Río Coca

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Río Coca – Río Quijos
Puerto Francisco de Orellana, im Hintergrund der Río Coca

Puerto Francisco de Orellana, im Hintergrund der Río Coca

Daten
Lage Provinzen Sucumbíos, Napo und Orellana in Ecuador
Flusssystem Amazonas
Abfluss über Río Napo → Amazonas → Atlantik
Quellgebiet Cordillera Real südwestlich des Antisana
0° 33′ 46″ S, 78° 10′ 57″ W
Quellhöhe ca. 4000 m
Mündung bei Puerto Francisco de Orellana in den Río NapoKoordinaten: 0° 28′ 10″ S, 76° 58′ 27″ W
0° 28′ 10″ S, 76° 58′ 27″ W
Mündungshöhe 245 m
Höhenunterschied ca. 3755 m
Sohlgefälle ca. 15 ‰
Länge ca. 255 km
Einzugsgebiet ca. 5800 km²
Abfluss am Pegel Baeza[1]
AEo: 866 km²
Lage: 208 km oberhalb der Mündung
MQ
Mq
51,7 m³/s
59,7 l/(s km²)
Abfluss am Pegel San Francisco de Borja[1]
AEo: 1533 km²
Lage: 200 km oberhalb der Mündung
MQ
Mq
90,6 m³/s
59,1 l/(s km²)
Abfluss am Pegel El Chaco[1]
AEo: 2461 km²
Lage: 183 km oberhalb der Mündung
MQ
Mq
203 m³/s
82,5 l/(s km²)
Linke Nebenflüsse Río Papallacta, Río Oyacachi, Río Salado
Rechte Nebenflüsse Río Cosanga, Río Machacuyacu
Mittelstädte Puerto Francisco de Orellana
Kleinstädte El Chaco
Gemeinden Baeza, San Francisco de Borja
Cascada de San Rafael

Cascada de San Rafael

Der Río Coca, im Ober- und Mittellauf Río Quijos, ist ein etwa 255 km langer linker Nebenfluss des Río Napo im Nordosten Ecuadors.

Flusslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Río Quijos entspringt auf einer Höhe von etwa 4000 m in der Cordillera Real südwestlich des Vulkans Antisana. Er fließt anfangs 140 km in überwiegend nordöstlicher Richtung durch das Gebirge. Er passiert die Ortschaften Baeza, San Francisco de Borja und El Chaco. Außerdem nimmt er folgende Nebenflüsse auf: Río Papallacta, Río Oyacachi und Río Salado von links sowie Río Cosanga von rechts. Anschließend wendet sich der Río Quijos 20 km nach Süden sowie 10 km nach Osten. Bei Flusskilometer 87 trifft der Río Machacuyacu rechtsseitig auf den Río Quijos. Unterhalb der Einmündung heißt der Fluss Río Coca. Der Río Coca fließt 10 km nach Nordosten und erreicht das Amazonastiefland. Auf den letzten 70 km strömt der Río Coca nach Südosten und mündet bei der Stadt Puerto Francisco de Orellana (auch El Coca), der Hauptstadt der Provinz Orellana, in den nach Osten strömenden Río Napo.

Hydrologie und Einzugsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei El Chaco, unterhalb der Einmündung des Río Salado, beträgt der mittlere Abfluss 203 m³/s. Das Einzugsgebiet des Río Coca umfasst etwa 5800 km². Der westliche Teil des Flusslaufes befindet sich großteils im Naturreservat Cayambe-Coca. Hier findet sich auch der höchste Wasserfall Ecuadors, die 131 m hohe Cascada de San Rafael ( auch einfach Cascada del Coca, also „Coca-Wasserfall“ genannt).

Wasserkraftnutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasserkraftwerk Coca Codo Sinclair[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 2016 in Betrieb genommene Wasserkraftwerk Coca Codo Sinclair () liegt bei Flusskilometer 96. Unterhalb einem Wehr () bei Flusskilometer 157, einen Kilometer unterhalb der Einmündung des Río Salado, wird das Wasser aus dem Fluss geleitet und über eine 24,8 km lange Leitung dem Kraftwerk zugeführt wird.[2]

Für Details siehe Artikel Coca Codo Sinclair.

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1541 begonnene Gonzalo-Pizarro-Expedition folgte dem Río Cosanga, dem Río Coca und dem Río Napo, bis Francisco de Orellana 1542 schließlich auf diesem Weg den Amazonas entdeckte.

Entlang des Río Coca befinden sich Erdöllagerstätten und mittlerweile auch Erdölförderanlagen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Río Coca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c A. Laraque, J. Ronchail, G. Cochonneau, R. Pombosa, J.L. Guyot: Heterogeneous Distribution of Rainfall and Discharge Regimes in the Ecuadorian Amazon Basin (DOI: 10.1175/2007JHM784.1) (PDF, 1,6 MB) Journal of Hydrometeorology, Vol. 8. Oktober 2007. Abgerufen am 21. Januar 2019.
  2. Coca Codo Sinclair Hydroelectric Project. www.power-technolocy.com. Abgerufen am 5. Februar 2019.