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Claude Dauphin

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Claude Dauphin (1939)

Claude Dauphin (eigentlich Claude Marie Eugène Legrand;[1] * 19. August 1903 in Corbeil-Essonnes; † 16. November 1978 in Paris) war ein französischer Schauspieler. Zumeist in den Rollen charmanter und eleganter Herren besetzt, verkörperte er den typischen Franzosen im Hollywood-Kino der 1950er und 1960er Jahre.

Der Sohn des Dichters Franc-Nohain und der Illustratorin Marie-Madeleine Dauphin[1] begann als Dekorateur, bevor er in einem Stück von Tristan Bernard sein Bühnendebüt gab. Sein Leinwanddebüt gab er 1931 als Joannis in La Fortune. Berühmt wurde er durch die Hauptrolle des Jean Durand im von Henri-Georges Clouzot geschriebenen und von Richard Pottier inszenierten Film Le Monde tremblera (1939). In Raymond Bernards Jean-Anouilh-Verfilmung Das Schloß der Liebe (1939) spielte Dauphin neben Simone Simon drei verschiedene Rollen (Léandre, Hubert und Georges) und in Henri Decoins Diebe und Liebe (1940) den Diplomaten Pierre de Rougemont an der Seite von Danielle Darrieux. Weitere Hauptrollen hatte er bei Marc Allégret (Das schöne Abenteuer, 1942) und neben Lilli Palmer im britischen Film English Without Tears (1943). 1946 hatte er die Titelrolle in der Rostand-Verfilmung Cyrano de Bergerac inne.

Im Jahr 1950 gab er sein US-Debüt in Robert Siodmaks Kriminalfilm Abgeschoben. 1952 war er als Anführer einer Bande neben Simone Signoret in Jacques Beckers Goldhelm zu sehen sowie als Arzt unter der Regie von Max Ophüls im Episodenfilm Pläsier. Ebenfalls 1952 war er der Partner von Doris Day im Filmmusical April in Paris. 1953 spielte er mit Claire Bloom in der britischen Filmkomödie Innocents in Paris und mit Bing Crosby im Kriegswaisen-Drama Einmal wird die Sonne wieder scheinen.

Dauphins Grab

Es folgten Rollen in zahlreichen US-amerikanischen Fernsehserien. Joseph L. Mankiewicz engagierte ihn für Vier Pfeifen Opium, Val Guest für Der unsichtbare Schatten und schließlich drehte er in seiner Heimat den Kriegsfilm Brennt Paris? (1966). Zu seinen späteren Rollen zählt auch die des Maurice Dalbret in Stanley Donens Zwei auf gleichem Weg (1967).

Neben seinem ebenfalls schauspielernden Sohn Jean-Claude Dauphin (* 1948) aus der Ehe mit Maria Mauban trat er unter der Regie von Bernard Toublanc-Michel in Tanjas Geliebter (1968) auf. Im selben Jahr kam er auch als Erden-Präsident in Roger Vadims Barbarella zum Einsatz. Seine letzte Leinwandrolle hatte er 1978 als Albert Carreaud, der zwei Liebenden, gespielt von Henri Guybet und Claude Jade, in Ein Pauker zum Verlieben als Deus ex machina zum Glück verhilft.

Dauphins drei Ehen mit den Schauspielerinnen Rosine Deréan, Maria Mauban und Norma Eberhardt wurden jeweils geschieden. Neben seinem Sohn Jean-Claude hatte er auch eine Tochter.[1] Er starb im November 1978 im Alter von 75 Jahren in Paris und wurde auf dem Cimetière du Père-Lachaise beigesetzt.

Filmografie (Auswahl)

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Commons: Claude Dauphin – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. a b c Claude Dauphin bei lesgensducinema.com (französisch).