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Clara Schumann

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Clara Schumann 1878/1879,
Pastell von Franz von Lenbach

Clara Josephine Schumann geb. Wieck (* 13. September 1819 in Leipzig; † 20. Mai 1896 in Frankfurt am Main) war eine deutsche Pianistin, Komponistin, Klavierprofessorin und Editorin sowie ab 1840 die Ehefrau Robert Schumanns.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft und Geschwister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clara Wiecks Geburtshaus Hohe Lilie (1920)

Clara Wieck wurde im Haus Hohe Lilie am Leipziger Neuen Neumarkt 48[2] (heute Neumarkt, mit Kaufhaus überbaut) geboren und am 6. Oktober 1819 in der Nikolaikirche auf den Namen Clara Josephine getauft. Ihre Eltern waren Friedrich Wieck und dessen Frau Mariane Wieck geb. Tromlitz. Der Vater war studierter Theologe. Wegen seiner Leidenschaft für die Musik ließ er sich auf dem Klavier ausbilden. Außerdem gründete er eine Klavierfabrik und eine Leihanstalt für Musikalien. Claras Mutter war Sängerin und Pianistin. Die erste Tochter Adelheid starb im Kindesalter. Dann folgten Clara und die Brüder Alwin, Gustav und Viktor. Zum Zeitpunkt der Geburt Viktors (1824) waren die Eltern aber bereits getrennt.

Friedrich Wieck heiratete 1828 die zwanzig Jahre jüngere Clementine Fechner und hatte mit ihr eine Tochter, Marie, die später Klavierunterricht bei ihm bekam sowie Cäcilie (1834–1893), die bis zu ihrer Erkrankung im 16. Lebensjahr eine vielversprechende junge Pianistin war, und die Friedrich Wieck in seinen Schriften gerne neben Clara und Marie als eine seiner „drei Töchter“ nannte.[3] Aus der zweiten Ehe der Mutter Mariane Wieck mit Adolph Bargiel ging der Sohn Woldemar Bargiel hervor, der später Komponist wurde.

Vom Leipziger Wunderkind zur international anerkannten Künstlerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Wieck um 1830, Gemälde im Robert-Schumann-Haus Zwickau
Clara Wieck 1828, im Jahr ihres ersten Auftritts als Pianistin, Elfenbeinminiatur (Ausschnitt)

Clara lernte erst sehr spät das Sprechen, vermutlich im Alter von vier Jahren, als sie ein Jahr lang getrennt vom Vater mit ihrer Mutter bei ihren Großeltern Tromlitz in Plauen verbrachte. Wieder zurück beim Vater erhielt sie bereits im Alter von fünf Jahren intensiven Klavierunterricht, meist von Friedrich Wieck persönlich. Nur in den ersten Jahren delegierte dieser den Klavierunterricht manchmal an die von ihm 1826 nach Leipzig geholte Klavierlehrerin Emilie Reichold.[4]

Friedrich Wiecks ganzes Augenmerk galt Clara, bei der er wegen ihres musikalischen Talents die Absicht verfolgte, sie so rasch wie möglich als Wunderkind und Klaviervirtuosin bekannt zu machen. So nahm er sie nach wenigen Jahren aus der öffentlichen Grundschule und ließ sie privat unterrichten, damit sie sich völlig auf das Klavierspielen konzentrieren konnte. Dadurch blieb die Ausbildung Claras weitgehend auf die Musik beschränkt, umfasste aber auch das Erlernen von Fremdsprachen und als Ausgleich zur körperlichen Ertüchtigung lange Spaziergänge.

Der Erfolg stellte sich bald ein. Clara Wieck fand schon bei ihren frühen, privaten Auftritten große Anerkennung. Für den Vater war sie das Aushängeschild seiner klavierpädagogischen Methode, die er auch Musikern wie Robert Schumann und Hans von Bülow angedeihen ließ.

Am 20. Oktober 1828 trat sie zum ersten Mal öffentlich im Leipziger Gewandhaus auf und spielte bei einem Konzert von Caroline Perthaler[5] neben Emilie Reichold die rechte Partie eines vierhändigen Werks von Friedrich Kalkbrenner.[6]

Die Leipziger Allgemeine musikalische Zeitung schrieb:

„In demselben Konzerte war es uns noch besonders angenehm, die erst neunjährige, mit vielen Musikanlagen ausgestattete Clara Wieck vierhändige Variationen über einen Marsch aus ‚Moses‘ von Kalkbrenner, mit allgemeinem und verdientem Beifalle vortragen zu hören. Unter der Leitung ihres musikerfahrenen, die Kunst des Pianofortespiels wohl verstehenden und dafür mit Liebe sehr tätigen Vaters dürfen wir von ihr die größten Hoffnungen hegen.“[7]

Ab 1827 führte Friedrich Wieck ein Tagebuch für Clara – in der Ich-Form, als habe sie es selbst geschrieben.[8] Später ließ er sich Claras eigene Tagebucheintragungen zum Lesen vorlegen. Ein von Friedrich Wieck am 29. Oktober 1828 verfasster Tagebucheintrag im Namen Claras lautet:

„Mein Vater, der längst schon vergebens auf eine Sinnesänderung von meiner Seite gehofft hatte, bemerkte heute nochmals, daß ich immer noch so faul, nachlässig, unordentlich, eigensinnig, unfolgsam etc. sei, daß ich dies namentlich auch im Klavierspiel sei, und weil ich Hüntens neue Variationen op. 26 in seiner Gegenwart so schlecht spielte und nicht einmal den ersten Teil der 1. Variation spielte, so zerriß er das Exemplar vor meinen Augen, und von heute an will er mir keine Stunde mehr geben, und ich darf nichts weiter spielen als die Tonleitern, Cramers Etüden und Cerny-Trillerübungen.“[9]

Das strenge pianistische Training war nach heutigen Maßstäben nicht kindgerecht. Clara Schumann äußerte sich dazu in einem Brief aus dem Jahr 1894, es sei ihr ein verständiger Vater zur Seite gestanden, „[…] der über ihre Gesundheit wachte, sorgte, daß sie tüchtig spazieren ginge, nie in späte Gesellschaften Einladungen annähme, nie zu viel hintereinander übte, nie am Nachmittag vor einem Abendconcerte anderes thäte als ruhete, kurz, der sie bewachte. Die Leute würden ihn freilich einen Tyrannen nennen, wie es mein Vater sich gefallen lassen mußte, – ich danke es ihm aber noch täglich; die Frische, die mir bis in’s hohe Alter geblieben ist, (in der Kunst wenigstens) dies danke ich ihm!“[10]

Zunächst bestand das weitgehend vom Vater bestimmte Vortragsprogramm aus gefälligen und zugleich technisch anspruchsvollen Kompositionen von zum Beispiel Friedrich Kalkbrenner, Camille Pleyel, Ignaz Moscheles und Henri Herz. Auch ihre eigenen, frühen Kompositionen wurden eingebunden. Erst nachdem sich der Einfluss des Vaters verringert hatte, spielte Clara in ihren Konzerten Werke von Ludwig van Beethoven, Johann Sebastian Bach und Robert Schumann.

Clara Wieck 1832 in Paris. Lithographie nach einem Gemälde von Eduard Fechner

Friedrich Wieck sah sich als Claras Impresario, der die oft mit Strapazen verbundenen Konzertreisen organisierte. Er trug Sorge dafür, dass Einladungen zu Konzerten ausgesprochen wurden und dass der Flügel am Veranstaltungsort funktionierte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es oft vor, dass sich ein Flügel nur schwer beschaffen ließ oder nicht gestimmt war. Vor jedem Konzert tat sich zudem die bange Frage auf, ob die Mechanik der Instrumente „mitspielen“ würde. Es konnte passieren, dass während des Spiels plötzlich Tasten stecken blieben oder Dämpfer sich nicht auf die Saiten zurücklegten, so dass der weiterklingende Ton das Spiel ruinierte. Wieck führte daher stets ein Arsenal an Klavierwerkzeugen mit sich und betätigte sich im Vorfeld des Konzerts meistens noch als Klavierstimmer und Reparateur. Später ging er dazu über, eigens ausgesuchte Instrumente an den Ort des Auftritts vorauszuschicken, damit Clara auf einem ihr vertrauten Flügel spielen konnte.

Clara Wieck spielte vor Goethe und wurde persönlich bekannt mit Niccolò Paganini und Franz Liszt. Sie trat in jungen Jahren in zahlreichen Städten und auch im nahen Ausland auf. In Wien wurde ihr mit noch nicht 19 Jahren die Ehre zuteil, zur k(aiserlich) k(öniglichen) Kammer-Virtuosin ernannt zu werden.[11]

Auch als Komponistin war sie sehr früh aktiv. Die Quatre Polonaises op. 1 wurden veröffentlicht, als Clara zehn oder elf Jahre alt war. Es folgten Caprices en forme de Valse, Valses romantiques, Quatre Pièces Caractéristiques, Soirées Musicales, ein Klavierkonzert und vieles mehr.

Annäherung an Robert Schumann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clara Wieck lernte Robert Schumann im Jahr 1828 kennen, im Alter von etwa achteinhalb Jahren.[12] Ab Oktober 1830 wohnte Schumann als Zwanzigjähriger ein Jahr lang bei den Wiecks, als er sich von Claras Vater unterrichten ließ. Mit dem Mädchen ging er sehr nett um: So erzählte er ihr und ihren beiden Brüdern selbst erfundene Märchen.

Clara Wieck 1835, im Jahr des ersten Kusses. Lithografie von Julius Giere. Die Noten stammen aus ihrem Klavierkonzert a-Moll op. 7.

Als Clara Wieck 16 Jahre alt war, kamen sie einander näher; von dem ersten Kuss schwärmte Robert Schumann noch in späteren Briefen. Sie war seine „Zilia“, seine „Chiara“, wie er sie zärtlich nannte. Einem Stück aus seinem damals komponierten Klavierzyklus Carnaval op. 9 gab er den Titel Chiarina.

Claras Vater war jedoch keinesfalls bereit, sie dem jungen Mann zuzusprechen, der keinen Beruf hatte und nicht einmal mehr Pianist werden konnte, weil Beeinträchtigungen des rechten Mittelfingers und der rechten Hand, die Robert als „Schwäche“ und „Lähmung“ beschrieb, diese Karriere vorzeitig beendet hatten.[13] Auch die Tatsache, dass Robert Schumann als Musikredakteur recht erfolgreich war und mit ihm die Neue Zeitschrift für Musik gegründet hatte, konnte ihn nicht umstimmen.

Wiecks Hang, bei Clara alles zu kontrollieren, nahm tyrannische Züge an. Er untersagte dem Liebespaar jeden Kontakt. Die Trennung erreichte er zunächst dadurch, dass er Clara für zahlreiche Konzerttourneen verplante. Er überwachte sie fast rund um die Uhr und verbot ihr auch einen Briefwechsel mit Robert Schumann. Er entzog ihr offenbar sogar die Tinte, damit sie nicht schreiben konnte. Claras heimliche Briefe an Robert Schumann offenbaren ihre Not: „Nimm mir nur nicht übel, dass ich so fürchterlich schlecht geschrieben, doch stelle dir vor, dass ich stehe und das Blatt auf der Kommode liegt, worauf ich schreibe. Bei jedem Mal eindunken in das Tintenfass lauf ich in die andere Stube.“ Und ein anderes Mal: „Ich bitt dich, sei mir nicht böse, dass der Brief so kurz wird, doch denke, es ist 10 Uhr und ich schreibe voll Herzensangst stehend in meiner Kammer.“

Friedrich Wieck schickte Clara 1837 zu dem mit ihm befreundeten Ehepaar Serre nach Maxen bei Dresden, um sie von Robert Schumann zu trennen. Doch diese unterstützten die Verbindung des Liebespaars.

1838 entstanden Schumanns Novelletten, die er offiziell der in Deutschland gastierenden Clara Novello widmete. Seine Aufmerksamkeit hatte die Sopranistin jedoch vor allem durch denselben Vornamen geweckt; Clara Wieck war die eigentliche Adressatin dieser Widmung.

Heirat und erste Ehejahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robert Schumann (1839)
Clara Wieck (1840)
kurz vor ihrer Heirat

Am 16. Juli 1839 reichten Robert Schumann und Clara Wieck beim Gericht in Leipzig Klage ein mit dem Antrag, entweder Vater Wieck zu verpflichten, der geplanten Ehe zuzustimmen, oder die Zustimmung von Amts wegen zu erteilen.[14]

In dieser Zeit der Unsicherheit legte Clara Schumann im September 1839 im Hinblick auf die angestrebte Ehe ihre Hoffnungen und Bedenken in ihrem Tagebuch nieder:

„Roberts Liebe beglückt mich unendlich. – Ein Gedanke beunruhigt mich zuweilen, der, ob ich es auch vermögen werde, Robert zu fesseln! Sein Geist ist so groß […] Jetzt trachte ich auch darnach, so viel als möglich mit der Künstlerin die Hausfrau zu vereinen. Das ist eine schwere Aufgabe! Meine Kunst lasse ich nicht liegen, ich müßte mir Vorwürfe machen. Sehr schwer denke ich mir die Führung einer Wirthschaft, immer das rechte Maaß und Ziel zu treffen, nicht zu viel auszugeben, aber auch nicht in Geiz zu verfallen. […] Meine größte Sorge ist seine Gesundheit! Sollte ich den Schmerz erfahren müssen, ihn zu verlieren– ich wüßte nicht, ob ich den Mut hätte, noch zu leben.“[15]

Das Verfahren verzögerte sich, nicht zuletzt auch durch Zutun Friedrich Wiecks. Doch am 1. August 1840 genehmigte das Gericht endlich die Eheschließung. „[A]m 16ten [August] 1stes Aufgebot - […] d. 4ten [September] Klara, von da f. im̅er bei mir“, hielt Robert Schumann in seinem Tagebuch fest.[16] Die Trauung fand am 12. September 1840, einen Tag vor dem 21. Geburtstag der Braut in der Gedächtniskirche Schönefeld bei Leipzig statt. Eine Gedenktafel in Leipzig Mölkau erinnert daran, dass Clara und Robert Schumann den Nachmittag im Gutspark Mölkau verbrachten.

Nun konnte die schon vor der Eheschließung eingerichtete Wohnung in der Beletage eines Neubaus in der Inselstraße 5 (heute 18) offiziell bezogen werden,[17] in der das Ehepaar in seiner gesamten Leipziger Zeit bis zum Umzug nach Dresden wohnte. Sowohl in Robert Schumanns Arbeitszimmer, als auch im Wohnzimmer, das gleichzeitig Clara Schumanns Musikzimmer war, konnten nun Gäste empfangen werden. Kamen mehrere Gäste gleichzeitig, stand der angegliederte Salon zur Verfügung, in dem auch Konzerte und Lesungen veranstaltet wurden. Von Anfang an erwartete und erhielt das Ehepaar viel Besuch.,[18] Damals war es üblich, dass Musiker, die – auch Felix Mendelssohn Bartholdys wegen – nach Leipzig kamen, die Schumanns aufsuchten, für und mit Clara Schumann musizierten, sich von ihr vorspielen ließen oder eigene Werke präsentierten.[19] Zu den Besuchern gehörten neben dem befreundeten, in Leipzig wohnenden Felix Mendelssohn Bartholdy beispielsweise William Sterndale Bennett, Hector Berlioz, Ole Bull, Ferdinand David, Adolph Henselt, Franz Liszt, Ignaz Moscheles, Heinrich Marschner, Johannes Verhulst, Pauline Viardot-Garcia und Richard Wagner.[20][19] Darüber hinaus bekam Clara Schumann Anregungen und Abwechslung vom Alltag bei den vielen musikalischen und gesellschaftlichen Veranstaltungen und Zusammenkünften, die sie meist zusammen mit Robert Schumann besuchte.

Mit der Eheschließung waren ihr vielfältige Aufgaben zugewachsen. Zuvorderst sah sie sich selbst als Ehefrau Robert Schumanns, die ganz für ihn und sein Wohlergehen präsent sein und ihm ein sorgenfreies Leben und ungestörtes Komponieren ermöglichen wollte.[21] Die Führung des Haushalts und die Aufsicht über die Bediensteten oblagen ihr. Sie trug sich sogar mit dem Gedanken, hinter dem Haus einen Nutzgarten anzulegen.[18] Dennoch wollte sie ihre künstlerische Laufbahn weiterführen, Konzerte geben und auf Konzertreisen gehen und hatte Angst, ihre pianistischen Fähigkeiten zu verlieren, wenn ihr die tägliche Übung und die stete Begegnung mit dem Publikum fehlte. Der Ehealltag in der häuslichen Gemeinschaft mit Robert Schumann hatte in dieser Hinsicht für Clara Schumann etwas Desillusionierendes: Robert Schumann sah es nicht gern, dass seine Frau weiterhin konzertieren wollte; er verlangte zumindest für das erste Ehejahr ihre Gegenwart ganz an seiner Seite. Auf seine Bitte hin schränkte Clara Schumann das Klavierüben ein, damit sich Robert Schumann auf das Komponieren konzentrieren konnte; denn die Fachwerkwände der Wohnung waren hellhörig. Überdies war es Robert Schumanns Wunsch, dass Clara Schumann sich mehr der Komposition widmen und ihren schon in den Romanzen op. 11 entwickelten Stil weiterführen sollte. Eine auf Virtuosität und Bravour abzielende Art der romantischen Komposition war auch ihr zu unernst.[22]

Die Ehe bot Clara Schumann die Gelegenheit, die unter dem väterlichen Regime vernachlässigte allgemeine Bildung nachzuholen. Sie las beispielsweise Goethe, Shakespeare und Jean Paul und beschäftigte sich mit für die Vertonung geeigneten Gedichten.[23] Zusammen mit Robert Schumann analysierte sie eingehend Johann Sebastian Bachs Wohltemperiertes Klavier und studierte Beethoven’sche Klaviersonaten sowie jeweils die neuesten Kompositionen Robert Schumanns.

In den Leipziger Ehejahren kamen zwei Töchter zur Welt: Marie (1841–1929) und Elise (1843–1928). Sie wurden von Ammen versorgt, so wie es im Bürgertum damals üblich war.[24]

Zu einer Versöhnung zwischen Friedrich Wieck und dem Ehepaar Schumann kam es 1843; den ersten Schritt hierzu machte der Vater.[25]

Viele der geschilderten Umstände sind heute bekannt, weil Robert Schumann ein Ehetagebuch eingeführt hat, das 1987 veröffentlicht wurde. Er und Clara Schumann machten darin im Wechsel ihre Eintragungen. Diese Einrichtung war von dem für seine Schweigsamkeit bekannten Schumann auch dazu gedacht, Mitteilungen und Bitten hineinzuschreiben, für die das gesprochene Wort nicht ausreichte, und Clara Schumann nutzte das Tagebuch, um ihrem Ehemann in einigen Angelegenheiten ihre Sicht der Dinge mitzuteilen.[26]

Fortsetzung der Karriere und Abschied von Leipzig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clara Schumann setzte ihren Wunsch, auch als Ehefrau wieder aufzutreten und auf Konzertreisen zu gehen, recht rasch durch. Nicht zuletzt die finanzielle Situation der Familie ließ diesen Schritt als sehr angeraten erscheinen; denn Clara Schumann trug mit ihren Konzerteinnahmen in ganz erheblichem Maße dazu bei, dass der Lebensunterhalt für die Familie stets bestritten werden konnte. Im Übrigen kam ihr Konzertieren auch Robert Schumann selbst zugute. Da er wegen seiner Behinderung der rechten Hand nicht selbst als Pianist öffentlich auftreten konnte, interpretierte sie seine solistischen und kammermusikalischen Klavierwerke und auch die drei Werke für Klavier und Orchester sowie als Begleiterin seine Lieder und machte ihn in ganz Europa bekannt. Sie sorgte auf diese Weise – vor allem nach seinem Tod – zu einem großen Teil für seinen Ruhm als Komponist.[27]

Bereits am 15. Oktober 1840 fand im Salon der Schumanns in der Inselstraße vor etwa 20 Gästen eine erste Soirée statt. Robert Schumann dazu im Ehetagebuch:

„An ihrer Kunst hängt sie begeisterter als je und hat manchmal in der vorigen Woche gespielt, daß ich über die Meisterin die Frau vergaß und sie sehr oft selbst vor anderen geradezu in's Gesicht loben mußte. So spielte sie […] Donnerstag Abend in einer Soiree, die wir gaben, die Trio's von MoscheIes und Mendelssohn.“[28]

Ihr erster öffentlicher Auftritt als Clara Schumann geschah am 19. Oktober 1840 in Leipzig in einer Soirée Felix Mendelssohn Bartholdys für Ignaz Moscheles.[29] Ihr erstes gemeinsames Konzert gaben Clara und Robert Schumann am 31. März 1841 im Gewandhaus. Uraufgeführt wurden Robert Schumanns 1. Sinfonie in B-Dur und Clara Schumanns Lied Am Strande[30][31]

Am 21. und 25. November 1841 gastierte Clara Schumann in Weimar. Am 6. Dezember 1841 folgte im Gewandhaus das zweite gemeinsame Konzert des Ehepaares, in dem Robert Schumanns 1. Sinfonie nochmals aufgeführt wurde, und Clara Schumann sowohl solistisch als auch zusammen mit Franz Liszt mit dem Hexameron in Liszts Arrangement für zwei Klaviere auftrat.[32]

Eine Norddeutschlandtournee führte das Ehepaar im Februar und März 1842 nach Bremen, Oldenburg und Hamburg. Unter heftigem Trennungsschmerz – auch beim zurückreisenden Ehemann – gelangte Clara Schumann von Hamburg aus alleine nach Kopenhagen und kehrte am 26. April 1842 nach Leipzig zurück.[33]

Vom 25. Januar bis zum 30. Mai 1844 dauerte die große Russlandtournee des Ehepaares, die über Berlin, Königsberg, Mitau, Riga und Dorpa nach Petersburg und Moskau führte.[34] Ein Empfang bei der Zarenfamilie bildete den gesellschaftlichen Höhepunkt.[35] Robert Schumanns zeitweiliger Missmut über die Erfolge seiner Frau ist bekannt; er ertrug es nur schwer, ihr meist unbeachteter Begleiter zu sein.

Zurück in Leipzig, war es für Clara Schumann nicht einfach, sich wieder in ihre Rolle als Ehefrau, Haushaltvorstand und Mutter zu finden. In große Sorge geriet sie, als Robert Schumann im August 1844 einen körperlichen und mentalen Zusammenbruch erlebte. Sie musste sich von einem kurzen Engagement als Klavierlehrerin am Leipziger Konservatorium zurückziehen, und in Planung begriffene Konzertreisen konnten nicht ausgeführt werden.[36]Eine Harzreise des Ehepaares im September 1844 brachte keine wirkliche Besserung. Robert Schumann notierte im Reisetagebuch: „[N]un gebe mir der Himmel Gesundheit und Kraft zur Arbeit wieder!“[37] Am 3. Oktober reisten die Schumanns nach Dresden, um dort Entspannung zu suchen, doch Robert Schumann fand acht Tage lang keinen Schlaf.[36] Ende November kehrten sie erfolglos nach Leipzig zurück. Dennoch stand für das Ehepaar rasch fest, ganz nach Dresden überzusiedeln. Die Freunde – darunter Felix Mendelssohn Bartholdy – arrangierten für den 29. November den Schumanns zu Ehren eine musikalischen Soirée. Nach einem öffentlichen Konzert Clara Schumanns im Gewandhaus am 5. Dezember 1844 und einer Abschiedsmatinee im Salon der Inselstraße wenige Tage später, verließ die Familie Schumann Leipzig am 13. Dezember 1844.[38][36]

Dresden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robert und Clara Schumann, Lithographie von Eduard Kaiser, 1847
Fritz Klimsch: Robert Schumann und Clara Schumann – nach dem Original von Ernst Rietschel (1846)

Im Dezember 1844 zog das Ehepaar nach Dresden, wo Robert Schumann sich vergeblich bemühte, eine Festanstellung als Dirigent bei einem Konzert- oder Opernhaus zu erhalten. Bis 1846 war er oft krank und schwermütig. Immerhin lebte die Familie ab diesem Jahr in einem größeren Haus, wo Clara Schumann in einem abgeschiedenen Zimmer ihrem Klavierspiel nachgehen konnte, ohne ihren Mann zu stören.

Am 17. Februar 1847 erlebte das Ehepaar Schumann in Berlin die erfolgreiche Aufführung von Robert Schumanns Oratorium Das Paradies und die Peri. Die damaligen Kontakte zu den Berliner Salons und zu den Künstlerkreisen um Felix Mendelssohn Bartholdy, Wilhelm und Fanny Hensel, Henriette Sontag und Pauline Viardot bewogen Robert und Clara Schumann, an einen Umzug nach Berlin zu denken.[39] Clara Schumann hatte sich mit Fanny Hensel angefreundet, in der sie eine gleichgesinnte Gefährtin in der Kunst sah.[40] Clara Schumann: „[W]ir hamonieren fast immer miteinander.“[41]. Doch nach Fanny Hensels frühem Tod am 14. Mai 1847, der die Schumanns „sehr erschüttert“ hatte,[42][43] wurde der Plan einer Übersiedelung verworfen.[39]

In den Jahren 1845 bis 1849 bekam Clara Schumann vier Kinder: die dritte Tochter Julie, Emil (der nach 16 Monaten starb), Ludwig und Ferdinand. Ende 1849 erhielt Robert Schumann das Angebot, in Düsseldorf Städtischer Musikdirektor zu werden. Er nahm das Angebot an.

Düsseldorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilker Straße 15 in Düsseldorf-Carlstadt: Hier mieteten die Schumanns von August 1852 bis August 1855 zwei Etagen

1850 siedelte die Familie Schumann nach Düsseldorf über. Clara Schumann konzertierte und übernahm an Robert Schumanns Seite die musikalische Assistenz des Orchesters und des Chores. Aufreibend war die von beiden beklagte Undiszipliniertheit der Musiker, die dazu führte, dass Proben und Auftritte nicht den gewünschten Erfolg brachten. Zusätzlich belastet wurde das Ehepaar durch drei Umzüge innerhalb Düsseldorfs[44] sowie durch eine weitere Geburt und eine Fehlgeburt. Erst im Herbst 1852 fand das Ehepaar eine angemessene Wohnung: zwei Etagen in der Bilker Straße 1032 (heute Nr. 15).[44] Clara Schumanns Studierzimmer lag in der oberen Etage. Nun konnte sie ungestört und ohne ihren Mann zu stören, Klavier üben.[45]

Woldemar Bargiel, Clara Schumanns Halbbruder, hielt in seinem Tagebuch die Umstände seines Besuches im Juli und August 1852 beim Ehepaar Schumann fest. Danach arbeitete Schumann in dieser Zeit viel an musikalischen Projekten und widmete sich zwischendurch seiner Familie und seinen jungen Musikerfreunden, war aber auch oft krank, was die besorgte Clara Schumann sehr mitnahm.[46] Auf Bargiel wirkte es so, „als ob Schumann und Clara einen und denselben körperlichen Organismus hätten und jede Empfindung Schumanns in sie einflöße.“[47]

Anfang 1854 erreichte Robert Schumanns Erkrankung, möglicherweise die Folge einer früher erworbenen Syphilis, einen neuen Höhepunkt. In wachsendem Maße hatte er „Gehöraffektionen“ entwickelt: Geräusche und aufdringliche Töne bis hin zu ganzen Musikstücken verfolgten ihn, raubten ihm den Schlaf, bereiteten ihm unerträgliche Schmerzen und ließen ihn zeitweilig in Halluzinationen verfallen. Seine Tagebuchnotizen berichten darüber noch bis zum 17. Februar 1854; danach gab es keine Eintragungen mehr.

Am 27. Februar, einem Rosenmontag, stürzte sich Robert Schumann von der damaligen Oberkasseler Pontonbrücke in den Rhein, um sich das Leben zu nehmen, wurde aber aus dem Wasser gezogen und gerettet.[48] Ärzte rieten Clara Schumann, die zu jener Zeit mit ihrem jüngsten Sohn Felix schwanger war, dringend davon ab, ihren Mann in seinem beklagenswerten Zustand zu sehen. Sie zog mit den Kindern vorübergehend zu einer Freundin. Am 4. März 1854 wurde Robert Schumann in die Nervenheilanstalt Endenich bei Bonn (heute ein Stadtteil von Bonn) eingeliefert. Vom Suizidversuch und davon, wie ihr Mann aufgefunden worden war, wurde Clara Schumann erst 1856 unterrichtet.[49]

In verschiedenen Biographien zu Robert oder Clara Schumann findet sich die Darstellung, Robert Schumann habe sich damals als „Verbrecher“ gesehen, der seiner geliebten Frau „ein Leid antun“ könnte, und dies habe ihn zu dem Entschluss bewogen, freiwillig in eine Nervenheilanstalt zu gehen. Dies ist jedoch nicht belegt und mittlerweile höchst umstritten. In Robert Schumanns Tagebuch steht hierüber nichts. Die Quelle dieser Behauptung ist die 1908 erschienene dreibändige Biografie Clara Schumann. Ein Künstlerleben. Nach Tagebüchern und Briefen von Clara Schumanns erstem Biografen, Berthold Litzmann (1857–1926). Die ihm von Marie Schumann anvertrauten Tagebücher und Briefe Clara Schumanns hat Litzmann aber der Nachwelt nicht zur Einsicht zur Verfügung gestellt (er oder wahrscheinlicher Marie soll sie verbrannt haben).

Clara Schumann suchte ihren Mann erst nach über zwei Jahren in der Nervenheilanstalt auf, zwei Tage vor seinem Tod. Verschiedentlich wird angenommen, Litzmann habe Robert Schumann als ein Risiko für seine Frau und die Familie dargestellt, um Clara Schumann vor Vorwürfen wegen ihres sehr späten Besuchs zu bewahren (so Dieter Kühn in Clara Schumann. Klavier). Doch Tatsache ist, dass Clara Schumann von Anfang an Besuche in Endenich aus medizinischen Gründen verwehrt wurden. Im Sommer 1854 bat sie den behandelnden Arzt Eberhard Peters in einem Brief, es sie wissen zu lassen, sobald ein Besuch ohne Nachteil für ihren Mann stattfinden könne.[50] Erst als Schumanns Ende erkennbar war, wurde sie am 23. Juli 1856 nach Endenich gerufen.[51] Sie wollte den unrettbar Kranken sofort besuchen, verzichtete aber auf Anraten der Ärzte und des mitgereisten Brahms darauf, obwohl sie schon in Endenich war. Sie sah Schumann schließlich erst am 27. Juli 1856, zwei Tage vor seinem Tod. Sie war sich sicher, dass er sie erkannte. Zu dieser Zeit hatte Schumann bereits die Essensaufnahme verweigert.[52]

Clara Schumann und Johannes Brahms[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clara Schumann (um 1853)
Johannes Brahms (um 1855)

Als Johannes Brahms erstmals Robert und Clara Schumann in Düsseldorf besuchte, war die Familie Schumann in einer schwierigen Lage: Robert Schumann verlor den Rückhalt in seiner Position als Musikdirektor, und seine gesundheitlichen Probleme beeinträchtigten ihn immer mehr.[53]

Am 30. September 1853, dem Tag von Brahms' Ankunft, hielt Clara Schumann in ihrem Tagebuch fest:

„Meine letzten guten Jahre gehen dahin, meine Kräfte auch – gewiß Grund genug, mich zu betrüben. […] Ich bin so entmutigt, daß ich es nicht sagen kann.“[54]

An demselben Tag notierte Robert Schumann ins Haushaltsbuch: „Hr. Brahms aus Hamburg.“[55]

In den folgenden Tagen wurde das Ehepaar überwältigt und erhoben von der Wirkung des jungen Johannes Brahms, dessen bereits künstlerisch reife Werke, die er ihnen ohne Noten am Klavier vorstellte, sie als Offenbarungen empfanden. Clara Schumann fasste die Eindrücke in ihrem Tagebuch zusammen:

„Dieser Monat [der Oktober 1853] brachte uns eine wunderbare Erscheinung in dem 20jährigen Komponisten Brahms aus Hamburg. Das ist wieder einmal einer, der kommt wie von Gott gesandt.“[56]

Robert Schumann sorgte mit seinem Aufsatz Neue Bahnen für die Neue Zeitschrift für Musik dafür, dass dem bis dahin unbekannten Künstler Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Bald nach Schumanns Einlieferung in die Nervenheilanstalt im März 1854 intensivierte sich der Kontakt zwischen Clara Schumann und Brahms, der zunächst in der Nähe der Schumann’schen Wohnung Quartier bezogen hatte und schließlich nach Clara Schumanns Umzug in die Poststraße im August 1855 in demselben Haus ein Zimmer mietete. Damit wurde Brahms für alle sichtbar in Clara Schumanns Familie aufgenommen. Wie bisher unterstützte er Clara Schumann in inneren und äußeren Angelegenheiten und wurde zu ihrem vertrauten Freund. Fest steht, dass Brahms in Clara Schumann verliebt war; zahlreiche Briefe zeugen davon. Was sich aber in der Zeit bis vornehmlich 1856 zwischen ihnen tatsächlich zutrug, ist wenig erhellt, weil Clara Schumann und Brahms in beiderseitigem Einvernehmen fast den gesamten Briefwechsel aus der Zeit bis 1858 vernichtet haben. Allerdings hielt sich nur Brahms vollständig an die Abmachung; Clara Schumann behielt einige Briefe, die der Nachwelt etwas über ihre Beziehung verraten.

In Brahms' erhalten gebliebenen Briefen sind alle Formen der Anrede anzutreffen: Anfangs „Verehrte Frau“, dann „Theuerste Freundin“, schließlich „Innigst geliebte Freundin“, zuletzt „Geliebte Frau Clara“. Im Brief vom 25. November 1854 brachte er seine überwältigende Freude über ein plötzliches Du zum Ausdruck:

„Theuerste Freundin, wie liebevoll blickt mich das trauliche ‚Du‘ an! Tausend Dank dafür, ich kann’s nicht genug ansehen und lesen, hörte ich es doch erst; selten habe ich das Wort so entbehrt, als beim Lesen Ihres letzten Briefes.“

Er, der Jüngere, hatte es nicht gewagt, ein Du anzubieten, und fand erst langsam in diese intime Anrede. Im Brief vom 31. Mai 1856 schrieb er sehr deutlich von Liebe und Zärtlichkeit:

„Meine geliebte Clara, ich möchte, ich könnte Dir so zärtlich schreiben, wie ich Dich liebe, und so viel Liebes und Gutes tun, wie ich Dir’s wünsche. Du bist mir so unendlich lieb, dass ich es gar nicht sagen kann. In einem fort möchte ich Dich Liebling und alles mögliche nennen, ohne satt zu werden, Dir zu schmeicheln. […] Deine Briefe sind mir wie Küsse.“

Nach dem Tod Robert Schumanns im Juli 1856 wird der Ton in den Briefen deutlich nüchterner. Aus den Briefen von Brahms spricht nun verhaltene Betroffenheit.

In einem undatierten, für ihre Kinder gedachten Tagebucheintrag, beschrieb Clara Schumann ihr Verhältnis zu Brahms:

„Gott sendet jedem Menschen, sei er auch noch so unglücklich, immer einen Trost […] Da kam J o h a n n e s  B r a h m s. Ihn liebte und verehrte euer Vater, wie außer Joachim keinen; er kam, um als treuer Freund alles Leid mit mir zu tragen; er kräftigte das Herz, das zu brechen drohte, er erhob meinen Geist, erheiterte, wo er nur konnte, mein Gemüt, kurz er war mein Freund im vollsten Sinne des Wortes. […] Wohl kann ich euch sagen, meine Kinder, daß ich nie einen Freund so liebte wie ihn – es ist das schönste Einverständnis unsrer Seelen; […] glaubt eurer Mutter, was sie euch sagt, und hört nicht kleinliche und neidische Seelen, die ihm meine Liebe und Freundschaft nicht gönnen, daher ihn anzutasten suchen oder gar unser schönes Verhältnis, das sie entweder wirklich nicht begreifen oder nicht begreifen wollen. […]“[57]

Die letzten Jahrzehnte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clara Schumann, 1857
Clara Schumann, 1887

Bereits vor Robert Schumanns Tod hatte Clara Schumann die drei ältesten Kinder außer Hauses gegeben: Marie und Elise wurden nach Leipzig verschickt, die dritte Tochter Julie zur Großmutter Bargiel nach Berlin. Nun, nach Robert Schumanns Tod, kamen Ludwig und Ferdinand nach Bonn in ein Internat. Die beiden Jüngsten, Eugenie und Felix, blieben vorerst bei ihr und wurden von der Haushälterin betreut.[58] Im Oktober 1857 zog Clara Schumann nach Berlin.[59] Marie, Elise, Eugenie und Felix kamen wieder in ihren Haushalt. Ferdinand wechselte ans Joachimthaler Gymnasium, Ludwig kam in die Obhut eines Pfarrhauses.[58] 1863 siedelte sie nach Baden-Baden über.

Mit einem Briefwechsel begann 1857 zwischen Clara Schumann und dem Komponisten Theodor Kirchner eine Freundschaft, die sich 1863 in eine Liebesbeziehung wandelte. Das Verhältnis der Beiden war von Anfang an durch Kirchners Spielsucht belastet. Als Clara Schumann klar wurde, dass sie trotz vieler Bemühungen keinen bessernden Einfluss auf Theodor Kirchner ausüben und sich seiner ehrlichen Liebe nicht sicher sein konnte, beendete sie die „ungewöhnliche Freundschaft“.[60] Ihren Entschluss dazu teilte sie Kirchner in einem Brief vom 21. Juli 1864 mit.[61]

Ihr Leben war weiterhin ausgefüllt von erfolgreichen Konzertreisen in zahlreiche Städte Deutschlands und Europas. Clara Schumann blieb eine überall gefeierte Pianistin. Eine Belastung war für sie der Sohn Ludwig, der wohl geistig und körperlich zurückgeblieben war. Clara Schumann klagte: „Ludwig ist mir keine Stütze.“ Nach einem Zusammenbruch Ludwigs verfügte sie 1870 die Einweisung des jungen Mannes in die Irrenanstalt auf Schloss Colditz, wo er 1899 erblindet starb.

Sie betätigte sich als Herausgeberin der Kompositionen Robert Schumanns und förderte ihre Veröffentlichung im Musikverlag Breitkopf & Härtel. Sie publizierte auch seine Schriften und Tagebücher. Im Jahr 1878 wurde sie zur „Ersten Klavierlehrerin“ des neu gegründeten Dr. Hoch’s Konservatoriums in Frankfurt am Main berufen. Ihr letztes Konzert gab sie am 12. März 1891 im Alter von 71 Jahren.

Am 26. März 1896 erlitt Clara Schumann einen Schlaganfall und starb wenige Monate später im Alter von 76 Jahren. Ihrem Wunsch gemäß wurde sie in Bonn auf dem Alten Friedhof neben ihrem Mann beigesetzt. Eine kleine Gedenktafel in der Myliusstraße 32 in Frankfurt am Main erinnert an ihre letzte Wirkungsstätte.

Clara Schumann als Virtuosin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und erste Auftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clara Wiecks Ausbildung zur Pianistin begann, als sie im Jahr 1824 im Alter von fünf Jahren endgültig in die Obhut ihres Vaters gelangte. Friedrich Wieck hatte sich nämlich bei der Trennung von Clara Wiecks Mutter ausbedungen, sie mit dem Erreichen des 5. Lebensjahres „zu besitzen“ – wie er selbst sich ausdrückte.[62] Über den sofort begonnenen, methodisch fortschrittlichen Unterricht ist viel in den weitgehend vom Vater geführten Jugendtagebüchern Clara Wiecks und in Friedrich Wiecks 1853 veröffentlichter Schrift Clavier und Gesang. Didaktisches und Polemisches zu erfahren.[63]

Ein zentrales Unterrichtsziel war neben der virtuosen Beherrschung der üblichen Klaviertechnik ein darüber hinausgehendes, gebundenes, gesangliches und „seelenvolles“ Spiel.[64] Zunächst spielte Clara Wieck nach Gehör und erst 1825 auch systematisch nach Noten. Rasch erschloss sie sich teilweise allein zweihändige und vierhändige Stücke, die sie manchmal auswendig zu spielen lernte.[65] Ab 1826 kam das Ensemble-Spiel hinzu.[66] Das Vom-Blatt-Spielen übte sie vor allem vierhändig mit ihrem Vater oder mit Emilie Reichold. Konzert, Theater- und Opernbesuche erweiterten ihren musikalischen Horizont.[67]1827 studierte sie mit Johann Nepomuk Hummels op. 73 erstmals ein Klavierkonzert ein.[68]  

Im Laufe des Jahres 1828 wurde Clara Wieck von ihrem Vater durch private Auftritte in Leipzig und in Dresden auf ihren ersten öffentlichen Auftritt vorbereitet, den sie am 20. Oktober desselben Jahres im Leipziger Gewandhaus als Gast in einem Konzert der Pianistin Caroline Perthaler hatte. Ihr erstes selbstständiges Konzert fand an demselben Ort mit Unterstützung des Gewandhausorchesters am 8. November 1830 statt. Das für das 19. Jahrhundert typische und deshalb hier in Einzelheiten vorgestellte, gemischte Programm wurde eingeleitet von der Ouvertüre zu Oberon von Carl Maria von Weber. Clara Wieck spielte das Rondo brillant für Pianoforte mit Orchester op. 101 von Friedrich Kalkbrenner, die Variations brillantes für Pianoforte solo op. 23 von Henri Herz und eines der Klaviere in Carl Czernys Quatuor concertant für 4 Pianoforte und Orchester op. 230. Bei den Gesangseinlagen begleitete sie unter anderem ein selbst komponiertes Lied. Den Abschluss bildeten ihre eigenen Variationen über ein Originalthema für Pianoforte solo.[69][70]

1831 bis 1839 – Aufbau einer internationalen Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Regie Friedrich Wiecks sorgten Konzertreisen dafür, dass Clara Wieck als Virtuosin im In- und Ausland bekannt und anerkannt wurde.[71] Schließlich wurde sie als gleichberechtigt neben Pianisten wie Sigismund Thalberg, Adolph Henselt oder Franz Liszt genannt.[72] Mit einher ging eine Ausweitung des Repertoires ihrer öffentlichen Konzerte um Werke von Komponisten, die bisher eher dem privaten oder halböffentlichen Musizieren vorbehalten waren, namentlich Werke von Domenico Scarlatti, Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann. Mit dieser neuartigen Programmgestaltung setzte Clara Wieck neue Maßstäbe. Besonders die Auftritte in Wien in der Konzertsaison 1837/1838 führten zu beispiellosen Erfolgen und zum internationalen Durchbruch. Franz Grillparzer würdigte ihren Vortrag von Ludwig van Beethovens Klaviersonate in f-Moll op. 57, der Appassionata, mit einem Gedicht, das rasch verbreitet und von Johann Vesque von Püttlingen vertont zur Berühmtheit der Achtzehnjährigen beitrug.[73][74] Wien geriet in ein Clara-Wieck-Fieber. Kaiser Ferdinand I. bezeichnete sie als „Wundermädchen“ und ernannte sie zur kaiserlich königlichen Kammervirtuosin.[75]

1840 bis 1856 – Pianistin und Ehefrau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tendenz, neben den publikumswirksamen Virtuosenstücken immer mehr ästhetisch höher stehende, artifizielle Werke ins Repertoire aufzunehmen, wurde nach ihrer Heirat weitergeführt. Clara Schumann wurde als „authentische“ Vertreterin der so genannten „romantischen Schule“ gesehen, die folgerichtig die zeitgenössische Musik von Frédéric Chopin, Adolph Henselt, Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann bekannt machte.[76] Allerdings wurde sie von Robert Schumann dazu gedrängt, weniger in der Öffentlichkeit aufzutreten und mehr ihren Hausfrauen- und Mutterpflichten nachzukommen und gleichzeitig mehr selbst zu komponieren. Doch Clara Schumanns Konzerteinnahmen waren über lange Jahre nötig, um das Familieneinkommen zu sichern.[77] Einen weiteren Aspekt schrieb sie 1842 an Robert Schumann gerichtet im Ehetagebuch nieder:

„[D]er Gedanke, Du sollst für Geld arbeiten, ist mir der Schrecklichste, denn dies kann Dich einmal nicht glüklich machen, und doch sehe ich keinen anderen Ausweg, wenn Du nicht mich auch arbeiten läßt, wenn Du mir alle Wege, etwas zu verdienen, abschneidest. Ich möchte ja aber gerne verdienen, um Dir ein nur Deiner Kunst geweihtes Leben zu schaffen; […]“[78]

Lange Zeit musste Clara Schumann allerdings ihre Übe- und Studienzeiten drastisch einschränken, um Robert Schumann nicht beim Komponieren zu stören. Bereits in der zweiten und in der 20. Woche ihrer jungen Ehe schrieb Clara Schumann ins gemeinsame Tagebuch:

„Es ist schlimm, daß mich Robert in seinem Zimmer hört wenn ich spiele, daher ich auch die Morgenstunden, die schönsten zu einem ernsten Studium, nicht benutzen kann. […] Zum Spielen komme ich jetzt gar nicht; theils hält mich mein Unwohlsein, teils Robert’s Componieren ab. Wäre es doch nur möglich dem Übel mit den leichten Wänden abzuhelfen, ich verlerne Alles, und werde noch ganz melancholisch darüber.“[79]

Auf einigen Konzertreisen wurde sie von Robert Schumann begleitet. Die gemeinsamen Tourneen nach Norddeutschland (1842), Russland (1844) und Wien (1846/47) brachten für Clara Schumann meist große Erfolge und für den weniger beachteten Robert Schumann psychische Strapazen und Minderwertigkeitsgefühle.[80] Dagegen verlief die Konzertreise durch Holland (1853) für beide überaus triumphal. Am 17. Januar 1854 schrieb Schumann dazu:

„In allen Städten wurden wir mit Freuden, ja mit vielen Ehren bewillkommnet. Ich habe mit Verwunderung gesehen, wie meine Musik in Holland beinahe heimischer ist, als im Vaterland.“[81]

Während Roberts Schumanns Hospitation in Endenich konzertierte Clara Schumann nicht nur aus finanzieller Not, sondern auch, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.[82] Vom 18. April bis zum 6. Juli 1856 war sie auf einer Konzerttournee, die sie nach London, Manchester, Liverpool und Dublin führte.[83]

Ab 1856 – Konzertgeberin und Klavierlehrerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Robert Schumanns Tod entschied sich Clara Schumann dafür, ihr Leben und das ihrer Kinder aus den Erlösen ihrer öffentlichen Konzerte zu finanzieren. Hinzu kamen Honorare aus privatem Klavierunterricht und später auch aus ihrer Stellung als „Erste Klavierlehrerin“ an Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main.

Zwischen 1856 und 1873 trat sie in verschiedensten Ländern auf. Insgesamt sind bis 1888 neunzehn Englandaufenthalte mit dem Schwerpunkt London zu verzeichnen. 1874 pausierte sie. Rheumatismus, Arthritis und Gehörprobleme machten ihr zu schaffen. 1875 konzertierte sie nur in Deutschland. Ab 1876 zog es sie vornehmlich nach London. 1888 war sie letztmals dort und verabschiedete sich von ihrem treuen Publikum mit Robert Schumanns Carnaval.[84] Ihr letzter öffentlicher Auftritt, ihr Abschiedskonzert, fand am 12. März 1891 in Frankfurt am Main statt. Darüber schrieb sie am 13. März an Lida Bendemann:

„Gestern habe ich eine große Freude gehabt! ich spielte trotz einer starken Erkältung in einer Trio-Soirée von Kwast mit diesem die Var. für 2 Claviere über ein Thema von Haydn von Brahms, die einen solchen Beifallssturm erregten, daß wir sie g a n z  w i e d e r h o l e n  m u ß t e n.“[85]

Danach konzertierte sie nicht mehr, aber bis ins Todesjahr hinein unterrichtete sie und spielte selbst Klavier.[86]

Zusammenfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblickt man Clara Wieck-Schumanns Repertoire von 1828 bis 1891, zeigt sich ein Wandel vom hauptsächlich für den musikbegeisterten, eher naiven Laien konzipierten Virtuosenkonzert hin zu einem kanonisierten und standardisierten, auf Kompositionen der klassisch-romantischen Periode beruhenden Konzerttyp, der auf den an einem Bildungsideal orientierten Zuhörer zugeschnitten ist. Die prozentual am häufigsten gewählten Kompositionen – und zwar sowohl Solowerke fürs Klavier als auch Kammermusik, Konzerte und Lieder mit Beteiligung des Klaviers – stammten über die gesamte Konzerttätigkeit gesehen von Robert Schumann, Frédéric Chopin, Felix Mendelssohn Bartholdy, und Ludwig van Beethoven. Mit geringerem Anteil sind Johann Sebastian Bach und Franz Schubert zu nennen. Diese Rangordnung zeigt Clara Schumanns maßgebliche Rolle bei der Entstehung eines modernen Konzertrepertoires[87] Auch Clara Schumanns Klavierunterricht entsprach dem. Er war zudem ausgerichtet auf werkgetreue Interpretationen, die dem im Notentext niedergelegten Willen des Komponisten entsprechen sollten, so wie sie selbst es bei ihren Auftritten anstrebte.[88]

Clara Schumann am 15. Oktober 1868 in einem Brief an Johannes Brahms:

„[I]ch fühle mich berufen zur Reproduction schöner Werke, vor allem auch der Roberts, solange ich die Kraft habe und würde auch, ohne daß ich es unbedingt nötig hätte, reisen, nur nicht in so anstrengender Weise, wie ich es oft muß. Die Ausübung der Kunst ist ja ein großer Theil meines Ichs, es ist mir die Luft in der ich athme!“[89]

Clara Schumann als Komponistin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Komponieren für die Karriere als Pianistin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Anweisung von Friedrich Wieck bekam Clara Schumann schon als Kind neben dem Klavierunterricht, den ihr der Vater erteilte und zu dem auch Improvisationsübungen gehörten, ab März 1830 Theorie- und Kontrapunktunterricht bei dem Thomaskantor Christian Theodor Weinlig und ab Juni 1832 Kompositionsunterricht bei dem Kapellmeister Heinrich Dorn. Violinunterricht und Übungen im Partiturspiel sowie im Jahr 1834 Unterricht im Instrumentieren bei Carl Gottlieb Reißiger und Gesangsstunden bei Johann Aloys Miksch kamen hinzu.[90][91] Diese vielfältige Ausbildung verschaffte Clara Wieck alle nötigen Grundlagen für das eigene Komponieren und befähigte sie, bereits als junges Mädchen mit ihren 1831 gedruckten Quatre Polonaises pour le Pianoforte op. 1 in Anlehnung an bekannte Muster als Komponistin an die Öffentlichkeit zu treten.[92]

Dieses erste Werk und auch die folgenden Opera 2 bis 10 sowie einige verschollene Kompositionen dienten vornehmlich dem eigenen Vortrag in öffentlichen und halböffentlichen Auftritten. Vor allem op. 3 und opp. 7 bis 10 sind geprägt von den fortschreitenden virtuosen Möglichkeiten der Pianistin und lehnen sich an die Literatur ihrer Zeit an.[93][94] Hervorstechende Merkmale in dieser ersten Kompositionsphase sind eine farbige, an Dissonanzen reiche Harmonik,[95] eine variable Behandlung von Metrik und Rhythmik sowie besonders in opp. 5 und 6 die Vielfalt der Gattungen und Satztypen, die sich teilweise an Werken des von beiden Opera begeisterten Frédéric Chopin orientieren.[96] Bereits in einigen dieser frühen Werke hielt die Komponistin durch wechselseitige Zitate und Übernahmen von Themen und Motiven musikalische Zwiesprache mit Robert Schumann.[97]

Zur damaligen Zeit empfand man Kompositionen von einer Frau noch als ungewöhnlich. In einer Besprechung von Clara Wiecks Klavierkonzert a-Moll op. 7, komponiert im Alter von 14 bis 15 Jahren, schrieb der Musikkritiker Carl Ferdinand Becker, der dieses Konzert als „sehr vorzüglich“ bezeichnete:

„[H]ier wird man auf eine eigne Art überrascht, denn der Laie, der Kenner und der Virtuos wird auf gleiche Weise von dem Werke angezogen und fände sich nicht auf dem Titel der Name der Componistin oder hörte man das Werk, ohne den Schöpfer zu kennen, nie würde man dem Gedanken Raum geben, es sei von einer Dame geschrieben.“.[98]

Dennoch könne von einer „Recension keine Rede sein. – […] Weil wir es mit dem Werk einer Dame zu thun haben.“ Anschließend nannte Becker aber doch einige Besonderheiten wie die außergewöhnlichen harmonischen Zusammenhänge und unterschiedlichen Längen der drei Sätze.[98] Der Musikschriftsteller August Gathy dagegen hielt die junge Komponistin in demselben Jahr ohne Einschränkungen zugehörig zur „Romantischen Schule“, die er – von Ludwig van Beethoven ausgehend – besonders durch Frédéric Chopin und Robert Schumann vertreten sah.[99]

In einer erstrebten Künstlergemeinschaft mit Robert Schumann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab den Romanzen für Klavier op. 11, die in der Verlobungszeit im regen Gedankenaustausch mit Robert Schumann entstanden, änderte sich die Zielrichtung des Komponierens. Zwar waren die Klavierwerke weiterhin für den eigenen Vortrag vorgesehen, folgten aber jetzt einer von Robert Schumann beeinflussten Ästhetik. Die Virtuosität wurde Nebensache, dagegen dominierte eine ausdrucksstarke, romantisch geprägte, vielstimmige Setzweise.

Robert Schumann sah Clara bereits in der Verlobungszeit und auch nach der Eheschließung als gleichberechtigte Komponistin an. Am 18. Juni 1839 schrieb er im Hinblick auf die erhoffte Ehegemeinschaft an sie:

„Wir geben dann auch Manches unter unseren beiden Namen heraus, die Nachwelt soll uns ganz wie ein Herz und eine Seele betrachten und nicht erfahren, was von dir, was von mir ist.“[100]

Am 10. Juli 1839 nahm er Bezug auf die Romanze g-Moll aus dem 1840 veröffentlichten op. 11:

„An Deiner Romanze hab‘ ich nun abermals von Neuem gehört, daß wir Mann und Frau werden müssen. Du vervollständigst mich als Componisten, wie ich Dich. Jeder Deiner Gedanken kommt aus meiner Seele, wie ich ja meine ganze Musik Dir zu verdanken habe.“[101]

Im vom Ehepaar ab dem Hochzeitstag geführten Ehetagebuch konkretisierte Robert Schumann seine ideale Vorstellung einer von gegenseitiger Achtung getragenen Lebens- und Schaffensgemeinschaft:

„Eine Zierde unsres Tagebüchelchens soll wie gesagt die Kritik unserer künstlerischen Leistungen werden; z. B. kömmt genau hinein, was Du vorzüglich studirt, was Du componirt, was Du Neues kennen gelernt hast und was Du davon denkst; dasselbe findet bei mir Statt.“[102]

Robert und Clara Schumann:
Zwölf Gedichte aus Rückert's Liebesfrühling für Gesang und Pianoforte Op.  (1841), Titelblatt

Im ersten Jahr der Ehe lenkte Robert Schumann das Interesse seiner Frau auf die Komposition von Liedern. Drei ihrer Lieder, die er für besonders gelungen hielt, gab er 1841 zusammen mit eigenen Liedern als gemeinsames Opus heraus, ohne dass dabei die Autorschaft der einzelnen Lieder offenbart wurde. Drei der zwölf Lieder nach Texten aus Friedrich Rückert's Liebesfrühling stammen von Clara Schumann: die Nummern Nr. 2, 4 und 11.[103]

Doch Clara Schumanns Hausfrauen- und Mutterpflichten erwiesen sich als Hemmschuh fürs Komponieren. Am 17. Februar 1843 hielt Robert Schumann im Ehetagebuch sein Bedauern darüber fest:

„Klara hat eine Reihe von kleineren Stücken geschrieben, in der Erfindung so zart und musikreich, wie’s ihr früher noch nicht gelungen. Aber Kinder haben und einen imer phantasierenden Mann, und componiren geht nicht zusamen. Es fehlt ihr die anhaltende Uebung, und dies rührt mich oft, da so mancher innige Gedanke verloren geht, den sie nicht auszuführen vermag.“[104]

Immer wieder war es Robert Schumann, der seine Frau zum Komponieren animierte, so auch in der Zeit gemeinsamer Kontrapunktstudien. Clara Schumanns 1845 veröffentlichte Drei Präludien und Fugen op. 16 waren ein Resultat davon.[105] Doch der stets anstehende Vergleich ihrer Möglichkeiten mit der Schaffenskraft und Genialität Robert Schumanns bewirkte bei Clara Schumann ernste Selbstzweifel in Bezug auf die Resultate ihres Komponierens. Über ihr Klaviertrio op. 17 von 1845, das sie trotz Schwangerschaften, wirtschaftlicher Not und pianistischer Misserfolge vollendet hatte, sagte sie selbst:

„Natürlich bleibt es immer Frauenzimmerarbeit, bei der es […] an der Kraft und hie und da an der Erfindung fehlt.“[106]

In eine Schaffenskrise geriet Clara Schumann 1847. Ein im Entwurf Robert Schumann zum Geburtstag geschenktes Concerto für Klavier und Orchester bricht im 176. Takt ab und ist von ihr nie vollendet worden.[107] Möglicherweise wurden die nicht besetzten Opuszahlen 18 und 19 für dieses Konzert und für die 1841/42 komponierte, aber nicht veröffentlichte Klaviersonate g-Moll vorgesehen.[108]

Erst 1853 knüpfte Clara Schumann mit den Variationen über ein Thema Robert Schumanns op. 20 an die bisher veröffentlichten Klavierwerke an. Es folgten die Johannes Brahms gewidmeten Romanzen für Klavier op. 21, deren zweite Romanze den Anfang von Robert Schumanns Wiegenliedchen aus op. 124 aufgreift, und die Joseph Joachim gewidmeten Romanzen für Violine und Klavier op. 22 sowie die in wenigen Tagen komponierten Sechs Lieder aus Jucunde von Hermann Rollett op. 23. Dazu schrieb sie am 10. Juni 1853 in ihr Tagebuch: „Es macht mir großes Vergnügen das Komponieren“ und ergänzte am 22. Juni: „ich habe heute das sechste Lied von Rollett komponiert und somit ein Heft Lieder beisammen, die mir Freude machen und schöne Stunden verschafft haben […] Es geht doch nichts über das S e l b s t  p r o d u z i e r e n, und wäre es nur, daß man es täte, um diese Stunden des Selbstvergessens, wo man nur noch in Tönen atmet“[109]

Nach Robert Schumanns Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Robert Schumanns Tod 1856 brach Clara Schumanns familiäres Lebenskonzept ein, und sie verstummte als Komponistin fast völlig.[108] Ein später Nachklang ist eine zu ihren Lebzeiten unveröffentlichte Romanze in h-Moll für Klavier, die den Vermerk „Weihnachten 1856; Liebendes Gedenken! Clara“ trägt. Danach wendete sich Clara Schumann ganz dem Konzertieren und Unterrichten zu. Nur noch einige Kadenzen zu Klavierkonzerten Wolfgang Amadé Mozarts und Ludwig van Beethovens sowie die Gelegenheitskomposition eines Marsches entstanden.

Vergessen und Neuentdeckung der Komponistin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Clara Schumanns Tod verlor sich das Interesse an ihren Kompositionen. Im Gedächtnis der Nachwelt blieb sie als große Pianistin und Vermittlerin der Kompositionen Robert Schumanns. Seit den 1960er Jahren wurde sie als Komponistin wiederentdeckt. Seitdem wurden nach und nach nahezu alle überlieferten Kompositionen Clara Wiecks/Schumanns in modernen Noten-Editionen oder als Digitalisate von Handschriften und Drucken greifbar und sind Gegenstand der Musikwissenschaft.[108] Sie werden im Konzert sowie auf Tonträgern und in Videos dargeboten.

Clara und Robert Schumanns Kinder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clara und Robert Schumanns Kinder (1854). Von links: Ludwig, Marie, Felix, Elise, Ferdinand und Eugenie. Julie fehlt auf der Fotografie. Emil war schon 1847 gestorben.

Die von allen verwandtschaftlichen Bindungen freie, generationenunabhängige Ehe Clara und Robert Schumanns gründete auf einer sich ergänzenden, künstlerischen Gemeinschaft und vor allem auf einer als unverbrüchlich angesehenen Liebe,[110] die beiden Ehepartnern Sicherheit und – nach Nancy B. Reich – auch sexuelle Erfüllung bot. Als Zeugnisse von letzterem gelten Andeutungen Clara Schumanns im Ehetagebuch und an den Rand geschriebene Zeichen Robert Schumanns in den Haushaltsbüchern ab Mai 1847,[111] mit denen sexuelle Kontakte der Ehepartner registriert wurden.[112] Als Angehörige des „geheimen Eheordens“ zählten nach Robert Schumanns Ansicht außer den Eltern als wesentlicher Bestandteil nur die Kinder, die er als „Glückspfand der Liebe“ bezeichnete.[113] Clara Schumann unterschrieb die dahingehenden Vereinbarungen im Ehetagebuch mit „Dein Dir von ganzer Seele ergebenes Weib Clara“.[114] Im Laufe der Ehe empfand sie die Schwangerschaften und Geburten zunächst als beglückend, später jedoch als immer beschwerlicher und belastend für ihre Karriere.[115]

Clara Schumann und Robert Schumann hatten acht Kinder, sieben überlebten. Dazu kam eine Fehlgeburt.

  • Marie, * 1. September 1841 in Leipzig; † 14. November 1929 in Interlaken
  • Elise, * 25. April 1843 in Leipzig; † 1. Juli 1928 in Haarlem
  • Julie, * 11. März 1845 in Dresden; † 10. November 1872 in Paris
  • Emil; * 8. Februar 1846 in Dresden; † 22. Juni 1847 in Dresden
  • Ludwig, * 20, Januar 1848 in Dresden; † 9. Januar 1899 in Colditz
  • Ferdinand, * 16. Juli 1849 in Dresden; † 6. Juni 1891 in Gera
  • Eugenie; * 1. Dezember 1851 in Düsseldorf; † 25. September 1938 in Bern
  • Fehlgeburt am 9. September 1852 in Scheveningen
  • Felix, * 11. Juni 1854 in Düsseldorf; † 16. Februar 1879 in Frankfurt am Main

Werkverzeichnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke mit Opuszahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Op. 1 – Quatre Polonaises pour le Pianoforte (1829/1830) – Leipzig: Hofmeister 1831
  • Op. 2 – Caprices en forme de Valse Pour le Piano op. 2, gewidmet Henriette Foerster geb. Weicke (1831/1832) – Leipzig: Hofmeister 1832
  • Op. 3 – Romance varié Pour le Piano (1831–1833) – Leipzig: Hofmeister 1833
  • Op. 4 – Valses romantiques pour le Pianoforte, gewidmet Emma Eggers geb. Garlichs (1835) – Leipzig: Whistling 1835
    • Orchesterfassung (1836, verschollen)
  • Op. 5 – Quatre Pièces caractéristiques pour Pianoforte, gewidmet Sophie Kaskel (1833–1836) – Leipzig: Whistling 1836
  • Op. 6 – Soirées musicales für Klavier, gewidmet Henriette Voigt (1834–1836) – Leipzig: Hofmeister 1836
  • Op. 7 – Konzert für Klavier und Orchester a-Moll, gewidmet Louis Spohr (1833–1835) – Leipzig: Hofmeister 1837
  • Op. 8 – Variations de Concert pour le Piano-forte sur la Cavatine du Pirate de Bellini, gewidmet Adolf Henselt (1837) – Wien: Haslinger 1837
  • Op. 9 – Souvenir de Vienne. Impromptu pour le Pianoforte (1838) – Wien: Diabelli 1838
  • Op. 10 – Scherzo d-Moll für Klavier (1838) – Leipzig: Breitkopf & Härtel 1838
  • Op. 11 – Trois Romances für Klavier, gewidmet Robert Schumann (1838/39) – Wien: Mechetti 1840
  • Op. 12 – Zwölf Gedichte aus Friedrich Rückert's „Liebesfrühling“ für Gesang und Pianoforte von Robert und Clara Schumann (Lieder Nr. 2, 4 und 11 von Clara, gleichzeitig in Robert Schumanns op. 37) (1841) – Leipzig: Breitkopf & Härtel 1841
  • Op. 13 – Sechs Lieder mit Begleitung des Pianoforte, gewidmet Königin Caroline von Dänemark (1840–1842) – Leipzig: Breitkopf & Härtel ca. 1843
  • Op. 14 – Scherzo c-Moll für Klavier, gewidmet Peppina Tutein geb. Siboni (1841) – Leipzig: Breitkopf & Härtel 1845
  • Op. 15 – Quatre Pièces fugitives für Klavier, gewidmet Marie Wieck (1840–1844?) – Leipzig: Breitkopf & Härtel 1845
  • Op. 16 – Drei Präludien und Fugen für Klavier (1845) – Leipzig: Breitkopf & Härtel 1845
  • Op. 17 – Trio für Pianoforte, Violine und Violoncello, g-Moll (1846) – Leipzig: Breitkopf & Härtel 1847
  • Op. 18 – fehlt
  • Op. 19 – fehlt
  • Op. 20 – Variationen für das Pianoforte über ein Thema von Robert Schumann IHM gewidmet (1853) – Leipzig: Breitkopf & Härtel 1854
  • Op. 21 – Drei Romanzen für Klavier, gewidmet Johannes Brahms (1853/55) – Leipzig: Breitkopf & Härtel 1855
  • Op. 22 – Drei Romanzen für Violine und Klavier, gewidmet Joseph Joachim (1853/1855) – Leipzig: Breitkopf & Härtel 1856
  • Op. 23 – Sechs Lieder aus Jucunde von Hermann Rollett für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte, gewidmet Livia Frege (1853) – Leipzig: Breitkopf & Härtel 1856

Werke ohne Opuszahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Teilweise nicht veröffentlicht)

  • Walzer (1828, verschollen)
  • Variationen über ein Originalthema für Klavier (1830, verschollen)
  • Etüde As-Dur für Klavier (1830)
  • Variationen über ein Tyroler Lied für Klavier (1830, verschollen)
  • Phantasie-Variationen über eine Romanze von Friedrich Wieck für Klavier (1831, verschollen)
  • Lied Der Wanderer (1831)
  • Lied Der Traum (1831, verschollen)
  • Lied Alte Heimath (1831, verschollen)
  • Lied Der Wanderer in der Sägemühle (1832, auch Friedrich Wieck zugeschrieben)
  • Lied Walzer (1833?)
  • An Alexis für Klavier (1832/33, verschollen)
  • Rondo h-Moll für Klavier (1833, verschollen)
  • Scherzo für Orchester (1833, verschollen)
  • Ouverture für Orchester (1833, verschollen)
  • Lied Der Abendstern (undatiert, vielleicht 1833/1834)
  • Elfentanz für Klavier (1834, verschollen)
  • Variationen über ein Thema aus Hans Heiling (1834, verschollen)
  • Drei Impromptus (1835, verschollen)
  • Scherzi (1835, verschollen)
  • Bravour-Variationen über das Thema der G-Dur Mazurka op. 6., Nr. 5 (1836, verschollen)
  • Andante und Allegro für Klavier (1839); frühe Fassung von op. 11 Nr. 2
  • Lied Am Strande (1840)
  • Lied Ihr Bildnis (1840)
  • Lied Volkslied „Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht“ (1840)
  • Lied Die gute Nacht, die ich dir sage (1841)
  • Sonate für Klavier g-Moll (1841/1842)
  • Lied Loreley (1843)
  • Lied Oh weh des Scheidens, das er tat (1843)
  • Impromptu E-dur für Klavier (1843/44, Erstdruck 1885 in Album de Gaulois)
  • Präludium f-Moll (1845)
  • Praeludium und Fuga a 4 Voci fis-Moll (1845)
  • Lied Mein Stern (1846)
  • Lied Beim Abschied (1846)
  • Concerto f-Moll für Klavier und Orchester (1847, 1. Satz: fragmentarisches Particell)
  • Drei gemischte Chöre (Abendfeier in Venedig; Vorwärts; Gondoliera) (1848, komponiert zu Robert Schumanns 38. Geburtstag)
  • Lied Das Veilchen (1853)
  • Romanze a-Moll für Klavier (1853, ursprünglich als op. 21/1 vorgesehen)
  • Romanze h-Moll für Klavier (Weihnachten 1856; Liebendes Gedenken! Clara)
  • Marsch Es-Dur für Klavier (1879 zweihändig; 1891 vierhändig)
  • Kadenzen zu Ludwig van Beethovens Klavierkonzerten Nr. 4 G-Dur op. 58 (1846) und Nr. 3 c-Moll op. 37 (1868)
  • Kadenzen zu Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert d-Moll KV 466 (1891 veröffentlicht)

Bearbeitungen von Werken Robert Schumanns[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klavierquintett op. 44 für Klavier vierhändig (1845)
  • Genoveva op. 81, Klavierauszug (1851)
  • Drei Skizzen für den Pedalflügel aus op. 56 und op. 58 für Klavier zweihändig (1883)
  • 30 Mélodies de Robert Schumann transcrites pour Piano, Paris, Maison Flaxland, Durand, Schoenewerk & Co., um 1873/74

Editionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlicht bei Breitkopf & Härtel, Leipzig

  • Domenico Scarlatti. 20 ausgewählte Sonaten für das Pianoforte (1860er Jahre)
  • Robert Schumanns Werke (1881–1893, mit Johannes Brahms und anderen)
  • Jugendbriefe von Robert Schumann. Nach den Originalen mitgeteilt (1885)
  • Robert Schumann, Klavierwerke. Erste mit Fingersätzen und Vortragsbezeichnungen versehene instruktive Ausgabe (1886)

Briefe und Tagebücher (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Mein liebes Julchen“. Briefe von Clara Schumann an ihre Enkeltochter Julie Schumann, hrsg. von Dietz-Rüdiger Moser, München 1990
  • Das Berliner Blumentagebuch der Clara Schumann, 1857–1859, hrsg. von Renate Hofmann und Harry Schmidt, Wiesbaden 1991
  • „Das Band der ewigen Liebe“. Clara Schumanns Briefwechsel mit Emilie und Elise List, hrsg. von Eugen Wendler, Stuttgart/Weimar: Metzler, 1996, ISBN 3-476-01453-3
  • Clara Schumanns Briefe an Theodor Kirchner, hrsg. von Renate Hofmann, Tutzing 1997
  • „…dass Gott mir ein Talent geschenkt“. Clara Schumanns Briefe an Hermann Härtel und Richard und Helene Schöne, hrsg. von Monica Steegmann, Zürich/Mainz 1997
  • Robert und Clara Schumann, Ehetagebücher, hrsg. von Gerd Nauhaus und Ingrid Bodsch, Bonn/Frankfurt a. M.: Stroemfeld, 2007, ISBN 3-86600-002-2
  • Clara Schumann, Jugendtagebücher 1827–1840, hrsg. von Gerd Nauhaus und Nancy B. Reich, Hildesheim: Olms 2019, ISBN 978-3-487-08621-7

Die Abbildungen von Clara Schumann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lithografie von Andreas Staub

Es gibt zahlreiche Abbildungen von Clara Schumann.[116] Die in Deutschland bekannteste dürfte die auf dem 100-DM-Schein sein. Sie basiert auf einer Lithografie von Andreas Staub aus dem Jahre 1838, die – wie es früher gern gemacht wurde – idealisiert ist. Clara bemerkte dies selbst kritisch in einem Brief an Robert Schumann. Die Daguerreotypien von ihr zeigen ein anderes Gesicht.

Clara Schumann selbst war mit vielen Bildern unzufrieden. Am meisten gefiel ihr die Pastellzeichnung von Franz von Lenbach aus dem Jahr 1879, die sie im Alter von fast 60 Jahren zeigt (siehe Abbildung am Anfang des Artikels).

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Bundespost legte am 13. November 1986 eine Briefmarke zu Ehren von Clara Schumann als Teil der Dauermarkenserie Frauen der deutschen Geschichte auf. Die Marke hatte einen Nennwert von achtzig Pfennig und ist unter der Michel-Nummer 1305 katalogisiert.

Clara Schumann als Namensgeberin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenschild der Clara-Wieck-Straße mit Widmung in Berlin-Tiergarten[117]

Schulen und Musikschulen:

Straßen (Auswahl):

Museum:

Studentinnenverein:

  • W.K.St.V. Unitas Clara Schumann, wissenschaftlicher, katholischer Studentinnenverein in Bonn

Rezeption der Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theaterstücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Pianistin. Ein Nachspiel (2010). Zwei-Personen-Musiktheater. Buch und Idee: Katrin Schinköth-Haase, musikalische Einrichtung: Maria-Clara Thiele. Katrin Schinköth-Haase (Schauspiel und Gesang) und Maria-Clara Thiele (Schauspiel und am Flügel) stellen beide Clara Schumann in ihrer Genialität und Zerrissenheit dar.[118]
  • Valeria Moretti: Clara Schumann, aufgeführt im Teater Caravan, Split, mit Ksenija Prohasnka und Iryna Smirnova.[119]
  • Heimliches Flüstern (2012, Opernloft, Hamburg). Für Sopran und Mezzosopran von Susann Oberacker und Inken Rahardt. Lieder und Klavierstücke von Clara Schumann, Robert Schumann und Johannes Brahms.[120]

Literatur (chronologisch)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesamtdarstellungen und Biographien

Artikel in Nachschlagewerken

Einzelaspekte

  • Richard Hohenemser: Clara Wieck-Schumann als Komponistin, in: Die Musik, Jg. 5.4, Band 20 (1905/06), S. 113–126 (Digitalisat) und S. 166–173 (Digitalisat)
  • Janina Klassen: Clara Wieck-Schumann. Die Virtuosin als Komponistin, Kassel: Bärenreiter 1990 (= Kieler Schriften zur Musikwissenschaft, Bd. 37)
  • Claudia de Vries: Die Pianistin Clara Wieck-Schumann. Interpretation im Spannungsfeld von Tradition und Individualität, Mainz: Schott 1996, ISBN 978-3795703196
  • Imogen Fellinger: Clara Wieck Schumann als Komponistin im Spiegel zeitgenössischer Musikkritik, in: Traditionen – Neuansätze. Für Anna Amalie Abert (1906–1996), hrsg. von Klaus Hortschansky, Tutzing 1997, S. 273–279
  • Clara Schumann. Komponistin, Interpretin, Unternehmerin, Ikone. Bericht über die Tagung anlässlich ihres 100. Todestages, hrsg. von Peter Ackermann und Herbert Schneider, Hildesheim: Olms 1999, ISBN 978-3487109749
  • Ilse Pohl, Miniaturen – Über Cornelia Goethe, Adele Schopenhauer, Clara Schumann und Annette von Droste-Hülshoff, Verlag der Cornelia-Goethe-Akademie, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-933800-06-4
  • Beatrix Borchard: „Kurz alles ist anders“ – Clara Schumann in Paris, in: Louise Farrenc und die Klassik-Rezeption in Frankreich, hrsg. von Rebecca Grotjahn und Christin Heitmann, Oldenburg 2006 (= Schriftenreihe des Sophie-Drinker-Instituts, hrsg. von Freia Hoffmann, Band 2), S. 115–134 (online)
  • Thomas Synofzik: Genderspezifische Editionsprobleme? Die Gedichte aus Rückerts Liebesfrühling von Clara Schumann op. 12, in: Louise Farrenc und die Klassik-Rezeption in Frankreich, hrsg. von Rebecca Grotjahn und Christin Heitmann, Oldenburg 2006 (= Schriftenreihe des Sophie-Drinker-Instituts, hrsg. von Freia Hoffmann, Band 2), S. 215–226 (online)
  • Kees van der Vloed: Clara Schumann-Wieck. De pijn van het gemis, Soesterberg, Niederlande, Uitgeverij Aspekt, 2012, ISBN 978-94-6153-177-3
  • Annkatrin Babbe: Clara Schumann und ihre SchülerInnen am Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt a. M., (= Schriftenreihe des Sophie-Drinker-Instituts, Band 11), Oldenburg 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Clara Schumann – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Gender-orientierte Artikel

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Janina Klassen: Schumann, Clara (Josefine), geb. Wieck. Sophie Drinker Instituts für musikwissenschaftliche Frauen- und Geschlechterforschung, 2011;.
  2. Leipziger Adreßkalender 1819.
  3. Tomi Mäkelä, Christoph Kammertöns, Lena Esther Ptasczynski (Hrsg.): Friedrich Wieck - Gesammelte Schriften. Peter Lang, Frankfurt am Main 2018, ISBN 978-3-631-76745-0, S. 193 und passim.
  4. Artikel über Emilie Reichold beim Sophie-Drinker-Institut. Abgerufen am 8. Mai 2019
  5. Anja Herold/Marlies Nussbaumer: Perthaler, Caroline, Karoline, Karolina, Charlotte (Josefa Ottilia). In: Instrumentalistinnen-Lexikon, Sophie Drinker Institut
  6. Gerd Nauhaus, Nancy B. Reich (Hrsg.): Clara Schumann, Jugendtagebücher 1827–1840. Hildesheim: Olms 2019, S. 48 u. 606 f.
  7. Allgemeine musikalische Zeitung. Band 30, Nr. 48, November 1828, S. 806
  8. Jugendtagebücher 1827–1840. Exposé des Olms-Weidmann-Verlages
  9. Gerd Nauhaus, Nancy B. Reich (Hrsg.): Clara Schumann, Jugendtagebücher 1827–1840. Hildesheim: Olms 2019, S. 48.
  10. Artikel Friedrich Wieck im Schumann-Portal. Abgerufen am 8. Mai 2019
  11. Wien. (…) Seine k.k. Majestät (…). In: Wiener Zeitung, Nr. 62/1838, 16. März 1838, S. 1, oben links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wrz.
  12. Ernst Burger: Robert Schumann. Schott Verlag, Mainz 1999, S. 67.
  13. Der Musikermediziner Eckart Altenmüller diagnostiziert eine fokale Dystonie („Musikerkrampf“). Eckart Altenmüller: Das Ende vom Lied? – Robert Schumanns Verstummen am Klavier (PDF) S. 101.
  14. Ernst Burger: Robert Schumann. Schott, Mainz 1999, S. 188 f.
  15. Beatrix Borchard: Clara Schumann – Ihr Leben. Eine biographische Montage, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, Olms, Hildesheim 2015, S. 126.
  16. Gerd Nauhaus (Hrsg.): Robert Schumann. Tagebücher. Band II. Leipzig 1987, S. 97
  17. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 179.
  18. a b Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 180 f.
  19. a b Nancy B. Reich: Clara Schumann. The Artist an the Woman. Revised Edition. Cornell University Press, Ithaka u. London 2001, S. 84.
  20. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 186.
  21. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 180 f u. 189.
  22. Beatrix Borchard: Clara Schumann – Ihr Leben. Eine biographische Montage, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, Olms, Hildesheim 2015, S. 164–157.
  23. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 213 f.
  24. Weitere Informationen zu den Kindern siehe Familie und Kinder, schumann-verein.de
  25. Beatrix Borchard: Clara Schumann – Ihr Leben. Eine biographische Montage, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, Olms, Hildesheim 2015, S. 177.
  26. Nancy B. Reich: Clara Schumann. The Artist an the Woman. Revised Edition. Cornell University Press, Ithaka u. London 2001, S. 80 f.
  27. Reinhard Kopiez , Andreas C. Lehmann, Janina Klassen: Clara Schumann’s collection of playbills: A historiometric analysis of life-span development,mobility, and repertoire canonization. In: Poetics 37 (2009), S. 64, Fig. 7.
  28. Gerd Nauhaus (Hrsg.): Robert Schumann. Tagebücher. Band II. Leipzig 1987, S. 112
  29. Gerd Nauhaus (Hrsg.): Robert Schumann. Tagebücher. Band II. Leipzig 1987, S. 114
  30. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 216.
  31. Gerd Nauhaus (Hrsg.): Robert Schumann. Tagebücher. Band II. Leipzig 1987, S. 157
  32. Gerd Nauhaus (Hrsg.): Robert Schumann. Tagebücher. Band II. Leipzig 1987, S. 195
  33. Beatrix Borchard: Clara Schumann – Ihr Leben. Eine biographische Montage, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, Olms, Hildesheim 2015, S. 164–172.
  34. Konzertliste.
  35. Berthold Litzmann: Clara Schumann. Ein Künstlerleben. Nach Tagebüchern und Briefen, 2. Band. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1905. S. 66 f.
  36. a b c Nancy B. Reich: Clara Schumann. The Artist an the Woman. Revised Edition. Cornell University Press, Ithaka u. London 2001, S. 99.
  37. Gerd Nauhaus (Hrsg.): Robert Schumann. Tagebücher. Band II. Leipzig 1987, S. 390
  38. Berthold Litzmann: Clara Schumann. Ein Künstlerleben. Nach Tagebüchern und Briefen, 2. Band. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1905. S. 76–78.
  39. a b Marina Schieke-Gordienko: Robert und Clara Schumann in Berlin. Abgerufen am 13. Mai 2019.
  40. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 263.
  41. Berthold Litzmann, Clara Schumann. Ein Künstlerleben. Nach Tagebüchern und Briefen, 2. Band. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1905. S. 278.
  42. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 263.
  43. Eugen Wendler (Hrsg.): »Das Band der ewigen Liebe«. Clara Schumanns Briefwechsel mit Emilie und Elise List. Metzler, Stuttgart/Weimar 1996, S. 148 f.
  44. a b In Düsseldorf lebte das Ehepaar Schumann insgesamt in vier Wohnungen; nach Robert Schumanns Einweisung in die Heilanstalt zog Clara Schumann noch einmal innerhalb von Düsseldorf um. Schumann in Düsseldorf. Düsseldorfer Wohnungen. schumann-gesellschaft.de, abgerufen am 25- Mai Juli 2019
  45. Beatrix Borchard: Clara Schumann – Ihr Leben. Eine biographische Montage, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, Olms, Hildesheim 2015, S. 222.
  46. Elisabeth Schmiedel u. Joachim Draheim (Hrsg.): An den Rhein und weiter. Woldemar Bargiel zu Gats bei Robert und Clara Schumann. Ein Tagebuch von 1852. Studio Verlag, Sinzig 2011, S. 11 f.
  47. Elisabeth Schmiedel u. Joachim Draheim (Hrsg.): An den Rhein und weiter. Woldemar Bargiel zu Gats bei Robert und Clara Schumann. Ein Tagebuch von 1852. Studio Verlag, Sinzig 2011, S. 46.
  48. Siehe auch Joachim Reiber:  Ein Stück Leben im Spiegel der Wellen (Memento vom 1. Februar 2014 im Internet Archive), Zeitschrift der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Dezember 2007. Die Pontonbrücke nach Oberkassel (errichtet 1839) war zu diesem Zeitpunkt die einzige Rheinbrücke in Düsseldorf.
  49. Bernhard R. Appel (Hrsg.): Robert Schumann in Endenich (1854–1856). Krankenakten, Briefzeugnisse und zeitgenössische Berichte. Schott, Mainz 2006, S. 53 f., siehe besonders Fußnote 27.
  50. Bernhard R. Appel (Hrsg.): Robert Schumann in Endenich (1854–1856). Krankenakten, Briefzeugnisse und zeitgenössische Berichte. Schott, Mainz 2006, S. 117.
  51. Bernhard R. Appel (Hrsg.): Robert Schumann in Endenich (1854–1856). Krankenakten, Briefzeugnisse und zeitgenössische Berichte. Schott, Mainz 2006, S. 390.
  52. Ernst Burger: Robert Schumann. Schott, Mainz 1999, S. 332.
  53. Nancy B. Reich: Clara Schumann. The Artist an the Woman. Revised Edition. Cornell University Press, Ithaka u. London 2001, S. 170.
  54. Berthold Litzmann, Clara Schumann. Ein Künstlerleben. Nach Tagebüchern und Briefen, 2. Band. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1905. S. 278.
  55. Gerd Nauhaus (Hrsg.): Robert Schumann Tagebücher. Band 3, Haushaltbücher. Stroemfeld/Roter Stern, Basle u. a. 1982, S. 637.
  56. Berthold Litzmann, Clara Schumann. Ein Künstlerleben. Nach Tagebüchern und Briefen, 2. Band. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1905. S. 280 f.
  57. Beatrix Borchard, Clara Schumann – Ihr Leben. Eine biographische Montage, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, Olms, Hildesheim 2015, S. 320.
  58. a b Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 283.
  59. Schumann in Düsseldorf. Düsseldorfer Wohnungen. schumann-gesellschaft.de, abgerufen am 30. Juli 2015. Zitat: „… ehe sie knapp 15 Monate nach dem Tod ihres Mannes Düsseldorf mit Berlin vertauschte.“
  60. Nancy B. Reich: Clara Schumann, the artist and the woman. Cornell Univ. Press, Ithaca/London 2001,S. 191.
  61. Beatrix Borchard: Clara Schumann – Ihr Leben. Eine biographische Montage, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, Olms, Hildesheim 2015, S. 269.
  62. Gerd Nauhaus, Nancy B. Reich (Hrsg.): Clara Schumann, Jugendtagebücher 1827–1840. Olms, Hildesheim u. a. 2019, S. 36.
  63. Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek. Abgerufen am 23. Mai 2019.
  64. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 71.
  65. Gerd Nauhaus, Nancy B. Reich (Hrsg.): Clara Schumann, Jugendtagebücher 1827–1840. Olms, Hildesheim u. a. 2019, S. 37.
  66. Gerd Nauhaus, Nancy B. Reich (Hrsg.): Clara Schumann, Jugendtagebücher 1827–1840. Olms, Hildesheim u. a. 2019, S. 38–41.
  67. Gerd Nauhaus, Nancy B. Reich (Hrsg.): Clara Schumann, Jugendtagebücher 1827–1840. Olms, Hildesheim u. a. 2019, S. 40 f.
  68. Gerd Nauhaus, Nancy B. Reich (Hrsg.): Clara Schumann, Jugendtagebücher 1827–1840. Olms, Hildesheim u. a. 2019, S. 41.
  69. Reinhard Kopiez , Andreas C. Lehmann, Janina Klassen: Clara Schumann’s collection of playbills: A historiometric analysis of life-span development,mobility, and repertoire canonization. In: Poetics 37 (2009), S. 51.
  70. Der beim ersten Programmpunkt fehlerhafte Programmzettel (siehe Gerd Nauhaus, Nancy B. Reich: Clara Schumann Jugendtagebücher 1827–1840. Olms, Hildesheim u. a. 2019, S. 60) ist abgebildet in: Beatrix Borchard, Clara Schumann – Ihr Leben. Eine biographische Montage, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, Olms, Hildesheim 2015, S. 39.
  71. Gerd Nauhaus, Nancy B. Reich (Hrsg.): Clara Schumann, Jugendtagebücher 1827–1840. Olms, Hildesheim u. a. 2019, S. 11–19.
  72. Julia M. Nauhaus: Clara Schumanns Konzertreisen im Schumann-Portal. Abgerufen am 23. Mai 2019
  73. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 103.
  74. BLKÖ: Vesque von Püttlingen, Johann Freiherr (Sohn). Abgerufen am 23. Mai 2019.
  75. Nancy B. Reich: Clara Schumann, the artist and the woman. Cornell Univ. Press, Ithaca/London 2001, S. 3
  76. Janina Klassen: Clara Schumann (2008). In MUGI. Abgerufen am 23. Mai 2019.
  77. Janina Klassen: Clara Schumann (2008). In MUGI. Abgerufen am 23. Mai 2019.
  78. S. 251
  79. Beatrix Borchard, Clara Schumann – Ihr Leben. Eine biographische Montage, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, Olms, Hildesheim 2015, S. 148 u. 151.
  80. Marion Brück: Schumann, Clara Josephine geborene Wieck. In: Deutsche Biographie. Abgerufen am 23. Mai 2019.
  81. Brief an August Strackerjan, in: Robert Schumanns Briefe. Neue Folge. 2., vermehrte und verbesserte Auflage. Hrsg. von F. Gustav Jansen, Leipzig 1904, S. 390.
  82. Janina Klassen: Clara Schumann (2008). In MUGI. Abgerufen am 23. Mai 2019.
  83. Konzertliste im Schumann-Portal. Abgerufen am 23. Mai 2019.
  84. Julia M. Nauhaus: Konzertreisen und Konzertliste im Schumann-Portal. Abgerufen am 23. Mai 2019.
  85. Berthold Litzmann: Clara Schumann. 3. Clara Schumann und ihre Freunde 1856 – 1896. Leipzig 1910, S. 533.
  86. Julia M. Nauhaus: Konzertreisen im Schumann-Portal. Abgerufen am 23. Mai 2019.
  87. Reinhard Kopiez, Andreas C. Lehmann, Janina Klassen: Clara Schumann’s collection of playbills: A historiometric analysis of life-span development, artistic mobility, and repertoire canonization. In: Poetics, 2009, 37(1),S. 50–73.
  88. Peter Ackermann (Hrsg.): Die „Werktreue“ bei Clara Schumann. In: Clara Schumann, Komponistin, Interpretin, Unternehmerin, Ikone: Bericht über die Tagung anlässlich ihres 100. Todestages : veranstaltet von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und dem Hochschen Konservatorium in Frankfurt. Olms Hildesheim u. a. 1999, S. 9 ff.
  89. Beatrix Borchard, Clara Schumann – Ihr Leben. Eine biographische Montage, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, Olms, Hildesheim 2015, S. 258.
  90. Nancy B. Reich: Clara Schumann, the artist and the woman. Cornell Univ. Press, Ithaca/London 2001, S. 21 f.
  91. Gerd Nauhaus, Nancy B. Reich (Hrsg.): Clara Schumann, Jugendtagebücher 1827–1840. Olms, Hildesheim 2019, S. 57, 122 u. 159 f.
  92. Janina Klassen: Clara Wieck-Schumann. Die Virtuosin als Komponistin. Bärenreiter, Kassel u. a. 1990, S. 16–18.
  93. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 84 f.
  94. Janina Klassen: Clara Wieck-Schumann. Die Virtuosin als Komponistin. Bärenreiter, Kassel u. a. 1990, S. 79–92.
  95. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 83.
  96. Gerd Nauhaus, Nancy B. Reich (Hrsg.): Clara Schumann, Jugendtagebücher 1827–1840. Olms, Hildesheim 2019, S. 227
  97. Janina Klassen: Clara Wieck-Schumann. Die Virtuosin als Komponistin. Bärenreiter, Kassel u. a. 1990, S. 21 f, 41–46, 52–57.
  98. a b C. F. B. (=Carl Ferdinand Becker): Concerte für das Pianoforte. Clara Wieck, erstes Concert f. d. Pfte., mit Begl. des Orch (A-Moll) – W. 7. In: NZfM Nr. 14, 17. Februar 1837, S. 56 f. Digitalisat. Abgerufen am 18. Mai 2019.
  99. August Gathy: Clara Wieck. In NZfM Nr. 14, 18. August 1837, Seite 53–55. Digitalisat. Abgerufen am 18. Mai 2019.
  100. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 196.
  101. Janina Klassen: Clara Wieck-Schumann. Die Virtuosin als Komponistin. Bärenreiter, Kassel u. a. 1990, S. 16–18.
  102. Gerd Nauhaus (Hrsg.): Robert Schumann. Tagebücher. Band II. Leipzig 1987, S. 100.
  103. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 211–218.
  104. Gerd Nauhaus (Hrsg.): Robert Schumann. Tagebücher. Band II. Leipzig 1987, S. 255.
  105. Janina Klassen: Clara Wieck-Schumann. Die Virtuosin als Komponistin. Bärenreiter, Kassel u. a. 1990, S. 58.
  106. Beatrix Borchard, Clara Schumann – Ihr Leben. Eine biographische Montage, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, Olms, Hildesheim 2015, S. 202.
  107. Janina Klassen: Clara Wieck-Schumann. Die Virtuosin als Komponistin. Bärenreiter, Kassel u. a. 1990, S. 185–188.
  108. a b c Janina Klassen: Clara Schumann, MUGI Lexikon, 2008. Abgerufen am 18. Mai 2019.
  109. Berthold Litzmann, Clara Schumann. Ein Künstlerleben. Nach Tagebüchern und Briefen, 2. Band. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1905. S. 274.
  110. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 182.
  111. In der Literatur bisher fälschlich 1846 angegeben. Recte 1847. Der erste Eintrag war am 13. Mai 1847, der letzte am 14. Februar 1854. Siehe: Gerd Nauhaus (Hrsg.): Robert Schumann Tagebücher. Band 3, Haushaltbücher. Stroemfeld/Roter Stern, Basle u. a. 1982, S. 426 u. 648. Vergleiche für Mai 1847 das Digitalisat der Handschrift bei der SBB.
  112. Nancy B. Reich: Clara Schumann. The Artist an the Woman. Revised Edition. Cornell University Press, Ithaka u. London 2001, S. 80 f.
  113. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 182.
  114. Gerd Nauhaus (Hrsg.): Robert Schumann. Tagebücher. Band II. Leipzig 1987, S. 99
  115. Siehe dazu vor allem die Zitate in Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, Köln, Weimar, Wien: Böhlau-Verlag 2009, S. 238 f.
  116. Zeitgenössische Porträts im Schumann-Portal
  117. Clara-Wieck-Straße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)
  118. Die Pianistin. Ein Nachspiel. (Memento vom 26. Juni 2017 im Internet Archive) Website des Musiktheaterstückes
  119. Website des Kulturhauses Zvonimir (Memento vom 2. Februar 2014 im Internet Archive) in Solin, Kroatien
  120. Werkbeschreibung: Heimliches Flüstern (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), Opernloft Hamburg
Dieser Artikel wurde am 24. September 2004 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen.