Clusius-Gämswurz

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Clusius-Gämswurz
Doronicum clusii a3.jpg

Clusius-Gämswurz (Doronicum clusii)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Senecioneae
Gattung: Gämswurzen (Doronicum)
Art: Clusius-Gämswurz
Wissenschaftlicher Name
Doronicum clusii
(All.) Tausch

Die Clusius-Gämswurz (Doronicum clusii), auch Zottige Gämswurz genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie kommt in den Gebirgen Mittel- und Südeuropas vor.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Clusius-Gämswurz ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 40 cm erreicht. Sie bildet ein kriechendes, geschmackloses Rhizom. Der aufsteigende oder aufrechte Stängel ist im unteren Teil beblättert und besonders oben behaart. Die Laubblätter sind besonders am Rand mit dünnen, kraus, wollig behaart und außerdem mit dickeren, langen, spitzen Haaren besetzt. Die Laubblätter sind buchtig gezähnt bis ganzrandig, die Grundblätter sind nicht herzförmig, aber plötzlich in den Stiel verschmälert mit einem leicht geflügelten Blattstiel, die Stängelblätter sind halbstängelumfassend und sitzend.

Pro Stängel ist meist nur ein Korb vorhanden, der einen Durchmesser von bis zu 6 cm besitzt. Die Hüllblätter sind wie die Laubblätter behaart. Die Blüten sind goldgelb.

Die Achänen besitzen alle einen Pappus.

Die Blütezeit reicht von Juli bis September.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 60 oder 120.[1]

Clusius-Gämswurz (Doronicum clusii)

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet der Clusius-Gämswurz liegt in den Gebirgen Mittel-, Süd- und Südosteuropas. Sie kommt vor in Frankreich, der Schweiz, Italien, Österreich, Liechtenstein, Slowenien, Polen, Rumänien, in der Slowakei und in der Ukraine.[2] Sie wächst in Höhenlagen über 2000 Meter auf lang schneebedeckten, kalkarmen Böden, Silikatschutt, mageren Rasen und in Felsspalten. Die Clusius-Gämswurz ist gesellig und nicht häufig. Sie ist eine Charakterart des Oxyrietum aus dem Verband Androsacion alpinae.[1]

In den Allgäuer Alpen steigt sie im Tiroler Teil von 2150 m Meereshöhe zwischen Rothornspitze und Mutte bis zu 2392 m Meereshöhe am Gipfel der Rothornspitze auf.[3]

Trivialnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im deutschsprachigen Raum werden oder wurden für diese Pflanzenart, zum Teil nur regional, auch die Trivialnamen Gelbe Gamsblüh (Lungau), Gamswurz (Tirol) und Johanneswurzel im Raum von Ober-Bayern und Teilen (Österreich)s verwendet.[4]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen (= Steinbachs Naturführer. Band 16). Mosaik, München 1985, ISBN 3-570-01349-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. Seite 950. ISBN 3-8001-3131-5.
  2. Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Doronicum clusii In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
  3. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, Seite 617. IHW-Verlag, Eching bei München, 2004. Seite 617. ISBN 3-930167-61-1.
  4. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 41, online.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Clusius-Gämswurz (Doronicum clusii) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien