Coroisânmărtin

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Coroisânmărtin
Martinsdorf
Kóródszentmárton
Wappen von Coroisânmărtin
Coroisânmărtin (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 24′ N, 24° 36′ OKoordinaten: 46° 24′ 25″ N, 24° 36′ 12″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 329 m
Fläche: 27,40 km²
Einwohner: 1.447 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 547165
Telefonvorwahl: (+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Coroisânmărtin, Coroi, Odrihei, Șoimuș
Bürgermeister: Nicolae Comerzan (PNL)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 49
loc. Coroisânmărtin, jud. Mureș, RO–547165

Coroisânmărtin alte Schreibweise Coroisînmărtin [ˈkoroiˈsɨnmərtin] (deutsch Martinsdorf, ungarisch Kóródszentmárton) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Coroisânmărtin im Kreis Mureș

Die Gemeinde Coroisânmărtin liegt im Kokeltal (Podișul Târnavelor) im südlichen Teil des Kreises Mureș. Am Oberlauf der Târnava Mică (Kleine Kokel), der Kreisstraße (Drum județean) DJ 142 und der Bahnstrecke Blaj–Târnăveni–Praid, befindet sich der Ort Coroisânmărtin 28 Kilometer nordöstlich von der Stadt Târnăveni (Sankt Martin) und 31 Kilometer südlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.

Die drei eingemeindeten Dörfer befinden sich etwa zwei bis drei Kilometer vom Gemeindezentrum entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Coroisânmărtin wurde erstmals 1329 urkundlich erwähnt.[2] Außer ein paar wenige archäologische Funde der Spätbronzezeit auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Odrihei (ungarisch Vámosudvarhely)[3] sind keine nennenswerte Funde auf dem Gebiet der Gemeinde Coroisânmărtin vermerkt.

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Erzsébetváros (Dumbrăveni) im Komitat Klein-Kokelburg, anschließend dem historischen Kreis Târnava-Mică und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

1962 fanden im eingemeindeten Dorf Coroi (Kruden) die Siebenbürger Sächsischen Heimatforscher Theobald Streitfeld und der Schriftsteller Harald Krasser in der Kapelle des zerstörten ungarischen Gutshofs von Sigismund Kornis – ein ehemaliger Gubernator von Siebenbürgen – die Madonna aus dem Mühlbacher Altar. Diese wurde danach von Áron Márton, dem katholischen Bischof von Alba Iulia, der evangelischen Kirche in Sebeș zurückgegeben.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde Suplac entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 2.153 1.589 488 - 76
1930 2.506 1.698 641 1 166
1977 2.148 1.491 459 2 196
2002 1.487 900 330 1 256
2011 1.447 811 332 2 302

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren 1930 registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Rumänen (1.829) und die der Rumäniendeutschen (5) wurde 1941 und die der Roma (256) 2002 ermittelt.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Octavian Șchiau (1930–2013), war ein Philologe und Literaturhistoriker[8][9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Coroisânmărtin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. a b Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  3. Institute Of Archaeology − Odrihei, abgerufen am 20. März 2018 (rumänisch).
  4. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch)
  5. Angaben zur reformierten Kirche in Coroisânmărtin bei biserici.org, abgerufen am 20. März 2018 (rumänisch)
  6. Angaben zur orthodoxen Kirche in Coroi bei biserici.org, abgerufen am 20. März 2018 (rumänisch)
  7. Angaben zur orthodoxen Kirche in Odrihei bei biserici.org, abgerufen am 20. März 2018 (rumänisch)
  8. Octavian Șchiau bei uniuneascriitorilor-filialacluj.ro abgerufen am 19. März 2018 (rumänisch)
  9. Sorin Grecu: In Memoriam, OCTAVIAN ȘCHIAU. 29. Dezember 2013, abgerufen am 19. März 2018 (rumänisch).