Claudia Eckert

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Claudia Eckert (* 14. Juli 1959 in Duisburg) ist eine deutsche Informatikerin. Sie ist Leiterin des Lehrstuhls „Sicherheit in der Informatik“ an der Fakultät für Informatik der Technischen Universität München sowie Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) in Garching bei München.

Lebenslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr Diplom in Informatik erwarb sie an der Universität Bonn, 1993 promovierte und 1999 habilitierte sie an der TU München zur Thematik „Sicherheit in verteilten Systemen“. Ihre Forschungs- und Lehrtätigkeiten finden sich in den Arbeitsgebieten Betriebssysteme, Middleware, Kommunikationsnetze sowie Informationssicherheit. Ab 2001 war sie Horst-Görtz-Stiftungsprofessorin für Sicherheit in der Informationstechnik am Fachbereich Informatik der Technischen Universität Darmstadt.[1] Im Jahr 2008 gründete sie das Darmstädter Zentrum CASED (Center for Advanced Security Research Darmstadt), dessen stellvertretende Leiterin sie bis 2010 war. Eckert ist Mitglied in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten, u. a. im Verwaltungsrat des Deutschen Forschungsnetzes (DFN), OFFIS, Bitkom sowie der wissenschaftlichen Kommission der Einstein-Stiftung Berlin. Sie ist Mitglied des Aufsichtsrats der Airbus Group.[2] Außerdem berät sie Ministerien und die öffentliche Hand auf nationaler und internationaler Ebene bei der Entwicklung von Forschungsstrategien und der Umsetzung von Sicherheitskonzepten.

Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) und seit 2013 der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.[3]

Im Rahmen der Initiative Wissenschaftsjahr 2014 Die Digitale Gesellschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Gesellschaft für Informatik wurde sie mit der Auszeichnung Deutschlands Digitale Köpfe geehrt. Die Auszeichnung gilt jenen, die mit ihren Ideen und Projekten die digitale Entwicklung in Deutschland vorantreiben.[4]

Die Fachzeitschrift Computerwoche zählte Eckert 2011 zu den Top 100 der bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen ITK-Landschaft.[5][6] Zu den Kriterien für die Aufnahme in die Liste zählten u. a. Gewicht der Stimme in der Branche, Visionärität, besondere Verdienste, individuelle fachliche Leistung und voraussichtliche künftige Rolle.[7]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konzepte und Verfahren zur Konstruktion sicherer, verteilter Systeme. Dissertation, Technische Universität München, 1993.
  • IT-Sicherheit. Konzept[e] – Verfahren – Protokolle. Oldenbourg, München 2001; 7. überarbeitete und erweiterte Auflage 2012, ISBN 978-3-486-70687-1.
  • IT-Sicherheit. Konzepte – Verfahren – Protokolle. Studienausgabe. Oldenbourg, München u. a. 2005, ISBN 3-486-57676-3 (kompakte und stark gekürzte Fassung des Lehrbuchs).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Prof. Claudia Eckert übernimmt Horst-Görtz-Stiftungsprofessur an der TUD. Abgerufen am 6. November 2019.
  2. http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/eins-zu-eins-der-talk/claudia-eckert-informatikprofessorin-100.html (Memento vom 4. Dezember 2014 im Internet Archive)
  3. Prof. Dr. Claudia Eckert, ordentliche Mitglieder der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  4. Archivlink (Memento des Originals vom 10. Oktober 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.digital-ist.de
  5. Alexandra Mesmer: Die wichtigsten Persönlichkeiten in der deutschen ITK-Landschaft. In: Computerwoche. 31. Dezember 2011
  6. Heinrich Vaske, Alexandra Mesmer, Alexander Freimark: TOP 100 – Das Computerwoche-Ranking: die bedeutendsten Persönlichkeiten in der deutschen IT IDG 2014 S. 124 ISBN 978-3-942-92203-6
  7. Alexandra Mesmer: Die Kriterien für die Wahl der Top 100 (Memento vom 19. April 2016 im Internet Archive) In: Computerwoche. 31. Dezember 2011