Concerto for Group and Orchestra

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Concerto for Group and Orchestra
Livealbum von Deep Purple
Veröffentlichung Dezember 1969 (USA), Januar 1970 (Großbritannien)
Aufnahme erstmals 24. September 1969
Label Tetragrammaton Records (USA), Harvest Records (GB)
Format LP, CD, DVD
Genre Rock, Progressive Rock, Klassik
Anzahl der Titel 6
Laufzeit 59:26 (CD), 52:30 (DVD)
Chronologie
Concerto for Group and Orchestra Made in Japan
(1972)

Concerto for Group and Orchestra ist ein Concerto, das von Jon Lord mit Texten von Ian Gillan geschrieben wurde und erstmals 1969 von der englischen Rockband Deep Purple aufgeführt und aufgenommen wurde. Es erschien im Dezember 1969 als erstes Livealbum der Band bei Tetragrammaton Records (USA) bzw. Harvest Records in Großbritannien. Da die Partituren verlorengegangen waren, wurde es 1999 mit rekonstruierter Partitur erneut aufgeführt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Concerto wurde erstmals 24. September 1969 von Deep Purple mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Malcolm Arnold in der Royal Albert Hall aufgeführt. Am 25. August 1970 wurde das Concerto ein weiteres Mal mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Lawrence Foster in der Hollywood Bowl aufgeführt – im Anschluss daran gingen die Partituren verloren. Am 25. und 26. September 1999 folgte die Wiederaufführung mit rekonstruierter Partitur, erneut in der Royal Albert Hall.[1] Am 6. Mai 2003 erschien ein Musikvideo/DVD einer TV-Ausstrahlung aus dem Jahr 1970. 2012 erschien eine Studioversion des Concertos mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra.

Musikalische Form[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Concerto weist Ähnlichkeiten mit dem Concerto grosso, der Sinfonia concertante und dem Orchesterkonzert auf. Im ersten Satz (Moderato-Allegro) arbeiten die Band und das Orchester als einzelne Einheiten, die die Dominanz über das Hauptthema zu erlangen versuchen. Im zweiten Satz (Andante) mit Gesang von Ian Gillan integriert sich die Band mehr in den Orchesterklang. Im dritten Satz (Vivace-Presto) folgt Ian Paices Schlagzeugsolo. Band und Orchester sind hier eng verwoben, der Unterschied zwischen beiden verschwindet fast.[2]

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Originalaufführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Symphony No. 6, Op. 95 (Malcolm Arnold) – The Royal Philharmonic Orchestra (25:13)
  • 1st Movement: Energico (9:19)
  • 2nd Movement: Lento (8:52)
  • 3rd Movement: Con Fuoco (7:02)
  1. Hush (Joe South) – Deep Purple (4:42)
  2. Wring That Neck (Ritchie Blackmore, Nick Simper, Jon Lord, Ian Paice) – Deep Purple (13:23)
  3. Child in Time (Blackmore, Ian Gillan, Roger Glover, Lord, Paice) – Deep Purple (12:06)
  4. Concerto for Group and Orchestra (Jon Lord, mit Text von Ian Gillan) – Deep Purple mit dem Royal Philharmonic Orchestra (51:43)
  • First Movement: Moderato-Allegro (19:23)
  • Second Movement: Andante (19:11)
  • Third Movement: Vivace-Presto (13:09)
  1. Parts of the Concerto’s Third Movement (Zugabe) (5:53)

Auf dem Album von 1969 wurde nur das Concerto for Group and Orchestra veröffentlicht.[3]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Takte des dritten Satzes des Concerto for Group and Orchestra werden in der 91. Tatort-Folge aus dem Jahr 1978 als Hintergrundmusik verwendet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.thehighwaystar.com/rosas/jouni/discos/live06.html
  2. http://www.dustbury.com/music/dppurple.html
  3. Concerto for Group and Orchestra bei discogs