Clobazam

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Strukturformel
Strukturformel von Clobazam
Allgemeines
Freiname Clobazam
Andere Namen

7-Chlor-1,5-dihydro-1-methyl-5-phenyl-1,5-benzodiazepin-2,4(3H)-dion (IUPAC)

Summenformel C16H13ClN2O2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 22316-47-8
EG-Nummer 244-908-7
ECHA-InfoCard 100.040.810
PubChem 2789
DrugBank DB00349
Wikidata Q412164
Arzneistoffangaben
ATC-Code

N05BA09

Wirkstoffklasse

Benzodiazepine

Eigenschaften
Molare Masse 300,74 g·mol−1
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
Toxikologische Daten

6000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Clobazam (Handelsname Frisium®; Hersteller: Sanofi-Aventis) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Benzodiazepine, der in der Behandlung von Spannungs-, Erregungs- und Angstzuständen sowie als Antikonvulsivum eingesetzt wird.

Klinische Angaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anwendungsgebiete (Indikationen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clobazam kann

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clobazam darf nicht angewendet werden[2] bei:

Clobazam darf nur unter besonderer Vorsicht und mit ggf. reduzierter Dosis angewendet werden[2] bei:

Sonstige Angaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichtliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clobazam wurde in den späten 1960er Jahren bei dem italienischen Unternehmen Laboratori Farmaceutici Maestretti in Mailand synthetisiert[3] und später bei Hoechst zum Arzneimittel entwickelt. Es wurde seit Mitte/Ende der 1970er Jahre in vielen Ländern in den Handel gebracht, zunächst als Beruhigungsmittel und Anxiolytikum und später auch als Antikonvulsivum.

Rechtslage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clobazam unterliegt dem deutschen Betäubungsmittelgesetz. Ausgenommen sind Zubereitungen, die pro abgeteilter Form (Tablette, Zäpfchen, Ampulle) nicht mehr als 20 mg des Wirkstoffes und keine weiteren Betäubungsmittel enthalten. Bis zu dieser Dosis ist der Wirkstoff nur verschreibungspflichtig.

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clobazam gehört zur Gruppe der Benzodiazepine und unterliegt in Deutschland der Gesetzgebung des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Hier sind sie in die Anlage III (verkehrsfähige und verschreibungsfähige Betäubungsmittel) aufgenommen worden. Der Gesetzgeber hat jedoch Höchstmengen pro abgeteilter Form (Tablette, Suppositorium, Ampulle, Volumeneinheit bei Tropfen) zugelassen, bis zu denen die Betäubungsmittel-Verschreibungs-Verordnung nicht gilt (»ausgenommene Zubereitungen«). Diese Höchstmengen sind für jeden einzelnen Wirkstoff individuell festgelegt und werden bei Bedarf angepasst. Aufgrund der Höchstmengenfestsetzung in Anlage III BtMG ist Clobazam in Deutschland verschreibungspflichtig und damit auch apothekenpflichtig.

Handelsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frisium (D, A), Urbanyl (CH)[4][5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Datenblatt Clobazam bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 15. Juni 2011 (PDF).Vorlage:Sigma-Aldrich/Name nicht angegeben
  2. a b c Sanofi-Aventis: Fachinformation Frisium (Deutschland). Stand: Juli 2006.
  3. S. Rossi, O. Pirola, R. Maggi: Sintesi di 1,2,4,5-tetraidro-2,4-dicheto-3H-l,5 benzodiazepine. In: Chim Ind. 51, 1969, S. 479–483.
  4. Rote Liste online, Stand: September 2009.
  5. AGES-PharmMed, Stand: September 2009.
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