Crédit Agricole (Radsportteam)

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Die Équipe cycliste Crédit Agricole (ehemals GAN) war ein französisches Radsportteam, das an der UCI ProTour teilnahm und von der Großbank Crédit Agricole gesponsert wurde. Gegründet wurde das Team 1972 und trug seitdem verschiedene Namen, u.a. Peugeot und Z. 1993 bis 1998 hieß es nach dem damaligen Hauptsponsor „GAN“. Mit dem Wechsel des Hauptsponsors erfolgte 1998 eine Umbenennung in „Crédit Agricole“.

Das Team feierte in den späten 1980ern und frühen 1990er Jahren große Erfolge, darunter auch der letzte Tour-Sieg 1990 von Greg LeMond, der die starke Team-Zusammengehörigkeit sehr schätzte.

Nach dem Abgang von LeMond wurde der Bahnspezialist Chris Boardman verpflichtet, der die Prologe der Tour de France 1996 und 1998 gewann. Auch der junge Australier Stuart O'Grady kam Mitte der 1990er Jahre ins Team. Er gewann mehrere Tour-Etappen und beinahe auch das Grüne Trikot 2000, das Gelbe Trikot trug er in diesem Jahr mehrere Tage. Von 1998 bis 2003 war auch Jens Voigt Teil des Teams, gewann eine Tour-Etappe und trug ebenfalls 2000 das Gelbe Trikot für einige Tage.

Die US-Amerikaner Bobby Julich (nur 2000) und Jonathan Vaughters (2000 und 2001) waren beide nur kurz im Team, machten es aber zur Mannschaft mit den meisten Englischsprachigen. Das Mannschaftszeitfahren konnte Crédit Agricole 2001 für sich entscheiden.

Der Sprinter Thor Hushovd wurde 2003 wichtigster Sprinter des Teams und mit Christophe Moreau hatte man auch den besten Franzosen in der Gesamtwertung der Tour. Am Ende des Jahres verließen O'Grady (zu Cofidis) und Jens Voigt (Team CSC) die Mannschaft.

Die Saison 2005 war recht erfolgreich. Pietro Caucchioli fuhr beim Giro d’Italia unter die ersten zehn und Christophe Le Mevel gewann als Ausreißer eine Etappe. Bei der Tour war Christophe Moreau als Elfter wieder bester Franzose und Thor Hushovd erkämpfte sich das Grüne Trikot.

Ende 2008 löste sich das Team auf.

Saison 2008[Bearbeiten]

Erfolge in der ProTour[Bearbeiten]

Datum Rennen Fahrer
22. Januar AustralienAustralien 1. Etappe Tour Down Under AustralienAustralien Mark Renshaw
19. Mai SpanienSpanien Prolog Katalonien-Rundfahrt NorwegenNorwegen Thor Hushovd
20. Mai SpanienSpanien 1. Etappe Katalonien-Rundfahrt NorwegenNorwegen Thor Hushovd
15. Juni FrankreichFrankreich 7. Etappe Dauphiné Libéré KasachstanKasachstan Dmitri Fofonow
16. September PolenPolen 3. Etappe Polen-Rundfahrt ItalienItalien Angelo Furlan

Erfolge in den Continental Circuits[Bearbeiten]

Datum Rennen Fahrer
9. Februar FrankreichFrankreich 4. Etappe Étoile de Bessèges ItalienItalien Angelo Furlan
10. Februar MalaysiaMalaysia 2. Etappe Tour de Langkawi Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jeremy Hunt
13. Februar FrankreichFrankreich 1. Etappe Mittelmeer-Rundfahrt NorwegenNorwegen Thor Hushovd
15. Februar FrankreichFrankreich 3. Etappe Mittelmeer-Rundfahrt RusslandRussland Alexander Botscharow
13.-17. Februar FrankreichFrankreich Gesamtwertung Mittelmeer-Rundfahrt RusslandRussland Alexander Botscharow
9. März FrankreichFrankreich Prolog Paris-Nizza NorwegenNorwegen Thor Hushovd
10. März ElfenbeinküsteElfenbeinküste 4. Etappe Tour Ivoirien de la Paix FrankreichFrankreich Jimmy Engoulvent
14. März PortugalPortugal 2. Etappe Votla ao Santarém ItalienItalien Angelo Furlan
31. März FrankreichFrankreich 2a. Etappe Critérium International AustralienAustralien Simon Gerrans
11. Mai FrankreichFrankreich 6. Etappe Vier Tage von Dünkirchen NorwegenNorwegen Thor Hushovd
15. Mai PortugalPortugal 1. Etappe Grand Prix Paredes Rota dos Móveis IrlandIrland Nicolas Roche
21. Mai FrankreichFrankreich 1. Etappe Circuit de Lorraine FrankreichFrankreich Jonathan Hivert
6. Juni LuxemburgLuxemburg 2. Etappe Luxemburg-Rundfahrt LitauenLitauen Ignatas Konovalovas
19. Juni FrankreichFrankreich 1. Etappe Route du Sud AustralienAustralien Simon Gerrans
27. Juni LitauenLitauen Litauische Zeitfahrmeisterschaft LitauenLitauen Ignatas Konovalovas
27. Juni UngarnUngarn Ungarische Zeitfahrmeisterschaft UngarnUngarn László Bodrogi
6. Juli FrankreichFrankreich 2. Etappe Tour de France NorwegenNorwegen Thor Hushovd
20. Juli FrankreichFrankreich 15. Etappe Tour de France AustralienAustralien Simon Gerrans
30. Juli BelgienBelgien 5. Etappe Tour de Wallonie FrankreichFrankreich Patrice Halgand
19. August FrankreichFrankreich 1. Etappe Tour du Limousin IrlandIrland Nicolas Roche
21. August FrankreichFrankreich 3. Etappe Tour du Limousin FrankreichFrankreich Sébastien Hinault
19.-22. August FrankreichFrankreich Gesamtwertung Tour du Limousin FrankreichFrankreich Sébastien Hinault
9. September SpanienSpanien 10. Etappe Vuelta a España FrankreichFrankreich Sébastien Hinault
19. September FrankreichFrankreich Grand Prix de la Somme FrankreichFrankreich William Bonnet
21. September FrankreichFrankreich Grand Prix d'Isbergues FrankreichFrankreich William Bonnet
3. Oktober FrankreichFrankreich BelgienBelgien 2. Etappe Circuit Franco-Belge AustralienAustralien Mark Renshaw

Abgänge-Zugänge[Bearbeiten]

Zugänge Team 2007 Abgänge Team 2008
Simon Gerrans Ag2r Prévoyance Anthony Charteau Caisse d'Epargne
Eric Berthou Caisse d'Epargne Christophe Edaleine Ag2r Prévoyance
Jeremy Hunt Unibet.com Francesco Bellotti Barloworld
Maxime Méderel Auber 93 Julian Dean Slipstream-Chipotle
Gabriel Rasch Maxbo Bianchi Christophe Laurent Slipstream-Chipotle
Ignatas Konovalovas Neoprofi Benoît Poilvet Bretagne-Armor Lux
Julien Simon Neoprofi Saul Raisin Karriereende
Mads Kaggestad Elite 2
Dmitri Fofonow (bis 27.07.) Unbekannt

Mannschaft[Bearbeiten]

Name Geburtstag Nationalität Team 2009
Eric Berthou 23. Januar 1980 FrankreichFrankreich Frankreich Carmiooro-A Style
László Bodrogi 11. Dezember 1976 UngarnUngarn Ungarn Katjuscha
William Bonnet 25. Juni 1982 FrankreichFrankreich Frankreich Bouygues Télécom
Alexander Botscharow 26. Februar 1975 RusslandRussland Russland Katjuscha
Pietro Caucchioli 28. August 1975 ItalienItalien Italien Lampre-Fondital
Jimmy Engoulvent 7. Dezember 1979 FrankreichFrankreich Frankreich Besson Chaussures-Sojasun
Angelo Furlan 21. Juni 1977 ItalienItalien Italien Lampre
Simon Gerrans 16. Mai 1980 AustralienAustralien Australien Cervélo TestTeam
Patrice Halgand 2. März 1974 FrankreichFrankreich Frankreich Karriereende
Sébastien Hinault 11. Februar 1974 FrankreichFrankreich Frankreich Ag2r La Mondiale
Jonathan Hivert 23. März 1985 FrankreichFrankreich Frankreich Skil-Shimano
Jeremy Hunt 12. März 1974 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Cervélo TestTeam
Thor Hushovd 18. Januar 1978 NorwegenNorwegen Norwegen Cervélo TestTeam
Christophe Kern 18. Januar 1981 FrankreichFrankreich Frankreich Cofidis
Ignatas Konovalovas 8. Dezember 1985 LitauenLitauen Litauen Cervélo TestTeam
Christophe Le Mével 11. September 1980 FrankreichFrankreich Frankreich FDJ
Cyril Lemoine 3. März 1983 FrankreichFrankreich Frankreich Skil-Shimano
Jean-Marc Marino 15. August 1983 FrankreichFrankreich Frankreich Besson Chaussures-Sojasun
Maxime Méderel 19. September 1980 FrankreichFrankreich Frankreich Auber 93
Rémi Pauriol 4. April 1982 FrankreichFrankreich Frankreich Cofidis
Gabriel Rasch 8. April 1976 NorwegenNorwegen Norwegen Cervélo TestTeam
Mark Renshaw 22. Oktober 1982 AustralienAustralien Australien Team Columbia
Nicolas Roche 3. Juli 1984 IrlandIrland Irland Ag2r La Mondiale
Pierre Rolland 10. Oktober 1986 FrankreichFrankreich Frankreich Bouygues Télécom
Julien Simon 4. Oktober 1985 FrankreichFrankreich Frankreich Besson Chaussures-Sojasun
Yannick Talabardon 6. Juli 1981 FrankreichFrankreich Frankreich Besson Chaussures-Sojasun
Stagiaires Nationalität
Cyril Bessy FrankreichFrankreich Frankreich
David Chopin FrankreichFrankreich Frankreich
Evaldas Siskevicius LitauenLitauen Litauen

Saison 2007[Bearbeiten]

Erfolge in der ProTour[Bearbeiten]

Datum Rennen Fahrer
11. Juli FrankreichFrankreich 4. Etappe Tour de France Thor Hushovd

Erfolge in den Continental Circuits[Bearbeiten]

Datum Rennen Fahrer
16. Januar AustralienAustralien Tour Down Under Classic Mark Renshaw
4. Februar MalaysiaMalaysia 3. Etappe Tour de Langkawi Anthony Charteau
7. Februar FrankreichFrankreich 1. Etappe Etoile de Bessèges Angelo Furlan
2.-11. Februar MalaysiaMalaysia Gesamtwertung Tour de Langkawi Anthony Charteau
6. April FrankreichFrankreich Route Adélie Rémi Pauriol
10. April FrankreichFrankreich 1. Etappe Circuit Cycliste Sarthe Angelo Furlan
19. Mai FrankreichFrankreich 2. Etappe Tour de Picardie Mark Renshaw
6. Juni LuxemburgLuxemburg Prolog Luxemburg-Rundfahrt Jimmy Engoulvent
29. Juni IrlandIrland Irische Zeitfahrmeisterschaft Nicolas Roche
29. Juni UngarnUngarn Ungarische Zeitfahrmeisterschaft Laszlo Bodrogi
31. Juli BelgienBelgien 4. Etappe Tour de la Région Wallonne Rémi Pauriol
15. August FrankreichFrankreich 4. Etappe Tour de l’Ain Patrice Halgand
22. August FrankreichFrankreich 2. Etappe Tour du Limousin Pierre Rolland
21. Oktober FrankreichFrankreich Chrono des Nations Laszlo Bodrogi

Saison 2006[Bearbeiten]

In der Saison 2006 sorgte fast ausschließlich Thor Hushovd für Aufsehen. Nachdem er bei Tirreno-Adriatico seinen ersten Saisonsieg feierte, gewann er den Halbklassiker Gent-Wevelgem. Es folgten Etappensiege bei der Katalonien-Rundfahrt, wo er auch die Punktewertung gewann und der Dauphiné Libéré. Bei der Tour de France konnte Hushovd, der seine Zeifahrqualitäten schon 1998 als Zeitfahrweltmeister der U23-Fahrer bewies, den Prolog gewinnen und insgesamt 2 Tage das Gelbe Trikot tragen. Nach einer Armverletzung, die er sich auf der ersten Etappe zuzog, konnte er sich vorerst nicht mehr im Sprint durchsetzen, doch auf der Schlussetappe auf den Champs-Elysées konnte er seinen zweiten Erfolg bei der diesjährigen Tour de France holen. In der Punktewertung um das Grüne Trikot kam Hushovd auf Platz 3.

Zu Beginn der Vuelta a Espana wurde Hushovd drei Mal in Folge Etappenzweiter und trug dank der Zeitgutschriften für drei Tage das goldene Trikot des Spitzenreiters, das er auf der ersten Bergetappe aber verlor. Auf der 6. Etappe konnte er seinen ersten Tageserfolg bei der diesjährigen Vuelta feiern. Durch seine konstanten Platzierungen während der gesamten Rundfahrt konnte er sich am Ende der Vuelta das blaue Trikot als Bester der Punktewertung sichern.

Erfolge in der ProTour[Bearbeiten]

Datum Rennen Fahrer
11. März ItalienItalien 4. Etappe Tirreno-Adriatico Thor Hushovd
5. April BelgienBelgien Gent-Wevelgem Thor Hushovd
17. Mai SpanienSpanien 3. Etappe Katalonien-Rundfahrt Thor Hushovd
11. Juni FrankreichFrankreich 7. Etappe Dauphiné Libéré Thor Hushovd
1. Juli FrankreichFrankreich Prolog Tour de France Thor Hushovd
23. Juli FrankreichFrankreich 20. Etappe Tour de France 2006 Thor Hushovd
31. August SpanienSpanien 6. Etappe Vuelta a España Thor Hushovd

Erfolge in den Continental Circuits[Bearbeiten]

Datum Rennen Fahrer
17. April FrankreichFrankreich Tro-Bro Léon Mark Renshaw
30. Juli FrankreichFrankreich Polynormande Anthony Charteau
20. August FrankreichFrankreich Châteauroux Classic de l'Indre Nicolas Vogondy

Platzierungen in UCI-Ranglisten[Bearbeiten]

UCI-Weltrangliste

Saison Mannschaftswertung Fahrerwertung
1995 21. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chris Boardman (42.)
1996 8. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chris Boardman (13.)
1997 10. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chris Boardman (18.)
1998 17. AustralienAustralien Stuart O'Grady (48.)
1999 20. DeutschlandDeutschland Jens Voigt (40.)
2000 2. (GSII) DeutschlandDeutschland Jens Voigt (53.)
2001 20. DeutschlandDeutschland Jens Voigt (15.)
2002 25. DeutschlandDeutschland Jens Voigt (75.)
2003 24. FrankreichFrankreich Christophe Moreau (38.)
2004 18. NorwegenNorwegen Thor Hushovd (20.)

UCI ProTour

Saison Mannschaftswertung Fahrerwertung
2005 9. NorwegenNorwegen Thor Hushovd (34.)
2006 11. NorwegenNorwegen Thor Hushovd (11.)
2007 15. NorwegenNorwegen Thor Hushovd (31.)
2008 6. AustralienAustralien Mark Renshaw (33.)

Weblinks[Bearbeiten]