Coligny (Ain)

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Coligny
Wappen von Coligny
Coligny (Frankreich)
Coligny
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Ain
Arrondissement Bourg-en-Bresse
Kanton Saint-Étienne-du-Bois
Gemeindeverband Canton de Coligny
Koordinaten 46° 23′ N, 5° 21′ OKoordinaten: 46° 23′ N, 5° 21′ O
Höhe 199–575 m
Fläche 16,87 km²
Einwohner 1.164 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 69 Einw./km²
Postleitzahl 01270
INSEE-Code
Website www.mairie-coligny.fr

Mairie

Coligny ist eine französische Gemeinde mit 1164 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Ain in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie gehört administrativ zum Kanton Saint-Étienne-du-Bois im Arrondissement Bourg-en-Bresse und ist Sitz des Kommunalverbandes Canton de Coligny.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coligny liegt etwa 22 Kilometer nordnordöstlich der Präfektur Bourg-en-Bresse und 40 Kilometer südlich von Lons-le-Saunier (Luftlinie) an der Grenze zum Département Jura und wird von der D 1083 durchquert. Der Osten der Stadt grenzt an die ersten Hügel des Revermont, der Westen an die Ebene der Bresse.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname ist ein nur leicht verändertes lateinisches Colonia. In späteren französischen Texten findet man die Bezeichnungen Colloignie, Colognie, Colligny, Coligni etc.

Coligny ist bekannt wegen des keltischen Kalenders von Coligny, der aus dem 2. Jahrhundert stammt. Es handelt sich um die längste keltische Inschrift (in lateinischen Buchstaben), die erhalten geblieben ist, und viel zum Verständnis der keltischen Sprache beigetragen hat, des Wissens der Kelten um die Astronomie und ihre Zeitrechnung. Eine weitere Entdeckung, die etwa zur gleichen Zeit wie der Kalender gemacht wurde, ist eine Bronzestatue, der Dieu de Coligny.

Einer der ersten Herren von Coligny war Manasses I. im 10. Jahrhundert, der Stammvater der Familie Coligny. Die Herrschaft Coligny wurde im 12. Jahrhundert in Coligny-le-Vieil und Coligny-le-Neuf geteilt und erst 1550 wiedervereint. Nachdem der Besitz lange zur Savoyen gehörte, wurde Coligny-le-Neuf 1601 mit dem Vertrag von Lyon französisch, während Coligny-le-Vieil zur Freigrafschaft Burgund blieb, das zu der Zeit dem König von Spanien unterstand, und erst unter Ludwig XIV. zu Frankreich kam. 1648 wurde Coligny-le-Neuf zum Herzogtum und zur Pairie erhoben.

Von 1793 bis 2015 war Coligny Hauptort des Kantons Coligny.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011
Einwohner[1] 1083 1111 1077 1132 1117 1091 1140 1160

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph Darnand (1897–1945), französischer rechtsextremer Politiker, geboren in Coligny

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Coligny (Ain) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Coligny – notice communale. In: cassini.ehess.fr. Abgerufen am 20. Juni 2015 (französisch, ab 1968 Einwohnerzahlen von INSEE).