Cloud Gaming

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Unter Cloud Gaming versteht man eine auf das Spielen von Computerspielen (engl. gaming) ausgerichtete Form des Cloud Computings. Das Spiel läuft extern auf einem Server, der die Nutzereingaben über das Internet vom Spieler empfängt. Im Gegenzug wird das Ton- bzw. Videosignal an den Client gesendet.

Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Cloud Gaming muss keine lokale Installation des Spiels vorgenommen werden. Die Audio- und Videodaten werden zuerst komprimiert und dann per Internet vom Server an den Client gesendet. Dort werden sie mit speziellen Videocodecs wieder zusammengefügt. Zum Server müssen lediglich noch die Befehle von der Maus, Tastatur etc. übertragen werden. Die größten Belastungen müssen der Server und das Netz verkraften. Eine große Herausforderung ist es, sehr große Datenströme mit möglichst geringer Laufzeit (Latenz) zu übertragen.

Verzögerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie groß die Verzögerung sein darf, um das Spielerlebnis nicht zu beeinträchtigen, hängt vom jeweiligen Genre ab. Am Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut peilen die Entwickler für Cloud-basierte Umsetzungen bei Ego-Shootern und anderen First-Person-Spielen Verzögerungen unter 0,1 Sekunden an. Bei der Third-Person-Perspektive von Sportspielen ist eine halbe Sekunde erträglich und bei Strategie- und anderen omnipräsenten Spielen sogar ein bis zwei Sekunden.[1][2]

Anbieter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige:

  • OnLive (Übernahme durch Sony Interactive Entertainment/Gaikai)
  • Playcast Media Systems
  • StreamMyGame

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gaikai, amerikanisches IT-Unternehmen mit Schwerpunkt auf Streamingtechniken für Computerspiele.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Über den Wolken – Wie Cloud Gaming den Spielemarkt revolutioniert in c't 21/2010
  2. Die Zukunft: Cloud-Gaming als Alternative@1@2Vorlage:Toter Link/grafikkarte.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Cloud gaming platform Shadow brings its new plans to the US. In: TechCrunch. Abgerufen am 14. Februar 2021 (amerikanisches Englisch).
  4. Christian Schwalb: Ganz ohne neue Hardware: Günstig-PCs in Hochleistungs-Rechner verwandeln. Abgerufen am 14. Februar 2021.
  5. Stadia | Build a new generation of games. Abgerufen am 20. März 2019.
  6. Project Stream - Assassin’s Creed Odyssey spielbar in Google Chrome - GameStar. (gamestar.de [abgerufen am 1. November 2018]).
  7. a b [1]
  8. Microsoft - Kündigt Streaming-Service xCloud an, Release 2019. (gamestar.de [abgerufen am 1. November 2018]).
  9. heise online: Magenta Gaming: Deutsche Telekom lässt Gamer in der Cloud spielen. Abgerufen am 2. September 2019.
  10. Vortex: Cloud Gaming-Alternative zu Google Stadia und GeForce Now. Abgerufen am 14. Februar 2021.