Corps Alemannia-Thuringia zu Magdeburg

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Corps Alemannia-Thuringia zu Magdeburg im WSC

Wappen Zirkel
Fusioniertes Corpswappen Z!
Basisdaten
Hochschule/n: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Hochschule Magdeburg-Stendal
Gründung: 1. Mai 1865 (Alemannia Hannover), 2. Juni 1866 (Thuringia Dresden)
Gründungsort: Hannover
Stiftungsdatum: 1. Mai 1865
Korporationsverband: Weinheimer Senioren-Convent
Farben:
CAT Burschenband.png
CAT Fuchsenband.png
(Fuchsenband)
Art des Bundes: Männerverbindung
Stellung zur Mensur: pflichtschlagend
Wahlspruch: 'Frischer Mut und reine Ehr', freier Männer beste Wehr!'
Feldgeschrei (Panier): 'Alemannia sei’s Panier!'
Website: www.alemannia-thuringia.de

Das Corps Alemannia-Thuringia zu Magdeburg ist ein pflichtschlagendes und farbentragendes Corps (Studentenverbindung) in Magdeburg. Es entstand 1956 aus der Vereinigung der Corps Alemannia Hannover und Thuringia Dresden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Corps Alemannia Hannover (1865–1956)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1865 von Schülern der Realschule Hannover als Jugendbund mit den Farben schwarz–rot–gold gegründet, wurde Alemannia 1870 in die Landsmannschaft Alemannia mit den Farben grün–rot–gold umgewandelt und 1874 als Corps in den Weinheimer Senioren-Convent (WSC) aufgenommen. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der VAH des Corps Alemannia aufgelöst und das Vermögen beschlagnahmt. Das Corps rekonstituierte am 14. November 1954.[1]

Corps Thuringia Dresden (1866–1956)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thuringia Dresden wurde am 2. Juni 1866[2] als Tochtercorps der Teutonia Dresden mit den Farben Schwarz-Blau-Weiß gegründet und 1875 in den WSC aufgenommen. Sie wurde nach der Auflösung des Weinheimer Senioren-Convents und des Weinheimer Verbandes Alter Corpsstudenten 1936 ebenfalls aufgelöst. 1943 wurden die letzten Altherrenverbände aufgelöst, das Verbindungseigentum (inklusive des Corpshauses) einer Kameradschaft zugewiesen. Am 2. Juni 1952 erfolgte die Neugründung in Karlsruhe, da eine Rekonstitution unter dem kommunistischen Regime in der DDR unmöglich schien.[1]

Corps Alemannia-Thuringia (ab 1956)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 24. November 1956 vereinigten sich die beiden Vorgänger-Corps zu einer gemeinsamen Verbindung mit Sitz in Hannover, die 1965 das 100. Stiftungsfest feiern konnte. 1970 erfolgte die Einrichtung eines Studentenhilfevereins, 1998–2000 erfolgte dann der Umbau des Corpshauses und Vermietung von Räumen an eine Einrichtung der Hochschule, das Corps selbst suspendierte 2002.

Am 4. Februar 2006 wurde das Corps reaktiviert, diesmal in Magdeburg, wo 2007 das neue Corpshaus bezogen wurde.[1]

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In alphabetischer Reihenfolge

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Schüler: Weinheimer S.C.-Chronik, Darmstadt 1927, S. 276–353, S. 435–456
  • Michael Doeberl u. a. (Hrsg.): Das akademische Deutschland, Band 2: Die deutschen Hochschulen und ihre akademischen Bürger, Berlin 1931, S. 734, 836
  • Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps: Ihre Darstellung in Einzelchroniken. 1. Auflage. WJK-Verlag, Hilden 2007, ISBN 978-3-933892-24-9, S. 198–199, 295.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Corps Alemannia-Thuringia zu Magdeburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Geschichte des Corps Alemannia-Thuringia. In: Corps Alemannia-Thuringia, Studentenverbindung in Magdeburg. Corps Alemannia-Thuringia; abgerufen am 21. November 2010.
  2. E. H. Eberhard: Handbuch des studentischen Verbindungswesens. Leipzig, 1924/25, S. 134.