Cliff Thorburn

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Cliff Thorburn
Cliff Thorburn
Geburtstag 16. Januar 1948
Geburtsort Victoria
Nationalität KanadaKanada Kanada
Spitzname(n) The Grinder
Profi 1972–1996
Preisgeld  £ 980.598[1]
Höchstes Break 147 (2x)
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften 1
Ranglistenturniersiege 2
Minor-Turniersiege
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 1 (81/82)

Clifford Charles Devlin Thorburn (* 16. Januar 1948 in Victoria, British Columbia) ist ein ehemaliger kanadischer Snookerweltmeister.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehemalige Snooker-Profi Cliff Thorburn aus Kanada war 1980 der erste sog. Overseas World Champion, also der erste Weltmeister, der nicht aus dem Vereinigten Königreich stammte. Das Finale gewann er mit 18-16 gegen den Nordiren Alex Higgins. Drei Jahre zuvor stand der für sein langsames Spiel bekannte Snookerprofi bei der ersten Snookerweltmeisterschaft im Crucible Theatre bereits im Finale. Dieses verlor er jedoch mit 12:25 gegen den mittlerweile verstorbenen John Spencer.

Im Achtelfinale der Snookerweltmeisterschaft 1983 gegen Terry Griffiths erzielte Thorburn im vierten Frame das erste Maximum Break bei einer Weltmeisterschaft und das zweite offizielle Maximum Break überhaupt. Dieses Match ging auch aus dem Grund in die Geschichte ein, dass die letzte Session erst um 3:51 Ortszeit entschieden war (Thorburn gewann 13-12) und damit das bis heute längste Match in der Geschichte der Snookerweltmeisterschaft ist. In jenem Jahr erreichte Thorburn auch sein drittes und letztes Finale einer Weltmeisterschaft, verlor dieses aber mit 6-18 gegen Steve Davis.

Seinen zweiten und letzten Sieg in einem Ranglistenturnier holte er 1985 mit der Goya Matchroom Trophy.

Das letzte Mal qualifizierte sich Thorburn 1994 für dien Weltmeisterschaft, verlor in der ersten Runde jedoch mit 9-10 gegen Nigel Bond, nachdem er schon mit 9-2 geführt hatte. Seit 1996 ist Thorburn nicht mehr auf der Snooker Main Tour aktiv, spielt jedoch noch hin und wieder bei Trickshot-Turnieren mit.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kanadier war daran interessiert, den Snookersport weltweit populärer zu machen und reiste mit diesem Auftrag vor allem durch Asien. Bei einer seiner Reisen durch die Volksrepublik China entstand dann der heute noch scherzhaft verwendete Begriff Chinese Snooker. Damit ist eine Spielart gemeint, bei welcher ein Objektball nicht wie bei einem echten Snooker den Weg des Spielballs blockiert, sondern dicht an der anderen Seite des Spielballs liegt und die Führung des Queues erschwert.

2014 wurde er als erster Kanadier in die Snooker Hall of Fame aufgenommen. Er ist damit das erst zweite nicht-europäische Mitglied nach Neil Robertson (AUS), dem diese Ehre zuteilwurde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cliff Thorburn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Career-Total-Statistics auf: Cuetracker.net.