Colonia Dignidad

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Dieser Artikel behandelt das Siedlungsareal in Chile. Für den 2016 erschienenen Film siehe Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück.
Colonia Dignidad (Chile)
VillaBaviera
Villa
Baviera
Colonia Dignidad in Chile
Colonia Dignidad (Zentral-Chile)
VillaBaviera
Villa
Baviera
Colonia Dignidad in Zentralchile
Villa Baviera (Februar 2014)

Die Colonia Dignidad (spanisch für: Kolonie Würde, offiziell „Sociedad Benefactora y Educacional Dignidad“ / „Wohltätigkeits- und Bildungsgemeinschaft Würde“, seit 1988 Villa Baviera / Dorf Bayern) ist ein befestigtes Siedlungsareal in Chile, das von einer Sekte beziehungsweise auslandsdeutschen, totalitären religiösen Gemeinschaft[1] bewohnt wird. Sie wurde durch die u. a. während der Pinochet-Diktatur begangenen Menschenrechtsverletzungen weltweit bekannt.

Die 300 km² umfassende Colonia Dignidad wurde 1961 von dem Deutschen Paul Schäfer gegründet. Sie liegt ca. 400 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile im Gemeindegebiet von Parral in der VII. Region, 33 Kilometer südöstlich des Stadtzentrums von Parral und 11 Kilometer südöstlich des Ortes Catillo. Die Siedlung liegt am Río Perquelauquén, der hier die Grenze zur Gemeinde San Fabián (Provincia de Ñuble) bildet.

Geschichte bis 2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1956 bis 1995[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1956 gründeten der ehemalige evangelische Jugendpfleger Paul Schäfer und der aus der Gronauer Baptistengemeinde ausgeschlossene Prediger Hugo Baar in Heide bei Siegburg die „Private Sociale Mission“, ein Erziehungsheim für Kinder von Gruppenmitgliedern.[2] Die Trennung von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Gronau, bei der sich 35 von 93 Ehepaaren Paul Schäfer anschlossen, erfolgte zur Jahreswende 1959/60. Nach Aufnahme von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Schäfer wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs flohen Mitglieder der Gruppe nach Chile, wo 1961 die Colonia Dignidad gegründet wurde.[2] Schäfer versprach ein „urchristliches Leben im gelobten Land“ und prophezeite eine angeblich drohende russische Invasion in Deutschland, um Zögernde und Ängstliche umzustimmen. Schäfer entführte auch Minderjährige nach Chile, deren Eltern ihre Erlaubnis zu einer angeblichen Chorfreizeit gegeben hatten. In Deutschland zurückgebliebene Eltern bemühten sich vergeblich, ihre Kinder nach Deutschland zu holen. Laut einem 1966 aus der Kolonie geflüchteten Jugendlichen mussten die Koloniebewohner Fronarbeit leisten und wurden scharf überwacht.[2] Neben millenaristischen Elementen und dem Bezug auf die Gütergemeinschaft der Jerusalemer Urgemeinde spielten in der Lehre auch pfingstliche Ansichten eine Rolle.

In Chile baute die Gruppe eine Kolonie auf, in der sie streng abgeschottet von der Außenwelt lebte und nur ausgewählte Besucher empfing. Die Siedler konnten lange Zeit fast autark leben, da sie ein Mustergut aufgebaut hatten, für das sie viel Bewunderung ernteten. Die Führung hatte Kontakte zur rechtsextremen Gruppierung Patria y Libertad und unterstützte damit indirekt den Putsch des chilenischen Militärs am 11. September 1973. Dabei wurden unter Ausnutzung zollrechtlicher Vorteile Feuerwaffen und Munition von Deutschland über den Seeweg illegal nach Chile eingeschleust, welche sowohl innerhalb des Komplexes wie auch durch Patria y Libertad Verwendung fanden. Während der Militärdiktatur wurde die Kolonie zu einer Operationsbasis des Pinochet-Geheimdienstes Dirección Nacional de Inteligencia (DINA). Sie diente auch als Stützpunkt des Projektes „ANDREA“ („Alianza Nacionalista de Repúblicas Americanas“, deutsch: „Nationalistische Allianz amerikanischer Republiken“). Dieses Projekt war zur Zusammenarbeit lateinamerikanischer Nationalisten, Geheimdienstler, Antisemiten mit rechtsextremer Stoßrichtung bestimmt. Details dazu wurden unter anderem ab 1985 durch Aussagen von Hugo Baar bekannt, nachdem er – als einstiger Mitbegründer – im Dezember 1984 aus der Colonia geflohen war.[3]

Von 1996 bis 2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 tauchte Paul Schäfer unter, da er von der Justiz gesucht wurde. Die Colonia wurde danach zunächst von verschiedenen Vertrauten Schäfers geleitet. Alle Versuche des demokratischen Chile, diese Enklave unter Kontrolle zu bekommen, scheiterten bis zur Festnahme Schäfers 2005. Als Gründe werden die Verflechtungen und die Loyalität der Pinochet-Anhänger, der vor Ort ansässigen Polizei und lokal Mächtigen und die Unüberschaubarkeit des riesigen Areals genannt.

Im Jahre 1997 gelang zwei Jugendlichen aus der Colonia die Flucht nach Deutschland, deutsche Medien veröffentlichten deren authentische Schilderungen[4].

Kontakte zu deutschen Regierungskreisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Regierung zeigte kein Interesse an einer Aufklärung der Vorgänge in der Kolonie. Laut Jan Stehle vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika hatte die Colonia Dignidad in Deutschland eine Lobby, insbesondere bei der CDU und CSU.[5] Die Kolonieführung unterhielt Kontakte zu beiden Parteien.[6][7] CSU-Politiker wie z. B. Wolfgang Vogelsgesang[2] und Franz Josef Strauß[8][9][10] besuchten die Kolonie, wo bis Mitte der 90er Jahre in der Siedlung ein signiertes Porträt von Strauß hing.[11][12] Die bayerische Landesregierung und die Hanns-Seidel-Stiftung sollen Gerhard Mertins’ „hervorragenden Eindruck“ von der Siedlung bestätigt haben.[2] Aus dem rechtskonservativen Umfeld gab es außerdem Unterstützung von dem Strauß-Protegé Lothar Bossle und Ludwig Martin. Geheimdokumente der damaligen chilenischen Militärregierung zeigen, dass Bossle und Martin die chilenische Regierung 1987 davor gewarnt hatten, dass die deutschen Medien von den Geschehnissen in Colonia Dignidad erfahren könnten. Der damalige Vize-Außenminister Chiles schlug daraufhin ein Koordinierungstreffen vor, um die Causa „Colonia Dignidad“ stillschweigend zu lösen.[13] Die Regierung Chiles entzog der Organisation aber 1991 den Status der Gemeinnützigkeit, mit der sie stets von Steuerfreiheit profitiert hatte, und löste sie damit formal auf.

Menschenrechtsverletzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung, in der nach Schätzungen zwischen 250 und 350 Menschen lebten,[14] steht seit 1976 unter der Beobachtung von UNO und Amnesty International.[2] Geflüchtete Bewohner berichteten glaubwürdig, die Kolonie sei während der Pinochet-Diktatur jahrzehntelang als Folterzentrum des chilenischen Geheimdienstes genutzt worden.[15] Später stellte sich heraus, dass in der Colonia Dignidad Chilenen gefangen gehalten und als Zwangsarbeiter eingesetzt worden waren. Es wurden verbrecherische, medizinische Versuche an Häftlingen durchgeführt. Kinder und Jugendliche wurden in der Gemeinschaft immer wieder sexuell missbraucht, vor allem Jungen unter sexuellem Aspekt körperlich gezüchtigt und die Kinder mit Elektroschocks und Psychopharmaka gequält.

Aufgrund ihrer Menschenrechtsverletzungen und anderer Kontroversen wird die Colonia Dignidad häufig als „Sekte“ bezeichnet.

Analysen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fernsehjournalist Gero Gemballa, der zwei Bücher zum Thema verfasst hatte, meinte 1998: „Es ist erstaunlich, dass die Colonia Dignidad anders als andere Sekten in der internationalen Berichterstattung so nah am Tatsächlichen beschrieben wurde, so wenig Übertreibung, Phantasie und Gruseliges hinzugefügt wurde. Vielleicht lag das daran, dass die Realität eigentlich nur noch schwer zu übertreffen ist.“ Er widersprach der These, dass es für die Verbrechen der Colonia Dignidad nur einen einzigen, allein verantwortlichen Täter gegeben habe, nämlich Paul Schäfer. Seine Nachforschungen machten ein institutionalisiertes Geflecht aus deutschen, chilenischen und internationalen Wirtschafts- und Geheimdienstinteressen, Waffenschieberei und aktiver Komplizenschaft bei der Liquidierung von Gegnern des Pinochet-Regimes deutlich. Darum habe man die Dignidad unantastbar zu machen versucht, woran alle Versuche, diese kriminelle Vereinigung auszuschalten, gescheitert seien.[16]

Der Journalist Jürgen Schübelin merkte 1998 in einer Rezension zu einem Buch Gemballas an, dass Zynismus schon immer fester Bestandteil von Terrorherrschaft gewesen sei: „‚Arbeit macht frei‘, schrieb die SS über das Haupttor vieler Konzentrationslager, ‚Libertad‘ (Freiheit) nannte die uruguayische Militärjunta das größte und furchtbarste Foltergefängnis im Land, und ‚Colonia Dignidad‘ (Kolonie der Würde) ist der Name eines kleinen faschistischen Modellstaates in der südchilenischen Provinz, umgeben von Stacheldraht, Wachtürmen, Stolperfallen – autark, aggressiv und schwer bewaffnet. Nirgendwo wird dem Prinzip Sauberkeit so gehuldigt wie in Dignidad. Wer etwas verschmutzt oder zerbricht, wird bestraft. Wer ‚unreine‘ Gedanken hegt, wird dafür geprügelt und mit Elektroschocks gefoltert“.[16]

Auch Friedrich Paul Heller warf 1993 der Colonia Dignidad Klerikalfaschismus und Unterstützung des Regimes von Pinochet vor.[17]

Aufarbeitung ab 2004 und Strafprozesse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits am 17. November 2004 hatte ein chilenisches Gericht Paul Schäfer, den ehemaligen „Herrn über Leben und Tod“, des sexuellen Missbrauchs von 27 Kindern für schuldig erkannt. Schäfer war bei der Verhandlung nicht anwesend. 22 weitere chilenische und deutsche Mitglieder der Colonia wurden für schuldig befunden, den Kindesmissbrauch vertuscht und die Justiz behindert zu haben. Sie erhielten Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. Zusätzlich wurden Entschädigungszahlungen an die Opfer und deren Familien in Höhe von 540 Millionen chilenischen Pesos (691.000 Euro) festgesetzt.

Am 10. März 2005 wurde der untergetauchte Schäfer in Argentinien enttarnt und festgenommen.

In der Nacht zum 28. August 2005 wurde die Kolonie von der chilenischen Justiz unter Zwangsverwaltung gestellt. Der Anwalt Herman Chadwick übernahm die Verwaltung ihrer Firmen. Diese Maßnahme wurde aber kurz darauf vom chilenischen Sonderrichter Jorge Zepeda wieder aufgehoben.

Im Dezember 2005 erfolgte eine weitere Anklage gegen Schäfer, nachdem die ehemalige Leiterin der Klinik der „Colonia“, Gisela Seewald, gestanden hatte, Kinder mit Elektroschocks gequält und psychiatrischen Behandlungen unterzogen zu haben, um deren von Schäfer behauptete „Besessenheit“ zu behandeln.[18] In der Anklageschrift wird Schäfer und Seewald unter anderem vorgeworfen, acht Kinder deutscher Herkunft ihren Eltern entrissen und schwer misshandelt zu haben.

Nach Verhaftung und Flucht des Anführers der Gruppe öffnete sich diese der Öffentlichkeit: Im April 2006 veröffentlichten etwa 140 Bewohner ein Schuldbekenntnis. In der Öffentlichen Erklärung an unsere Mitbürger in Chile und Deutschland, die in der chilenischen Presse im Wortlaut abgedruckt wurde, heißt es u. a.: „Wir tragen die Schuld, dass wir uns nicht gegen den despotischen Leiter erhoben haben; die Schuld, dass auf unserem Grundstück Menschen ungesetzlich festgehalten wurden, von denen einige umgebracht worden sein sollen und deren Leichen verschwunden sind.“ Daneben wurde Psychotherapeuten des deutschen Außenministeriums der Zugang zu dem von ihnen bewohnten Gebiet gewährt.[19]

Im Mai 2006 wurde Paul Schäfer wegen Kindesmissbrauchs in 25 Fällen zu 20 Jahren Haft verurteilt.[20]

Im Juli 2006 gestand Gerhard Mücke, ein ehemaliges Führungsmitglied, dass 22 Regimegegner nach dem Putsch vom 11. September 1973 in der Colonia Dignidad ermordet und anschließend verbrannt worden waren.

Im Februar 2007 veröffentlichte Klaus Schnellenkamp einen autobiographischen Insiderbericht unter dem Buchtitel Geboren im Schatten der Angst. Dieses Buch gilt als das einzige umfassende Dokument aus erster Hand eines bedeutenden Zeitzeugen dieser Sekte. In Dutzenden Fernsehauftritten und Presseinterviews brachte Klaus Schnellenkamp noch einmal die Colonia Dignidad in die internationalen Schlagzeilen.

Für Paul Schäfer folgten weitere Verurteilungen, zuletzt auch wegen Mordes. Im April 2010 starb er im Alter von 88 Jahren im Gefängnis von Santiago de Chile.[20]

Sein ehemaliger Stellvertreter Gerd Seewald wurde 2013 wegen der Beteiligung an 16 Fällen von Kindesmissbrauch zu fünf Jahren Haft verurteilt und starb 2014 im Alter von 93 Jahren in der Haftanstalt von Cauquenes.[21]

Der frühere Vizechef und Krankenhaus-Leiter der Colonia Dignidad Hartmut Hopp war in Chile wegen sexuellen Kindesmissbrauchs zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, entzog sich der chilenischen Justiz jedoch durch eine Flucht nach Deutschland.[22][23] Die Krefelder Staatsanwaltschaft ermittelte ab 2011 gegen ihn,[24] es kam jedoch nicht zur Eröffnung eines Prozesses.[25]

Das deutsche Außenministerium gab im April 2016 bekannt, die bisher unter Verschluss gehaltene Akten freizugeben. Betroffene und Opfer begrüßten den Schritt.[26] Gleichzeitig bleiben auch viele Forderungen offen: nach Einsetzung einer Historikerkommission, nach einem Denkmal auf dem Gelände für die deutschen und chilenischen Opfer, nach Entschädigungen.[27]

Seit April 1988 trägt die Colonia Dignidad den Namen „Villa Baviera“.[28]

Rund 115 Mitglieder der ehemaligen Colonia Dignidad leben noch immer (Stand: 2014)[29] auf dem 300 km² großen Gebiet. Die Kolonie wird von Michael Müller (* 1957) geleitet. Die Schlafsäle, wo früher Männer, Frauen und Kinder getrennt schliefen, wurden in Wohnungen umgewandelt, in denen jetzt Familien leben. Jungen Mitgliedern der Siedlung soll es erlaubt sein, an chilenischen Universitäten zu studieren. Das temporäre Reformkomitee der Gemeinschaft soll aus 30-40 Jahre alten Männern bestehen. Ein Teil der Bewohner siedelte nach Deutschland über und bewegt sich nach Berichten der Süddeutschen Zeitung teilweise im Umfeld der Krefelder Freien Volksmission.[30] Um sich neue Einnahmequellen zu erschließen, wurde im Jahr 2012 der Gemeinschaftsbau zu einem Hotelbetrieb umgestaltet. Unter der Leitung von Anna Schnellenkamp, selbst eines der früheren Opfer, wirbt das „Hotel Baviera“ mit bayerischer Folkloristik um Kunden.[29]

In der Nähe von Bulnes betreibt die Colonia ein deutsches Restaurant. Dort werden auch Fotos von Polizeimaßnahmen gegen die Gruppe ausgestellt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Psychologische und menschenrechtliche Aspekte:

  • Susanne Bauer: Psychologische Behandlungsmöglichkeiten für religiös traumatisierte Menschen am Beispiel der Sekte Colonia Dignidad. In: Michael Utsch (Hrsg.): Pathologische Religiosität. Genese, Beispiele, Behandlungsansätze. Kohlhammer Verlag 2011, ISBN 978-3-17-022077-5, S. 67–106.
  • Henning Freund: Religion als Trauma und Bewältigungshilfe am Beispiel der totalitären religiösen Gemeinschaft Colonia Dignidad. In: Michael Utsch (Hrsg.): Pathologische Religiosität. Genese, Beispiele, Behandlungsansätze. Kohlhammer Verlag 2011, ISBN 978-3-17-022077-5, S. 106–137.
  • Klaus H. Walter: Colonia Dignidad – die unendliche Geschichte. In: Jahrbuch Menschenrechte 2007. Suhrkamp Verlag 2006, ISBN 978-3-518-45817-4, S. 183–188.

Journalistische Aufarbeitung:

  • Gero Gemballa: Colonia Dignidad. Ein deutsches Lager in Chile. Rowohlt, Reinbek 1988, ISBN 3-499-12415-7
  • Gero Gemballa: Colonia Dignidad. Ein Reporter auf den Spuren eines deutschen Skandals. Campus, Frankfurt/New York 1998, ISBN 3-593-35922-7
  • Friedrich Paul Heller: Colonia Dignidad. Von der Psychosekte zum Folterlager. Schmetterling Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-926369-99-X
  • Friedrich Paul Heller: Lederhosen, Dutt und Giftgas. Die Hintergründe der Colonia Dignidad. Schmetterling Verlag, Stuttgart 2006 (4., erw. u. aktual. Auflage 2011), ISBN 978-3-89657-096-3
  • Dieter Maier: Colonia Dignidad. Auf den Spuren eines deutschen Verbrechens in Chile. Schmetterling Verlag, Stuttgart 2016, ISBN 3-89657-098-6
  • Horst Rückert: Das Blendwerk. Von der Colonia Dignidad zur Villa Baviera. A1 Verlag, München 2014, ISBN 978-3-940666-56-7

Biographische Berichte:

Rundfunkbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörfunk:

  • Heike Tauch: Villa Baviera. Die ehemalige Colonia Dignidad. DLF/SWR, 2007
  • Heike Tauch: Wenn Familie Gefahr bedeutet. BR, 2007

Fernsehen:

  • Planet Wissen: Colonia Dignidad – Gefangen in einer Sekte. ARD/WDR, 2016

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Villa Baviera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Susanne Bauer: Psychologische Behandlungsmöglichkeiten für religiös traumatisierte Menschen am Beispiel der Sekte Colonia Dignidad; Henning Freund: Religion als Trauma und Bewältigungshilfe am Beispiel der totalitären religiösen Gemeinschaft Colonia Dignidad. beide In: Michael Utsch (Hrsg.): Pathologische Religiosität. Genese, Beispiele, Behandlungsansätze. Kohlhammer Verlag 2011, S. 67-101 und S. 106–137.
  2. a b c d e f Nur Fassade. In: Der Spiegel, 9. November 1987.
  3. amnesty international: Colonia Dignidad: Ein Ende der unendlichen Geschichte? (Memento vom 10. November 1997 im Internet Archive)
  4. Dietmar Pieper und Helene Zuber: Die Pistole lag immer griffbereit Der Spiegel 33 / 1997
  5. Deutsche Sekte „Colonia Dignidad“ in Chile: Warum Deutschland nichts tut. In: Süddeutsche Zeitung, 29. Januar 2013.
  6. Adriana Valadés und Humberto Garza Elizondo: Las relaciones políticas y culturales entre Alemania y América Latina (PDF; 198 kB). In: Foro Iternacional, 1992, S. 455–466, ISSN:0185-013X.
  7. Bernd Pickert: Auf der Spur der Mörder. In: die tageszeitung, 6. Februar 2001.
  8. Der Sektenarzt und die Colonia Dignidad. In: Frankfurter Rundschau, 3. September 2011: „Die Colonia Dignidad besitzt da schon Verbindungen in die BRD: Bayerns Ministerpräsident Franz-Josef Strauß (CSU) hat die Colonia Dignidad besucht...“
  9. Ein Leben in der Colonia Dignidad: „Ohne Hilfe von oben hätten wir das nicht geschafft“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. September 2012: „Die Spuren vieler Regimegegner verlieren sich hinter den Toren der Kolonie. Schäfer hatte auch gute Beziehungen in die deutsche Politik, sogar Franz-Josef Strauß war einmal zu Gast.“
  10. Offizielle Verlautbarung der Hanns-Seidel-Stiftung zum Besuch von Strauß 1977 in Chile über die Webseite www.fjs.de, abgebildet am 2. April 2012 (Memento vom 2. April 2012 im Internet Archive): „Tatsächlich kam es anlässlich seines Aufenthalts in Chile vom 17. - 23. November 1977 zu einem kurzen Besuch der von Auslandsdeutschen geführten Siedlung, weitere Kontakte entwickelten sich daraus aber nicht“
  11. Lars Langenau und Carsten Volkery: Colonia-Dignidad-Gründer: Ein Onkel aus Deutschland. In: Spiegel Online, 11. März 2005.
  12. Bradley Graham: Rumors, Allegations Swirl Around Secretive Settlement in Chile. In: Los Angeles Times, 10. Januar 1988.
  13. Colonia Dignidad: Was wussten Pinochets Freunde am Rhein?. In: Südwest Presse, 29. Oktober 2012.
  14. Claudio R. Salinas und Hans Stange: Los amigos del „Dr.“ Schäfer: la complicidad entre el estado chileno y Colonia Dignidad. Debate, Santiago/Chile 2006, ISBN 978-956-8410-06-3, S. 230.
  15. Kleine Anfrage im deutschen Bundestag zu Colonia Dignidad (1997)
  16. a b Jürgen Schübelin: Rezension zu Gero Gemballa: Colonia Dignidad (1998)
  17. Friedrich Paul Heller: Colonia Dignidad. Von der Psychosekte zum Folterlager. Schmetterling Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-926369-99-X
  18. German held over ’Chile torture’. In: BBC News, 27. Dezember 2005.
  19. Henning Freund, „Colonia Dignidad“, der Öffnungsprozess einer „geschlossenen Gesellschaft“, in: Materialdienst der EZW, 5/2008, S. 180–185, hier: S.181.
  20. a b epd-Meldung: „Colonia Dignidad“ Paul Schäfer: Proteste bei Begräbnis In: stuttgarter-nachrichten.de vom 26. April 2010.
  21. Deutscher Sektenführer in Chile gestorben. Meldung auf t-online.de vom 15. Juli 2014 (abgerufen am 16. Juli 2014).
  22. n-tv.de , AFP : Auslieferung des Colonia-Dignidad-Sprechers verlangt: Chile jagt deutsches Sektenmitglied In: ntv.de vom 8. Juli 2013.
  23. Spiegel-Bericht: Colonia Dignidad: Chile verlangt Auslieferung von deutschem Sektenarzt In: spiegel.de vom 19. September 2011.
  24. Erste Vernehmung von Sektenarzt H.. In: Westdeutsche Zeitung, 14. Februar 2012.
  25. Sidney Gennies: Neuer Auslieferungsantrag für flüchtigen Sektenarzt. In: Der Tagesspiegel, 26. Juli 2013.
  26. Tagesschau.de: Inland / Steinmeier gibt „Colonia-Dignidad-Akten“ frei; eingesehen am 27. April 2016
  27. Bernd Pickert: Sektensiedlung Colonia Dignidad in Chile: Das Folterlager von Pinochet. In: die tageszeitung. (taz.de [abgerufen am 30. April 2016]).
  28. Claudio R. Salinas und Hans Stange: Los amigos del „Dr.“ Schäfer: la complicidad entre el estado chileno y Colonia Dignidad. Debate, Santiago/Chile 2006, ISBN 978-956-8410-06-3, S. 250.
  29. a b Claus Hecking: Ausspannen im Folterlager, Die Zeit Nr. 25/2014, 12. Juni 2014, editiert am 28. Juni 2014
  30. Süddeutsche Zeitung vom 1. September 2011

Koordinaten: 36° 23′ S, 71° 35′ W