Colombier-le-Cardinal

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Colombier-le-Cardinal
Colombier-le-Cardinal (Frankreich)
Colombier-le-Cardinal
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Ardèche
Arrondissement Tournon-sur-Rhône
Kanton Sarras
Gemeindeverband Communauté de communes Vivarhône
Koordinaten 45° 16′ N, 4° 45′ OKoordinaten: 45° 16′ N, 4° 45′ O
Höhe 311–392 m
Fläche 2,50 km2
Einwohner 271 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 108 Einw./km2
Postleitzahl 07430
INSEE-Code

Colombier-le-Cardinal – Zölestinerinnen-Kloster

Colombier-le-Cardinal ist eine südfranzösische Gemeinde mit 271 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Ardèche.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Colombier-le-Cardinal liegt im Rhône-Tal etwa 71 km (Fahrtstrecke) südlich von Lyon bzw. ca. 105 km westlich von Grenoble in einer Höhe von ca. 375 m ü. d. M.[1] Das Klima ist gemäßigt; Regen fällt verteilt über das ganze Jahr.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2014
Einwohner 312 359 200 176 229 271

Der kontinuierliche Rückgang der Einwohnerzahlen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen zurückzuführen. Wegen der Nähe zur Stadt Annonay ist die Bevölkerung seit den 1990er Jahren wieder leicht angewachsen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditionell lebte die Bevölkerung von Feldbau, zu der auch der Weinbau gehörte, und ein wenig Viehzucht. Heute fahren viele zur Arbeit nach Annonay. Der auf dem Gemeindegebiet produzierte Wein wird unter den Appellationen Ardèche, Comtés Rhodaniens etc. vermarktet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ältere Geschichte des Ortes liegt weitgehend im Dunkeln. Der Ort trägt den Namen der Familie Colombier, die im 13./14. Jahrhundert in der Region eine bedeutsame Rolle spielte. Eines der Familienmitglieder gründete ein Kloster, welches später erweitert und dem Orden der Zölestinerinnen zugewiesen wurde. Im Jahr 1778 wurde es geschlossen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das um 1675 umgebaute und vergrößerte Kloster steht am westlichen Ortsrand; es ist jedoch unvollendet geblieben. Seine geradlinige und schmucklose Architektur orientiert sich am spanischen Escorial, dessen Stil die Klosterarchitektur ganz Europas beeinflusste. Der Klosterbau wurde bereits im Jahr 1927 zum Monument historique[3] erklärt; er befindet sich heute in Privatbesitz.
  • Die außen wie innen schlichte Pfarrkirche Notre-Dame de l’Assomption entstand im Jahr 1872.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Colombier-le-Cardinal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Colombier-le-Cardinal – Karte mit Höhenangaben
  2. Annonay/Colombier – Klimatabellen
  3. Colombier-le-Cardinal – Monastère in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)