Cosima von Bonin

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Cosima von Bonin (* 1962 in Mombasa, Kenia) ist eine deutsche Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Köln. Von Bonin erschafft Konzeptkunst und arbeitet u.a. mit Textilien, Filmen, Installationen und sozialen Beziehungen.

Von Bonin ist seit 1992 mit dem deutschen Künstler Michael Krebber verheiratet, welchen sie über Martin Kippenberger, dessen Assistent Krebber damals war, kennenlernte.

Seit 2000 steht von Bonin in Kontakt mit dem deutschen Musiker Dirk von Lowtzow und arbeitet des Öfteren mit diesem zusammen. So kommt es auch hin und wieder zu Wechselwirkungen zwischen von Bonins Arbeit und der von Lowtzows, etwa wenn von Bonin eine ihrer Ausstellungen nach dem Tocotronic-Song Wir sind viele benennt. Von Lowtzow verfasst häufig die Pressetexte für von Bonins Ausstellungen.[1]

Seit etwa 2009 arbeitet von Bonin noch mit einem weiteren deutschen Musiker zusammen: Moritz von Oswald. Unter anderem ist von Bonin verantwortlich für die Coverartworks seiner drei auf dem Label Honest Jon's erschienenen Alben und verwendet seine Musik in ihren Ausstellungen.

Ihre letzten Ausstellungen The Fatigue Empire und The Lazy Susan Series sind als Lob auf die Erschöpfung in einer Gesellschaft, die von Leistungsdruck geprägt ist, zu verstehen.

Als Einflüsse bzw. Künstler, die sie sehr schätzt, nennt Cosima von Bonin: Marcel Broodthaers, André Cadere, Cady Noland, Isa Genzken, Michael Clark, Jacques Tati, George A. Romero.[2]

Seit einiger Zeit hat von Bonin einen Lehrauftrag an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, nachdem sie dort schon einige Gastprofessuren absolviert hat.[3]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tagedieb am Wiener Graben

Einzelausstellungen:

  • 1995: Hast du heute Zeit – ich aber nicht, Künstlerhaus Stuttgart
  • 1999: Löwe im Bonsaiwald, Palais Attens, Steirischer Herbst 98, Graz
  • 1999: Wyoming, Kunsthalle St. Gallen
  • 2000: The Cousins, Kunstverein Braunschweig
  • 2000: Rabbit at Rest, Ursula Blickle Stiftung Wien
  • 2001: Bruder Poul sticht in See, Kunstverein Hamburg
  • 2002: Fondorientierte Ausstattung, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum Graz
  • 2006: Relax, it's only a ghost, Friedrich Petzel Gallery New York
  • 2010: The Fatigue Empire, Kunsthaus Bregenz
  • 2010–2012: Cosima von Bonin's Cut! Cut! Cut!. Loop #04, a Rotating Exhibition, Museum Ludwig
  • 2014: Hippies use side door. Das Jahr 2014 hat ein Rad ab (kuratiert von Karola Kraus), MUMOK Wien
  • 2016/17: Who's Exploiting Who in the Deep Sea?, SculptureCenter, Long Island City

Gruppenausstellungen:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cosima von Bonin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://oneartworld.com/Friedrich+Petzel+Gallery/Relax_2C+it_27s+only+a+ghost.html (abgerufen 7. April 2012)
  2. Spex #337 (März/April 2012): "Der Vampir von Köln agiert im Loop. Interview mit Cosima von Bonin." S. 66ff.
  3. http://www.buchhandlung-walther-koenig.de/cat/von_bonin_lady_suzan_series/pid_170000000001281506.aspx (abgerufen 7. April 2012)