Crack Up

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Crack Up
Crack Up logo.jpg

Allgemeine Informationen
Herkunft Hünxe, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Genre(s) Death Metal (anfangs), Death ’n’ Roll, Death-Rock (später)
Gründung 1992
Auflösung 2003
Website http://www.crackup.de/
Letzte Besetzung
Tim Schnetgöke
E-Gitarre, Gesang
Torben Voight
E-Gitarre
Dirk Oschatz
Andi Nohlen
Ehemalige Mitglieder
E-Gitarre
Helvin Pour
E-Gitarre (live)
Florian Müller
Schlagzeug, Gesang
Frank Schlinkert

Crack Up war eine deutsche Death-Metal-Band aus Hünxe, die im Jahr 1992 gegründet wurde und sich 2003 auflöste.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Mitglieder bereits vorher unter dem Namen Rotting Misery aktiv waren und ein Demo namens Endless Coma veröffentlicht hatten,[1] wurde Crack Up im Jahr 1992 gegründet.[2] Ein erstes Demo folgte im Jahr 1994 unter dem Namen Forsaken Dreams, wovon sich über 1.000 Einheiten absetzen ließen,[3] woraufhin die Gruppe einen Vertrag bei We Bite Records erreichte, worüber im Jahr 1996 das Debütalbum Blood Is Life erschien. Zudem war die Band auch mit einem Lied auf dem Sampler Assassins von Thunder Lizard Records zu hören. Nach einem Wechsel zu Nuclear Blast erschien hierüber im Jahr 1997[4] das Album From the Ground, das von Andy Classen produziert worden war. Auf dem Album war unter anderem auch eine Coverversion von Fangs Money zu hören. Im selben Jahr nahm die Band zudem an der Europatournee von Unleashed und Driller Killer teil. Des Weiteren spielte sie zusammen mit Crematory, Night in Gales, Dimmu Borgir, In Flames und EverEve in Köln.[5] 1998 folgten weitere Auftritte zusammen mit Dew-Scented und Disbelief. Hierbei übernahm der Dew-Scented-Gitarrist Florian Müller kurzzeitig den Posten von Helvin Pour, der aufgrund von persönlichen Problemen nicht spielen konnte.[3] Im Oktober erschien das dritte Album Heads Will Roll, das wieder von Classen produziert worden war. Hierauf waren zwei Coverversionen, Turbonegros Bad Mongo und Next Big Thing von The Dictators, enthalten. Zu dieser Zeit waren mit Helvin Pour und Torben Voight zwei Gitarristen in der Band aktiv. Danach ging die Band zusammen mit Benediction und Death[6] auf Tour und spielte zudem zusammen mit Hypocrisy, In Flames und Covenant. Im September ersetzte die Band Gorgoroth als Support für Dismember. Im Jahr 1998 spielte die Band außerdem auch auf dem Wacken Open Air.[7] Im März 1999 ging die Band weiter auf Tour. Währenddessen verließ der Gitarrist Pour die Band, sodass Müller von Dew-Scented erneut einsprang. Als permanentes Mitglied kam Dirk Oschaltz zur Gruppe, wobei dieser schon vorher als Originalmitglied in der Band gespielt hatte. Im Juli 1999 spielte die Band auf dem Summer Breeze.[8] Zudem trennte sich die Band von Nuclear Blast, wechselte zu Moonstorm Records, da sich die Band laut Schnetgöke nicht genug unterstützt fühlte,[9][10] und veröffentlichte hierüber im März 2000 das Album Dead End Run, das von Classen produziert worden war. Danach verließ der Schlagzeuger Frank Schlinkert die Band und wurde durch Andi Nohlen ersetzt. Nach einer Durststrecke mit Wochenend-Auftritten in Mini-Clubs und Jugendzentren, oft nur für das Spritgeld,[10] ging es mit dieser neuen Besetzung zusammen mit Pro-Pain 2001 auf Tournee. Im selben Jahr erschien zudem eine Split-Veröffentlichung zusammen mit The Now Noise! bei Wanker Records.[11] Außerdem spielte die Band erneut im selben Jahr auf dem Summer Breeze.[12] 2002 hielt die Band weiterhin Konzerte ab und spielte dabei unter anderem zusammen mit Pro-Pain, Do or Die und Against All in Berlin[13] und mit Dew-Scented und Night in Gales in Salzgitter.[14] Im selben Jahr schloss sich das letzte Album der Band unter dem Namen Buttoxin´ Bloom bei Moonstorm Records an,[15] ehe die Gruppe im November 2003 ihre Auflösung bekanntgab.[16]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Metal-Hammer-Interview gab Tim Schnetgöke an, in seiner Jugendzeit durch Bands wie Metallica und Sodom sowie durch Death-Metal-Veröffentlichungen wie Cause of Death von Obituary oder Entombeds Left Hand Path beeinflusst worden zu sein.[1] Torben Voigt gab im Metal Hammer an, seine E-Gitarre fünf Halbtöne herunterzustimmen, weshalb er schon teilweise auf Bass-Saiten zurückgreifen müsse.[17] Björn Friedetzky vom Metal Hammer ordnete Heads Will Roll dem Death-Rock zu und zog einen Vergleich zu Babylon Whores.[18] In einem weiteren Metal-Hammer-Interview mit Schnetgöke stellte Martin Wickler fest, dass auf Dead End Run „der eher traditionelle Death Metal der alten Tage einer sehr rockigen Variante gewichen ist“.[9] Auch Robert Müller bemerkte in der Rezension zum Album, dass die Band nicht mehr viel mit Death Metal zu tun hätte, wohingegen für ihn bisher die Band als Bolt Thrower des Ruhrgebiets galt. Stattdessen gebe es auf dem Album „auf superbreite Gitarrenriffs, Sänger, die wie Männer klingen, und mächtig abrollende Drums“.[19] Anzo Sadoni gab im Metal-Hammer-Interview zu Buttoxin´ Bloom mit Schnetgöke an, dass die Band im Laufe ihrer Karriere immer mehr Rockeinflüsse habe einfließen lassen, wodurch die Band oft als Death ’n’ Roll bezeichnet worden sei, was dieser jedoch nicht gefallte. Schnetgöke gab an, anfangs durch Obituary und Entombed zum Death Metal bewegt worden zu sein. Dass sie sich nun verstärkt dem Rock widme, sei zwar nicht beabsichtigt, jedoch auch darauf zurückzuführen, dass die Mitglieder verstärkt Queens of the Stone Age und Morphine hören würden.[20] Petra Schurer schrieb in der Metal-Hammer-Rezension zum Album, dass hierauf „auf das Wesentliche reduzierten Grundstrukturen, kernigen Refrains, einprägsamen Melodien und einem breit gefächerten Gesangsspektrum, das von tiefem Growl-Gewitter bis zum mehrstimmigen Partytauglichen Mitsing-Refrain reicht“ gebe. Sie ordnete die Band dem Death ’n’ Roll zu und schrieb weiter, dass die Band auf den Vorgängern einen Spagat zwischen schwedischem Oldschool-Death-Metal und Punk geschafft hätte.[21] Auch im Rock Hard verwendete man konsequent die Bezeichnung Death ’n’ Roll,[10] wobei Frank Albrecht in seiner Rezension die kurze Spieldauer der „schnörkellosen“ Lieder von zwei bis drei Minuten herausstrich.[22]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Marcel Rudoletzky: Tim Schnetgöke. Ex-Crack Up. In: Metal Hammer. September 2011, S. 160.
  2. Crack Up. Leaving Mexico. In: Metal Hammer. März 2002, S. 36.
  3. a b Steven McDonald: Crack Up. Allmusic, abgerufen am 25. Mai 2014.
  4. Garry Sharpe-Young: A-Z of Death Metal. Cherry Red Books, London 2001, ISBN 1-901447-35-9, S. 90 f.
  5. Robert Müller: Crematory+Dimmu Borgir In Flames Ever Eve Crack-Up Night In Gales. Köln: Stollwerk. In: Metal Hammer. Oktober 1997, S. 129.
  6. Björn Friedetzky: Death+Benediction+Crack Up. München: Incognito. In: Metal Hammer. Dezember 1998, S. 36.
  7. Bands. BILLING 1998. wacken.com, abgerufen am 25. Mai 2014.
  8. Review 1999. Saturday, 1999/07/03. (Nicht mehr online verfügbar.) summer-breeze.de, archiviert vom Original am 16. April 2014; abgerufen am 25. Mai 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.summer-breeze.de
  9. a b Martin Wickler: Crack Up. Raus aus der Sackgassen. In: Metal Hammer. Juni 2000, S. 64 f.
  10. a b c Frank Albrecht: 3 Fragen – 3 Antworten mit Tim von Crack Up. Bereits seit Jahren death'n'rollen sich Crack Up durch die Metal-Landschaft. Mit „Dead End Run“ haben sie vor kurzem einmal mehr eine gutklassige Scheibe veröffentlicht. In: Rock Hard. Nr. 159, August 2000, Die Stahlkocher. Meinungen, Tipps, Kuriositäten, S. 72.
  11. Biography. (Nicht mehr online verfügbar.) rockdetector.com, archiviert vom Original am 25. Mai 2014; abgerufen am 25. Mai 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rockdetector.com
  12. Review 2001. Friday, 2001/08/24. (Nicht mehr online verfügbar.) summer-breeze.de, archiviert vom Original am 17. April 2014; abgerufen am 25. Mai 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.summer-breeze.de
  13. Stefan Müller: Pro-Pain+Crack Up+Do or Die+Against All. Berlin: Knaack. In: Metal Hammer. Juli 2002, S. 135.
  14. Leif Jensen: Dew-Scented+Crack Up+Night In Gales. Salzgitter: Forellenhof. In: Metal Hammer. April 2002, S. 133.
  15. Crack Up – Buttoxin' Bloom. Discogs, abgerufen am 25. Mai 2014.
  16. Crack Up. (Nicht mehr online verfügbar.) bnrmetal.com, archiviert vom Original am 25. Mai 2014; abgerufen am 25. Mai 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bnrmetal.com
  17. Torben Voigt: Laney. GH100L. In: Metal Hammer. November 1998, S. 116.
  18. Björn Friedetzky: Crack Up. Heads Will Roll. In: Metal Hammer. November 1998, S. 80.
  19. Robert Müller: Crack Up. Dead End Run. In: Metal Hammer. April 2000, S. 64 f.
  20. Anzo Sadoni: Crack Up. Giftige Arschblumen? In: Metal Hammer. Mai 2002, S. 93.
  21. Petra Schurer: Crack Up. Buttoxin´ Bloom. In: Metal Hammer. März 2002, S. 93.
  22. Frank Albrecht: Crack Up. Dead End Run. In: Rock Hard. Nr. 156, Mai 2000, S. 88.