Claudio Maniscalco

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Claudio Maniscalco

Claudio Maniscalco (* 18. August 1962 in Mölln) ist ein deutscher Sänger, Synchronsprecher und Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Claudio Maniscalco wirkte bereits im Alter von neun Jahren in verschiedenen Theateraufführungen wie etwa dem Rumpelstilzchen in Mölln, der Stadt seiner Kindheit und Jugend, mit. Seine Mutter ist eine deutsche Sängerin, sein Vater war ein italienischer Polizist.

1978 bestand er die Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule in Hamburg, begann jedoch (aufgrund Bedenken seines Elternhauses) seine Ausbildung erst 1980 in Berlin. Dort war unter anderem Schüler der Theaterleiterin Hilla Preuß, die aus der Ära Gustaf Gründgens' stammte.

Bald ließ er sich auch für das Fach Chanson, Pantomime und Stepptanz ausbilden. Um seine Stimme zu formen, erhielt er Gesangsunterricht im Musicalfach bei Bob Edwards und Vicky Hall. 1983 nahm er in der Sparte Musical/Chanson/Song am Bundeswettbewerb Gesang teil – dort belegte er den 1. Platz.[1] 1984 bis 1986 sammelte er praktische Bühnenerfahrungen als Hauptdarsteller und Sänger bei den Berliner Komödianten.

In den Berliner Kammerspielen stellte er 1987 den Riff Raff im Musical The Rocky Horror Show dar. Außerdem wurde er Solist in dem Stück Linie 1 von Volker Ludwig. 1991 wurde er neben Eartha Kitt, Alice und Ellen Kessler und Daniela Ziegler Solist in dem Musical Follies am Theater des Westens in Berlin. Diese Arbeit stand unter der Regie von Helmut Baumann. 1992 übernahm Maniscalco außerdem (mit Katja Nottke) die Leitung des KAMA-Theaters in Berlin, wo er auch darstellerisch mitwirkte. Bis 1995 absolvierte er einige Konzerte mit dem RIAS Rundfunkorchester Berlin unter der Leitung von Kai Rautenberg, dem Pianisten von Hildegard Knef.

Corny Littmann besetzte ihn für das TIVOLI (Schmidt Theater in Hamburg) 1995 als Solist im Musical Ladyboys von Gregor Köhne. Hier übernahm er erneut eine Travestierolle. 1999 inszenierte er mit Heinz Rühmann – der Clown ein weiteres Musical, welches im Berliner Hansa-Theater zur Aufführung kam. Es folgte eine Nominierung für den Goldenen Vorhang des Berliner Theaterclubs.

Im Jahr 2000 spielt Claudio Maniscalco den Sänger und Schauspieler Roy Black in der Revue Ganz in Weiß. 2001 war er in der Kleinen Revue im Berliner Friedrichstadt-Palast in Günter Neumanns Insulaner: Sehn se, det is Berlin! zu sehen. Von 1999 bis 2001 war er Intendant im Hansa-Theater Berlin. Diese Arbeit beendete Maniscalco vorzeitig, da er seine Vorstellungen von einem experimentellen Theater nicht verwirklicht sah.

Mit dem Konzertprogramm Viva l’Amore ist er seit 2003 unterwegs. Ein eigenes Bühnenprogramm mit Songs von Dean Martin und Frank Sinatra führt ihn bis heute mit Gastspielen an unterschiedliche Theater und zu Galaveranstaltungen. 2008 feierte er mit dem einwöchigen Gastspielprogramm Die multiple Personality Best-of-Show am BKA-Theater in Berlin sein 20-jähriges Bühnenjubiläum.

Auch in Kino und Fernsehen ist Maniscalco zu sehen. Er übernimmt unterschiedliche Rollen in Filmen, Fernsehspielen und Serien. In Die Unendliche Geschichte II übernahm er die Rolle des versteinerten Lavaman. Popularität erreichte er mit der RTL-Serie Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Dort spielte er 1999 den Magier Felix. In einem Vierteiler der ARD verkörperte Claudio Maniscalco ab 1998 einen skrupellosen Anwalt in Liebe und weitere Katastrophen.

Immer wieder führen ihn seine Rollen an die Seite bekannter Darsteller wie etwa Senta Berger, Suzanne von Borsody, Dirk Bach und Klaus Löwitsch. Neben Harald Juhnke spielte er als Frau in der Serie Zwei alte Hasen. In sechs Folgen war er 1999 in der Serie In aller Freundschaft im ARD-Abendprogramm als Radrennfahrer Axel zu sehen.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater/ Shows[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987: Riff Raff in „Rocky Horror Show“, Regie: Anna Vaughan (Berliner Kammerspiele)
  • 1987: Grunzbauch in „Vom dicken Schwein das dünn werden wollte“, Regie: Anna Vaughan (Berliner Kammerspiele)
  • 1987: Adam in „Stürmische Überfahrt“, Regie: Jürgen Wölfer (Winterhuder Fährhaus)
  • 1989: Jerome Martignon in „Frühling im September“, Regie: Wolfgang Spier (Komödie Max2, München)
  • 1989: Bambi in „Linie 1“, Regie: Anna Vaughan (Marek Lieberberg Produktion)
  • 1989: David in „Off Broadway“, Regie: Josef Saxinger (Kleine Freiheit München)
  • 1989: Octave in „Die lieben Nachbarn“, Regie: Katja Nottke (Intimes Theater/ Berlin)
  • 1991: Young Ben in „Follies“, Regie: H. Baumann (Theater des Westen)
  • 1992: Yves Montand in „Piaf“, Regie: Katja Nottke (KAMA-Theater Berlin)
  • 1993: Tom in „Schmetterlinge sind frei“, Regie: Katja Nottke (KAMA-Theater Berlin)
  • 1994: Toddy in „Viktor und Viktoria“, Regie: Katja Nottke (KAMA-Theater Berlin)
  • 1995: Peppino in „Ladyboys“, Regie: Corny Littmann (KAMA-Theater Berlin)
  • 1997: Alfred in „Liebeslohn“, Regie: Pierre Badan (Kleines Theater am Südwestkorso)
  • 2000: Roy Black in „Ganz in Weiß“, Regie: Arno Löb (Augsburg)
  • 2001: Franz in „Insulaner“, Regie: Klaus Rumpf (Friedrichstadtpalast/ Kleine Revue)
  • 2002: „Was macht eine Frau mit zwei Männern“, Regie: Katja Nottke (Berliner Volkstheater Hansa)
  • 2003–2004: „Viva l’Amore“, Regie: Claudio Maniscalco (Umspannwerk-Ost)
  • 2004–2007: Lucino in „La Famiglia“, Regie: Arthur Castro (Pomp Duck and Circumstance Berlin)
  • 2005: „Dean Martin Show“ im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, Regie: Claudio Maniscalco
  • 2006: Siggi White in „Telenovela, eine Persiflage“, Regie Katja Nottke (Nottkes das Kieztheater)
  • 2007: Bon Vivant in „Alles nur Theater“, Regie Katja Nottke (Nottkes das Kieztheater)
  • 2008: „Dean Martin Christmas Show“ in der Spielbank Berlin, Regie: Claudio Maniscalco
  • 2008: Don Camillo in „Don Camillo und Peppone“, Regie: Manon (Breitlingshow in Basel)
  • 2008: „Best-Of-Show“ im BKA-Theater Berlin, Regie: Claudio Maniscalco
  • 2009: „Dean Martin Christmas Show“ im Heimathafen Neukölln, Regie: Claudio Maniscalco
  • 2007–2009: Lucino in „La Famiglia“, Regie: Claudio Maniscalco (Pomp Duck and Circumstance Stuttgart)
  • 2009–2010: Roy Black in „Du bist nicht allein“, Regie: Claudio Maniscalco (Nottkes das Kieztheater)
  • 2009–2010: Yves Montand, Charles Aznavour u. a. in „Piaf“, Regie: Katja Nottke (Nottkes das Kieztheater)
  • 2009–2010: Bruno in „Mama Leone“, Regie: Katja Nottke (Nottkes Kieztheater)
  • 2009–2015: Lucino in „La Famiglia“, Regie: Claudio Maniscalco (Piazza Rossa\ La Luz, Berlin)
  • 2012–2015: Teufel in "Teufels Küche" Regie: Ulrike Stürzbecher (Kieztheater Berlin/ "Wilde Oscar")
  • 2013–2015: Popolone in "Carusello Italiano" Regie: Claudio Maniscalco (Theater "Wilde Oscar")
  • 2014: Valmont in "Gefährliche Liebschaften" Regie: Teresa Hoerl & Andra Kokott (Schloss Charlottenburg, Berlin)
  • 2014: Jedermann in „Jedermann“, Clingenburg-Festspiele Regie: Marcel Krohn (Sommerfestspiele Clingenburg)
  • 2015 Blacky Black in "Die Nännie" Regie: Claudio Maniscalco (Theater "Wilde Oscar")[2]
  • 2016/17: Dean Martin in der „Dean Martin Show, ein Hauch von Las Vegas!" im Theater "Wilde Oscar"
  • 2017/18: Don Paolo in "OH DIO MIO" Regie: Leonardo di Lorenzo (Theater "Queens45, Berlin")
  • 2017/18: König Triton in dem Musical "Die kleine Meerjungfrau" Regie: Fabian Gröger Varieté-Theaters „Wintergarten“

Synchronrollen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Serien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiel/ Sprecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Diverse Hörfunkspots: CORA-IT, Hotel Esplanade, Drei-Like-Home, Marktplatzcenter Neubrandenburg, Tandemcard etc.
  • Voice Over (Timm TV): Out & About
  • Voice Over (Timm TV): Step it up and dance
  • Voice Over (Timm TV): „BOY MEETS BOY“ / „Going Straight“
  • Die Alchimistin (8 CDs) Hörspiel: Stimme Gilian (Lübbe Audio)
  • Benjamin Blümchen (Hörspiel): Stimme Herr Stellini (Kiddinx Studio)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bundeswettbewerb Gesang (1983) – 1. Platz Musical, Chanson, Song[3]
  • Günther Neumann Preisträger (1983)[4]
  • Goldene Henne (2000) – für Ganz in Weiß
  • Goldener Vorhang (2001) – für die Regie in Die Bettelkönigin mit Brigitte Mira
  • Auszeichnung vom Berliner Sonntagsblatt (2017) – für besondere künstlerische Leistungen und seine Schöpfungen: La Famiglia, Dean Martin Show und Carusello Italiano[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]@1@2Vorlage:Toter Link/www.guenter-neumann-stiftung.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Die Nännie – Ein Kindermädchen zum Verlieben! | Wilde Oscar. In: www.wildeoscar.de. Abgerufen am 25. Februar 2016.
  3. Alle Preisträger Musical/Chanson 1979–2015 - Bundeswettbewerb Gesang Berlin. In: Bundeswettbewerb Gesang Berlin. Archiviert vom Original am 25. Februar 2016; abgerufen am 25. Februar 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bwgesang.de
  4. Bundeswettbewerb Gesang » Günter Neumann Stiftung. In: guenter-neumann-stiftung.de. Archiviert vom Original am 25. Februar 2016; abgerufen am 25. Februar 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/guenter-neumann-stiftung.de
  5. Claudio Maniscalco: Auszeichnung für besondere künstlerische Leistungen! | Berliner Sonntagsblatt. Archiviert vom Original am 5. März 2017; abgerufen am 4. März 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.berliner-sonntagsblatt.de