Cosmas von Graben

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Cosmas von Graben, Burggraf von Sannegg, auch Kosmas von Graben, († Ende Mai 1479) war ein in cillischen und habsburgischen Diensten stehender Edelmann, der im Laufe des 15. Jahrhunderts lebte und wirkte.

Biografie[Bearbeiten]

Wappen(variante) der von Graben in Krain, Kärnten, Osttirol sowie eines Zweiges in der Steiermark, Scheiblersches Wappenbuch
Burg Sanneck/Grad Žovnek, Stich von Georg Matthäus Vischer, Topographia Ducatus Stiriae, Graz 1681

Cosmas, auch Kosmas, von Graben wurde als Sohn des Andreas von Graben zu Sommeregg und der Barbara Hallecker, Tochter des kaiserlichen Rates und Verwesers der Hauptmannschaft von Kärnten, Burggraf Jörg Hallecker, auf Burg Sommeregg geboren. Einer seiner Brüder war der görzische Reichsverweser Virgil von Graben. Das edelfreie Geschlecht der Herren von Graben entstammte den Meinhardinern und war im 15. Jahrhundert, zeitlebens Cosmas von Grabens, zu seiner Hochblüte gelangt.

Cosmas von Graben wurde um das Jahr 1460 zum kaiserlichen Burggrafen und Pfleger auf Burg Sannegg (Grad Žovnek) und den dazugehörigen Herrlichkeiten im untersteiermärkischen Sanntal an der Savinja ernannt. Als kaiserlich-königlicher Verwalter auf Sanneck wurde er auch in die Kämpfe mit den eingefallenen türkischen Reiterhorden konfrontiert.[1] Schon im Jahre 1467 wurde von Graben durch Kaiser Friedrich III. mit der militärischen Sicherung der steirischen Grenze bei Fürstenfeld beauftragt.[2] Im Jahre 1473, im Treffen zu ?Vziethal?, wo zahlreiche Angehörigen des Adels fielen oder in türkische Gefangenschaft gerieten, gelang es einigen, darunter auch dem mehrmals verwundeten Cosmas, zu entkommen.[3] Cosmas wurde in diesen Kämpfen eine ritterliche Manier bescheinigt.[4]

Im Jahre 1478 wurde er durch Kaiser Friedrich III. mit Schloss Eppenstein belehnt. [5] Er trat hiermit die Nachfolge des Georg von Kainach an und wurde in seinem Todesjahr 1479 selbst durch Andre von Teuffenbach abgefolgt.[6] In den Aktenstückten Kaiser Friedrichs findet sich in regelmäßigen Abständen der Name von Grabens Eingang, sei es in seiner Funktion als kaiserlicher Burggraf auf Sannegg oder andererorts.[7]

Am 2. Juni 1479, wahrscheinlich kurz nach dem Tod von Grabens, erhielt Jakob Schratt pflegeweise zur getreuer Verechnung das Schloss Schönegkh [Sannegg, Sanneck] sammt Rennt und Herrlichkeiten, wie dasselbe Schloss wie bisher Cosmas von Graben gehabt hatte.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johann Weichard Freiherr von Valvasor: Die Ehre dess Hertzogthums Crain: das ist, Wahre, gründliche, und recht eigendliche Belegen- und Beschaffenheit dieses Römisch-Keyserlichen herrlichen Erblandes. Laybach (Ljubljana) 1689
  2. Beiträge zur Erforschung steirischer Geschichte, Band 34
  3. Geschichte des Herzogthumes Steiermark, Bände 7–8. Von Albert von Muchar. Seite 88
  4. Historisch-topographisches Lexicon von Steyermark. Von Carl Schmitz
  5. Monumenta habsburgica: Sammlung von actenstücken und briefen zur ..., Band 2. Von Joseph Chmel, Karl Fr. W. Lanz, Kaiserl. Akademie der Wissenschaften
  6. Beschreibung des Herzogthum Steyermarks, Band 2. Von Aquilin Julius Caesar. seite 275
  7. Monumenta habsburgica: Sammlung von actenstücken und briefen zur ..., Band 2. Von Joseph Chmel, Karl Fr. W. Lanz, Kaiserl. Akademie der Wissenschaften. Seiten 707 und 767
  8. Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen, Band 2. Von Kaiserl. Akademie der Wissenschaften in Wien. Historische Kommission. Seiten 476 und 477