Collidine

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Die Collidine (manchmal auch Kollidine) oder Trimethylpyridine bilden in der Chemie eine Stoffgruppe von organischen Verbindungen, die zu den Heterocyclen (genauer: Heteroaromaten) zählt. Sie bestehen aus einem Pyridinring, der mit drei Methylgruppen substituiert ist. Durch deren unterschiedliche Anordnung ergeben sich sechs Konstitutionsisomere mit der Summenformel C8H11N. Das 2,4,6-Collidin ist das bekannteste Isomer.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Collidine sind farblose Flüssigkeiten mit pyridinartigem Geruch. Sie sind löslich in Wasser und Ethanol.[1]

Collidine
Name 2,3,4-Collidin 2,3,5-Collidin 2,3,6-Collidin 2,4,5-Collidin 2,4,6-Collidin 3,4,5-Collidin
Andere Namen 2,3,4-Trimethylpyridin
 
2,3,5-Trimethylpyridin
 
2,3,6-Trimethylpyridin
 
2,4,5-Trimethylpyridin
 
2,4,6-Trimethylpyridin,
sym-Collidin
3,4,5-Trimethylpyridin
 
Strukturformel Struktur von 2,3,4-Collidin Struktur von 2,3,5-Collidin Struktur von 2,3,6-Collidin Struktur von 2,4,5-Collidin Struktur von 2,4,6-Collidin Struktur von 3,4,5-Collidin
CAS-Nummer 2233-29-6 695-98-7 1462-84-6 1122-39-0 108-75-8 20579-43-5
PubChem 16691 12759 15100 14280 7953 88601
Summenformel C8H11N
Molare Masse 121,18 g·mol−1
Aggregatzustand flüssig
Kurzbeschreibung farblose Flüssigkeiten mit pyridinartigem Geruch
Schmelzpunkt −43 °C[2]
Siedepunkt 192–193 °C[3] 184 °C[3] 176–178 °C[3] 165–168 °C[3] 171–172 °C[2]
pKs-Wert (25 °C)
(der konjugierten
Säure BH+)
7,43[3]
Löslichkeit 35 g·l−1[2]
GHS-
Kennzeichnung
keine Einstufung verfügbar
07 – Achtung
Achtung[4]
keine Einstufung verfügbar
keine Einstufung verfügbar
02 – Leicht-/Hochentzündlich 06 – Giftig oder sehr giftig
Gefahr[2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze siehe oben 315​‐​319​‐​335 siehe oben siehe oben 226​‐​302​‐​311​‐​315​‐​319​‐​332​‐​335 siehe oben
siehe oben keine EUH-Sätze siehe oben siehe oben keine EUH-Sätze siehe oben
siehe oben 261​‐​305+351+338 siehe oben siehe oben 261​‐​280​‐​305+351+338​‐​312 siehe oben

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag zu Kollidin. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 25. November 2014.
  2. a b c d Eintrag zu 2,4,6-Trimethylpyridin in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 20. April 2017 (JavaScript erforderlich).
  3. a b c d e Zvi Rappoport: CRC Handbook of Tables for Organic Compound Identification, Third Edition, CRC Press, Boca Raton, Florida, 1984, ISBN 0-8493-0303-6.
  4. Datenblatt 2,3,5-Collidine bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 20. April 2017 (PDF).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Collidine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien