Senioren-Convent (Hochschule)

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Senioren-Convente (SC) sind Zusammenschlüsse von Corps an einer Universität oder Hochschule. Die baltischen Studentenverbindungen an der Universität Tartu und der Universität Tallinn sowie der Präsidenkonvent und der Präsidenkonvent der lettischen Damenverbindungen in Riga haben Chargierten-Convente (Ch!C!).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehung der Corps

Schon die Nationes kannten einen SC. „Streitigkeiten zwischen den einzelnen Nationen wurden vor den Senioren-Convent gebracht, der in Rostock zuerst 1647 genannt wird.“ [EN 1] Um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert entstanden an deutschen Universitäten nach ihrem Land (historisch) bezeichnete Studentenvereinigungen. Im „rechtsfreien“ Raum der Universität (und in der Öffentlichkeit) gaben sie Studenten Schutz und Halt. Geführt wurden sie von Senioren, die im Seniorenconvent die Lösung gemeinsamer Aufgaben absprachen. Erhalten sind die ersten SC-Comments von Frankfurt/Oder (1798), Halle/Saale (1799), Erlangen (1802), Heidelberg (1803), Marburg (1807), Leipzig (1808), Tübingen (1808) und Jena (1809).[EN 2]

An der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg vereinbarten Rhenania und Franco-Badenia 1803 den ersten und im Juli 1806 den zweiten SC-Comment. An der Philipps-Universität Marburg gab es eine Rheinische, eine Hessische und eine Westphälische Landsmannschaft.[EN 3] An der Eberhard-Karls-Universität Tübingen hatten sich Suevia I, Obersuevia und Franconia I zusammengetan.[EN 3] An der Universität Jena entwarf Guestphalia einen SC-Comment.[EN 3] Aus eigener Anschauung kannte August Jäger die Senioren-Convente in Jena, Halle, Heidelberg, Erlangen, Würzburg, Marburg, Gießen, Tübingen, Freiburg, München und Straßburg. Die humorvollen Schilderungen sind oft sarkastisch und (manchmal noch heute) treffend.

Die SC-Comments regelten Streitigkeiten und Duelle, die zu Anfang des 19. Jahrhunderts oft „zwanglos“ ausgetragen wurden. Der SC-Comment sollte solche regellosen Auseinandersetzungen unterbinden. Die Urburschenschaft zog auch Corpsstudenten an und stimulierte die Bildung von Kränzchen, aus denen in den 1820er Jahren viele Corps hervorgingen. In den Studentenschaften wuchs den Seniorenconventen die Führungsrolle zu, die sie noch in der Weimarer Republik behaupteten. Der Freistaat Preußen mit dem Kultusminister Carl Heinrich Becker machte sie ihnen streitig, der Nationalsozialismus zerstörte sie.

Zur Rolle der Senioren-Convente im frühen 19. Jahrhundert schreibt Robert Paschke:[EN 4]

„Es ist vielfach behauptet worden, die Corps hätten mit der Anwendung ihres Comments auf alle Studenten einen Machtanspruch innerhalb der Studentenschaft begründen wollen. Dies war am Anfange jedenfalls nicht die Absicht der Corps. Sie wollten nur so, wie sie es auch für ihre Corps und Corpsmitglieder taten, für die ganze Studentenschaft eine Instanz schaffen, die nicht nur für die Ordnung in Burschenangelegenheiten sorgte, sondern die sich auch für deren Aufrechterhaltung verantwortlich fühlte.“

Robert Paschke

Senioren-Convente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sinne der Subsidiarität sind die Senioren-Convente das konstitutive Element des Kösener SC-Verbandes. Dagegen vereinigt der Weinheimer Senioren-Convent (wie der Rudolstädter Senioren-Convent) die einzelnen Corps, die zum Teil in ortsübergreifenden SC organisiert sind. Ein gemischter SC mit Kösener und Weinheimer Corps ist der Münchner Senioren-Convent. Im Göttinger Senioren-Convent hat das Weinheimer Corps Agronomia Hallensis zu Göttingen Sitz ohne Stimme. Die Kösener Corps in Österreich kennen die Unterscheidung von akademischen und technischen Corps (seit 1869) nicht.

Kösener Einzel-SC bestehen in Augsburg, Bochum, Frankfurt am Main, Frankfurt (Oder), Konstanz, Linz, Mainz, Münster (Westfalen), Passau, Potsdam, Regensburg, Saarbrücken, Salzburg, Trier und Zürich.

Aachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SC zu Aachen wurde am 3. Dezember 1871 durch die Corps Guestphalia und Rhenania gegründet. Teutonia trat am 1. Juli 1876 als drittes Corps dem SC bei, suspendierte im August 1877 und verlegte den Corpsbetrieb am 19. Dezember 1878 an die TH Braunschweig. Guestphalia suspendierte am 28. Mai 1878, nachdem sie bereits zweimal kurzzeitig (vom 30. Oktober 1874 bis zum 2. Dezember 1874 und vom 22. Oktober 1877 bis Anfang 1878) hatte suspendieren müssen. Rhenania löste daher am 31. Mai 1878 den SC auf, bestand aber noch bis zum 15. Oktober 1880 als Einzelcorps fort und rekonstituierte am 7. Mai 1892 an der TH Braunschweig. Nachdem die akademische Verbindung Delta sich am 4. Januar 1903 zum Corps erklärt hatte und am 5. Januar 1903 in den Weinheimer Senioren-Convent aufgenommen worden war, wurde der SC zu Aachen am 2. März 1903 mit der am selben Tag rekonstituierten Guestphalia wiedergegründet. Das Corps Borussia Clausthal verlegte am 14. März 1903 seinen Sitz an die RWTH Aachen und wurde am selben Tag in den SC aufgenommen. Wegen Rangstreitigkeiten anlässlich des Reichsgründungskommerses löste die Hochschule den SC am 20. Januar 1904 auf. Die Auflösung Guestphalias und Deltas wurde am 1. März 1904, die von Borussia am 19. März 1904 wieder aufgehoben. Guestphalia verschmolz am 11. November 1904 mit der akademischen Verbindung Markomannia und gehörte seit jenem Tag dem SC als Marko-Guestphalia an. Borussia suspendierte bereits am 26. Februar 1907 und verlegte am 20. April 1907 den Corpsbetrieb an die TH München, wo sie dem SC des WSC an der TH München beitrat.[EN 5][EN 6][EN 7]

Das Kösener Corps Borussia Breslau zu Köln und Aachen unterhält den aktiven Betrieb nur in Aachen, gehört aber zum Kölner Senioren-Convent.

Zäsuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Ersten Weltkrieges ruhte der Corpsbetrieb in Aachen; der SC bestand aber als Einrichtung fort. Am 23. Oktober 1920 wurde das Corps Montania in den SC aufgenommen. Es war am 22. November 1872 als Akademischer Verein der Chemiker und Hüttenleute an der Polytechnischen Schule Aachen gegründet worden und hatte sich 1882 in Akademischer Verein der Chemiker, Berg- und Hüttenleute umbenannt. Im Wintersemester 1902/03 farbentragende Verbindung mit eigenen Waffen geworden, nannte es sich ab dem Sommersemester 1905 Montania, Akademische Verbindung der Chemiker, Berg- und Hüttenleute und ab dem Sommersemester 1909 Akademische Verbindung Montania. Am 23. Oktober 1920 nahm sie Corpsprinzipien an. Nach der Suspension des WSC am 20. Oktober 1935 suspendierten auch die Mitgliedscorps des SC zu Aachen: Marko-Guestphalia zu Beginn des Wintersemester 1935/36, Delta am 21. Dezember 1935 und Montania am 26. Oktober 1935. Damit hörte auch der SC zu Aachen auf zu bestehen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wiedererstanden die drei Corps zunächst als akademische Vereinigungen: Marko-Guestphalia am 7. Juli 1947 als Corona academica, Delta am 19. Dezember 1949 als AV Pyramide und Montania am 22. November 1947 als Akademisches Collegium. Als Marko-Guestphalia am 8. Juli 1950, Montania am 21. Februar 1951 und Delta am 28. Juli 1951 als Corps rekonstituierten, lebte der SC zu Aachen wieder auf. Am 8. September 1951 rekonstituierte das Corps Saxo-Montania, nachdem Montania Freiberg, Saxo-Borussia Freiberg, Marcomannia Dresden und Franconia Dresden in Aachen verschmolzen waren. Marcomannia Dresden und Franconia Dresden waren bereits am 28. September 1934 zu Franco-Marcomannia zusammengetreten. Am 10. November 1951 rekonstituierte Teutonia Freiberg als Palaeo-Teutonia an der RWTH. Am 5. Dezember 1952 verlegte Saxonia-Berlin den aktiven Betrieb nach Aachen. Am 7. Mai 1953 erweiterte sich der SC auf sieben Corps durch Rekonstitution von Albingia Dresden, deren Altherrenschaft am 4. April 1953 mit der Altherrenschaft von Alania Darmstadt verschmolzen war.

Die Statuten des WSC erlauben es nicht, dass ein Einzelcorps an einem Hochschulort einen SC bildet. Deshalb gehörte das Corps Teutonia Dresden in der Zeit von 1966 bis 1993, als es den Corpsbetrieb an die Ruhr-Universität Bochum verlegt hatte, dem SC zu Aachen als beigeordnetes Corps an.

Freiberger Erbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franconia Freiberg nahm am 28. November 1953 als Corps Franconia Fribergensis zu Aachen den Corpsbetrieb wieder auf, musste jedoch auf die Farben grün-weiß-rot aus Rücksicht auf Montanias gleiche Farben verzichten. Wie bereits von 1838 bis 1852 in Freiberg führte sie deshalb wieder die Farben grün-gold-rot. Mit der Rekonstitution von Franconia Fribergensis erreichte der SC seine größte Stärke von acht aktiven Corps, die er bis zum Aufgehen von Albingia in Marko-Guestphalia am 12. Oktober 1996 halten sollte. Bis zur Wiederausgründung von Saxo-Borussia aus Saxo-Montania und Rekonstitution in Freiberg im Jahre 1992 beheimatete der SC zu Aachen alle Corps des früheren SC zu Freiberg.

Aschaffenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal für die 1870/71 gefallenen Corpsstudenten Aschaffenburgs

Der Aschaffenburger Senioren-Convent war der Zusammenschluss und das oberste Entscheidungsgremium der Forstcorps an der Königlich Bayerischen Forstlehranstalt. Wenige Monate nach ihrer Wiedereröffnung wurde 1844 das Corps Hubertia gegründet. 1845 folgte das Corps Arminia und 1847 das Corps Hercynia.[EN 8] Nach Wilhelm Fabricius waren die drei Corps noch 1926 Lebenscorps, was schon damals eine Ausnahme darstellte.[EN 8] Ihr Konkurrenzverhältnis war von „endlosen Streitereien und ständigen PP-Suiten“ gekennzeichnet.[EN 9][EN 10]

Der SC war Ansprechpartner und letzte Instanz bei Konflikten, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmend auch bei der forstlichen Beamtenschaft. Ab 1866 konnten die Aschaffenburger Corps in Würzburg an den dortigen SC-Feierlichkeiten in Farben teilnehmen.[EN 11] Wie nahe sie von jeher den Kösener Corps standen, zeigt sich daran, dass ihre Mitglieder Erlanger Pfarrerstöchter werden konnten.[EN 12][EN 13] Zu Ehren der im Deutsch-Französischen Krieg gefallenen Forstkandidaten errichteten die drei Corps ein Denkmal, das in der Friedrichstraße gegenüber dem Justizgebäude erhalten ist.[EN 14]

Als die Forsthochschule 1910 von Aschaffenburg nach München verlegt wurde, kamen auch die drei Aschaffenburger Corps an die Ludwig-Maximilians-Universität. Die Aschaffenburger Zeitung gab am 31. Juli 1910 eine Sonderausgabe heraus, in der auf vier Seiten die Geschichte der Hochschule detailreich geschildert wurde.[EN 14] Da die Aschaffenburger Corps in den Münchener SC der Kösener Corps aufgenommen wurden, dürften sie zu dem ungewöhnlichen Einvernehmen zwischen Kösener und Weinheimer Corpsstudenten in München wesentlich beigetragen haben.[EN 15]

Seit 1895 gibt es einen aktiven Zusammenschluss von Alten Corpsstudenten im Raum Aschaffenburg.[EN 16] Bis 1910 existierte er parallel zum ASC. 100 Jahre nach der Aufhebung der Aschaffenburger Hochschule richtete der Aschaffenburger AHSC verschiedene Gedenkveranstaltungen aus, über die in den örtlichen Medien berichtet wurde.[EN 17]

Augsburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1973 begründete Saxonia Leipzig den SC, der 1974 dem KSCV beitrat. Nachdem Saxonia 2001 nach Leipzig zurückgekehrt war, rekonstituierte Rhaetia den SC im Jahre 2003.

Studentische Fechtwaffe: Korb. Chargenzeichen x, xx, xxx.

Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berliner SC (KSCV)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Militärärztlicher Chargierten-Convent[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Pépinière-Corps

SC zu Berlin (WSC)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bochum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marchia Bochum

Der SC wurde 1966 von der neu gestifteten Marchia Bochum gegründet. Mit der aus Darmstadt und dem SC zu Frankfurt am Main gekommenen Neoborussia-Berlin trat er 1967 dem KSCV bei. Im Jahre 1971 verließ Marchia den KSCV wegen Aufgabe der Pflichtmensur und suspendierte kurze Zeit darauf. Neoborussia bildet den SC seitdem alleine.

Korb. x, xx, xxx.

Bonn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit ihrer Stiftung im Jahre 1820 gründeten Rhenania und Guestphalia den SC, der 1856 dem KSCV beitrat. Borussia (1827), Saxonia (1832), Hansea (1849) und Teutonia (1875–1935) folgten. Von 1949 bis 1957 war das norddeutsch geprägte Münchener Corps Brunsviga vorübergehend im Bonner SC, bevor es wieder nach München zurückkehren konnte. Palatia war von 1838 bis 1958 dabei und verließ den SC wegen Aufgabe der Pflichtmensur.

Korb. x, xx, xxx.

Braunschweig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breslau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SC zu Breslau (KSCV)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Senioren-Convent zu Breslau

SC zu Breslau (WSC)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei RSC-Corps Silingia (1911), Frisia (1912) und Neo-Franconia (1913) bildeten einen Senioren-Convent, der keiner Hochschule oder Universität zuzuordnen war. Nach ihrem Austritt aus dem RSC gründeten Frisia und Neo-Franconia am 11. April 1920 den SC der TH Breslau, der am 7. Mai 1920 dem WSC beitrat. Montania kam am 1. Juli 1926 als drittes Corps hinzu. Der SC löste sich im Herbst 1935 auf.[EN 18][EN 19][EN 20]

Brünn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brünner Corps

Der erste SC an der Deutschen Technischen Hochschule Brünn wurde am 1. November 1877 durch die Corps Marchia und Austria gegründet. Er bestand bis zur Suspension Austrias am 18. Mai 1880. Am 19. Januar 1903 gründeten Marchia und Frankonia den zweiten SC. Dieser wurde nach Kriegsunterbrechung durch die beiden Corps am 26. Juni 1919 wiederbegründet und am 5. Juli 1919 durch die rekonstituierte Austria auf drei Corps erweitert.

Am 20. September 1919 wurde der SC zu Brünn SC mit seinen drei Mitgliedscorps in den KSCV aufgenommen. Mit der Suspension der Austria am 20. Dezember 1924 hatte der SC wieder zwei Mitgliedscorps. Er trat am 27. Oktober 1933 wegen der Gleichschaltung und des Führerprinzips im Deutschen Reich 1933 bis 1945 aus dem KSCV aus und gründete mit dem SC zu Prag den Prager Senioren-Convents-Verband. Mit Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren suspendierten Marchia und Frankonia am 16. März 1939. Der SC zu Brünn hörte damit auf zu bestehen.

Clausthal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: SC zu Clausthal

Cleveland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Cleveland bestand bis 2001 ein SC:

Danzig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Danziger Senioren-Convent

Darmstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Technische Universität Darmstadt kennt nur Weinheimer Corps.

Dresden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Düsseldorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 12. Mai 1962 bestand mit der Rekonstitution von Marchia Brünn an der Medizinischen Akademie ein Kösener Corps, jedoch zunächst als Mitgliedscorps des SC zu Köln. Nach Ausbau der Akademie zur Fakultät und Gründung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf am 1. Januar 1966 wurde Düsseldorf durch oKC-Beschluss am 2. Juni 1966 eigenständiger SC mit Marchia als Einzelcorps. Mit der Suspension Marchias am 15. Juli 1991 hörte der SC zu Düsseldorf auf zu bestehen.

Erlangen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankfurt am Main[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1921 gründeten Austria (1861, Prag) und Palaio-Alsatia (1880, Straßburg) den SC, der noch im selben Jahr in den KSCV aufgenommen wurde. Alt-Elsässer stifteten am 10. Dezember 1949 Saxonia Frankfurt. Sie war seit dem 3. Mai 1958 Nachfolgecorps der Hallenser Neoborussia, Saxonia und Teutonia und suspendierte am 15. Februar 1972. Als eigenständige Corps gehörten Franconia-Jena von 1950 bis 1967 und Palaio-Alsatia von 1953 bis 1999 zum Frankfurter SC.

Korb. x, xx, xxx.

Frankfurt (Oder)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiburg im Breisgau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rhenania (1812) und Suevia (1815) gründeten 1815 den SC. Obwohl Helvetia damals schon existierte, wurde sie nicht in die Gründung einbezogen. Als 1816 die Convente begannen und am 6. Januar 1817 der Beschluss über den Comment erfolgte, war Helventia (I) mit dabei. Der Comment, der am 1. Januar 1818 in Kraft trat, war von Helvetia mitunterzeichnet. Auch Alemannia (1824–1832) trat zum SC. Bei der Neukonstitution des KSCV 1855 war der Freiburger SC nicht anwesend; aber er trat noch im selben Jahr 1855 bei. 1857 nahm (offenbar erstmals) ein SC-Vertreter am Congress in Kösen teil. Das Corps Hasso-Borussia Freiburg folgte 1876. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Straßburger Alsatia 1919 in den SC recipiert. Sie suspendierte noch 1919 und rekonstituierte 1920 als Corps Palaio-Alsatia in Frankfurt am Main. Das Corps Palatia Straßburg zog über Marburg nach Freiburg und wurde 1920 in den Freiburger SC aufgenommen. Die Forstverbindung Hubertia kam mit der Karlsruher Forstfakultät nach Freiburg. Sie wandelte sich am 27. November 1920 zum Corps Hubertia Freiburg, das am 2. Februar 1921 in den Freiburger Senioren-Convent aufgenommen wurde. Palatia nahm 1952 Guestphalia Jena auf und wurde zum Corps Palatia-Guestphalia.

Korb. x, xx, xxx.

Gießen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Gießener Senioren-Convent

Göttingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Göttinger Senioren-Convent

Graz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1862 gründeten Joannea und Walhalla den technischen und Gothia und Tartarus den akademischen SC, dem sich Teutonia 1863 anschloss. Zum 1869 vereinigten SC trat 1894 Vandalia.

Korb. x, xx, xxx.

Greifswald[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1912 / 2013

Pomerania (1810) und ihr Tochterbund Sueco-Pomerania (1813) gründeten 1813 den SC zu Greifswald. Mit Guestfalia (1837) und Borussia (1841) trat er 1856 dem KSCV bei. Die 1873 begründete Landsmannschaft Saxo-Rhenania hatte bei den anderen Greifswalder Bündern einen schweren Stand. Sie vertagte sich 1874 und entstand im selben Jahr neu als Landsmannschaft Baltia. 1875 trat sie dem Allgemeinen Landsmannschafts-Convent bei. Seine Krise und Auflösung trieben Baltia 1878 als Corps in den SC zu Greifswald. Sie suspendierte 1889 endgültig. Die letzten Alten Herren traten 1924 zum Corps Vandalia Rostock über.[EN 21]

Glocke. x, xx, xxx.

Halle (Saale)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Hallenser Senioren-Convent

Hamburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SC zu Hamburg (1952/53)

Der SC zu Hamburg entstand im Oktober 1919, als die suspendierten Pépinière-Corps Suevo-Borussia, Franconia und Saxonia an der neuen Universität Hamburg rekonstituierten. Der SC wurde am 26. Oktober vom Vorort in den KSCV aufgenommen. Saxonia ging 1930 nach Hann. Münden. Nachdem Suevo-Borussia und Franconia in der Nachkriegszeit den aktiven Betrieb wieder aufgenommen hatten, kamen Thuringia Jena am 6. Juni 1948 und Albertina am 12. März 1950 in den SC. Das Adolph Woermann-Haus in unmittelbarer Universitätsnähe diente ihm als Corpshaus. Für anderthalb Jahre folgte Normannia Berlin am 23. Oktober 1951. Das Lusatia Breslau tat sich am 9. Mai 1952 im Woermann-Haus wieder auf.[EN 22] Die argumentative Überlegenheit des SC im Allgemeinen Studierendenausschuss endete mit der Aufgabe des gemeinsamen Hauses.[EN 22] Als erste Korporation Deutschlands verlegte Thuringia 1990 zurück in die Deutsche Demokratische Republik. Albertina und Concordia Rigensis bilden den heutigen SC zu Hamburg. Die beiden Corps rekrutieren sich aus Studenten der Universität Hamburg und der Helmut-Schmidt-Universität.

Korb. x, xx, xxx.

Hannover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover sind die Weinheimer Corps Saxonia, Slesvico-Holsatia, Normannia, Hannovera und Hannoverania akkreditiert.

Hannoversch Münden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Heidelberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innsbruck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SC zu Innsbruck – seit 2002 wieder ohne Rhaetia

Rhaetia, Athesia und Chattia gründeten 1862 den SC. Dem KSCV traten Gothia 1870 und der SC 1902 bei.

Korb. x, xx, xxx.

Jena[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SC-Ball in Jena (1881)

1809/10 gründeten die alten Landsmannschaften Saxonia, Guestphalia, Franconia und Thuringia den SC, der 1848 zu den Gründern des KSCV gehörte. Thuringia kehrte 1990 als erstes Corps in die noch bestehende Deutsche Demokratische Republik zurück. 1993 folgte Saxonia aus Bonn. Guestphalia Jena fusionierte 1952 mit Palatia Straßburg zum Corps Palatia-Guestphalia. Nach siebzehn Jahren in Frankfurt am Main ging Franconia Jena 1967 nach Regensburg.

Korb. xxx, xx, x. Farbenzählung von unten.

Karlsruhe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Korb. x, xx, xxx.

Kiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SC zu Kiel wurde 1829 von Holsatia (1813) und Slesvicia gegründet. Dem KSCV traten Holsatia 1859 und der SC 1865 bei. Saxonia (1838) war infolge der Schleswig-Holsteinischen Erhebung zehn und wegen des Deutsch-Französischen Krieges zwanzig Jahre suspendiert. 1882 renoncierten die Rostocker Corps Borussia und Saxonia II bei Holsatia. In der Nachkriegszeit in Deutschland kam Borussia Breslau bei ihrem Kartellcorps Holsatia unter. Palaiomarchia-Masovia entstand 1950 als gemeinsamer Corpsburschen-Convent von Palaiomarchia und Masovia. Der SC nahm die 1997 rekonstituierte Masovia am 8. Februar 2000 als viertes Corps auf und bewahrte sie damit vor dem Untergang.

Korb. x, xx, xxx.

Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friso-Luneburgia kam 1920 von der Georg-August-Universität Göttingen an die neue Universität zu Köln und gründete den SC, der die RWTH Aachen einschließt. 1921 folgte die an der Handelshochschule Köln ansässige Hansea. 1951/52 kamen die Kösener Corps aus Breslau hinzu: Borussia Breslau (1819) nahm 1954 auch – seit 2004 ausschließlich – in Aachen den aktiven Betrieb auf. Lusatia Breslau (1832) fusionierte 1993 mit Lusatia Leipzig. Marcomannia Breslau (1864) war ebenfalls in Aachen und bis 1965 in Köln; seit 2007 ist sie suspendiert. Corps Silesia Breslau war ebenfalls von 1950 bis 1996 in Köln aktiv, bevor es nach einer Suspensionsphase seit 2000 den Senioren-Convent zu Frankfurt (Oder) bildet.

Korb. x, xx, xxx.

Siehe auch: Kameradschaft Eugen Zintgraff

Königsberg i. Pr.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konstanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saxonia Konstanz

Saxonia Frankfurt am Main begründete 1984 den SC und erhielt im selben Jahr SC-Rechte.

Glocke. x, xx, xxx.

Landshut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Zeit von 1806 bis 1814 bestanden an der Universität Landshut die Landsmannschaften der Bayern, Schwaben, Franken, Pfälzer und Tiroler.[EN 3][EN 23]

Leipzig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Senioren-Convent zu Leipzig

Leoben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montania I und Tauriscia gründeten 1862 den SC. Mit Montania (1872) und Schacht (1874) wurde er erst nach dem Ersten Weltkrieg in den KSCV aufgenommen. 1935 kam Erz hinzu.

Korb. x, xx, xxx.

Linz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alemannia Wien verlegte 1981 von Wien nach Linz und erhielt 1982 SC-Rechte.

Korb. x, xx, xxx.

Mainz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hassia-Gießen und Borussia Greifswald gründeten 1949 den SC, der 1951 dem KSCV beitrat. Vorübergehend hatten auch die beiden grünen Corps Guestphalia Berlin und Teutonia Gießen ihren Sitz im Mainzer SC (von 1950 bis 1954/55), bevor sie wieder an ihre angestammten Universitäten zurückkehrten. Im Jahre 1955 folgte Borussia Halle. Mit zwei schwarzen und einem „mausgrauen“ Corps war Mainz über 40 Jahre der „schwärzeste SC“. Borussia Halle kehrte 1991, Borussia Greifswald 1996 an die heimatliche Universität zurück.

Korb. x, xx, xxx.

Marburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emmerich Berner [A 1]

Nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt endete die Alleinherrschaft der Studentenorden und Kränzchen. Der Kampf mit der Universitätsbehörde und Zwistigkeiten unter den Studenten führten zu Auflösungen, Flucht in die Verborgenheit, Abspaltungen, Rekonstitutionen, Neugründungen und Änderungen der Farben und Zirkel. Hassia führte sich auf die Hessische Landsmannschaft zurück, die am 8. November 1806 gestiftet und am 23. Juni 1807 neu aufgetan worden war. Am 25. Juni 1807 trat sie mit der Rheinischen und der Westphälischen Landsmannschaft zu einem Senioren-Convent zusammen. Um Streitigkeiten durch die „Fuchskeile“ zu vermeiden, wurde eine Kantonaleinteilung vorgenommen. Mit Kassel als Mittelpunkt waren die Sprengel auf der Landkarte eingezeichnet. Jeder Student aus einem solchen Sprengel war der betreffenden Landsmannschaft (Frühe Neuzeit) als Renonce verfallen. Ohne Genehmigung des SC konnte er nicht in eine andere eintreten. Die Rhenanen verschwanden 1824/25. In den noch aus Hassia und Guestphalia bestehenden SC traten dafür nach und nach Teutonia, Lahnania und Hanovia ein. So waren 1827 beim 300-jährigen Jubiläum der Philipps-Universität Marburg noch fünf Corps vertreten. Lahnania und Hanovia konnten sich nicht halten. Auch die Anfang der 1830er Jahre gegründeten Corps Schaumburgia, Vandalia und Marcomannia bestanden nur kurze Zeit. Um die Jahreswende 1837/39 lösten die Westfalen sich endgültig auf. Zu Beginn des Wintersemesters 1838/39 bestanden in Marburg nur noch die Hassia und die Teutonia.[EN 24] Mit Teutonia (1825), Hasso-Nassovia (1839) und Guestphalia (1840) trat der SC zu Marburg 1856 dem KSCV bei. Durch den Friedensvertrag von Versailles aus Straßburg vertrieben, kamen Rhenania Straßburg (1919) und Suevia Straßburg (1928) in den SC.

Korb. x, xx, xxx.

München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Münchner Senioren-Convent

Münster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheno-Guestphalia

Als die Westfälische Wilhelms-Universität 1901 wieder eine juristische Fakultät erhielt, wurde sie eine Volluniversität. Damit waren die Voraussetzungen erfüllt, auch in Münster (Westfalen) ein Corps zu gründen, das Mitglied im Kösener Senioren-Convents-Verband werden konnte. Es scheiterten verschiedene Versuche, ein Corps neu zu gründen oder ein suspendiertes Corps wiederzubeleben. Eine Gruppe von Marburger Teutonen, Freiburger Rhenanen und Tübser Rhenanen einigte sich schließlich auf Namen, Farben und Zirkel. So entstand am 29. Juli 1908 das Corps Rheno-Guestphalia. Es begründete den SC, der 1909 in den KSCV aufgenommen wurde. Im Jahre 1919 kam als zweites Corps die Suevia aus Straßburg nach Münster. Allerdings verließ das Straßburger Corps 1928 bereits wieder Münster. Im katholischen Münster war es der schlagenden Verbindung nicht gelungen genügend neue Aktive zu gewinnen und deshalb verlegte man den Corpsbetrieb nach Marburg. In den Jahren 1921, 1958 und 2004 stellte der SC zu Münster den Vorsitzenden des oKC.

Im Jahr 1958 kam mit Guestphalia Halle erneut ein zweites Corps nach Münster. Neun Jahre hatte sie im Corps Saxonia Frankfurt überdauert. Auch Guestphalia verließ 2006 den SC zu Münster nach fast fünf Jahrzehnten und kehrte nach Halle (Saale) zurück. Seither ist Rheno-Guestphalia unter den 37 in Münster aktiven Verbindungen das einzige Corps.[EN 25] [A 2]

Korb. x, xx, xxx.

Passau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Budissa-Leipzig an der 1978 gegründeten Universität Passau 1984 rekonstituierte, erhielt sie SC-Rechte.

Korb. xxx, xx, x.

Potsdam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Masovia kam 2001 nach Potsdam und erhielt 2002 SC-Rechte. Mensuren ficht sie im Berliner Consenioren-Convent.

Glocke. x, xx, xxx.

Prag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adolf Siegl ist der große Kenner der Prager Corps.[A 3]

Regensburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1967 von Franconia-Jena begründete SC trat 1968 dem KSCV bei.

Korb. x, xx, xxx.

Rostock[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1920 / 2013

1840 gründeten die Landsmannschaften Hanseatia und Obotritia den SC. Mit Vandalia (1824) trat er 1882 dem KSCV bei. Borussia renoncierte 1882 bei Holsatia und suspendierte 1886. Visigothia (1885) trat 1895 zum SC.

Korb. x, xx, xxx.

Saarbrücken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankonia-Prag begründete 1954 den SC und erhielt im selben Jahr SC-Rechte. Thuringia Leipzig rekonstituierte 1971 in Saarbrücken und kehrte 1992/93 zum Teil und 2001 ganz nach Leipzig zurück.

Korb. x, xx, xxx.

Salzburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Frankonia-Brünn an der Universität Salzburg rekonstituiert hatte, erhielt sie 1965 SC-Rechte. Der Münchener SC übernahm eine noch heute gedeihliche Patenschaft für die „Salzfranzosen“.

Korb. x, xx, xxx.

Straßburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1872–1919

Die Verbindungen an der Kaiser-Wilhelms-Universität wurden nach dem Friedensvertrag von Versailles aus Frankreich ausgewiesen. Die vier Corps vereinbarten die Straßburger Vorstellung, die 1951 erneuert und nie aufgelöst wurde.[EN 26]

Rhenania[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Corps Rhenania Straßburg

Palatia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Corps Palatia-Guestphalia

Suevia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suevia-Straßburg

Suevia wurde am 25. Februar 1878 als schwarzes Corps gestiftet. Sie suspendierte am 11. November 1918 und rekonstituierte am 17. Juni 1919 in Münster (Westfalen). Am 22. Oktober 1928 verlegte sie von dort nach Marburg. In der Zeit des Nationalsozialismus ging sie als Kameradschaft „Eugen Zintgraff“ zum Corps Hansea Köln. Nach der deutschen Besetzung Frankreichs gründete sie an der Reichsuniversität Straßburg die Kameradschaft „Rudolf von Bennigsen“, die von 1941 bis 1944 im Straßburger Corpshaus lebte. Am 10. Februar 1949 nahm Suevia den aktiven Betrieb in Marburg wieder auf.[EN 27]

Straßburger Schwaben sind Werner Ballauff, Rudolf von Bennigsen, Johann Heinrich Böhmcker, Joseph Borchmeyer, Wolfgang Dölle, Hermann Fischer, Karl Gossel, Adolf Krazer, Josef Krieger, Georg Lang von Langen, Ingo Lang von Langen, Otto Leverkus, Gustav von Mallinckrodt, Max Meyer, Johann Georg Mönckeberg, Josef Neven DuMont, Anton Oberniedermayr, Theodor Parisius, Wilhelm Röhl, Chlodwig Ullersperger und Eugen Zintgraff.

Palaio-Alsatia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Corps Palaio-Alsatia

Stuttgart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tharandt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SC zu Tharandt: Silvania, Hubertia und Saxonia

Hubertia wurde am 3. November 1869 als Verbindung mit den Farben fichtentriebgrün–gold–schwarz gegründet. Hervorgegangen war sie aus der sogenannten Burgkellergesellschaft zu Tharandt, einer Vereinigung mit waffenstudentischen Grundsätzen, aber ohne Constitution. Hubertia, Tanne und die Gesellschaft Klub im Deutschen Haus gründeten 1869 den SC. Hinzu kamen Silvania (1859/1867) und Saxonia (1871). Hubertia erklärte sich am 3. Juni 1883 als erste Tharandter Verbindung zum Corps und stellte noch im selben Jahr den Antrag auf Aufnahme in den WSC; dem wurde aber nicht stattgegeben. Die Verbindung Tanne wurde nach Beilegung der Streitigkeiten 1885 als Corps Saxonia ebenfalls in den SC aufgenommen. Im November 1885 wurde der Tharandter SC durch die SC zu Freiberg und Dresden als gleichberechtigt anerkannt. Am 18. Januar 1923 in den KSCV aufgenommen, suspendierte Hubertia am 9. Mai 1932. Am selben Tage stifteten die Huberten mit den Angehörigen des Corps Saxonia Tharandt das Corps Hercynia. Die Alten Herren wurden am selben Tage übernommen.[1] Hercynia suspendierte 1935 und ging 1956 in Hubertia München auf.[EN 28] Tharandter Huberten waren Eugen Ostwald und Erich Zieger.

Glocke. x, xx, xxx.

Trier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Rekonstitution des Corps Marchia Brünn am 5. September 1992 bestand an der Universität Trier erstmals ein Kösener Corps. Zum oKC 1993 anlässlich der Pfingsttagung in Würzburg wurde Trier eigenständiger SC mit Marchia als Einzelcorps. Im Geschäftsjahr 2008/2009 hatte der SC zu Trier die Vorortgeschäfte im KSCV inne.

Tübingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tübser SC

Nach dem Vorbild des Heidelberger Senioren-Convents gründeten die erloschenen Corps Suevia I, Suevia Superior und Franconia I 1808 den SC zu Tübingen.[EN 29] Mit den Nachfolgecorps der Gründungsmitglieder Franconia II (1821), Rhenania (1827) und der aus der Urburschenschaft hervorgegangenen Suevia IV trat er 1857 dem KSCV bei. Die Neustiftung Borussia (1870) wurde 1877 Mitglied des SC. Suevia schied 1971 aus dem SC aus.[EN 30] Seit 2009 richtet der SC die Österberg-Seminare zu Recht und Medizin aus.[EN 31][EN 32]

Korb. x, xx, xxx.

Ulm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SC entstand 1992 mit Ratisbonias Verlegung von München nach Ulm und ist seit 2007 suspendiert.

Korb. xxx, xx, x.

Wien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saxonia und Teutonia II begründeten 1866 – im Jahr des Deutschen Krieges – den SC zu Wien. Mit Saxonia (1850), Alemannia (1862), Posonia (1869) und Symposion (1886) wurde er 1919 in den KSCV recipiert.[A 4] Für die Aufnahme sorgten Gustav Gotthilf Winkel und Josef Neuwirth. Hinzu kamen Hansea (1922), Cheruscia (1923), Hilaritas (1935) und Hellas (1954). Aktive Corps im SC zu Wien sind zurzeit (2013) Symposion, Hansea und Hellas.

Korb. x, xx, xxx

Würzburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zürich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tigurinia

Andere SC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Senioren-Convente in der DNB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tusch (Fliegende Blätter, 1894)

Ohne die Hauptartikel-SC

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Senioren-Convent – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Richard Fick (Hg.); unter Mitarbeit von Hanns von Gumppenberg und A. Langguth: Auf Deutschlands hohen Schulen. Eine illustrierte kulturgeschichtliche Darstellung deutschen Hochschul- und Studentenwesens. Berlin, Leipzig 1900, S. 28.
  2. Alte SC-Comments an deutschen Universitäten
  3. a b c d Erich Bauer (Hg.): 14 der ältesten SC-Komments vor 1820. Einst und Jetzt, Sonderheft 1967.
  4. Robert Paschke: Das Kösener Subsidiaritätsprinzip, in: Zehnte Festschrift des HKSCV 1963, S. 23 f.
  5. Hans Schüler: Weinheimer S.C.-Chronik, S. 539–563. Darmstadt 1927.
  6. Die Corps des WSC und die örtlichen SC. Nach Aufzeichnungen der Historischen Kommission. Weinheimer Verband Alter Corpsstudenten e.V. 1980.
  7. P. Gladen: Geschichte der studentischen Korporationsverbände, Bd. 1, S. 49–63. Würzburg 1981.
  8. a b Wilhelm Fabricius: Die deutschen Corps. Eine historische Darstellung der Entwicklung des studentischen Verbindungswesens in Deutschland bis 1815, der Corps bis zur Gegenwart. Verlag der Deutschen Corpszeitung 1926, S. 414.
  9. Walter M. Brod: Vom Corpsleben in Aschaffenburg. Aus alten Briefen. Einst und Jetzt, Bd. 29 (1984), S. 113–124.
  10. Ernst Weber: Der Aschaffenburger SC, in: Geschichte des Corps Hercynia 1847–1977, Teil 1. München 1977, S. 43–114.
  11. G. G. Winkel: Kösener SC-Kalender. Leipzig 1920.
  12. Brod 1984
  13. Münchener Senioren-Convent: Zur Erinnerung an den Kaiser-Commers des Münchener SC und der Inactiven des Aschaffenburger SC [11. März 1887]. GoogleBooks
  14. a b Herrmann Sand: Adjee ihr Forschtpolacke! Spessart. Zeitschrift für die Kulturlandschaft Spessart vom Juni 2010, S. 24 f.
  15. Weber 1977
  16. Webseite des AHSC Aschaffenburg
  17. Schmiede der Wissenschaft Geschichte: Vor 100 Jahren verlor Aschaffenburg seine Forstlehranstalt Main-Netz 5. August 2010.
  18. Hans Schüler: Weinheimer S.C.-Chronik, S. 659–667, Darmstadt 1927.
  19. Die Corps des WSC und die örtlichen SC. Nach Aufzeichnungen der Historischen Kommission. WVAC 1980.
  20. Heinz Gelhoit: Das Korporationswesen in Breslau 1811–1938. WJK-Verlag 2009. GoogleBooks
  21. Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps. WJK-Verlag 2007. ISBN 3-933892-24-4, S. 26.
  22. a b Thomas Brinkmann: Rekonstituierung der Lusatia Breslau 1952. Lausitzer-Zeitung 2014 Nr. 2.
  23. Josef Schmidt: Die Landsmannschaften in Landshut 1806 bis 1814. Einst und Jetzt, Bd. 18 (1973), S. 67–97.
  24. Klaus Vassel: Corpsgeschichte der Hasso-Nassovia zu Marburg 1839–1954. Eine Nacherzählung, Bd. 1. Marburg 1979, S. 5 ff.
  25. Rheno-Guestphalia
  26. Straßburger Vorstellung (marjorie.wiki)
  27. Walther Borchmeyer: Die Straßburger Schwaben 1878–1978. Chronik des Corps Suevia-Straßburg zu Marburg. Marburg 1978.
  28. Heinrich Diedler: Forstakademie Tharandt – Geschichte des SC zu Tharandt und Verhältnis zu den benachbarten Seniorenconventen (Leipzig, Freiberg und Dresden). Einst und Jetzt, Bd. 59 (2014), S. 439–473.
  29. Erich Bauer (Hg.): 14 der ältesten SC-Komments vor 1820. Einst und Jetzt, Sonderheft 1967.
  30. Rainer Assmann: Der SC zu Tübingen. Einst und Jetzt, Bd. 25 (1980), S. 89–113.
  31. Österberg-Seminare
  32. Besprechungen: Naraschewski/Schmidt, NZG 2014, 295; Tielmann, NZG 2013, 173 ff.; Rottnauer, NZG 2012, 339; Backhaus, NZG 2011, 416; Hartmann, NZG 2010, S. 211.
  33. Passauer Seniorenconvent

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Berner trägt vier Marburger Farben: Hassia, Teutonia, Marcomannia, Alemannia
  2. Rheno-Guestphalia, Rhenania Freiburg, Teutonia Marburg und Rhenania Freiburg bilden das Eiserne Kartell, früher bekannt als „Kohlekartell“.
  3. Adolf Siegl (corpsarchive.de)
  4. Die in Klammern angegebenen Gründungsjahre stimmen nicht mit den Stiftungsdaten überein, weil die Corpserklärung des jeweiligen Bundes als Stiftungsdatum gilt und keines der Wiener Corps als solches gegründet worden ist; siehe Kösener Corpslisten 1960.
  1. Otto Horst: Geschichte des Tharandter Corps Hercynia, in: Wilhelm Mantel: Chronik der Hubertia [München]. München 1969, S. 139–149