Coloman Braun-Bogdan

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Coloman Braun-Bogdan
Personalia
Geburtstag 13. Oktober 1905
Geburtsort AradÖsterreich-Ungarn
Sterbedatum 15. März 1983
Sterbeort AradRumänien
Position Mittelfeldspieler
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1915–1932 AMEF Arad
1932–1934 Racing Club Calais
1934–1940 Juventus Bukarest
Stationen als Trainer
Jahre Station
1934–1936 Juventus Bukarest
1936–1938 Sportul Studențesc
1938–1940 Juventus Bukarest
1940–1946 Jiul Petroșani
1945–1952 Rumänien (Co-Trainer)
1946–1947 CFR Bukarest
1947 ASA Bukarest
1948 Ciocanul Bukarest
1948–1952 Dinamo Bukarest
1952–1954 Flamura Roșie UT Arad
1958–1960 UTA Arad
1962–1963 Știința Timișoara
1963–1965 UTA Arad
? Gloria Arad
? Victoria Cluj
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Coloman „Cibi“ Braun-Bogdan (* 13. Oktober 1905 in Arad, Österreich-Ungarn, heute Rumänien; † 15. März 1983 ebenda), war ein rumänischer Fußballspieler, -trainer, Sportfunktionär und Autor.

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coloman Braun-Bogdan begann mit dem Fußballspielen 1915 bei AMEF Arad. Er wechselte von dort 1932 zu Racing Calais in die französischen 2. Profiliga. 1934 kehrte er nach Rumänien zurück und war noch bis 1940 bei Juventus Bukarest in der Divizia A als Spielertrainer aktiv.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Braun-Bogdan spielte kein einziges Mal für die rumänische Nationalmannschaft. Er war jedoch von Alexandru Săvulescu in das Aufgebot für die Fußball-Weltmeisterschaft 1938 berufen worden.

Karriere als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Braun-Bogdans Trainerkarriere begann bereits 1928 zu seiner Zeit als aktiver Spieler. Er nahm 1933 an Kursen einer Fußballschule im britischen Folkestone teil und absolvierte 1940 die Trainerausbildung an der rumänischen Fußballschule O.N.E.F. In der Zwischenzeit hatte er ab 1934 bereits Erfahrungen bei Juventus Bukarest und Sportul Studențesc gemacht. Mit letzterem Verein hatte er sogar 1937 den Aufstieg in die Divizia A geschafft. 1940 beendete er sein Engagement bei Juventus und wechselte in die Divizia B zu Jiul Petroșani, mit dem ihm 1941 ebenfalls der Aufstieg in die Divizia A gelang. Die Unterbrechung des Spielbetriebs durch den Zweiten Weltkrieg sorgte dafür, dass er erst fünf Jahre später die Früchte seiner Arbeit ernten konnte. Nach der Hinrunde der Saison 1946/47 wechselte er zu CFR Bukarest. Das war unter anderem auch dadurch bedingt, dass er seit 1945 des Öfteren in den Trainerstab der Nationalmannschaft berufen worden war. Dieser setzte sich in jener Zeit von Länderspiel zu Länderspiel neu zusammen und Braun-Bogdan gehörte ihm bis 1952 insgesamt acht Mal an.[1][2] Im Sommer 1947 übernahm er als erster das Training bei dem neu gegründeten Verein ASA Bukarest, dem Vorgänger von Steaua Bukarest.[3] In der Winterpause der Saison 1947/48 wechselte er zu Ciocanul Bukarest. Dieser Verein fusionierte am Ende der Saison mit Unirea Tricolor MAI Bukarest zu Dinamo Bukarest und Braun-Bogdan wurde auch dessen erster Trainer. Im Jahr 1952 übernahm er Flamura Roșie UT Arad, mit dem er 1953 den nationalen Pokal und 1954 die Meisterschaft gewann. Vier Jahre später kehrte Braun-Bogdan zu dem inzwischen in UTA Arad umbenannten Verein zurück und trainierte ihn bis 1960. Die Saison 1962/63 verbrachte er bei Știința Timișoara, bevor er ein letztes Mal UTA Arad übernahm und ihn bis zur Winterpause der Saison 1964/65 trainierte. Laut eigener Aussage war Braun-Bogdan auch Trainer von Gloria Arad und Victoria Cluj, vermutlich vor dem Zweiten Weltkrieg.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • WM-Teilnehmer: 1938

Als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rumänischer Meister: 1954
  • Rumänischer Pokalsieger: 1953

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parallel zu seiner Trainerkarriere arbeitete Braun-Bogdan nach dem Zweiten Weltkrieg im rumänischen Fußballverband. Er war Mitglied der Führungsriege sowie Vorsitzender des Trainerkollegs und hatte zwischen 1939 und 1950 vier Lehrgänge für jugendliche Fußballer geleitet. Braun-Bogdan schrieb drei zum Teil autobiographische Fußballbücher:

  • Fotbal...în glumă ("Fußball ... im Spaß"), erschienen 1974 im Verlag Stadion,
  • Din lumea balonului rotund ("Aus der Welt des runden Balls"), erschienen 1976 im Verlag Sport-Turism,
  • Fotbalul poveste veche ("Fußball, eine alte Geschichte"), erschienen 1981 im Verlag Sport-Turism.

Braun-Bogdans Sohn Coloman Braun war Fußballschiedsrichter in der Divizia B.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mihai Ionescu/Răzvan Toma/Mircea Tudoran: Fotbal de la A la Z. Mondocart Pres, Bukarest 2001, ISBN 973-8332-00-1, S. 214.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. [2]
  3. [3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]