Claus Strunz

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Claus Strunz (2008)

Claus Strunz (* 29. September 1966 in Münchberg/Oberfranken[1]) ist ein deutscher Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur in Bayreuth volontierte Strunz beim Nordbayerischen Kurier. Anschließend studierte er von 1989 bis 1994 an der Ludwig-Maximilians-Universität München Politikwissenschaft, Germanistik und Medienrecht. Bei der Münchner Abendzeitung wurde er Redakteur und Ressortleiter Nachrichten.

Strunz war stellvertretender Chefredakteur der Tageszeitung Die Welt und ab Oktober 2000 Chefredakteur der Bild am Sonntag, der Sonntagsausgabe der Bild-Zeitung, die er zum 1. August 2008 verließ. Von Oktober 2008 bis Mitte 2011 war Strunz Chefredakteur des Hamburger Abendblatts.[2][3] Seitdem leitet er bei Axel Springer den Bereich »TV- und Videoproduktionen«, der eigens für ihn geschaffen wurde.[4]

Seit 2009 ist er regelmäßig Gastdozent der Europäischen Medien- und Business-Akademie.

Im Fernsehen trat Strunz auf als Moderator der Diskussionssendung Was erlauben Strunz!? (in Anspielung auf den berühmt gewordenen Ausspruch des Fußballtrainers Giovanni Trapattoni über den Spieler Thomas Strunz), welche bis zu ihrer Einstellung im Sommer 2010 vom Sender N24 (damals ProSiebenSat.1 Media AG) ausgestrahlt wurde.[5] Zuvor hatte er ab 2002 in der n-tv-Talkshow Der Grüne Salon Heinz Eggert ersetzt. Von März 2011 bis Oktober 2013 moderierte Strunz das politische Rededuell Eins gegen Eins auf Sat.1 und von Juni bis Dezember 2013 Deutschland Akut – der WELT Talk auf N24.[6]

Zum 1. Juli 2014 wurde Strunz Geschäftsführer von der Maz & More TV Produktion,[7] die das Sat.1-Frühstücksfernsehen herstellt. Dort tritt Strunz auch regelmäßig als Kommentator aktueller Ereignisse auf.[8] Während Strunz die Sendung Akte im September 2015 als Vertretung für Ulrich Meyer moderierte, übernahm er im Januar 2017 die Hauptmoderation der Sendung auf Sat.1.[9]

Im August und September 2017 moderiert Strunz mehrere Sendungen bezüglich der Bundestagswahl 2017 auf Sat.1.[10]

Er ist seit 2005 mit Anne Meyer-Minnemann verheiratet (Journalistin und Chefredakteurin der Zeitschrift Gala) und hat zwei Töchter mit ihr.

Strunz war einer von vier Moderatoren des TV-Duells zur Bundestagswahl 2017 zwischen Angela Merkel und Martin Schulz. Dabei zitierte Strunz den SPD-Kanzlerkandidaten Schulz wie folgt: „Was die Flüchtlinge zu uns bringen, ist wertvoller als Gold.“ Schulz gab darauf hin das auch von Seiten der AfD gegen ihn verwendete[11] Zitat vollständig wieder: „Was die Flüchtlinge zu uns bringen, ist wertvoller als Gold. Es ist der unbeirrbare Glaube an den Traum von Europa. Ein Traum, der uns irgendwann verloren gegangen ist.“[12][13] Ferner fragte Strunz mit Bezug auf die Ende Juni 2017 in Deutschland befindlichen 226.000 ausreisepflichtigen Personen: „Wann sind die weg?“ Diese Wortwahl und die Tatsache, dass Strunz den Anteil an Geduldeten (159.678) nicht eigens erwähnte, stieß im Netz und in Medien auf Kritik.[14]

Filmographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehsendungen

Titel Sender Zeitraum
Grüner Salon n-tv 2002 bis 2003
Was erlauben Strunz!? N24 März 2004 bis Juli 2010
Eins gegen Eins Sat.1 März 2011 bis Oktober 2013
Deutschland Akut – der WELT Talk N24 Juni bis Dezember 2013
Sat.1-Frühstücksfernsehen Sat.1 seit 2014
Akte – Reporter kämpfen für Sie Sat.1 September 2015 (Urlaubsvertretung)
seit Januar 2017
Der Faktencheck mit Claus Strunz Sat.1 seit Oktober 2016
Wahl 2017: Die 10 wichtigsten Fragen der Deutschen. Klartext mit Claus Strunz Sat.1 August 2017
Das TV-Duell: Merkel – Schulz Sat.1, Das Erste, RTL, ZDF September 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Claus Strunz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurzlebenslauf bei SAT1
  2. Personalien: Chefredakteurswechsel bei BILD am SONNTAG, B.Z./B.Z. am SONNTAG und HAMBURGER ABENDBLATT - Pressemitteilung vom 10. Juli 2008
  3. Claus Strunz wird Geschäftsführer TV- und Videoproduktionen bei Axel Springer / Lars Haider neuer Chefredakteur beim HAMBURGER ABENDBLATT - Pressemitteilung vom 19. Mai 2011
  4. http://www.stefan-niggemeier.de/blog/tag/claus-strunz/
  5. N24 setzt talkshow was erlauben strunz ab dwdl-Meldung vom 6. August 2010
  6. Profil auf n24.de
  7. Frühstücks-TV: Springer schickt Claus Strunz zu N24-Tochter MAZ&More. meedia.de, 23. Juni 2014
  8. http://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/gaeste/clausstrunz100.html - Link nicht mehr online (getestet am 3. September 2017)
  9. Claus Strunz übernimmt ab 2017 Meyers "Akte" dwdl-Meldung vom 4. November 2016
  10. Die Wahl 2017 in SAT.1 Sat.1-Artikel zum Thema "Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017"
  11. Internetnutzer empören sich über Moderator Strunz, auf spiegel.de, abgerufen am 4. September 2017.
  12. Was stimmte nicht?, auf tagesschau.de, abgerufen am 4. September 2017.
  13. Angela Merkel gegen Martin Schulz: Als es um die AfD und Flüchtlinge ging, wurde es plötzlich brenzlig, auf derwesten.de, abgerufen am 4. September 2017.
  14. stern.de: Fragen für die AfD: Claus Strunz zieht den Hass bei Twitter auf sich