Clonezilla

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Clonezilla
Logo von Clonezilla
Screenshot der Clonezilla Live-CD
Clonezilla Live-CD
Basisdaten
Entwickler Free Software Labs
Aktuelle Version 2.4.7-8
(27. Juni 2016)
Aktuelle Vorabversion 2.4.7-23
(24. Juli 2016)
Betriebssystem plattformübergreifend
Programmier­sprache Perl, Unix-Shell
Kategorie Systemsoftware
Lizenz GPL (Freie Software)
deutschsprachig ja (ab Ausgabe 1.2.10-14,
(seit 27. Nov. 2011)[1][2])
www.clonezilla.org

Clonezilla ist eine freie Software des taiwanischen National Center for High Performance Computing (NCHC) zum Herstellen von 1:1-Abbildern von PC-Festplatten.

Einzelheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Programm ist für das „Klonen“ einheitlicher Softwarekonfigurationen auf mehreren Rechnern, z. B. im Firmenumfeld, konzipiert. Der Funktionsumfang ist mit dem kommerzieller Produkte wie Symantecs Norton Ghost oder Acronis True Image und dem freien G4L vergleichbar.

Clonezilla Live[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clonezilla Live braucht nicht installiert zu werden, sondern wird von einer autarken CD oder einem bootfähigen USB-Stick „live“ gestartet. Über eine textbasierte Menüführung kann der Nutzer eine Festplatte oder einzelne Partitionen kopieren und später wiederherstellen. Das Partitions- oder Festplattenabbild wird als Datei auf einem anderen Datenträger (Festplatte, USB-Stick, DVD) gespeichert. Unterstützt werden interne und externe Festplatten sowie der Netzwerkzugriff auf Speichermedien, zum Beispiel mittels NFS-, SSH- oder Samba-Servern.

Clonezilla Server Edition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Clonezilla SE kann über ein Netzwerk eine Vielzahl von Rechnern gleichzeitig mit einer identischen Softwarekonfiguration versehen werden. Diese Version wird in Zusammenspiel mit einem DRBL-Server (Diskless Remote Boot in Linux) verwendet.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den eigentlichen Kopiervorgang greift Clonezilla auf verschiedene (freie) Programme zurück:

Bei Partitionen mit den oben genannten Dateisystemen werden nur belegte Sektoren der Festplatte gesichert. LVM2 unter GNU/Linux wird ebenfalls unterstützt. Die mit ntfsclone oder dd erzeugten Abbilder können eingebunden (ugs. gemountet) werden, um einzelne Dateien aus den Abbildern auszulesen (oder zu extrahieren).[3]

Ist das Ziellaufwerk größer als das zu übertragende Quellaufwerk, muss nach der Übertragung die Partition auf dem Ziellaufwerk vergrößert werden, wenn der gesamte Festplattenspeicher genutzt werden soll. In diesem Fall ist es ratsam, z. B. mit Parted Magic zu arbeiten, das sowohl Clonezilla als auch unter anderem das „Partitionierungswerkzeug“[4] GParted mit an Bord hat.

Vorteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vergleich zu den Einzellösungen (ntfsclone, Partimage, dd) bietet Clonezilla Live eine einheitliche und gebündelte Oberfläche für diverse Dateisysteme. Es ermöglicht ähnlich wie die Kaufsoftwareprodukte Netzwerkzugriffe, die mit den genannten Einzellösungen nicht oder nur auf Umwegen möglich sind. Ferner werden die bekanntesten Abbilder bei Bedarf direkt komprimiert und in Dateien bestimmter Größe aufgeteilt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Clonezilla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Clonezilla-Anleitung – Seite bei Subsetlines, von Oktober 2011 (abgerufen am: 18. Dezember 2013)
  2. Clonezilla/News (englisch) – Seite bei SourceForge, vom 26. November 2013 (abgerufen am: 18. Dezember 2013)
  3. Clonezilla FAQ – Is that possible I can read the content of a NTFS image created by Clonezilla ?
  4. „Partitionierungswerkzeug“ ist die Bezeichnung für GParted auf der Desktop-Umgebung von Parted Magic