Colville River

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Fluss in Washington siehe Colville River (Washington).
Colville River
Colville River mit Einzugsgebiet

Colville River mit Einzugsgebiet

Daten
Gewässerkennzahl US1400615
Lage Alaska
Flusssystem Colville River
Quelle De Long Mountains
68° 49′ 1″ N, 160° 21′ 14″ W68.816944-160.353889610
Quellhöhe 610 m[1][2]
Mündung Beaufortsee, Arktischer Ozean70.446111-150.3577780Koordinaten: 70° 26′ 46″ N, 150° 21′ 28″ W
70° 26′ 46″ N, 150° 21′ 28″ W70.446111-150.3577780
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 610 m
Länge 560 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Linke Nebenflüsse Awuna River
Rechte Nebenflüsse Nuka River, Kiligwa River, Kuna River, Ipnavik River, Etivluk River, Kurupa River, Oolamnagavik River, Killik River, Chandler River, Anaktuvuk River, Itkillik River
Gemeinden Alpine, Nuiqsut
Inuit am Colville River (Aufnahme von 1901)

Inuit am Colville River (Aufnahme von 1901)

Der Colville River ist ein 560 km langer Fluss im Norden von Alaska. Er entsteht aus dem Zusammenfluss von Thunder Creek und Storm Creek im Norden der De Long Mountains, fließt ostnordostwärts und mündet bei Alpine, 190 km westlich von Prudhoe Bay, in einem großen Delta in die Beaufortsee, einem Teil des Arktischen Ozeans.

Ein Großteil der Nordflanke der Brookskette wird über den Colville River entwässert. Zunächst fließt er in nördlicher Richtung, verläuft dann entlang der Vorgebirge der Brookskette ostwärts, wo er durch viele Zuflüsse an Größe gewinnt. Am Mittellauf bildet er die Südgrenze des National Petroleum Reserve und fließt schließlich in nördlicher Richtung durch die North Slope zur Küste.

Benannt wurde der Fluss 1837 von den britischen Forschungsreisenden P. W. Dease und Thomas Simpson nach Andrew Colvile von der Hudson’s Bay Company. Der Name wurde in der ursprünglichen und in folgenden Karten fälschlicherweise mit zwei „l“ geschrieben. Diese Schreibweise wurde später zum offiziellen Namen des Flusses.

Im Liscomb Bone Bed, das nach dem Geologen Robert Liscomb benannt wurde, der 1961 die ersten Dinosaurierknochen in Alaska entdeckte, haben Wissenschaftler im Verlauf von 25 Jahren mehr als 6000 Knochen gefunden. Der Fund konnte einer neuen nur in Alaska gefunden pflanzenfressenden Art zugeordnet werden, die Ugrunaaluk kuukpikensis auf der Grundlage der Sprache der Ureinwohner der Region benannt wurde. Die neue Art stellt eine von vier bisher bekannten Arten dar, die allein in Alaska gefunden wurden. Das Vorkommen stellt die Wissenschaftler vor das Rätsel, wie die Tier überlebten, da sich ihr Fundort zu deren Lebzeiten in der späten Kreidezeit hunderte Kilometer weiter nördlich im heutigen artikischen Ozean lag.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thunder Creek im Geographic Names Information System des United States Geological Survey
  2. Storm Creek im Geographic Names Information System des United States Geological Survey
  3. Fossils of new duck-billed, plant eating dinosaur found in Alaska in: The Guardian, 23. September 2015, abgerufen am 23. September 2015

Weblinks[Bearbeiten]