Collin Peterson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Collin Peterson

Collin Clark Peterson (* 29. Juni 1944 in Fargo, North Dakota) ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei. Er ist seit 1991 Mitglied des US-Repräsentantenhauses und vertritt dort derzeit den 7. Wahlbezirk des Bundesstaates Minnesota.

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peterson studierte an der Moorhead State University. Für die Democratic-Farmer-Labor Party (der lokale Ableger der Demokraten) saß er in den Jahren 1977 bis 1986 im Senat von Minnesota. Bei den Kongresswahlen des Jahres 1990 wurde er gegen den langjährigen Amtsinhaber Arlan Stangeland von den Republikanern in das US-Repräsentantenhaus gewählt. Da er bei allen bisher folgenden Wahlen jeweils wiedergewählt wurde, kann er sein Mandat bis heute ausüben. Seine gegenwärtige Amtszeit läuft noch bis zum 3. Januar 2017.

Parlamentsarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peterson war zwischen 2007 und 2011 Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses (House Agriculture Committee) im Repräsentantenhaus. Bis heute ist er Mitglied dieses Ausschusses. Zuvor gehörte er dem Oversight and Government Reform Committee und dem Veterans' Affairs Committee an.

1998 wurde Peterson einer breiten Öffentlichkeit bekannt, als er einen Verfassungszusatz vorschlug, der es den Einwohnern des sehr dünn besiedelten Northwest Angle von Minnesota erlauben würde, darüber abzustimmen, ob sie fortan der kanadischen Provinz Manitoba angehören wollen. Dies liefe auf eine Sezession hinaus, da dieser Teil des Bundesstaates aus den Vereinigten Staaten ausscheiden würde. Bisher wurden, auch aufgrund der geringen Bedeutung der Angelegenheit (die Einwohnerschaft der Region liegt bei unter 200 Personen), allerdings keine weitergehenden Schritte unternommen.

Peterson gehört zu den Gründungsmitgliedern der Blue Dog Coalition, eines Zusammenschlusses moderat konservativer Demokraten im Kongress.

Als Repräsentant eines stark landwirtschaftlich geprägten Wahlkreises setzt sich Peterson primär für Themen aus dem Agrarbereich ein. Hierzu zählen Investitionsprogramme, Subventionen und die Förderung von Biodiesel und Ethanol.

Peterson gilt als der konservativste demokratische Abgeordnete aus Minnesota, er tritt gegen Abtreibung, Stammzellforschung, Sterbehilfe und schärfere Waffengesetze ein. Er ist Befürworter der Todesstrafe und des Flag Desecration Amendment. Diese Haltung ist allerdings angesichts der Bevölkerungsstruktur seines Wahlkreises wenig verwunderlich, hier überwiegen klar konservative Haltungen, weswegen vor ihm auch lange Jahre ein Republikaner das Amt innehatte. Lediglich in der Wirtschaftspolitik neigt Peterson eher dem liberalen Flügel seiner Partei zu.

Gern wird allerdings in der politischen Berichterstattung darauf angespielt, dass Peterson eine Beziehung zur ehemaligen republikanischen Kongressabgeordneten Katherine Harris unterhielt, die in ihrer Rolle als „Secretary of State“ (vergleichbar etwa einem Innenminister) in Florida während der Präsidentschaftswahlen im Jahr 2000 George W. Bush zum Wahlsieger erklärte, was natürlich insbesondere bei den Demokraten für Empörung sorgte.

Peterson zählte zu den lediglich elf demokratischen Abgeordneten, die zusammen mit den Republikanern gegen das „stimulus package“ (Investitionsprogramm zur Abmilderung der Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise) von Präsident Barack Obama stimmten.[1][2]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Clerk of the House of Representatives: FINAL VOTE RESULTS FOR ROLL CALL 46 on "Making supplemental appropriations for fiscal year ending 2009". In: House of Representatives Roll Call, 28. Januar 2009. Abgerufen am 31. Januar 2009. 
  2. Kevin Díaz: Rep. Peterson: Stimulus is flawed. In: Star Tribune, 30. Januar 2009. Abgerufen am 31. Januar 2009. 

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Collin Peterson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien