Conrad Electronic

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Conrad Electronic

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Rechtsform Societas Europaea
Gründung 1923
Sitz Hirschau, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Geschäftsführende Direktoren: Ralf Bühler, Jürgen Groth Vorsitzender des Verwaltungsrates: Werner Conrad[1]
Mitarbeiterzahl 2.100 (2017)[2]
Umsatz 1,07 Mrd. Euro (2017)[2]
Branche Einzel- und Versandhandel
Website conrad.de

Conrad-Electronic-Filiale und -Logistikzentrum im Industriegebiet Wernberg-Köblitz (2011)
Conrad-Electronic-Filiale in Mannheim (2013)

Die Conrad Electronic SE ist ein deutsches Familienunternehmen im Elektronik-Versandhandel. Es wurde 1923 in Berlin gegründet. Seit 1946 liegt der Unternehmenssitz in Hirschau in der Oberpfalz. Das Logistikzentrum befindet sich in Wernberg. Von dort aus wird ins In- und Ausland geliefert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1923 wurde das Unternehmen von Max Conrad in Berlin gegründet, 1946 zog das Unternehmen nach Hirschau (Oberpfalz). Max Conrads Sohn Klaus Conrad wurde 1973 mit 37 Jahren Gesellschafter.[3] In Süddeutschland wurden im Laufe der Jahre 18 weitere Technik-Kaufhäuser errichtet. 1976 wurden 220 Mitarbeiter beschäftigt. 1979 wurden zum ersten Mal Modellbauartikel angeboten. Das Unternehmen war einer der Vorreiter des privaten Rundfunks und betrieb ab 1984 den aus Bozen in Südtirol nach Bayern sendenden Privatsender Radio C.

Am 1. Juli 1990 übernahm Conrad die Völkner Electronic GmbH und Co. KG aus Braunschweig vom alten Besitzer Kaufhof. 2000 wurden die Versandaktivitäten der Marke Völkner eingestellt und die Kunden mit einem Conrad-Katalog angeschrieben. 1991 übernahm Conrad das Unternehmen Radio Rim.

1995 wurde in der Oberpfalz in Wernberg-Köblitz ein Logistikzentrum gebaut; im April 2012 erfolgte der Spatenstich zur Erweiterung des Logistikzentrums.[4] 1997 wurde Werner Conrad, der Sohn von Klaus Conrad, Sprecher der Geschäftsleitung[3], dieser forcierte den Versandhandel.

2006 waren mehr als 3.000 Mitarbeiter weltweit bei dem Unternehmen beschäftigt, 2020 sind es 3.500 Mitarbeitende. 2007 erhielt das Unternehmen vom Bundesverband des Deutschen Versandhandels und der Fachzeitschrift Der Versandhausberater den Branchenpreis „Versender des Jahres 2007“. Seit Jahren gehört die Webseite von Conrad Electronic, laut Angaben von Nielsen NetRatings, zu den zehn Onlineshops mit den meisten Besuchern in Deutschland.

Seit 2008 gehört zur Conrad-Unternehmensfamilie auch die Nürnberger Re-In Retail International GmbH, die die Online-Shops voelkner.de,[5] digitalo.de und smdv.de betreibt.[6]

Am 4. Dezember 2013 kaufte Conrad Electronic den insolventen Onlineversender getgoods.de und schloss dessen Standort Frankfurt/Oder.[7] Die Marken getgoods.de und hoh.de wurden weitergeführt;[8] Ende 2015 wurde die get-it-quick GmbH geschlossen.[9] Mit dem Launch des Conrad Marketplace im Frühjahr 2017 richtete Conrad Electronic sein Geschäftsmodell immer weiter in Richtung B2B aus und bediente im Jahr 2020 2,3 Millionen Geschäftskunden in Deutschland als Beschaffungsplattform für technischen Betriebsbedarf.[10]

Niederlassungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Versandgeschäft betreibt das Unternehmen 18 Filialen und eine B2B-Filiale in Deutschland,[11] sechs in Österreich (Wien-Stadlau, Wien Meiselmarkt, Vösendorf, Graz, Linz, Salzburg), zwei in der Schweiz (Luzern-Emmenbrücke, Zürich-Dietlikon) und eine in Ungarn (Budapest). Im Jahr 2017 wurde die Filiale in Saarbrücken geschlossen, 2018 die Filialen in Berlin-Steglitz, Braunschweig[12] und Schwentinental bei Kiel, 2019 die Filiale Hamburg Altona und am 15. Februar 2020 die Filiale in Düsseldorf[13]. Die zwei Filialen in der Schweiz werden Ende März 2021 geschlossen.[14]

Im Jahr versendet das Unternehmen rund 7,2 Mio. Lieferungen (120 Mio. Artikel) in über 150 Länder und verfügt über eine maximale Versandkapazität von 75.000 Paketen pro Tag.[15] Im Jahr 2012 haben in Deutschland 3,51 Millionen Personen in den letzten sechs Monaten bei Conrad Electronic eingekauft.[16] Seit 2013 wird ein Filial-Bring-Service in Kooperation mit tiramizoo.com angeboten, womit eine Express-Lieferung der Ware erfolgen kann.

Sortiment[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sortiment für Privatkunden umfasst mehr als 750.000 Artikel,[17] darunter Produkte aus den Bereichen PC-Technik, Telefonie, HiFi, Haustechnik, Bauelemente, Modellbahn und Modellbau, Unterhaltungselektronik, Bürotechnik, Kfz-Technik, Navigation, Car-HiFi, Sicherheitstechnik, Installationstechnik, Akkus, Batterien, Ladegeräte, Werkzeug, Löttechnik, Elektronik und Messtechnik. Das Sortiment für Businesskunden auf der Conrad Sourcing Platform umfasste Ende 2017 mehr als eine Million Artikel[18] und war im Sommer 2020 auf mehr als sechs Millionen Artikel gewachsen.[19]

Handelsmarken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Conrad ist Inhaber einiger Marken, darunter die Mikrocontroller-Serie C-Control, Mess- und Ladetechnik der Marke Voltcraft (die seit 1982 die Marke Noris abgelöst hat), Modellbauprodukte unter REELY, Batterien und Akkus unter Conrad Energy, Haustechnik unter sygonix, Werkzeuge unter Toolcraft sowie diverse Einsteigerprodukte unter RIM und BASETECH.[20]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Conrad Electronic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Impressum. Abgerufen am 9. März 2020 (deutsch).
  2. a b Preisdruck macht Conrad zu schaffen. Abgerufen am 9. März 2020.
  3. a b Klaus Conrad wird 70, Oberpfalznetz vom 25. Februar 2006, abgerufen 11. April 2008
  4. Neues Kapitel der Erfolgsgeschichte, abgerufen am 24. April 2012.
  5. Ein-Marken- oder Multishop-Strategie? Die verwirrende Online-Aufstellung von Conrad. In: channelpartner.de. 5. Dezember 2013, abgerufen am 1. April 2018.
  6. Matthias Hell: Conrad bleibt auf Wachstumskurs. ChannelPartner, 22. Januar 2014, abgerufen am 14. August 2016.
  7. Michael Schäfer: Conrad schließt getgoods-Standorte in Frankfurt (Oder). ComputerBase, 24. Januar 2014, abgerufen am 14. August 2016.
  8. Conrad Electronic übernimmt getgood-Shops. MOZ, 4. Dezember 2013, abgerufen am 14. August 2016.
  9. Daniel Kurbjuhn: Getgoods und HoH schließen zum Jahresende. ComputerBase, 30. September 2015, abgerufen am 14. August 2016.
  10. Wir setzen auf Menschen und Maschinen. 15. Oktober 2020, abgerufen am 30. Oktober 2020 (deutsch).
  11. Willkommen in den Conrad-Filialen. Conrad, abgerufen am 11. August 2019.
  12. neuhandeln.de: „Wirtschaftliche Erwägungen“: Conrad Electronic schließt drei Filialen
  13. Conrad Düsseldorf - Ihr Elektromarkt in der Oststraße. Abgerufen am 25. Januar 2020 (deutsch).
  14. Nathan Keusch: Fehlender Umsatz: Conrad schliesst Schweizer Filialen. In: 20min,ch. 23. Oktober 2020, abgerufen am 23. Oktober 2020.
  15. Conrad Selbstdarstellung – Logistikzentrum. Archiviert vom Original am 27. März 2012; abgerufen am 14. Januar 2013.
  16. Technische Fachmärkte – Anzahl der Kunden Abgerufen am 10. April 2013.
  17. Eckdaten des Unternehmens, abgerufen am 29. März 2017.
  18. Über eine Million Produkte. Abgerufen am 27. Oktober 2017.
  19. B2B-Plattform: Conrad knackt die Grenze von sechs Millionen Artikeln im Sortiment. 11. August 2020, abgerufen am 30. Oktober 2020 (d).
  20. Premium Qualität bei Conrad. Abgerufen am 30. Oktober 2020 (deutsch).