Clarence Barlow

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Clarence Barlow

Clarence Albertson Barlow (auch „Klarenz Barlow“; * 27. Dezember 1945 in Kalkutta) ist ein internationaler Komponist. Von englischer und portugiesischer Abstammung, gehörte er in Indien zur englischsprachigen Minderheit. Seine ersten Kompositionen schrieb er mit 11 Jahren und schloss ein naturwissenschaftliches Studium in Kalkutta mit einem Diplom am Trinity College in London ab.

Danach studierte er klassische indische Musik und beschäftigte sich gleichzeitig mit mittelalterlicher und zeitgenössischer europäischer Musik. Ab 1968 studierte er an der Hochschule für Musik Köln Komposition und elektronische Musik, unter anderem bei Bernd Alois Zimmermann und Karlheinz Stockhausen.

1971 begann er, Computer für seine Kompositionen einzusetzen. Heute ist er einer der bekanntesten Vertreter der Computermusik.

Seit 1968 lebte er in Köln, seit 2006 in Santa Barbara, Kalifornien.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Textmusik für Klavier (1971)
  • …until… für Melodieinstrument (1972)
  • Sinophonie II (Elektronische Komposition, 1972)
  • Verhältnisse für Melodieinstrumente (1974)
  • Çoğluotobüsişletmesi für Klavier (1975–79)
  • CCU (Hörstück, 1979–80)
  • Im Januar am Nil für Ensemble (1981–84)
  • Variazioni e un piano meccanico für Pianist und selbstspielendes Klavier (1986)
  • Fruitti d'Amore für Violoncello und Computer (1988)
  • Orchideæ Ordinariæ or the Twelfth Root of Truth für großes Orchester (1989)
  • Talkmasters Choice (Computer-Installation, 1992)
  • Farting Quietly in Church – Vortrag über „Haiku“ für Bariton selbstspielendes Klavier und Computer (1994)
  • Klavierkonzert Nr.2 «Aux fins des quelques siècles» für Klavier, Quadrophonie und Orchester (1961–63/75/97-98)
  • Zero Crossing (Hörstück, 2000–01)
  • Le loup en pierre (2003) Stück für zwei Orgeln, eine in mitteltöniger Stimmung, eine in wohltemperierter Stimmung. Die Komposition entstand im Auftrag der Universität Leiden, und wurde für die beiden Orgel der Pieterskerk[1] in Leiden komponiert. (Uraufführung: Pieterskerk Leiden, 2003)

Lehrtätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Künstlerische Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Initiator und langjähriger Leiter der Initiative für Musik und Informatik (GIMIK) Köln (ab 1986)
  • International Computer Music Conference (ICMC) Köln 1988
  • Institut für Sonologie am Königlichen Konservatorium Den Haag 1990–1994

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claudia Maria Zey: Çoğluotobüsişletmesi und Autobusk [Medienkombination]: 1. Zum stochastischen Kompositionskomplex von Klarenz Barlow (1971 - 2000), 2. Quellentexte von und über Klarenz Barlow (1971 - 2000), Saarbrücken, Univ., Diss., 2008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Note[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. über diese Orgel: das Lemma Pieterskerk in holländischer Wikipedia