Conny Torstensson

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Conny Torstensson
Spielerinformationen
Geburtstag 28. August 1949
Geburtsort LoftaSchweden
Größe 180 cm
Position Sturm
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1967–1973
1973–1977
1977–1978
1978–1980
Åtvidabergs FF
FC Bayern München
FC Zürich
Åtvidabergs FF
50 (18)
81 (11)
24 0(3)
49 0(6)
Nationalmannschaft
1972–1979 Schweden 40 0(7)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Conny Torstensson (* 28. August 1949 in Lofta nahe Västervik) ist ein ehemaliger schwedischer Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stürmer Conny Torstensson begann seine Karriere bei Åtvidabergs FF, der in Schweden als große Talentschmiede des Fußballs galt. Von 1967 bis 1973 spielte er für diesen Verein in der 1. Liga. In seinen letzten zwei Spielzeiten wurde er Schwedischer Meister. Im Europapokal der Landesmeister traf Åtvidaberg in der ersten Runde auf den deutschen Meister FC Bayern München der das Hinspiel (in München) mit 3:1 gewann. Im Rückspiel führte Åtvidaberg – dank zweier Tore Torstenssons – bereits mit 3:0, [1] ehe Uli Hoeneß den Anschlusstreffer erzielen konnte. Im Elfmeterschießen setzten sich die Bayern mit 4:3 durch und Torstensson wechselte auf Betreiben von Trainer Udo Lattek und Manager Robert Schwan für 580.000 Deutsche Mark noch in der Winterpause nach München[2]. Mit Torstensson gewannen die Bayern im weiteren Verlauf erstmals den Europapokal der Landesmeister, wobei er in beiden Endspielen zum Einsatz kam. Da Torstensson bis 1977 unter Vertrag stand, konnte er den Europapokal zwei weitere Male gewinnen; da er dabei wichtige Tore (10 in 21 Spielen) schoss, erhielt er den Beinamen „Mr. Europacup“.

Torstensson absolvierte für den FC Bayern 81 Liga- (11 Tore), zwölf DFB-Pokal- (4 Tore) und beide Weltpokalspiele. Sein erstes Pflichtspieltor für die Bayern war der 2:1-Siegtreffer im Achtelfinale des Vereinspokals bei Werder Bremen am 15. Dezember 1973. Sein Bundesliga-Debüt gab Torstensson am 5. Januar 1974 (18. Spieltag) bei der 2:4-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf; sein erster Treffer war der 1:0-Siegtreffer bei Rot-Weiss Essen am 19. Januar 1974 (20. Spieltag). 1977 wechselte er für ein Jahr in die Schweiz zum A-Nationalligisten FC Zürich, kehrte zu seinem ehemaligen Verein zurück und beendete nach drei Spielzeiten 1980 seine Karriere.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Torstensson spielte zwischen 1972 und 1979 40 Mal für die Nationalmannschaft und erzielte sieben Tore. Er nahm an der Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland teil, bei der er in der Gruppe III der 1. Finalrunde zweimal, in der Gruppe B der 2. Finalrunde dreimal zum Einsatz kam und gegen Jugoslawien mit dem 2:1-Siegtreffer, vier Minuten vor Spielende, für den einzigen Sieg in dieser Runde sorgte. Er zählte zum Kader bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 wo er bei der 0:1 Niederlage im zweiten Spiel Schwedens gegen Österreich als Wechselspieler zum Einsatz kam. Nach weiteren Ergebnissen von 1:1 gegen Brasilien, 0:1 und Spanien schied Schweden nach der Vorrunde aus.

Spätere Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Zeit als Spieler arbeitete Torstensson, in seinem ursprünglichen bürgerlichen Beruf Programmierer, zunächst in der Verpackungsindustrie, später war er auch Betreuer, Trainer, Vorstand und Manager bei Åtvidabergs FF. 1986 war der Trainer der damaligen Mannschaft in der zweiten Division. Zwischen Juli 2007 und Dezember 2009 war er Sportchef bei der Speedway Mannschaft - Speedway ist in Schweden eine relativ bedeutende Sportart - von Västervik, die in jener Zeit eine nationale Vizemeisterschaft einfuhr aber danach einen heftigen Niedergang verzeichnete.

Dieser Tage lebt er mit seiner Frau Annette, einer Lehrerin und Kommunalpolitikerin der Centerpartiet, an einem See in der kleinen Ortschaft Borghult ca. 25 km nordwestlich von Västervik. Das Paar ist seit 1971 verheiratet und hat zwei Töchter.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Season 1973–74. European Cup History, abgerufen am 13. August 2015.
  2. Geld und Grund. Der Spiegel 50/1974 vom 9. Dezember 1974, S. 126–127.