Creyssensac-et-Pissot

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Creyssensac-et-Pissot
Creyssensac-et-Pissot (Frankreich)
Creyssensac-et-Pissot
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Périgueux
Kanton Périgord Central
Gemeindeverband Agglomération Le Grand Périgueux
Koordinaten 45° 5′ N, 0° 40′ OKoordinaten: 45° 5′ N, 0° 40′ O
Höhe 108–236 m
Fläche 8,62 km2
Einwohner 259 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 30 Einw./km2
Postleitzahl 24380
INSEE-Code

Rathaus von Creyssensac-et-Pissot

Creyssensac-et-Pissot ist eine französische Gemeinde mit 259 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Périgueux und zum Kanton Périgord Central (bis 2015: Kanton Vergt).

Der Name in der okzitanischen Sprache lautet Creissençac e Pissòt. Der erste Namensteil geht auf den Namen eines Landguts in gallorömischer Zeit zurück, der einem „Crescentius“ gehörte. Der zweite Teil geht entweder auf das okzitanische Pissòt (deutsch sprudelnde Quelle) oder auf den gallorömischen Namen „Pincius“ zurück.[1][2]

Die Einwohner werden Creyssensacois und Creyssensacoises genannt.[3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Creyssensac-et-Pissot liegt ca. 12 km südwestlich und damit im Einzugsbereich (Aire urbaine) von Périgueux und ca. 30 km nordwestlich von Bergerac in der Region Périgord Central der historischen Provinz Périgord.[4]

Umgeben wird Creyssensac-et-Pissot von den Nachbargemeinden:

Chalagnac
Saint-Paul-de-Serre Nachbargemeinden
Grun-Bordas Vergt

Creyssensac-et-Pissot liegt im Einzugsgebiet des Flusses Dordogne. Der Serre, ein Nebenfluss des Vern, fließt an der Grenze zur nördlichen Nachbargemeinde Chalagnac vorbei.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte von Creyssensac-et-Pissot ist mit der Geschichte des Périgords verknüpft. Die Dordogne und damit auch die Gemeinde waren in dem Hundertjährigen Krieg zwischen 1337 bis 1453 und den Hugenottenkriegen im 16. und 17. Jahrhundert involviert. Der markanteste Vorfall war hierbei die Schlacht von Vergt im Oktober 1562. Aufgrund der Erhebung von neuen Steuern trotz einer allgemeinen Notlage führte zur Rebellion der Croquants zwischen 1584 und 1636. Am 20. April 1820 vereinigten sich die Gemeinden Creyssensac und Pissot zur Gemeinde Creyssensac-et-Pissot.[2]

Toponymie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Toponyme und Erwähnungen von Creyssensac waren:

  • Creichensa (1203, Rentenzahlung, geschuldet an den Seigneur de Taillefer),
  • Creyschensacum (Kirchliches Güterbuch des 13. Jahrhunderts),
  • Creyssensac (1750, Karte von Cassini),
  • Creissensac (1793, Notice Communale),
  • Cressensac (1801, Bulletin des Lois).[6][7][8]

Toponyme und Erwähnungen von Pissot waren:

  • Pihsot (1247, Kastellanei des Périgord),
  • Pichot (1365, Collection de l’abbé de Lespine),
  • Ecclesia nova de Pischol (1382, Bericht von Pierre des Mortiers),
  • Pissot (1750, 1793 und 1801, Karte von Cassini, Notice Communale bzw. Bulletin des Lois).[9][7][10]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf einen Höchststand von 440. In der Folgezeit sank die Größe der Gemeinde bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1980er Jahren auf rund 125 Einwohner, bevor sich eine robuste Wachstumsphase einstellte, die heute noch anhält.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2010 2016
Einwohner 155 138 128 126 178 201 212 232 259
Bis 1806 nur Einwohner von Creyssensac, ab 1821 Einwohner von Creyssensac-et-Pissot
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999,[8] INSEE ab 2006[11][12]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Creyssensac-et-Pissot unterhält über den ehemaligen Kanton Vergt seit 1996 eine Städtepartnerschaft mit:

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss de la Grèze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Grèze

Das Gebäude hat ein strenges Aussehen mit einem Haupttrakt, der mit Schiefer gedeckt ist und zwei Flügeln von kleinerer Größe. Auf der Hofseite markiert. An der Hofseite markiert eine große Dachgaube den Mittelpunkt des Hauses. Auf der Gartenseite ragt ein Risalit mit zwei Vorsprüngen aus der Fassade und stützt die Dachgaube und den gusseisernen Balkon. Der Zutritt zum Gebäude erfolgt über eine zulaufende Freitreppe.[14]

Schloss Creyssensac[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurde 1860 von M. Bachon, einem Stallmeister des Sohnes von Napoleon III. in der Nähe der Pfarrkirche errichtet. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.[15]

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Saint-Pardoux in Creyssensac
  • Kirche Sainte-Marie, genannt Église-Neuve in Pissot

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erdbeerfeld in Pissot

Die Landwirtschaft mit ihrer Mischkultur, Viehzucht und dem Anbau von Erdbeeren ist der wichtigste Wirtschaftsfaktoren der Gemeinde.[2]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[16]
Gesamt = 20
Logo des Jakobswegs

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fernwanderweg GR 654 von Namur in Belgien über Vézelay nach Saint-Jean-Pied-de-Port führt durch Creyssensac-et-Pissot. Er folgt der Via Lemovicensis, einem der vier Jakobswege in Frankreich.[17]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Route nationale 21, die Périgueux und Bergerac verbindet, durchquert das Gebiet der Gemeinde. Außerdem ist Creyssensac-et-Pissot über Nebenstraßen erreichbar, die von den Routes départementales 43 und 44 abzweigen.

Valentin Huot

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Valentin Huot, geboren am 1. Mai 1929 in Creyssensac-et-Pissot, gestorben am 21. November 2017 in Manzac-sur-Vern, war ein französischer Radrennfahrer. Er nahm mehrfach an der Tour de France teil. 1957 und 1958 wurde er französischer Meister im Profi-Straßenrennen.[18]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Creyssensac-et-Pissot – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Le nom occitan des communes du Périgord (fr) Départementrat des Départements Dordogne. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  2. a b c Creyssensac-et-Pissot (fr) Conseil régional d’Aquitaine. Archiviert vom Original am 9. September 2016. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  3. Dordogne (fr) habitants.fr. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  4. Aire urbaine de Périgueux (087) (fr) INSEE. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  5. Ma commune : Creyssensac-et-Pissot (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  6. Paul Vicomte de Gourgues: Dictionnaire topographique du département de la Dordogne (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 92. 1873. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  7. a b France 1750 (en) David Rumsey Map Collection: Cartography Associates. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  8. a b Notice Communale Creyssensac-et-Pissot (fr) EHESS. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  9. Paul Vicomte de Gourgues: Dictionnaire topographique du département de la Dordogne (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 241. 1873. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  10. Notice Communale Pissot (fr) EHESS. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  11. Populations légales 2006 Commune de Creyssensac-et-Pissot (24146) (fr) INSEE. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  12. Populations légales 2015 Commune de Creyssensac-et-Pissot (24146) (fr) INSEE. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  13. Le comité de jumelage du Pays vernois a 20 ans (fr) Sud Ouest. 14. Juni 2016. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  14. Château de la Grèze (fr) chateau-fort-manoir-chateau.eu. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  15. Château de Creyssensac (fr) chateau-fort-manoir-chateau.eu. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  16. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Creyssensac-et-Pissot (24146) (fr) INSEE. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  17. La voie de Vézelay (fr) Agence de Coopération Interrégionale et Réseau „Chemins de Saint-Jacques de Compostelle“. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  18. Valentin Huot. die Radsportseiten. Abgerufen am 25. Oktober 2018.