Coroico

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Coroico
Blick auf Coroico
Blick auf Coroico
Basisdaten
Einwohner (Stand) 2319 Einw. (Volkszählung 2012)
Rang Rang 171
Höhe 1744 m
Postleitzahl 02-1401-0105-0001
Telefonvorwahl (+591)
Koordinaten 16° 11′ S, 67° 44′ WKoordinaten: 16° 11′ S, 67° 44′ W
Coroico (Bolivien)
Coroico
Coroico
Politik
Departamento La Paz
Provinz Provinz Nor Yungas
Klima
Klimadiagramm Coroico
Klimadiagramm Coroico

Coroico ist eine Landstadt im Departamento La Paz im südamerikanischen Anden-Staat Bolivien.

Lage im Nahraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coroico ist zentraler Ort des Landkreises (bolivianisch: Municipio) Coroico und Sitz der Verwaltung der Provinz Nor Yungas. Die Ortschaft liegt auf einer Höhe von 1751 m auf einem Bergsporn oberhalb des Tales des Río Coroico.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coroico liegt im Übergangsbereich zwischen dem Altiplano und der Cordillera Real im Westen und den Ausläufern des Amazonas-Tieflandes im Osten. Das Klima der Region ist ein typisches Tageszeitenklima, bei dem die mittlere Temperaturschwankung im Tagesverlauf deutlicher ausfällt als im Verlauf der Jahreszeiten.

Der Jahresniederschlag hier in den subtropischen Yungas liegt bei 1100 mm (siehe Klimadiagramm Coroico) und weist eine deutliche Trockenzeit von Mai bis August und eine Regenzeit von Dezember bis Februar auf. Die Monatsdurchschnittstemperaturen schwanken nur unwesentlich zwischen 20 °C und 25 °C, tagsüber ist es sommerlich warm und nachts angenehm kühl.

Verkehrsnetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coroico liegt in einer Entfernung von 87 Straßenkilometern nordöstlich von La Paz, der Hauptstadt des Departamentos.

Von La Paz aus führt die asphaltierte Fernstraße Ruta 3 in nordöstlicher Richtung 52 Kilometer bis Cotapata. Direkt hinter Cotapata teilt sich die Straße, die asphaltierte und neu ausgebaute Strecke führt ins Tal des Río Coroico und über Santa Bárbara weitere 515 Kilometer bis nach Trinidad am Río Mamoré. Die nicht asphaltierte Schotterpiste hinter Cotapata, die Ruta de la muerte ("Straße des Todes"), die von der Ruta 3 nach Südosten hin abzweigt, führt auf direktem Weg nach Coroico, ist wegen ihrer Gefährlichkeit jedoch nicht zu empfehlen.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl der Stadt ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten um etwa ein Drittel angestiegen:

Jahr Einwohner Quelle
1992 1 660 Volkszählung[1]
2001 2 197 Volkszählung[2]
2012 2 319 Volkszählung[3]

Aufgrund der historischen Bevölkerungsentwicklung ist im Municipio Coroico die Aymara-Bevölkerung vorherrschend, 62,1 Prozent der Bevölkerung sprechen die Aymara-Sprache.[4]

Stadtbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft ist ein malerisch gelegenes touristisches Zentrum und weist zahlreiche Restaurants, Cafés und Beherbergungsbetriebe auf.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mitte der 1990er-Jahre hat sich eine wachsende Mittelschicht aus Handel- und Gewerbetreibenden entwickelt. Trinkwasser für Coroico jedoch muss wegen des maroden und schlecht ausgebauten Rohrleitungssystems mühsam in großen Kanistern auf dem Landweg aus La Paz herangeschafft werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Coroico – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. INE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia 1992 (Memento des Originals vom 23. April 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ine.gob.bo
  2. INE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia 2001 (Memento des Originals vom 2. Juni 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ine.gob.bo
  3. INE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia 2012 (Memento des Originals vom 22. Juli 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/censosbolivia.ine.gob.bo
  4. INE-Sozialdaten 2001 (Memento des Originals vom 25. September 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ine.gob.bo (PDF; 12,2 MB)