Costa-ricanische Fußballnationalmannschaft/Weltmeisterschaften

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Costa Rica
República de Costa Rica
FA Costarricense.svg
WM-Rekordtorschütze: Rónald Gómez, Bryan Ruiz und Paulo Wanchope (3)
WM-Rekordspieler: Christian Bolaños und Michael Umaña (7)
Rang: 29
Bilanz
15 WM-Spiele
5 Siege
4[1] Unentschieden
6 Niederlagen
17:23 Tore
Statistik
Erstes WM-Spiel
Costa RicaCosta Rica Costa Rica 1:0 Schottland SchottlandSchottland
Genua (ITA); 11. Juni 1990
Höchste WM-Siege
Costa RicaCosta Rica Costa Rica 2:0 VR China China VolksrepublikVolksrepublik China
Gwangju (KOR); 4. Juni 2002
Costa RicaCosta Rica Costa Rica 3:1 Uruguay UruguayUruguay
Fortaleza (BRA); 14. Juni 2014
Höchste WM-Niederlagen
Costa RicaCosta Rica Costa Rica 1:4 Tschechoslowakei TschechoslowakeiTschechoslowakei
Bari (ITA); 23. Juni 1990
Costa RicaCosta Rica Costa Rica 2:5 Brasilien BrasilienBrasilien
Suwon (KOR); 13. Juni 2002
Erfolge

Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 4 (Erste: 1990)
Beste Ergebnisse Viertelfinale 2014
Beste Platzierungen in den Austragungsländern der FIFA-Fußballweltmeisterschaften
Costa-ricanische-WM-Platzierungen.PNG
(Stand: Nach der Qualifikation für die WM 2018)

Der Artikel beinhaltet eine ausführliche Darstellung der costa-ricanischen Fußballnationalmannschaft bei Fußball-Weltmeisterschaften. Die Nationalmannschaft Costa Ricas nahm viermal an Weltmeisterschaften teil.

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis[2] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930 Uruguay nicht teilgenommen
1934 Italien nicht teilgenommen
1938 Frankreich nicht teilgenommen
1950 Brasilien nicht teilgenommen
1954 Schweiz zu spät angemeldet Anmeldung durch die FIFA abgelehnt[3]
1958 Schweden nicht qualifiziert In der Qualifikation in den Finalspielen an Mexiko gescheitert
1962 Chile nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde an Mexiko gescheitert
1966 England nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde an Mexiko gescheitert.
1970 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde an Honduras gescheitert.
1974 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde an Honduras gescheitert.
1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde an Guatemala und El Salvador gescheitert.
1982 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde an Honduras und El Salvador gescheitert.
1986 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation in der Endrunde an Kanada gescheitert.
1990 Italien Achtelfinale ČSSR 13. Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawienMexikoMexikoBora Milutinović In der Vorrunde Siege gegen Schweden und Schottland sowie eine Niederlage gegen Brasilien
1994 USA nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde an Mexiko und Honduras gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizieren konnte.
1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation in der Finalrunde an Jamaika, Mexiko und den USA gescheitert.
2002 Südkorea/Japan Vorrunde Brasilien, China, Türkei 19. Alexandre Guimarães Ein Sieg gegen China, eine Niederlage gegen Brasilien und ein Remis gegen die Türkei
2006 Deutschland Vorrunde Deutschland, Ecuador, Polen 31. Alexandre Guimarães Eröffnungsspiel gegen Gastgeber Deutschland (2:4), 0:3 gegen Ecuador und 1:2 gegen Polen
2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation in den Interkontinental-Playoffs an Uruguay gescheitert.
2014 Brasilien Viertelfinale Niederlande 08. KolumbienKolumbien Jorge Luis Pinto Am 10. September 2013 als zweite CONCACAF-Mannschaft qualifiziert. In der Gruppenphase der Endrunde traf Costa Rica erstmals bei einer WM auf England, Uruguay und Italien. Costa Rica zog als Sieger der Gruppe D ins Achtelfinale ein. Dort gewannen Sie im Elfmeterschießen gegen Griechenland. Im Viertelfinale ging es ebenfalls ins Elfmeterschießen, welches anders als im Achtelfinale allerdings gegen die Niederlande verloren wurde.
2018 Russland qualifiziert In der Qualifikation musste Costa Rica erst in der vierten Runde antreten und traf ab November 2015 auf Panama, Haiti und Jamaika. Als Gruppensieger wurde die fünfte Runde gegen Honduras, Mexiko, wieder Panama, Trinidad & Tobago und die USA erreicht, in der sich die Mannschaft am vorletzten Spieltag als zweite CONCACAF-Mannschaft qualifizierte.

Statistik (Angaben inkl. Qualifikation 2018: 21 bzw. 20 Weltmeisterschaften; Prozentangaben sind gerundet)

  • Teilnahmeverzicht: 4× (19 %; 1930, 1934, 1938 und 1950)
  • Nicht zugelassen: 1× (5 %; 1954)
  • Nicht qualifiziert: 11× (52 %; 1958, 1962, 1966, 1970, 1974, 1978, 1982, 1986, 1994, 1998 und 2010)
  • Sportliche Qualifikation: 5× (24 % bzw. bei 31 % der Versuche)
    • Vorrunde: 2× (10 %; 2002 und 2006)
    • Achtelfinale: 1× (5 %; 1990)
    • Viertelfinale: 1× (5 %; 2014)

Weltmeisterschaften 1930 bis 1950[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der costa-ricanische Fußballverband war zwar bereits 1921 gegründet und 1927 in die FIFA aufgenommen worden, aber an den ersten vier WM-Turnieren nahm er nicht teil.

Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1954 wollte Costa Rica erstmals teilnehmen, wurde aber nicht zugelassen, da die Anmeldung - wie auch von anderen Ländern - zu spät eingegangen war.

Weltmeisterschaft 1958 in Schweden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Qualifikation für die WM in Schweden wurde Costa Rica dann fristgerecht angemeldet und im ersten WM-Qualifikation am 10. Februar 1957 wurde Guatemala in Guatemala-Stadt mit 6:2 geschlagen. Auch das Rückspiel und die beiden Spiele gegen den dritten Gruppengegner Niederländische Antillen wurde zweimal besiegt. In den Finalspielen der CONCACAF-Gruppe wurde zunächst in Mexiko-Stadt gegen Mexiko mit 0:2 verloren und im Heimspiel nur ein 1:1 erreicht.

Weltmeisterschaft 1962 in Chile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Qualifikation war in der ersten Runde ein Entscheidungsspiel gegen Honduras notwendig, nachdem beide in der Gruppe mit Guatemala 5:3 Punkte hatten und die bessere Tordifferenz von Costa Rica nicht zählte. In Guatemala-Stadt setzte sich Costa Rica dann mit 1:0 gegen Honduras durch. In der Finalrunde konnte Costa Rica aber nur die Heimspiele gegen Mexiko und die Niederländischen Antillen gewinnen, verlor aber beide Auswärtsspiele, während Mexiko in Willemstad einen Punkt gegen die Niederländischen Antillen holte und sich anschließend in den Play-off-Spielen Südamerika/Nord- und Mittelamerika gegen Paraguay für die qualifizierte.

Weltmeisterschaft 1966 in England[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Qualifikation für die WM in England setzte sich Costa Rica in der 1. Runde mit vier Siegen gegen Suriname und Trinidad & Tobago durch. In der Finalrunde konnte nur das Heimspiel gegen Jamaika gewonnen und im Heimspiel gegen Mexiko sowie in Jamaika ein Remis erreicht werden. Am Ende hatte Mexiko dann wieder mehr Punkte.

Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da Mexiko für die WM im eigenen Land automatisch qualifiziert war, stand den CONCACAF-Mannschaften ein weiterer Startplatz zu. Um diesen bewarben sich 12 Mannschaften. Costa Rica scheiterte überraschend schon in der 1. Runde an Honduras. Zwei Siege gegen Jamaika und ein Unentschieden gegen Honduras reichten nicht, da Honduras alle anderen Spiele gewann. Honduras scheiterte dann im Halbfinale an El Salvador, was zum sogenannten Fußballkrieg führte und El Salvador qualifizierte sich erstmals für die WM.

Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch für die WM in Deutschland konnte sich Costa Rica nicht qualifizieren. Wieder scheiterte die Mannschaft in der 1. Runde der Qualifikation an Honduras. Nach einem 1:2 in Tegucigalpa reichte ein 3:3 im Rückspiel nicht, um die zweite Runde zu erreichen. In dieser scheiterten Honduras und überraschend auch Mexiko an Haiti, das sich damit zum bisher einzigen Mal qualifizierte und in Deutschland die Italiener überraschte.

Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die WM in Argentinien konnte sich Costa Rica ebenfalls nicht qualifizieren. In der 1. Runde der Qualifikation scheiterte die Mannschaft an Guatemala und El Salvador und gewann nur das Heimspiel gegen den dritten Gegner Panama. Alle Spiele gegen die beiden besser platzierten Mannschaften endeten remis, da aber das erste Spiel in Panama verloren wurde, reichte es nicht, um die zweite Runde zu erreichen.

Weltmeisterschaft 1982 in Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Qualifikation für die WM in Spanien scheiterte Costa Rica wieder in der 1. Runde an Honduras und El Salvador und belegte noch hinter Guatemala nur den vierten Platz vor Panama, gegen das der einzige Sieg gelang.

Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Qualifikation zur zweiten WM in Mexiko lief dann etwas besser. Da Barbados in der ersten Runde nicht antrat, erreichten die Costa-Ricaner kampflos die zweite Runde. In dieser konnte Costa Rica zwar die Heimspiele gegen die USA sowie Trinidad & Tobago nicht gewinnen und nur remis spielen, beide Auswärtsspiele wurden dann aber gewonnen und somit die Endrunde gegen Kanada und Honduras erreichen. Costa Rica verlor dann zwar nur in Honduras, aber drei Unentschieden in den anderen Spielen reichten nicht. Und die Kanadier qualifizierten sich zum bisher einzigen Mal für die WM-Endrunde.

Weltmeisterschaft 1990 in Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Qualifikation zur zweiten WM in Italien verlief dann endlich erfolgreich. In der Vorausscheidungsrunde setzte sich Costa Rica mit 1:1 und 2:0 gegen Panama durch und profitierte von der Suspendierung Mexikos, das bei einem Junioren-Turnier ältere Spieler eingesetzt hatte.[4] In der CONCACAF - Endrunde, die gleichzeitig als CONCACAF-Nations-Cup 1989 ausgetragen wurde, setzten sich Costa Rica und die USA gegen Trinidad & Tobago, Guatemala und El Salvador durch.

In Italien trafen die Costa-Ricaner im ersten WM-Spiel auf Schottland und gewannen mit 1:0, wobei Juan Cayasso das erste WM-Tor für Costa Rica erzielte. Mit 0:1 wurde dann gegen Rekordweltmeister Brasilien verloren, aber mit einem 2:1 gegen Schweden erreichten sie überraschend das Achtelfinale. In diesem endete die WM für Costa Rica mit einem 1:4 gegen die ČSSR und die Mannschaft verabschiedete sich wieder für 12 Jahre von der WM-Bühne.

Weltmeisterschaft 1994 in den Vereinigten Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Qualifikation für die WM in den USA scheiterte Costa Rica in der 2. Runde an Mexiko, das wieder zugelassen war, und Honduras, das sich ebenfalls nicht qualifizieren konnte. In der ersten Runde hatte sich die Mannschaft noch nach einem 0:1 gegen Panama mit 5:1 im Rückspiel durchgesetzt und in der zweiten Runde wurde erstmals gegen St. Vincent und die Grenadinen gespielt, die zum ersten Mal an der WM-Qualifikation teilnahmen.

Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Qualifikation für die zweite WM in Frankreich konnte sich Costa Rica wieder nicht qualifizieren. Für die Halbfinalrunde war Costa Rica gesetzt und konnte sich darin zusammen mit den USA gegen Guatemala sowie Trinidad & Tobago durchsetzen. In der Finalrunde waren dann Mexiko, die USA und überraschend Jamaika stärker, das sich damit zum bisher einzigen Mal qualifizieren konnte.

Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Qualifikation für die erste WM in Asien verlief dann wieder erfolgreich. Costa Rica musste erst in der CONCACAF Zwischenrunde antreten und setzte sich zusammen mit den USA gegen Guatemala und Barbados durch, benötigte aber ein Entscheidungsspiel in Miami gegen Guatemala, das mit 5:2 gewonnen wurde, da beide nach der Gruppenphase punkt- und torgleich waren. Die CONCACAF Finalrunde gewann Costa Rica dann mit 6 Punkten Vorsprung vor Mexiko und den USA, die sich ebenfalls qualifizierten. Honduras, Jamaika und Trinidad & Tobago hatten das Nachsehen.

In Südkorea traf Costa Rica im Auftaktspiel auf WM-Neuling China und gewann mit 2:0. Ein anschließendes 1:1 gegen die Türkei, die erstmals seit 1954 wieder dabei war, machte Hoffnung auf das Erreichen des Achtelfinales. Durch ein 2:5 gegen den späteren Weltmeister Brasilien machte diese Hoffnungen aber zunichte, da die Türkei die bessere Tordifferenz hatte.

Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland und Costa Rica vor dem Eröffnungsspiel

Für die zweite WM in Deutschland gelang erneut die Qualifikation. Diese begann aber holprig, denn nur aufgrund der Auswärtstorregel setzte sich Costa Rica in der zweiten Runde nach einem 2:2 und einem 1:1 gegen Kuba durch. Die dritte Runde schloss die Mannschaft punktgleich mit Guatemala ab und ließ Honduras und Kanada hinter sich. In der vierten Runde reichte dann der dritte Platz hinter Mexiko und den USA vor Trinidad & Tobago, das sich ebenfalls und zum bisher einzigen Mal qualifizierte, um die Endrunde in Deutschland zu erreichen. Guatemala und Panama hatten es dagegen wieder nicht geschafft.

In Deutschland durfte Costa Rica das Eröffnungsspiel gegen Gastgeber Deutschland bestreiten, der erstmals wieder das Eröffnungsspiel bestritt. Mit 2:4 verlor Costa Rica dieses Spiel und nach einem 0:3 gegen Ecuador, bestand keine Chance mehr das Achtelfinale zu erreichen. Das abschließende 1:2 gegen Polen beendete dann den schlechtesten WM-Auftritt der Costa-Ricaner.

Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die erste WM in Afrika konnte sich Costa Rica dann wieder nicht qualifizieren. Die Qualifikation begann für Costa Rica in der zweiten Runde mit einem 2:2 in Grenada, dem ein 3:0 im Heimspiel folgte, womit die dritte Runde erreicht wurde. In dieser setzte sich Costa Rica mit sechs Siegen gegen El Salvador, Haiti und Suriname durch. In der vierten Runde wurde aber nur Platz 4 hinter den USA, Mexiko und Honduras belegt vor El Salvador und Trinidad & Tobago. Damit musste Costa Rica in Interkontinental-Playoffs gegen an Uruguay antreten. Nach einem 0:1 in San José reichte das 1:1 in Montevideo nicht, um in Südafrika dabei zu sein.

Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Szene aus dem Spiel gegen Uruguay
Die Spieler nach dem Auftaktsieg gegen Uruguay

Für die zweite WM in Brasilien konnten sich die Costa-Ricaner dann wieder qualifizieren. In der dritten Qualifikationsrunde, für die Costa Rica automatisch qualifiziert war, setzte sich die Mannschaft zusammen mit Mexiko gegen El Salvador und Guyana durch. Die vierte Runde wurde dann als Gruppenzweiter hinter den USA vor Honduras und Mexiko abgeschlossen, das sich über die Interkontinentalspiele gegen Neuseeland aber auch qualifizieren konnte. Panama, das am letzten Spieltag gegen die USA noch bis kurz vor Schluss mit 2:1 führte, womit die Mannschaft vor Mexiko lag, dann aber noch mit 2:3 verlor, und Jamaika schieden als Gruppenletzte aus.

Für die Endrunde wurden die Costa-Ricaner in eine Todesgruppe mit den drei ehemaligen Weltmeistern England, Uruguay und Italien gelost und galten als Außenseiter. Bereits das erste Spiel gegen Uruguay konnten sie aber mit 3:1 nach 0:1-Rückstand gewinnen und nach dem 1:0 gegen Italien standen sie vorzeitig als Achtelfinalteilnehmer fest. Das anschließende 0:0 gegen die bereits ausgeschiedenen Engländer war dann bedeutungslos. Im Achtelfinale trafen sie auf Griechenland, das erstmals die K.-o.-Runde erreicht hatte. Costa Rica sah nach dem 1:0 in der 52. Minute lange wie der Sieger aus, in der Nachspielzeit gelang den Griechen aber noch der Ausgleich. Da in der anschließenden Verlängerung keine Tore fielen, musste das Elfmeterschießen entscheiden. Hier konnte Torwart Keylor Navas den vierten griechischen Elfmeter halten und nachdem auch der letzte costa-ricanische Schütze erfolgreich war, wurde zum ersten Mal das WM-Viertelfinale erreicht. Hier war die Mannschaft der Niederlande der Gegner und nach torlosen 120 Minuten ging es wieder ins Elfmeterschießen. Der niederländische Trainer Louis van Gaal hatte kurz vor Ende der Verlängerung Ersatztorhüter Tim Krul eingewechselt und dieser verunsicherte durch verbale Attacken zwei costa-ricanische Schützen, so dass er deren Schüsse halten konnte, während Navas diesmal erfolglos war. So schied Costa Rica ungeschlagen aus.

Weltmeisterschaft 2018 in Russland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Qualifikation für die WM in Russland musste Costa Rica erst in der vierten Runde eingreifen. Gegner waren in sechs Spielen Panama, Haiti und Jamaika. Mit fünf Siegen und einem Remis erreichte die Mannschaft als Gruppensieger die fünfte und abschließende Runde gegen Honduras, Mexiko, wieder Panama, Trinidad & Tobago und die USA. Mit vier Siegen, vier Remis und nur einer Niederlage gegen Gruppensieger Mexiko qualifizierten sich die Ticos am vorletzten Spieltag als zweite mittelamerikanische Mannschaft für die Endrunde.[5] Anschließend verloren sie gegen Panama, wodurch sich Panama erstmals für eine WM-Endrunde qualifizierte.

Rangliste der costa-ricanischen WM-Spieler mit den meisten Einsätzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

01. Christian Bolaños und Michael Umaña - 7 Einsätze bei 2 Turnieren
03. Walter Centeno, Rónald Gómez, Luis Marin, Mauricio Solís und Paulo Wanchope - 6 Einsätze bei 2 Turnieren
08. Celso Borges, Joel Campbell, Júnior Díaz, Cristian Gamboa, Giancarlo González, Hernán Medford, Keylor Navas, Yeltsin Tejeda, Harold Wallace - 5 Einsätze bei 1 bzw. 2 (Medford und Wallace) Turnieren

Rangliste der costa-ricanischen WM-Spieler mit den meisten WM-Toren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

01. Ronald Gomez, Bryan Ruiz und Paulo Wanchope - 3 Tore

Bei Weltmeisterschaften gesperrte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990: Róger Gómez erhielt im dritten Gruppenspiel die zweite Gelbe Karte und war für das Achtelfinale gesperrt. Héctor Marchena erhielt dann in diesem auch die zweite Gelbe Karte, die dann aber keinen Effekt hatte, da Costa Rica ausschied.
  • 2006: Luis Marin hatte im dritten Gruppenspiel die zweite Gelbe Karte erhalten. Da die Mannschaft ausschied, hatte die Karte keinen Effekt.
  • 2014: Óscar Duarte erhielt im Achtelfinale gegen die Griechen die Gelb-Rote Karte und war für das Viertelfinale gesperrt. Die zweite Gelbe Karte, die Giancarlo González im Viertelfinale erhielt, hatte keine weitere Auswirkung, da die Mannschaft ausschied.

Anteil der im Ausland spielenden Spieler im WM-Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der ersten Teilnahme wurden noch keine Legionäre eingesetzt. Danach waren es zunächst wenige und bei der letzten Teilnahme die Mehrheit.

Jahr (Spiele) Anzahl (Länder) Spieler (Einsätze)
1990 (4) 0
2002 (3) 3 (1 in England, 1 in Griechenland, 1 in Italien) Paulo Wanchope (3); Rónald Gómez (3); Winston Parks (2)
2006 (3) 4 (1 in Guatemala, 1 in Italien, 2 in den USA) Mauricio Solís (3); Gilberto Martínez (1); Douglas Sequeira (2), Michael Umaña (3)
2014 (5) 14 (1 in Belgien, 1 in Dänemark, 1 in Deutschland, 1 in Griechenland, 1 in den Niederlanden, 3 in Norwegen, 1 in Russland, 1 in Schweden, 1 in Spanien, 3 in den USA) Óscar Duarte (4); Christian Bolaños (5); Júnior Díaz (5); Joel Campbell (5); Bryan Ruiz (4); Michael Barrantes (2), Diego Calvo (0), Cristian Gamboa (5); Marco Ureña (4); Celso Borges (5); Keylor Navas (5); Waylon Francis (0); Giancarlo González (5), Roy Miller (1)

Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Costa Rica bestritt bisher 15 WM-Spiele. Davon wurden fünf gewonnen, sechs verloren und vier endeten remis. Zweimal mussten Remis-Spiele verlängert werden, da ein Sieger ermittelt werden musste, je eins wurde im Elfmeterschießen gewonnen und verloren.
  • Nur gegen Brasilien wurden bereits zwei WM-Spiele bestritten. Alle anderen WM-Spielpaarungen mit Costa Rica waren bisher einmalig.
  • Costa Rica nahm einmal 2006 am Eröffnungsspiel gegen den Gastgeber teil, dies war auch das bisher einzige Spiel gegen einen WM-Gastgeber.
  • Costa Rica verlor einmal (2002) gegen den späteren Weltmeister.
  • Costa Rica spielte nie gegen den Titelverteidiger.
  • Costa Rica traf einmal auf einen WM-Neuling: 2002/China.
Alle WM-Spiele
Nr. Datum Ergebnis Gegner Austragungsort Anlass Bemerkung
1. 11.06.1990 1:0 SchottlandSchottland Schottland * Genua (ITA) Vorrunde Erstes Spiel gegen Schottland
2. 16.06.1990 0:1 BrasilienBrasilien Brasilien * Turin (ITA) Vorrunde
3. 20.06.1990 2:1 SchwedenSchweden Schweden * Genua (ITA) Vorrunde Erstes Spiel gegen Schweden
4. 23.06.1990 1:4 TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei * Bari (ITA) Achtelfinale Einziges Spiel gegen die Tschechoslowakei
5. 04.06.2002 2:0 China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China * Gwangju (KOR) Vorrunde Erstes Spiel gegen China
6. 09.06.2002 1:1 TurkeiTürkei Türkei * Incheon (KOR) Vorrunde Erstes Spiel gegen die Türkei
7. 13.06.2002 2:5 BrasilienBrasilien Brasilien * Suwon (KOR) Vorrunde
8. 09.06.2006 2:4 DeutschlandDeutschland Deutschland A München (DEU) WM-Eröffnungsspiel Erstes Spiel gegen Deutschland
9. 15.06.2006 0:3 EcuadorEcuador Ecuador * Hamburg (DEU) Vorrunde
10. 20.06.2006 1:2 PolenPolen Polen * Hannover (DEU) Vorrunde 110. und letztes Länderspiel von Mauricio Solís[6]
11. 14.06.2014 3:1 UruguayUruguay Uruguay * Fortaleza (BRA) Vorrunde Erstes WM-Spiel gegen Uruguay, erster Sieg gegen Uruguay
12. 20.06.2014 1:0 ItalienItalien Italien * Recife (BRA) Vorrunde Erstes WM-Spiel gegen Italien, erster Sieg gegen Italien
13. 24.06.2014 0:0 EnglandEngland England * Belo Horizonte (BRA) Vorrunde Erstes Spiel gegen England
14. 29.06.2014 1:1 n. V., 5:3 i. E. GriechenlandGriechenland Griechenland * Recife (BRA) Achtelfinale Erstes Spiel gegen Griechenland
15. 05.07.2014 0:0 n. V., 3:4 i. E. NiederlandeNiederlande Niederlande * Salvador (BRA) Viertelfinale Erstes Spiel gegen die Niederlande
17.06.2018 SerbienSerbien Serbien * Samara (RUS) Gruppenspiel Erstes Spiel gegen Serbien
22.06.2018 BrasilienBrasilien Brasilien * Sankt Petersburg (RUS) Gruppenspiel
27.06.2018 SchweizSchweiz Schweiz * Nischni Nowgorod (RUS) Gruppenspiel

Höchste Siege und Niederlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mannschaft erzielte ihre höchsten Siege gegen folgende Länder bei WM-Turnieren:

  • China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China: Vorrunde 2002 - 2:0 (zudem ein 2:0 in einem Freundschaftsspiel)
  • ItalienItalien Italien: Vorrunde 2014 - 1:0 (Einziger Sieg gegen Italien)
  • SchottlandSchottland Schottland: Vorrunde 1990 - 1:0 (Einziges Spiel gegen Schottland)
  • SchwedenSchweden Schweden: Vorrunde 1990 - 2:1 (Einziger Sieg gegen Schweden)
  • UruguayUruguay Uruguay: Vorrunde 2014 - 3:1 (Einziger Sieg gegen Uruguay)

Gegen folgende Länder kassierte die Mannschaft ihre höchsten Niederlagen bei WM-Turnieren:

  • DeutschlandDeutschland Deutschland: Eröffnungsspiel 2006 - 2:4 (Einziges Spiel gegen Deutschland)
  • TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei: Achtelfinale 1990 - 1:4 (Einziges Spiel gegen die Tschechoslowakei)

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Negativrekord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Höchste Niederlage in einem Eröffnungsspiel einer WM (gibt es offiziell seit 1966): Costa Rica - Deutschland 2:4 am 9. Juni 2006

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Davon je eins im Elfmeterschießen gewonnen und verloren.
  2. Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930–2014 (PDF; 200 kB)
  3. fifa.com: History of the FIFA World Cup Preliminary Competition (by year) (PDF; 325 kB), S. 10
  4. nytimes.com: „Mexico Given Ban in Soccer“
  5. fifa.com: Waston schießt Ticos mit Last-Minute-Tor nach Russland
  6. Die FIFA zählt es als 109. Länderspiel, da das Spiel am 18. Januar 2002 gegen Martinique beim Gold-Cup nicht berücksichtigt wird.