Conrad Iken

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Conrad Iken, auch Konrad Iken (* 25. Dezember 1689 in Bremen; † 30. Juni 1753 in Bremen) war ein deutscher evangelischer Geistlicher.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie, Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iken war der Sohn des gleichnamigen Richters Conrad Iken (* 22. August 1655 in Bremen; † 4. April 1709)[1] und dessen Ehefrau Anna, geb. von Line.

Er besuchte seit Oktober 1705 das Pädagogium und das Gymnasium (heute Altes Gymnasium) in Bremen. Dort wurde er beim Rektor Cornelius de Hase in die Theologie nach Johannes Coccejus eingeführt. Seine weiteren Lehrer waren Diedrich Sagittarius (1642–1707), Heinrich Alers (1636–1714), Gerhard Meier, Johann Tiling (1668–1715), Albert Schumacher (1661–1743) und Carl Kesler. Zur Vervollständigung seiner Studien studierte er von 1711 bis 1713 an der Universität Utrecht und hörte Vorlesungen bei Hermann Alexander Roëll, Henricus Pontanus, Adrianus Reland, Josephus Serrurier und Frans Burman; dort erlernte er auch die holländische Sprache.

Nachdem er in Amsterdam in das Kandidatenamt zum Prediger aufgenommen worden war, trat er am 9. September 1714 sein erstes Predigeramt in Lopik und das nahe liegende Cabauw an. Zwei Jahre darauf erhielt er sowohl einen Ruf an die Wallonisch-Niederländische Kirche nach Hanau als auch nach Zutphen; er nahm letztere Stelle am 2. März 1716 an und wirkte dort bis zu seinem Weggang nach Bremen.

Am 17. Oktober 1719 wurde er in der St. Stephanigemeinde in Bremen als Nachfolger von Johann Georg Rhode (1669–1727) zum zweiten Prediger an der Seite von Friedrich Adolf Lampe ernannt und trat sein Amt am 17. März 1720 an. Weil Friedrich Adolf Lampe seine Berufung als Professor an die Universität Utrecht erhielt, wurde Conrad Iken im Juni 1720 zum Primarius seiner Kirche erwählt. Von der Universität Utrecht erhielt er am 26. Februar 1720 seine theologische Doktorwürde

Am 8. Januar 1723 wählte ihn der Rat der Stadt Bremen zum ordentlichen Professor des Gymnasiums illustre. Er trat die Stelle mit seiner Rede De veritate religionis Christianae, demonstrata ex Judaeorum post Christum natum fatis an, deren Rektor er 1740 wurde. Sein Rektorenamt trat er mit seiner Rede Oratio de Illustri Bremensium Schola am 2. Februar 1741 an. Weil es seit Anfang des 18. Jahrhunderts so üblich war, alternierte er im Rektorenamt im 2-Jahres-Rhythmus mit dem Prediger der Liebfrauenkirche Dr. Nicolaus Nonnen (1701–1772); er behielt auch sein Predigeramt weiterhin bei.

1723 schlug er einen Ruf als Prediger nach Haag und 1734 einen Ruf als Professor an die Universität Utrecht aus.

Conrad Iken war in erster Ehe mit Anna, (* 15. Oktober 1705; † 15. Oktober 1735), Tochter des Bremer Senators und Juristen Diedrich Klugkist (1675–1739) verheiratet. Gemeinsam hatten sie zwei Söhne und vier Töchter; von diesen sind namentlich bekannt: Conrad und Diedrich Iken.
In zweiter Ehe war er mit Adelheid, geb. Düsing verheiratet. Gemeinsam hatten sie den Sohn: Dethard Iken (* 2. Mai 1740 in Bremen; † 4. Juli 1810), Universitätsprediger an der Universität Duisburg, Prediger der deutsch-reformierten Kirche in Kopenhagen und Hauptprediger der St. Stephanikirche in Bremen, verheiratet mit Anna, geb. Mühlhausen (* März 1749 in Bremen; † 18. Januar 1821 in Bremen).

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Friedrich Iken: Iken, Konrad. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 14, Duncker & Humblot, Leipzig 1881, S. 15 f.
  • Konrad Iken. In: Beiträge zur Bremischen Kirchengeschichte. Bremen 1844. S. 179 f.
  • Konrad Iken. In: Das jetztlebende gelehrte Europa, Band 3. Zelle 1737. S. 143 f.
  • Konrad Iken. In: Neue Nachrichten von jüngstverstorbenen Gelehrten, 3. Band. Leipzig 1754. S. 389 f.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinrich Wilhelm Rotermund: Lexikon aller Gelehrten, die seit der Reformation in Bremen gelebt haben: nebst Nachrichten von gebohrenen Bremern, die in andern Ländern Ehrenstellen bekleideten. Schünemann, 1818, S. 223 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).