Compo

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COMPO GmbH

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Rechtsform GmbH
Gründung 1956
Sitz Münster
Leitung Fan Zhang
Stephan Engster
Mitarbeiterzahl 1075 (2010)
Umsatz 402 Mio. EUR (2010)
Branche Gartenprodukte
Website www.compo.com

Die Compo GmbH (Eigenschreibweise COMPO) mit Sitz in Münster ist ein Hersteller von biologisch-chemischen Produkten für Haus und Garten sowie von Spezialdüngemitteln für professionelle Anwender.

Unternehmensprofil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geschäft des Unternehmens gliedert sich in die Geschäftsbereiche Consumer und Expert. Das Konsumentengeschäft umfasst ein Sortiment an Markenartikeln (Blumenerde, Dünger, Pflanzenschutz etc.). Im Expert-Segment werden Spezialdüngemittel für gewerbliche Anwendungen vermarktet. Die Produkte der Firma werden über siebzehn internationale Niederlassungen in mehr als 100 Ländern vertrieben.

2010 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 402 Mio. Euro mit 1075 Mitarbeitern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1956 in Münster unter dem Namen Holländisch-Deutsche Düngemittel-Gesellschaft Todenhagen & Sprenger KG durch Konsul E. H. Sprenger gegründete und bot unter der Markenbezeichnung Compo Sana als erster Hersteller konfektionierte Blumenerde an. 1959 zog das Unternehmen auf das heutige Werksgelände in Münster-Handorf und nutzte seit 1964 die Compo-Primel als Markenzeichen. Bereits seit den 1960er-Jahren sorgten Werbekampagnen im Print- und TV-Bereich für eine deutschlandweite Bekanntheit.

1967 übernahm die damalige Salzdetfurth AG (Vorläufer der heutigen K+S) 50 % der Gesellschaftsanteile; somit begann die Zusammenarbeit mit der „Salzdetfurth Verkaufskontor GmbH“ mit Gründung der „Salzdetfurth COMPO-Werk GmbH & Co. KG“ in Handorf, an der die Salzdetfurth und E. H. Sprenger gleichberechtigt beteiligt waren. Wintershall erwarb 1971 vom Firmengründer E. H. Sprenger dessen 50-prozentigen Anteil an der „Salzdetfurth COMPO-Werk GmbH & Co. KG“. Salzdetfurth konzentrierte im gleichen Jahr den eigenen Bereich der Spezialdünger bei Compo; das führte unter anderem dazu, dass Compo ab 1971 auch die Spezial- und Flüssigdünger der Chemischen Fabrik Kalk in Köln (CFK) vertrieb und somit in den Profi-Markt einstieg.

Im Zuge der Umfirmierung der Salzdetfurth im Jahr 1972 ging der 50-prozentige Salzdetfurth-Anteil an Compo an die Kali und Salz. Damit hielten Kali und Salz und Wintershall je 50 % an Compo. Wintershall trat 1976 ihre 50 % Compo-Anteile an ihren Hauptaktionär BASF ab, die dann 1986 im Rahmen ihrer damaligen Diversifizierungsstrategie Compo komplett übernahm.

1999 erwarb K+S für 420 Millionen DM Compo von der BASF zurück, die sich nun auf ihr Kerngeschäft in der Chemie konzentrierte. K+S legte die Geschäftstätigkeit ihrer Tochter Fertiva und Teile des Compo-Profigeschäfts zum 1. Juli 2009 in der Gesellschaft K+S Nitrogen zusammen. Anfang März 2011 wurde Compo für 205 Millionen Euro an den Private Equity-Investor Triton verkauft.[1] 2016 erfolgte die Übernahme von Compo durch die Kingenta Ecological Engineering Group (China).[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fokussierung auf das Kerngeschäft. K+S veräußert COMPO an die Beteiligungsgesellschaft Triton. (Nicht mehr online verfügbar.) K+S AG, 20. Juni 2010, archiviert vom Original am 9. Juni 2015; abgerufen am 21. April 2012. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.k-plus-s.com
  2. Historie. Abgerufen am 17. April 2017.