Clermont-de-Beauregard

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Clermont-de-Beauregard
Clermont-de-Beauregard (Frankreich)
Clermont-de-Beauregard
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Périgueux
Kanton Périgord Central
Gemeindeverband Isle et Crempse en Périgord
Koordinaten 44° 57′ N, 0° 38′ OKoordinaten: 44° 57′ N, 0° 38′ O
Höhe 75–164 m
Fläche 6,24 km2
Einwohner 98 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 16 Einw./km2
Postleitzahl 24140
INSEE-Code

Blick auf das Zentrum von Clermont-de-Beauregard

Clermont-de-Beauregard ist eine französische Gemeinde mit 98 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Périgueux (bis 2016: Bergerac) und zum Kanton Périgord Central (bis 2015: Kanton Villamblard).

Der Name in der okzitanischen Sprache lautet Clarmont de Beuregard und bedeutet „Berg, von dem man klar sehen kann“ und weist auf seine geografische Lage auf einer Anhöhe zwischen zwei Flusstälern hin.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clermont-de-Beauregard liegt ca. 25 km südwestlich von Périgueux und ca. 15 km nordwestlich von Bergerac in der historischen Provinz Périgord.

Umgeben wird Clermont-de-Beauregard von den Nachbargemeinden:

Saint-Martin-des-Combes Fouleix
Nachbargemeinden
Saint-Georges-de-Montclard Saint-Félix-de-Villadeix

Clermont-de-Beauregard liegt im Einzugsgebiet des Flusses Dordogne. Eines seiner Nebenflüsse, der Caudeau, durchquert mit seinen Zuflüssen, dem Ruisseau les Carbonnières und der Ruchelle, das Gebiet der der Gemeinde.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Hundertjährigen Krieges hatte der befestigte Ort aufgrund seiner geografischen Lage eine höchst strategische Bedeutung und war je nach Kriegsverlauf im Besitz der englischen oder der französischen Krone.[3]

Zu Beginn der Französischen Revolution wurde die ehemalige Gemeinde Saint Florent in die Gemeinde Clermont-de-Beauregard eingegliedert.[4]

Toponymie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Toponyme und Erwähnungen von Clermont-de-Beauregard waren:

  • Castrum de Claro Monte (1158, Collection de l’abbé de Lespine),
  • Clarmon, Clermon und Clairmon (16. Jahrhundert, Archiv von Bergerac),
  • Clermont (1750 Karte von Cassini),
  • Clermont Beauregard (1793, Notice Communale),
  • Clermont-de-Beauregard (1801, Bulletin des Lois).[5][6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf einen Höchststand von rund 400. In der Folgezeit sank die Größe der Gemeinde bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1960er Jahren auf rund 100 Einwohner, bevor sich eine kurze Wachstumsphase einstellte, die die Zahl der Einwohner auf einen relativen Höchststand von rund 130 hob. In jüngster Zeit setzte eine Phase der Stagnation ein.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2010 2016
Einwohner 109 102 112 128 123 123 115 142 98
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[4] INSEE ab 2010[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Saint-Front

Pfarrkirche Saint-Front[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fronto von Périgueux geweihte Kirche befindet sich im Zentrum von Clermont-de-Beauregard. Es handelt sich um einen Neubau des 19. Jahrhunderts, der von der Familie Pavillon de la Gaubertie finanziert wurde. Sie besitzt einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes. Ihr Stil ist gleichzeitig neugotisch und neuromanisch. Die Kirche ist nach Westen orientiert.[8]

Schloss Clermont[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Clermont Ehemaliger Eckturm
Schloss Clermont
Ehemaliger Eckturm

Es ist reichlich verfallen und hat von seiner glanzvollen Vergangenheit nur einige modernisierte Wohntrakte, ein Teil eines romanischen Donjons und vor allem einen hohen Eckturm mit einer Madonnenstatue an seiner Spitze behalten. 1301 tauschte der französische König Philipp IV. das Schloss mit Elie de Talleyrand. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte es häufig den Besitzer und Mitbesitzer. Es ist in Privatbesitz und der Öffentlichkeit nicht zugänglich.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handel und Dienstleistungen sind die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Gemeinde.

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[10]
Gesamt = 16

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clermont-de-Beauregard wird durchquert von der Route départementale 21.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Clermont-de-Beauregard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Le nom occitan des communes du Périgord (fr) Départementrat des Départements Dordogne. Abgerufen am 15. Oktober 2018.
  2. Ma commune : Clermont-de-Beauregard (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 15. Oktober 2018.
  3. Clermont-de-Beauregard (fr) Conseil régional d’Aquitaine. Archiviert vom Original am 9. September 2016. Abgerufen am 15. Oktober 2018.
  4. a b Notice Communale Clermont-de-Beauregard (fr) EHESS. Abgerufen am 15. Oktober 2018.
  5. Paul Vicomte de Gourgues: Dictionnaire topographique du département de la Dordogne (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 78. 1873. Abgerufen am 15. Oktober 2018.
  6. France 1750 (en) David Rumsey Map Collection: Cartography Associates. Abgerufen am 15. Oktober 2018.
  7. Populations légales 2015 Commune de Clermont-de-Beauregard (24123) (fr) INSEE. Abgerufen am 15. Oktober 2018.
  8. Clermont de beauregard (fr) Tourismusbüro Vallée de l’Isle en Périgord. Abgerufen am 15. Oktober 2018.
  9. Château de Clermont de Beauregard (fr) chateau-fort-manoir-chateau.eu. Abgerufen am 15. Oktober 2018.
  10. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Clermont-de-Beauregard (24123) (fr) INSEE. Abgerufen am 15. Oktober 2018.