug.[5]
  • Clara-Zetkin-Frauenpreis 2014
    Der Clara-Zetkin-Frauenpreis 2014 wurde am 7. März 2014 an Women in Exile verliehen; der Ehrenpreis ging an Inge Hannemann.
    Women in Exile ist eine 2002 in Brandenburg geründete Initiative von Flüchtlingsfrauen, welche die Erfahrung machte, dass Flüchtlingsfrauen doppelte Opfer von Diskriminierung sind; Sie werden als Asylbewerberinnen sowohl durch rassistische Gesetze ausgegrenzt und als auch als Frauen diskriminiert.
    Inge Hannemann wurde bekannt, da sie als Mitarbeiterin eines Jobcenter, die Sanktionspraxis dieser offen kritisierte und sich klar für die Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen ausspricht.[6]
  • Clara-Zetkin-Frauenpreis 2015
    Der Clara-Zetkin-Frauenpreis 2015 wurde an die Journalistin Nareen Shammo für ihre Initiative for Ezidies around the world and Yazda Center verliehen. Die Initiative unterstützt jesidische Mädchen und Frauen im Nordirak, die vom Islamischen Staat bedroht werden.[7]
  • Clara-Zetkin-Frauenpreis 2016
    Der Clara-Zetkin-Frauenpreis 2016 ging an das Frauenzentrum Lilith in Halberstadt, einen Frei- und Schutzraum für Mädchen und Begegnungs- und Kontaktmöglichkeiten für Frauen und Mädchen unterschiedlicher Nationalitäten, Altersgruppen, sozialer Schicht und Lebensweisen, der Spezialpreis für politische Intervention ging an die Kampagne Ausnahmslos gegen Sexismus und Rassismus.[8]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clara-Zetkin-Preis der IG-Metall-Frauen Heidenheim an der Brenz. Der Preis wird seit 2007 in zweijährlichem Turnus, jeweils am 8. März an eine Frau verliehen, die einen „nachhaltigen Beitrag für die Frauenarbeit geleistet hat“.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Clara-Zetkin-Frauenpreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Linke: Ausschreibung des Clara-Zetkin-Preises 2012
  2. Die Linke: Warum haben wir Clara Zetkin als Namensgeberin des Frauenpreises der LINKEN ausgewählt?
  3. Die Linke: Clara-Zetkin-Frauenpreis 2011. 2011, abgerufen am 3. April 2016.
  4. Projekt "STAY!" erhielt Frauenpreis der LINKEN
  5. Clara-Zetkin-Frauenpreis 2013 an Frigga Haug und das Projekt Stille Straße
  6. Die Linke: Clara-Zetkin-Frauenpreis 2014. 2014, abgerufen am 3. April 2016.
  7. Clara-Zetkin-Frauenpreis In: taz, 9. März 2015, abgerufen am 5. März 2016
  8. Die Linke: Clara-Zetkin-Frauenpreis 2016. 3. April 2016, abgerufen am 3. April 2016.
  9. Clara-Zetkin-Preis. Abgerufen am 21. März 2011.