Cornelius Kolig

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Cornelius Kolig (* 7. September 1942 in Vorderberg, Kärnten) ist ein österreichischer Maler, Bildhauer, Installations- und Objektkünstler. Er ist der Enkel des Malers Anton Kolig.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kolig studierte von 1960 bis 1965 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Josef Dobrowsky und Max Weiler. Er arbeitet bevorzugt mit Kunststoffen wie Plexiglas und Polyester und experimentiert auch mit Röntgenbildaufnahmen.

1975 war er gemeinsam mit Hans Staudacher und Gotthard Muhr offizieller Vertreter Österreichs bei der XIII. Biennale von São Paulo.[1]

Ab 1980 errichtete Kolig Das Paradies in Vorderberg, ein Gesamtkunstwerk auf einem rund 6000 Quadratmeter großen Areal. Bei einem Hochwasser 2003 wurden das Paradies und viele seiner weiteren Werke zerstört.

Zum 100. Geburtstag seines Großvaters Anton Kolig veranstaltete er 1986 eine Hommage-Aktion in Klagenfurt und Wien.[2]

1996 gestaltete er für das Kärntner Landesarchiv die Installation Unvergessen.

Seine Neugestaltung des Kolig-Saals im Kärntner Landhaus führte 1998 zu heftigen kulturpolitischen Kontroversen.

1999 erhielt Cornelius Kolig den Kulturpreis der Stadt Villach. 2006 erhielt er den Großen Kulturpreis des Landes Kärnten, der ihm durch Landeshauptmann Jörg Haider überreicht werden sollte. Haider hatte 1998 Kolig noch als Fäkalkünstler bezeichnet. Zur Überreichung des Kulturpreises war Kolig provokant mit Greifzangen gekommen und verwendete diese auch, um bei der Übergabe des Preises nicht mit Haider in Berührung kommen zu müssen.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Das Paradies, Essl Museum, Einzelausstellung, 15. Mai – 11. Oktober 2009 [3]
  • 2016: Cornelius Kolig: Organisches, 21er_Haus, Wien, Einzelausstellung, 10. Juni - 09. Oktober 2016[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Neue Paradies des Cornelius Kolig - Novi Raj Corneliusa Koliga, In: Kunst an der Grenze - Umetnost Na Meji. Zur Lage der Kunst im Kulturraum Kärnten/Slowenien. K Polozaju Umetnosti V Kulturnem Prostoru Koroska/Slovenija. Wieser Klagenfurt 2006, S.168-175.
  • Arno Ritter: Das Paradies. Gerd Hatje
  • Rainer Pachler: Cornelius Kolig im Paradies. Höhepunkte in der österreichischen Tradition negativer Kunstrezeption. Dissertation Universität Innsbruck 2000

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. XIII Bienal de Sao Paulo 1975. In: alte und moderne kunst, 20. Jg., Heft 142/143, 1975, S. 63
  2. Österreichische Künstler der Gegenwart: Arbeiten auf Papier; Sammlung Kermer, Stuttgart. Galerie im Taxispalais, Innsbruck, 19.Mai bis 13. Juni 1987. [Vorwort: Magdalena Hörmann; Katalogbearb.: Wolfgang Kermer] Innsbruck, Galerie im Taxispalais, 1987, S. 22
  3. Essl Museum Einzelausstellung 2009: Cornelius Kolig: Das Paradies, 24. April 2009
  4. 21er_Haus Einzelausstellung 2016: Cornelius Kolig: Organisches, 10. Juni - 09. Oktober 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]