Claus Wilcke (Altorientalist)

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Claus Wilcke (* 23. Februar 1938 in Potsdam) ist ein deutscher Altorientalist. Er war Inhaber eines Lehrstuhls für Altorientalistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München (1976–1993) und der Universität Leipzig (1993–2003).

Wilcke studierte zunächst von 1957 bis 1960 protestantische Theologie an den Universitäten in Marburg und Heidelberg. Er schloss dann ein Studium der Orientalistik, Semitistik und des römischen Rechts in Heidelberg von 1960 bis 1966 an, wo er schließlich bei Adam Falkenstein mit einer Arbeit über das Lugalbandaepos promoviert wurde. Er wirkte dann in München, wo er sich 1972 mit einer Arbeit zum Tod und zur Bestattung des Königs Urnammu habilitierte. Einen Ruf an die Harvard University lehnte er ab, wirkte dort aber 1980/81 als Gastdozent. Nach der Wende wechselte er nach Leipzig, wo er das dortige altorientalische Institut neu gründete.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • als Herausgeber: Das geistige Erfassen der Welt im Alten Orient. Sprache, Religion, Kultur und Gesellschaft. Nach Vorarbeiten von Joost Hazenbos und Annette Zgoll. Harrassowitz, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-447-05518-5.
  • Ancient Near Eastern Law. A History of its Beginnings. The Early Dynastic and Sargonic Periods (= Bayerische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Klasse. Sitzungsberichte. 2003, 2). Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München 2003, ISBN 3-7696-1623-5.
  • Wer las und schrieb in Babylonien und Assyrien. Überlegungen zur Literalität im Alten Zweistromland (= Bayerische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Klasse. Sitzungsberichte. 2000, 6). Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München 2000, ISBN 3-7696-1612-X.
  • Das Lugalbandaepos. Harrassowitz, Wiesbaden 1969, (Zugleich: Heidelberg, Universität, Dissertation, 1966).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]