Claudia Losch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Claudia Losch Leichtathletik
Claudia Losch auf einer Briefmarke aus Paraguay (1987)

Claudia Losch auf einer Briefmarke aus Paraguay (1987)

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 10. Januar 1960
Geburtsort Wanne-EickelDeutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Deutschland
Größe 180 cm
Gewicht 84 kg
Beruf Optikerin
Karriere
Bestleistung 22,19 m (23. August 1987 in Hainfeld)
Status zurückgetreten
Karriereende 1992
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Hallenweltmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Halleneuropameisterschaften 3 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
0Gold0 1984 Los Angeles 20,48 m
 Hallenweltmeisterschaften
0Gold0 1989 Budapest 20,45 m
0Bronze0 1987 Indianapolis 20,14 m
Logo der EAA Halleneuropameisterschaften
0Gold0 1986 Madrid 20,48 m
0Gold0 1988 Budapest 20,39 m
0Gold0 1990 Glasgow 20,64 m
0Silber0 1984 Göteborg 20,23 m
0Silber0 1985 Piräus 20,59 m
letzte Änderung: 15. Januar 2017

Claudia Losch (* 10. Januar 1960 in Wanne-Eickel) ist eine ehemalige deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kugelstoßerin dominierte ihre Disziplin in der Bundesrepublik Deutschland in den 1980er Jahren. Bei den Deutschen Meisterschaften gewann sie von 1982 bis 1991 zehnmal in ununterbrochener Reihenfolge den Titel, 1992 wurde sie Dritte.[1] Damit ist sie noch vor Athletinnen wie Astrid Kumbernuss und Eva Wilms Deutsche Rekordmeisterin. Auch in der Halle war Claudia Losch erfolgreich und belegte bei den Deutschen Meisterschaften 1983, 1984, 1987, 1988 und 1989 jeweils den ersten Platz.[2]

Bei den Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles gewann sie die Goldmedaille im Kugelstoßen mit einem einzigen Zentimeter vor der Rumänin Mihaela Loghin (Silber) und der Australierin Gael Martin (Bronze).

Claudia Losch hatte bei einer Größe von 1,80 m ein Wettkampfgewicht von 84 kg.

Ab 1983 trat Claudia Losch für den LAC Quelle Fürth an, ihren ersten Deutschen Meistertitel hatte sie noch 1982 im Trikot der LG Bayer Leverkusen geholt. Von 1987 bis 1988 trainierte sie für den LC Olympiapark München.[1] 1992 beendete sie ihre Karriere und war seither als Optikerin tätig.[3]

Über die Werfergruppe von Christian Gehrmann, der auch Claudia Losch zu ihrem Olympiasieg 1984 führte, gibt es zahlreiche Doping-Vermutungen, die unter anderem von der Kugelstoßerin Petra Leidinger geäußert wurden. Claudia Losch selbst verweigerte 1990 eine Doping-Kontrolle.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Claudia Losch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b sport-komplett.de: Leichtathletik - Deutsche Meisterschaften (Kugelstoßen - Damen)
  2. sport-komplett.de: Deutsche Hallen - Leichtathletik - Meisterschaften (Kugelstoßen - Damen)
  3. "Das große Olympia Lexikon", Sport-Bild vom 19. Juni 1996, S. 42
  4. Singler & Treutlein: Doping im Spitzensport 3. überarb. Auflage. Meyer & Meyer, Aachen 2006.