Crawl (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filmdaten
Deutscher TitelCrawl
OriginaltitelCrawl
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2019
Länge88 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
Stab
RegieAlexandre Aja
DrehbuchMichael Rasmussen,
Shawn Rasmussen
ProduktionCraig J. Flores
MusikMax Aruj, Steffen Thum
KameraMaxime Alexandre
SchnittElliot Greenberg
Besetzung

Crawl ist ein Katastrophen- und Horrorfilm von Alexandre Aja, der am 12. Juli 2019 in die US-Kinos und am 22. August 2019 in die deutschen Kinos kam.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist Hurrikansaison als die Hochleistungsschwimmerin Haley Keller an der Universität von Florida in Gainesville an einem Wettbewerb teilnimmt und sie Beunruhigendes von ihrer Schwester erfährt. Sie kann ihren Vater Dave nicht erreichen. Ein Hurrikan der Kategorie 5 befindet sich auf einem Kollisionskurs mit Florida. Der Bundesstaat gibt eine Warnung heraus und bittet die Bevölkerung, sich schnellstmöglich in Sicherheit zu bringen.

Haley ignoriert diese Warnung und auch alle Straßensperren, und als sie zu dem Haus gelangt, in dem ihr Vater seit der Scheidung von ihrer Mutter lebt, findet sie zwar den Familienhund Sugar in der Wohnung, nicht aber Dave. Sie glaubt, dass er in das Haus der Familie in Coral Lake zurückgekehrt ist, das derzeit zum Verkauf steht. Dort angelangt, findet Haley ihren Vater bewusstlos und verletzt im Keller. Um ihn von dort fortzuschaffen, muss sie an ausgehungerten Alligatoren vorbei, die sich in den steigenden Fluten tummeln und den einzigen Weg nach draußen versperren. Die Alligatoren selbst sind jedoch zu groß, um durch ein Rohr in das Haus zu gelangen. Weil der Hurrikan einen starken Regen mit sich gebracht hat und Coral Lake zu überschwemmen droht, muss sie einen Weg vorbei an dem Alligatoren finden, bevor sie und ihr Vater ertrinken.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie führte Alexandre Aja, das Drehbuch stammt von Michael Rasmussen und Shawn Rasmussen.

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch und der Dialogregie von Hannes Maurer im Auftrag der Cinephon Filmproduktions GmbH, Berlin. Maria Hönig leiht in der deutschen Fassung Haley ihre Stimme, Dennis Schmidt-Foß spricht ihren Vater Dave.

Der Film kam am 12. Juli 2019 in die US-Kinos und am 22. August 2019 in die deutschen Kinos.[2]

Am Wochenende, als der Film in die US-Kinos kam, wurden mehrere US-Bundesstaaten an der Ostküste von Hurrikan Barry heimgesucht.[3]

Der Film hatte Produktionskosten von 13.5 Mio. US-Dollar.[4]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den USA erhielt der Film von der MPAA ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht. In Deutschland wurde der Film von der FSK ab 16 Jahren freigegeben. Die Freigabe bezieht sich auf die ungekürzte Version.[5] In der Freigabebegründung heißt es, das Bedrohungsszenario und die früh aufgebaute Spannung hielten bis zum Ende an, was in Kombination mit einigen drastischen Bildern von Verletzungen und Tötungen Jugendliche unter 16 Jahren verängstigen könne.[6]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde von 82 Prozent aller bei Rotten Tomatoes erfassten Kritiker positiv bewertet.[7]

Die Filmkritikerin Antje Wessels bemerkt, in der ausgesprochen positive Resonanz bei Kritikern werde insbesondere der Verzicht auf Humor von vielen positiv hervorgehoben, was auch absolut nachvollziehbar sei, schließlich umgehe man gerade im von Logik und Realismus entfernten Metier des Tierhorrors viele Stolperfallen einfach mit Augenzwinkern und Ironie, worauf Alexandre Aja und seine Drehbuchautoren Michael und Shawn Rasmussen aber verzichten: „Ihr Film ist ernst und die unmittelbare Gefahr durch die gefräßigen Reptilien allgegenwertig.“ Das sorge dafür, dass die beklemmende Atmosphäre, zusätzlich befeuert durch das sehr reduzierte Setting, lange aufrecht erhalten bleibe, so Wessels weiter. Kurze, aber effektive Gewaltspitzen und eine Handvoll Jumpscares befriedigten dagegen vor allem die Adrenalinjunkies. Insbesondere für einen Film, der mit einem Budget von gerade einmal 13,5 Millionen US-Dollar gedreht wurde, hätten die Effektspezialisten hier ganze Arbeit geleistet. Auch das authentische Flair, geschaffen durch Dreharbeiten, bei denen sich die Schauspieler durch echtes Wasser und echten Schlamm kämpfen mussten, tue dem Film gut, so die Filmkritikerin.[8]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die weltweiten Einnahmen des Films aus Kinovorführungen belaufen sich auf 87,1 Millionen US-Dollar.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Crawl. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 191084/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Starttermine Deutschland. In: insidekino.com. Abgerufen am 22. August 2019.
  3. https://www.spiegel.de/panorama/us-tropensturm-barry-die-gefahr-ist-nicht-gebannt-a-1277231.html
  4. Crawl (2019) - Box Office Mojo. Abgerufen am 2. August 2019.
  5. https://www.turn-on.de/primetime/news/wird-der-krokodil-horror-crawl-weniger-blutig-als-erwartet-501942
  6. Freigabebegründung für Crawl In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 22. August 2019.
  7. Crawl. In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 21. August 2019.
  8. https://wessels-filmkritik.com/2019/08/14/crawl/
  9. https://www.boxofficemojo.com/movies/?id=crawl.htm