Cori Schumacher

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Cori Schumacher (geboren 23. April 1977 in Huntington Beach) ist eine US-amerikanische Surferin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cori Schumacher wuchs in einer Familie von Surfern in San Diego auf, sie habe auf dem Surfbrett gesessen bevor sie Laufen lernte.[1] Schumacher war 1994 Mitglied im Juniorenteam der USA bei der ISA-Tour und gewann 1995 die Pan-American Championships. Sie wurde 2000 und 2001 Weltmeisterin auf dem Longboard. Als sie zum Sponsor Rip Curl wechseln wollte und sich dieser urplötzlich zurückzog, verlor sie ihr Selbstvertrauen und gab das Surfen ganz auf. Sie jobbte für den Lebensunterhalt als Verkäuferin, als Kellnerin und Postbotin. Sie verliebte sich, heiratete 2008 die Fotografin Maria Cerda und begann wieder zu surfen. Nach sieben Jahren Pause bestritt sie wieder Wettkämpfe, diesmal ohne persönliche Sponsoren. Im Jahr 2010 wurde sie erneut Weltmeisterin. Sie machte danach ihre Homosexualität öffentlich und kritisierte die Homophobie unter den Surfern. Im Jahr 2011 verzichtete sie auf die Verteidigung ihres Weltmeistertitels und boykottierte die „Association of Surfing Professionals World Longboard Tour“, weil einer der Wettkämpfe in der Volksrepublik China stattfinden sollte, in der ihrer Ansicht nach Menschenrechte verletzt werden.[2] Surferin Keala Kennelly bewunderte sie für ihre Standhaftigkeit, keine faulen Kompromisse einzugehen.[3]

Schumacher beendete ihre Karriere und engagierte sich politisch für Bürgerrechte und gegen die sexuelle Diskriminierung. Die Ausrüstungsfirma Roxy wurde durch eine von ihr initiierte Unterschriftenkampagne gezwungen, Werbefilme mit sexistischem Inhalt zurückzuziehen. Im Jahr 2012 gründete sie eine Stiftung für Umweltschutz und betätigte sich in der Kommunalpolitik in Carlsbad.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Schmieder: Cori Schumacher über Identität. Interview, in: Süddeutsche Zeitung, 4. Juni 2016, S. 58
    Harald Hordych: Surfen: "Ich musste die Person umbringen, die ich erschaffen hatte" in: Süddeutsche Zeitung, 6. Juni 2016
  2. World Champion Boycotts 2011 ASP Tour, E-Mail-Wechsel mit ASP, 27. Februar 2011
  3. Zach Weisberg: For Female Surfers, Challenges Out of the Water, in: New York Times, 26. März 2011