Compliance Management System

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Compliance Management System (CMS) bezeichnet die Gesamtheit der im Unternehmen eingerichteten Maßnahmen und Prozesse, um Regelkonformität sicherzustellen.[1]

Grundelemente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) verweist für die Ausgestaltung eines solchen CMS auf allgemein anerkannte Rahmenkonzepte (z. B. COSO ERM). Auf der Basis unterschiedlicher Rahmenkonzepte hat das IDW in seinem Standard sieben Grundelemente eines CMS identifiziert, anhand derer ein CMS organisiert und beschrieben werden kann:

  • Compliance Kultur
  • Compliance Ziele
  • Compliance Risiken
  • Compliance Programm
  • Compliance Organisation
  • Compliance Kommunikation und Information
  • Compliance Überwachung und Verbesserung

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgabe eines CMS ist es, hinreichend sicherzustellen, dass Risiken für wesentliche Regelverstöße rechtzeitig erkannt werden und solche Regelverstöße verhindert werden. Da auch ein angemessenes CMS nie in der Lage sein wird, Verstöße zu 100 % zu verhindern, muss es zusätzlich dennoch auftretende Verstöße zeitnah erkennen und im Unternehmen kommunizieren, damit angemessene Reaktionen auf den Verstoß ergriffen werden können.

Norm und Zertifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Dezember 2014 gibt es eine Internationale Norm (ISO 19600) für den Einsatz von Compliance Management Systemen, nach der CM-Systeme zertifiziert werden können. Mit dem Thema betraute Funktionsträger (Compliance Officer) können ihre Qualifikation durch eine Personenzertifizierung bestätigen lassen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jeffrey Torp: Compliance Management System, Verlag AlexInformation, 2004, ISBN 1558279083

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland. Prüfungsstandard 980. Grundsätze ordnungsmäßiger Prüfung von Compliance Management Systemen. Quelle: WPg Supplement 2/2011, S. 78 ff., FN-IDW 4/2011, S. 203 ff.