Clemens Fritz

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Clemens Fritz
Clemens Fritz - SV Werder Bremen (2).jpg
Clemens Fritz im Jahre 2009
Spielerinformationen
Geburtstag 7. Dezember 1980
Geburtsort ErfurtDDR
Größe 183 cm
Position rechte Außenverteidigung
Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1987–1997
1997–1999
Rot-Weiß Erfurt
VfB Leipzig
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1998–1999
1999–2001
2001–2003
2003–2006
2003–2005
2006–2017
VfB Leipzig
Rot-Weiß Erfurt
Karlsruher SC
Bayer 04 Leverkusen
Bayer 04 Leverkusen Amateure
Werder Bremen
6 0(0)
57 (14)
61 0(7)
43 0(2)
19 0(3)
288 0(5)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2001
2002
2006–2008
Deutschland U-21
Team 2006
Deutschland
1 0(0)
1 0(0)
22 0(2)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Clemens Fritz (* 7. Dezember 1980 in Erfurt) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er begann 1987 in der Jugend von Rot-Weiß Erfurt und wechselte 1997 für zwei Jahre zum VfB Leipzig.[1] Durch die finanzielle Notlage von Rot-Weiß Erfurt kam der Wechsel nach Leipzig zustande. Als die Leipziger selbst finanzielle Probleme bekamen, nutzen die Erfurter die Gelegenheit, Clemens Fritz zurückzuholen. Fritz gelang sofort der Sprung in die Regionalligamannschaft, wo er zunehmend zum Leistungsträger avancierte.

Clemens Fritz als Spieler von Werder Bremen (2007)

Nachdem er in der Saison 2000/01 in der Regionalliga Süd für die Erfurter in 32 Spielen zehn Tore erzielte,[2] wechselte Fritz gemeinsam mit seinem Freund Marco Engelhardt zum Zweitligaaufsteiger Karlsruher SC, wo beide ebenfalls schnell Stammspieler wurden. Im Jahr 2003 trennten sich die Wege der beiden, da Fritz in die Bundesliga zu Bayer 04 Leverkusen wechselte. Dort gab er am 9. November 2003 sein Bundesliga-Debüt. Am 24. Juli 2004 brach sich Fritz in einem Testspiel das Wadenbein. Die Verletzung zog diverse Operationen nach sich, so dass Fritz in der kompletten Spielzeit 2004/05 kein Bundesliga-Spiel bestreiten konnte; lediglich am 9. März 2005 kam er im Champions-League-Spiel gegen den FC Liverpool für knapp 40 Minuten zum Einsatz. Im August 2005 kehrte Fritz wieder in den regelmäßigen Punktspielbetrieb zurück.

Zur Saison 2006/07 wechselte er zu Werder Bremen, wo er zunächst einen Vertrag bis 2009 unterschrieb. Dort verdrängte er auf der rechten Abwehrseite auf Anhieb den in der Vorsaison zumeist gesetzten Patrick Owomoyela und hatte seither einen Stammplatz in der ersten Elf. Seit seiner Leverkusener Zeit spielte Fritz auf der Position des rechten Verteidigers, nachdem er zu Beginn seiner Karriere in Erfurt und Karlsruhe als Stürmer eingesetzt wurde. Am 24. Oktober 2008 verlängerte er seinen Vertrag bis 2012.[3] Mit Beginn der Saison 2011/12 wurde er Nachfolger von Per Mertesacker als Kapitän bei Werder Bremen.[4] Zudem wurde er ab dieser Saison zeitweise als rechter Mittelfeldspieler aufgeboten. Am 28. Januar 2012 bestritt Fritz im Heimspiel gegen seinen ehemaligen Verein Bayer 04 Leverkusen sein 200. Bundesligaspiel.

Am 28. April 2016 gab Fritz, entgegen seiner vorherigen Ankündigung im Januar,[5] seine Vertragsverlängerung bei Werder Bremen bekannt und verschob somit sein Karriereende auf den Sommer 2017.[6] Am 8. Mai 2017 gab Fritz dann sein endgültiges Karriereende als Profifußballer zum Saisonende 2016/17 bekannt. Vor seiner Verabschiedung beim letzten Heimspiel dieser Saison am 13. Mai 2017 gegen die TSG 1899 Hoffenheim wurde er zum achten Ehrenspielführer des Vereins ernannt.[7]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clemens Fritz wurde erstmals am 29. September 2006 von Bundestrainer Joachim Löw für das Testspiel der Nationalmannschaft gegen Georgien am 7. Oktober in Rostock nominiert und kam dort zu seinem Länderspieldebüt auf der rechten Abwehrseite. Danach stand er auch in den folgenden EM-Qualifikationsspielen für die Nationalelf auf dem Platz. Am 2. Juni 2007 erzielte er im Spiel gegen San Marino sein erstes von zwei Länderspieltoren.[8] 2008 wurde er in den deutschen Kader für die Europameisterschaft 2008 aufgenommen und gehörte in den drei Gruppenspielen jeweils zur Startelf, in der er auch als rechter Mittelfeldspieler zum Einsatz kam. Im Viertelfinale gegen Portugal kam er zu einem Kurzeinsatz als Einwechselspieler, im Halbfinale gegen die Türkei und im Endspiel gegen Spanien wurde er nicht berücksichtigt. Letztmals spielte Fritz im Oktober 2008 in einem WM-Qualifikationsspiel gegen Wales für die Nationalmannschaft. Er kam auf insgesamt 22 A-Länderspiele.

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clemens Fritz hat gemeinsam mit seiner Ehefrau Alena,[9][10] einer Moderatorin, seit dem 9. August 2017 eine Tochter.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Clemens Fritz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Fußball ist nicht Alles“ (PDF; 652 kB), www.clemensfritz.com
  2. Matthias Arnhold: Clemens Fritz - Matches and Goals in Bundesliga. RSSSF. 7. September 2017. Abgerufen am 8. September 2017.
  3. Fritz bleibt Bremen bis 2012 treu. FOCUS Online. 26. Oktober 2008. Abgerufen am 26. Oktober 2008.
  4. kicker.de: Clemens Fritz ist neuer Werder-Kapitän
  5. Werders Fritz beendet seine Karriere kicker.de, 14. Januar 2016.
  6. Fritz’ starkes Signal im Endspurt: „Ich mache weiter!“ Werder.de, 28. April 2016.
  7. Fritz zum Ehrenspielführer ernannt Werder.de, 13. Mai 2017.
  8. Matthias Arnhold: Clemens Fritz - International Appearances. RSSSF. 7. September 2017. Abgerufen am 8. September 2017.
  9. (mw): Fritz und Gerber haben geheiratet. (weser-kurier.de [abgerufen am 1. November 2017]).
  10. Werders Kapitän Clemens Fritz ist verlobt Weserkurier, 2. März 2017.
  11. Clemens Fritz und Alena Gerber: Das Baby ist da! Weser-Kurier.de, 14. August 2017; abgerufen am 8. September 2017.