Clockwise – Recht so, Mr. Stimpson

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Filmdaten
Deutscher TitelClockwise – Recht so, Mr. Stimpson / Clockwise – In letzter Sekunde
OriginaltitelClockwise
ProduktionslandGroßbritannien
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1986
Länge98 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieChristopher Morahan
DrehbuchMichael Frayn
ProduktionMichael Codron
MusikGeorge Fenton
KameraJohn Coquillon
SchnittPeter Boyle
Besetzung

Clockwise – Recht so, Mr. Stimpson oder Clockwise – In letzter Sekunde ist eine britische Filmkomödie aus dem Jahr 1986, die die Geschichte eines überkorrekten Schuldirektors einer englischen „Staatlichen Gesamtschule“ erzählt, der auf der Fahrt zu einer Jahresversammlung der Schuldirektoren etliche Missgeschicke erlebt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handlung zeigt die Fahrt des Schuldirektors Brian Stimpson von seiner Gesamtschule nach Norwich zu einem Treffen von Schuldirektoren. Er hat als erster Direktor einer staatlichen Gesamtschule die Ehre, Vorsitzender des besonders elitären Clubs von Schuldirektoren zu werden, in dem hauptsächlich Direktoren berühmter Privatschulen vertreten sind.

Die Komik des Filmes basiert zum Teil darauf, dass im Englischen das Wort right sowohl richtig als auch rechts bedeutet, und büßt somit einen Teil des Witzes durch die deutsche Übersetzung ein. Dieses Problem wurde in der Synchronisation dadurch halbwegs gelöst, dass Mr. Stimpson bei jeder Gelegenheit die Floskel „recht so“ verwendet, was häufig von anderen Personen als „rechts“ bzw. „nach rechts“ missverstanden wird: Stimpson wird zum falschen Zug geschickt, Stimpsons Fahrerin nimmt die falsche Autobahnausfahrt und dergleichen mehr.

Durch diese Missverständnisse gerät seine sorgsam geplante Fahrt allmählich ganz außer Kontrolle. Je mehr sich der Schuldirektor bemüht, seine Fehler zu korrigieren und pünktlich anzukommen, desto mehr Missgeschicke passieren ihm, da er unter Stress keine richtigen Entscheidungen treffen kann. Seine Überbetonung von Seriosität und Ordnung wird entlarvt als heuchlerische Selbstgefälligkeit, hinter der sich Unfähigkeit, Inkonsequenz und Disziplinlosigkeit verbergen.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der Film sei eine „vergnügliche Unterhaltung mit einer Fülle von skurrilen Nebenfiguren und -handlungen, die das Interesse an der etwas dünnen Geschichte aufrechterhält“.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Cleese gewann im Jahr 1987 für seine Darstellung den Evening Standard British Film Award (Peter Sellers Award for Comedy).

Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stimpsons Schule wurde nach Thomas Tompion benannt, einem berühmten Uhrmacher.

Die Reise Stimpsons wird eingerahmt von dem Choral He who would valiant be: Vor seiner Abreise lässt er ihn von seinen Schülern singen, nach seinem Auftritt auf der "Headmasters Conference" singen ihn die versammelten Schulleiter. Der Text geht auf John Bunyan zurück (The Pilgrim's Progress 1684; jetzige Fassung von Percy Dearmer 1906); er beschreibt den tapferen Kampf des Pilgers gegen alle Widrigkeiten:

He who would valiant be ’gainst all disaster,

Let him in constancy follow the Master.

There’s no discouragement shall make him once relent

His first avowed intent to be a pilgrim.

Who so beset him round with dismal stories

Do but themselves confound—his strength the more is.

No foes shall stay his might; though he with giants fight,

He will make good his right to be a pilgrim.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Clockwise – Recht so, Mr. Stimpson im Lexikon des internationalen Films, abgerufen am 24. September 2007