Conviasa

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Conviasa
Logo der Conviasa
Airbus A340-200 der Conviasa
IATA-Code: V0
ICAO-Code: VCV
Rufzeichen: CONVIASA
Gründung: 2004
Betrieb eingestellt: 2017
Sitz: Maiquetía, VenezuelaVenezuela Venezuela
Drehkreuz: * Caracas
Heimatflughafen:

Caracas

Unternehmensform: Staatsbesitz
IATA-Prefixcode: 308
Leitung: Franklin Fernandez Martinez
Vielfliegerprogramm: Infinito
Flottenstärke: 3
Ziele: national und international
Website: conviasa.aero
Conviasa hat den Betrieb 2017 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes.

Conviasa war die staatliche Fluggesellschaft Venezuelas mit Sitz in Maiquetía und Basis auf dem Flughafen Caracas.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Conviasa wurde am 30. März 2004 gegründet und nahm am 28. November 2004 den Flugbetrieb auf. Sie gehörte zu 80 Prozent der Regierung Venezuelas und zu 20 Prozent der Regionalregierung des Bundesstaates Nueva Esparta. Ihr Name ist eine Abkürzung für das spanische Consorcio Venezolano de Industrias Aeronáuticas y Servicio Aéreo.

Im April 2012 wurde Conviasa aufgrund von Sicherheitsbedenken in die Liste der Betriebsuntersagungen für den Luftraum der Europäischen Union aufgenommen.[1] Im Juli 2013 wurde dieses Verbot aufgehoben, Conviasa durfte seither wieder Flüge in die EU durchführen.[2]

Im August 2013 musterte Conviasa als einer der letzten Betreiber dieses Subtyps ihren einzigen Airbus A340-200 aus.[3]

Am 5. Mai 2017 musste Conviasa den Flugbetrieb vorübergehend einstellen. Die Airline konnte die Versicherungsprämie nicht mehr bezahlen.[4]

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Conviasa bediente neben mehreren Zielen innerhalb Venezuelas international auch Bogotá, Dominica, Buenos Aires, Havanna, Port of Spain, St. Vincent und Grenada in Mittel- bzw. Südamerika sowie als zuletzt einziges Langstreckenziel Madrid. Ehemals wurde in Kooperation mit Iran Air Teheran mit Zwischenstopp in Damaskus angeflogen.[5]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand Mai 2017 bestand die Flotte der Conviasa aus 3 Flugzeugen[6] mit einem Durchschnittsalter von 8,6 Jahren:[7]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen Sitzplätze[8]
Embraer 190 3 114
Gesamt 3 -

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Conviasa verzeichnete in ihrer Geschichte zwei Flugzeugverluste, bei denen auch jeweils Todesopfer zu beklagen waren:[9]

  • Am 30. August 2008 verunglückte eine Boeing 737-200 der Conviasa mit dem Kennzeichen YV102T beim Landeanflug auf Latacunga in Ecuador. Die Maschine befand sich aus Caracas kommend auf einem Überführungsflug und kollidierte vermutlich aufgrund der Missachtung von Regularien des Anflugverfahrens durch die Piloten mit dem Vulkan Illiniza. Alle drei Menschen an Bord – die Besatzung – kamen ums Leben.[10]
  • Am 13. September 2010 stürzte eine ATR 42-300 der Conviasa mit dem Kennzeichen YV10109 auf dem Conviasa-Flug 2351 von Puerto Ordaz nach Porlamar mit 51 Insassen an Bord kurz nach dem Start ab, bei dem Unglück starben 17 Menschen.[11] Nach einer Notfallmeldung hatte die Besatzung versucht, zum Flughafen von Puerto Ordaz zurückzukehren. Wie Augenzeugen jedoch berichteten, berührte das Flugzeug dabei eine Hochspannungsleitung und stürzte in ein Fabrikgelände.[12][13]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Conviasa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. EU aktualisiert «Schwarze Liste», Airliners, 3. April 2012
  2. ch-aviation.com – EC okays Venezuela’s Conviasa to resume European flights (englisch) abgerufen am 3. Juli 2013
  3. ch-aviation.com – One less A340 in the skies as Conviasa retires its sole A340-200 (englisch) abgerufen am 17. August 2013
  4. Finanzielle Probleme: Conviasa musste alle Flüge einstellen. aeroTELEGRAPH.com, 9. Mai 2017; abgerufen am 26. Mai 2017.
  5. Venezuela defends controversial flights to Iran and Syria – CNN.com (englisch) abgerufen am 5. Juli 2015
  6. ch-aviationConviasa (englisch) abgerufen am Mai 2017
  7. airfleets.net – Fleet age Conviasa (englisch) abgerufen am 13. August 2015
  8. conviasa.aero – Flota (spanisch) abgerufen am 16. Januar 2015
  9. Daten über die Fluggesellschaft Conviasa im Aviation Safety Network, abgerufen am 17. August 2013
  10. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  11. news.xinhuanet.com – Venezuelan plane crash death toll rise to 17 (englisch) 15. September 2010
  12. Crash: Conviasa AT42 near Puerto Ordaz on Sep 13th 2010, loss of control, avherald.com (englisch) 13. September 2010
  13. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network