Corvus J

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Corvus J
Dana Gothia IMO 9262895.jpg
Schiffsdaten
Flagge Zypern RepublikZypern Zypern
andere Schiffsnamen
  • Dana Gothia
  • Maersk Westland
Schiffstyp Containerschiff
Rufzeichen 5BRV3
Heimathafen Limassol
Eigner Mare Schiffahrtsges. mbH & Co. KG MS „CORVUS J“
Bauwerft Detlef Hegemann Rolandwerft, Berne
Baunummer 201
Kiellegung 14. Juni 2002
Stapellauf 8. Januar 2003
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
134,06 m (Lüa)
127,40 m (Lpp)
Breite 19,40 m
Seitenhöhe 9,45 m
Tiefgang max. 7,30 m
Vermessung 6.370 BRZ / 3.100 NRZ
Maschinenanlage
Maschine 1 × Caterpillar-Dieselmotor (Typ: MaK 8 M 43)
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
7.200 kW (9.789 PS)
Höchst-
geschwindigkeit
18 kn (33 km/h)
Propeller 1 × Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 8.372 tdw
Container 630 TEU
Sonstiges
Klassifizierungen

Germanischer Lloyd

Registrier-
nummern

IMO-Nr. 9262895

Corvus J ist ein früherer Name eines Containerschiffs, das im Dezember 2012 vor der niederländischen Küste mit dem Autotransporter Baltic Ace kollidierte. Die Baltic Ace sank daraufhin. Die Corvus J wurde zu der Zeit unter der Flagge Zyperns als Feederschiff von B.G. Freight Line zwischen Antwerpen und dem Vereinigten Königreich eingesetzt. Das von Jüngerhans Maritime Services bereederte Schiff,[1] gehörte der Mare Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG MS „CORVUS J“. Die Befrachtung oblag dem u. a. von den Reedereien Wessels und Jüngerhans gegründeten Harener Unternehmen Arkon Shipping.[2] Jüngerhans Maritime Services bereederte auch noch das Schwesterschiff Cetus J.[3]

Das Schiff ist mittlerweile als Charon J für ein jordanisches Unternehmen unter der Flagge Panamas im Einsatz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schiff wurde unter der Baunummer 201 auf der Detlef Hegemann Rolandwerft in Berne gebaut. Die Kiellegung fand am 14. Juni 2002, der Stapellauf am 8. Januar 2003 statt. Die Fertigstellung des Schiffes erfolgte am 24. März 2003. Das Schiff kam als Maersk Westland in Fahrt.

Kollision[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. Dezember 2012 kollidierte die Corvus J auf dem Weg von Grangemouth (Schottland) nach Antwerpen (Belgien) bei Dunkelheit, Schneegestöber und bis zu drei Meter hohen Wellen etwa 65 Kilometer vor der niederländischen Küste mit dem Autotransporter Baltic Ace, der sich auf dem Weg von Zeebrügge in Belgien nach Kotka in Finnland befand. Die Baltic Ace sank nach der Kollision innerhalb kürzester Zeit.[4] Die Corvus J wurde beschädigt, blieb aber schwimmfähig. Sie beteiligte sich an den Rettungsarbeiten und ankerte anschließend auf Reede.

Schiffsbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schiff ist rund 134 Meter lang und 19,4 Meter breit. Der Tiefgang beträgt maximal 7,3 Meter. Das Schiff ist mit 6.370 BRZ vermessen und verfügt über eine Tragfähigkeit von rund 8.400 tdw, über Stellplätze für 630 TEU und kann rund 3.700 m³ Ballastwasser aufnehmen.

Der mittelschnelllaufende Achtzylinder-Viertakt-Dieselmotor des Herstellers Caterpillar in Kiel vom Typ MaK 8 M 43 leistet 7200 kW bei 500/min. Er wirkt über Getriebe auf einen Verstellpropeller und verleiht dem Schiff eine Geschwindigkeit von 18 Knoten. Zur Unterstützung von Anlege- und Ablegemanöver sowie Drehmanövern verfügt das Schiff über ein Bugstrahlruder mit 1000 kW Nennleistung. Zur Stromerzeugung ist ein Wellengenerator mit einer Nennleistung von 1250 kVA und zwei Hilfsdieselgeneratoren mit je 538 kVA installiert. Der Notgenerator hat eine Nennleistung von 500 kVA.

Der Rumpf des Schiffes ist eisverstärkt. Das Schiff verfügt über die Eisklasse E.

Das Schiff verfügt über drei Laderäume. Es ist mit einer Containerkapazität von 630 TEU, die sich auf 15 Bays verteilen und von denen 190 Einheiten im Raum und 440 an Deck Platz finden bzw. 307 FEU beschrieben.[5] Bei einer homogenen Beladung mit 14 t schweren Containern können 406 TEU geladen werden. Das Schiff ist für die Beladung mit 20′-, 30′-, 40′-, und 45′-Containern vorbereitet.[6] Bei der Beladung mit 30′-Containern beträgt die Kapazität 364 Einheiten, bei der Beladung mit 45′-Containern finden 252 Einheiten Platz. In den drei Laderäumen können vier Container übereinander und sechs nebeneinander gestaut werden. An Deck finden sieben Container nebeneinander Platz, die unter Berücksichtigung des Sichtstrahls bis zu sieben Lagen übereinander gestaut werden können.[5] Das Schiff verfügt über 100 Anschlüsse für Kühlcontainer.[7] Hiervon befinden sich 50 an Deck und 50 in den Laderäumen 2 und 3.

Das Deckshaus befinden sich ganz achtern. Die Container werden komplett vor dem Deckshaus gestaut.[6] Das Schiff verfügt über kein eigenes Ladegeschirr.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Charon J, Jüngerhans Maritime Services

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. MS „Charon J“, Jüngerhans Maritime Services, abgerufen am 8. Dezember 2012.
  2. Unternehmen, Arkon Shipping, abgerufen am 9. Dezember 2012.
  3. Cetus J, Jüngerhans Maritime Services, abgerufen am 9. Dezember 2012.
  4. Car-Carrier „Baltic Ace“ sank in 15 Minuten. In: Täglicher Hafenbericht vom 7. Dezember 2012, S. 1 u. 13
  5. a b c Datenblatt (PDF; 323 kB), Arkon Shipping, abgerufen am 9. Dezember 2012
  6. a b Technische Zeichnung (PDF; 207 kB), Arkon Shipping, abgerufen am 9. Dezember 2012
  7. Corvus J, Arkon Shipping, abgerufen am 9. Dezember 2012