Criminal Squad

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Filmdaten
Deutscher TitelCriminal Squad
OriginaltitelDen of Thieves
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2018
Länge140 Minuten (US-Fassung)/124 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
Stab
RegieChristian Gudegast
DrehbuchChristian Gudegast,
Paul Scheuring
ProduktionMark Canton,
Tucker Tooley,
Gerard Butler,
Alan Siegel
MusikCliff Martinez
KameraTerry Stacey
SchnittJoel Cox
Besetzung

Criminal Squad (Originaltitel: Den of Thieves) ist ein Actionfilm von Christian Gudegast, der am 19. Januar 2018 in die US-amerikanischen und am 1. Februar 2018 in die deutschen Kinos kam.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ray Merrimen und seine Crew rauben einen gepanzerten Geldtransporter aus, dessen Besatzung sich gerade mit Frühstück versorgt. Einer der Wachmänner lässt seinen Kaffee fallen, um nach seiner Waffe zu greifen, was zu einer Schießerei führt. Dabei kommen die meisten Sicherheitskräfte ums Leben. Die hinzugerufene Polizei trifft mit mehreren Streifen ein, wird unter heftigem Beschuss jedoch abgewehrt. Dabei kommt auch einer aus Merrimens Crew ums Leben. Der Rest flieht mit dem leeren Geldtransporter.

Da bei diesem Überfall Polizisten getötet wurden, wird die Abteilung Major Crimes („Schwerverbrechen“) des County of Los Angeles Sheriff's Department (LASD) auf den Plan gerufen, angeführt von Nick „Big Nick“ O’Brien. Nach Auswertung der Kamerabilder aus dem Shop wird der ortsansässige Barmann Donnie als Crewmitglied identifiziert. Nick lauert ihm auf, tasert und entführt ihn, um ihn auf brutale Weise mit seinen Leuten einzuschüchtern und zu verhören. Unter Druck gibt Donnie nach und erzählt in Flashbacks, wie er sich Merrimens Crew angeschlossen hat und wie Merrimen plant, die Federal Reserve Bank auszurauben. Hierbei sollen Banknoten im Wert von 30 Millionen Dollar, die aufgrund ihres schlechten Zustands vernichtet werden sollen, geraubt werden. Nick lässt Donnie anschließend gehen. Dieser erzählt Merrimen erst einmal nichts vom Verhör.

Donnie wird als Lieferbote bei einem chinesischen Imbiss auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Bank untergebracht und liefert Mittagessen in die Bank. Eine weitere Lieferung versteckt er auf der dortigen Toilette im Lüftungsschacht.

Abends isst Merrimen mit seiner Crew und mehreren Stripperinnen zu Abend in einem Restaurant, als Nick und seine Leute den Laden betreten. Nick gibt sich als Bekannter Donnies aus und provoziert Merrimen. Auf dem Nachhauseweg fragt Merrimen Donnie aus. Er hält ihm eine Waffe an den Kopf, und Donnie schwört, dass er den Cops nichts erzählt hat. Merrimen glaubt ihm und lässt ihn am Leben.

Nick geht in den Stripclub, in dem Merrimens Freundin tanzt, und verführt diese. Am nächsten Morgen kommt Merrimen nach Hause und ertappt Nick in seiner Wohnung, der offensichtlich die Nacht mit seiner Freundin verbracht hat. Nachdem Nick gegangen ist, sagt Merrimens Freundin zu ihn, sie habe Nick das Aufgetragene zugesteckt. Merrimen teilt Donnie mit, er soll Nick die Info zutragen, dass der Raub am Freitag stattfinden soll. Donnie tut das.

Der Tag des Überfalls ist gekommen. Merrimen und seine Crew fahren zu einer kleinen Bank. Auf dem Parkplatz stehen Nick und seine Crew bereit, um einzugreifen, sobald sich die Gangster tatsächlich straffällig gemacht haben. Jedoch läuft alles ganz anders als erwartet. Die sonst sehr professionell agierende Crew um Merrimen nimmt Geiseln, lässt sich den Tresor vom Filialleiter öffnen und räumt diesen aus. Als die Polizei anrückt und ein Vermittler in der Bank anruft, wird eine der Geiseln hingerichtet, und die Gangster fordern einen Hubschrauber, um zu fliehen. Plötzlich erschüttert eine Explosion die Bank, Fenster bersten und Nick geht, gefolgt von seinen Leuten, in die Bank. Sie stellen fest, dass die angeblich erschossene Geisel noch lebt und die Gangster sich ein Loch in den Boden gesprengt haben, wodurch sie anschließend durch die Kanalisation geflohen sind.

Merrimen und Levi fahren im anfangs geraubten Geldtransporter, der zwischenzeitlich umlackiert wurde, zur Federal Reserve Bank, im Gepäck zwei Glascontainer voll Geld. In einem davon ist Donnie versteckt. Im Zählraum angekommen, sorgt Bosco für einen Stromausfall, der die Evakuierung des Zählraums zur Folge hat. Donnie steigt aus dem Container und wirft Banknoten, deren Seriennummern bereits aus dem System gelöscht, aber noch nicht vernichtet worden sind, säckeweise durch einen Müllschacht. Er verschwindet anschließend durch den Lüftungsschacht, kurz nachdem der Strom wieder läuft und die Bankangestellten den Raum wieder betreten.

Levi und Merrimen verlassen im Geldtransporter die Bank, während Donnie durch die Lüftungsschächte zur Toilette kriecht, das vorher dort deponierte Essenspaket an sich nimmt, dieses als Bestellung abgibt und ebenfalls die Bank verlässt.

Das Geld, welches durch den Müllschacht gerutscht ist, wird von einem LKW aufgenommen und abtransportiert. An einer Kreuzung trifft dieser LKW auf einen weiteren identischen LKW, und die Fahrer nicken sich kurz zu. Merrimen, Levi und Bosco passen nun den falschen LKW ab und entführen diesen.

In der Zwischenzeit haben sich Nick und seine Leute auf den Weg zur Bank gemacht, entdecken Donnie, der gerade die Straße runterläuft, und zerren ihn ins Auto. Unter Schlägen verrät er den Treffpunkt der Crew. Sie fesseln Donnie mit Handschellen im Auto und machen sich auf den Weg zum Treffpunkt.

Merrimen, Levi und Bosco laden die vermeintlichen Geldsäcke um und fliehen, bleiben jedoch im Stau stecken. Ebenfalls im Stau, aber in Sichtweite hinter ihnen, entdecken sie Nick und seine Männer und machen sich bereit für eine Schießerei. Nick und seine Männer steigen aus und laufen auf Merrimens Fahrzeug zu. Eine heftige Schießerei beginnt, bei der einer von Nicks Männern, aber auch Bosco und Levi erschossen werden. Merrimen flüchtet über einen Zaun und wird von Nick durch den Zaun hindurch schwer verwundet. Nick geht an einer anderen Stelle über den Zaun. Nachdem Merrimen sein Magazin leer geschossen hat und Nick ihm zu nahe kommt, reißt er seine Waffe hoch, um Nick dazu zu bringen, ihn zu töten, und wird daraufhin von Nick erschossen.

Nick und seine Leute durchsuchen das Fluchtauto. In den Geldsäcken befinden sich jedoch nur bereits vernichtete, wertlose Banknoten. Bei der Rückkehr zu seinem Auto bemerken sie, dass Donnie entkommen ist.

Nick betritt die Bar, in der Donnie arbeitet. Dort wird ihm vom Chef allerdings gesagt, dass Donnie vor zwei Tagen gekündigt habe. Er nimmt ein Bier und sieht in der Bar diverse alte Fotos von Donnie und Mitgliedern der Merrimen-Bande – der Beweis, dass sich diese in Wahrheit schon seit ihrer Schulzeit kannten. Nun wird in Flashbacks gezeigt, dass Donnie der eigentliche Planer des Bankraubs war und Merrimen rekrutiert hat. Die beiden Müll-LKWs mit den Geldnoten waren von ihm geplant; Merrimen und seine Crew sollten leer ausgehen, sie sind von Donnie nur benutzt worden. Diese Erkenntnis trifft Nick wie ein Schlag, er verlässt die Bar und kann nur lachen.

Zuletzt sieht man Donnie in einer Bar in London arbeiten. Seine Crew aus dem Raub sitzt mit an der Bar und hat Spaß. In einem letzten Flashback wird gezeigt, dass die Beute aus der Federal Reserve Bank von Donnie in Autoreifen verpackt an MARK GAMBLE in Panama City versendet wird. Dann kommt ein Mann im Anzug an die Bar und bestellt ein Bier. Donnie fragt ihn, ob er an der Diamantenbörse auf der anderen Straßenseite arbeitet. Der Mann bejaht das, Donnie lächelt ihn an und sagt, das Bier geht aufs Haus.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie führte Christian Gudegast, der gemeinsam mit Paul Scheuring auch das Drehbuch zum Film schrieb. Gudegast, der sonst als Drehbuchautor arbeitet, gab hiermit sein Regiedebüt. Er ist der Sohn des amerikanischen US-Fernsehstars Eric Braeden.

Die Dreharbeiten fanden in Atlanta statt.

Der Film feierte am 15. Januar 2018 in Los Angeles seine Premiere und kam am 19. Januar 2018 in die US-amerikanischen und am 1. Februar 2018 in die deutschen Kinos.[2]

Der Film existiert in drei Schnittfassungen. Die deutsche Kinofassung ist rund 16 Minuten kürzer als die US-Version. Außerdem wurde ein Unrated Cut produziert.[3]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den USA erhielt der Film von der MPAA ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht.[4] In Deutschland ist der Film FSK 16. In der Freigabebegründung heißt es: „Die geradlinige Geschichte ist mit typischen Elementen des Gangsterfilms, aber auch des Western erzählt und weist ambivalente Charaktere auf. Die Action- und Gewaltszenen sowie die anhaltende Spannung und bisweilen vulgäre Sprache können Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren überfordern. Da die Inszenierung jedoch auf allzu explizite Darstellungen der Gewalt verzichtet und immer wieder Überzeichnungen und eine Portion Ironie die Distanzierung erleichtern, sind 16-Jährige in der Lage, mit den Aspekten umzugehen.“[5]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Schwickert von epd Film meint, im Film regiere das Testosteron und dabei übertreten die Hahnenkämpfe der aufgeplusterten Kerle immer wieder die Grenze zur unfreiwilligen Karikatur: „Gesprochen wird meist mit zusammengebissenen Zähnen oder aufgerissenem Raubtiergebiss. Wenn überhaupt. Oft ergehen sich die Alphatiere in minutenlangen Blickduellen oder ballern im Schießstand um die Wette, bevor sie wieder vielsagend schweigend auseinandergehen.“ Auf 140 Kinominuten zerdehne Christian Gudegast sein bleigesättigtes Machogeplänkel, das vor Breitbeinigkeit kaum noch laufen könne, so Schwickert weiter, und der einzige Satz, der während der ganzen Laufzeit von einer Frau eingesprochen wird, laute dann auch passenderweise: ‘Ich habe getan, was du von mir verlangt hast.’"[6] Der Filmdienst kritisierte, Gudegasts Film wisse „aus dem Stoff keine Spannung zu erzielen“. Dabei fehle es ihm nicht an Originalität, doch die Inszenierung sei „weniger als das Echo eines Echos“, sie bestünde lediglich aus „hilflose[m] Bandsalat“. Die Darsteller würden ihre klischeehaften Rollen „gelangweilt“ herunterspielen, ergingen sich in „belanglosen Dialogen“ und wirkten, als spürten sie „den Zeigefinger ihrer eigenen Mutter“. Auch würde sich eine Art von Berührungsangst durch den Film ziehen, so liefen die Erzählstränge „ohne Berührungspunkte“ aneinander vorbei und die Gewalt bleibe „ein Abstraktum“. Somit sei Criminal Squad „Genrekino, das den Qualitäten des Genres nicht“ traue.[7]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film nahm am ersten Wochenende 15,5 Millionen US-Dollar ein, bei Gesamtausgaben von 30 Millionen US-Dollar. Die weltweiten Einnahmen des Films aus Kinovorführungen belaufen sich bislang auf 74,8 Millionen US-Dollar.[8] In Deutschland verzeichnet der Film bislang 233.852 Besucher (Stand: 18. März 2018).[9]

Fortsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. Februar 2018 wurde bekannt, dass eine Fortsetzung zum Film geplant ist. Mit an Bord sind wieder Darsteller Gerard Butler und Regisseur Christian Gudegast.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Criminal Squad. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 175668/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Starttermine Deutschland In: insidekino.com. Abgerufen am 1. Oktober 2017.
  3. Vergleich der Schnittfassungen. In: schnittberichte.com. 10. Mai 2018, abgerufen am 11. Mai 2018.
  4. Den of Thieves In: parentpreviews.com. Abgerufen am 23. Dezember 2017.
  5. Freigabebegründung für Criminal Squad In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 22. Februar 2018.
  6. Martin Schwickert: Kritik zu ‘Criminal Squad’ In: epd Film.
  7. Lucas Barwenczik: Kritik zu ‘Criminal Squad’ In: Filmdienst.
  8. Den of Thieves In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 9. April 2018.
  9. Top 100 Deutschland 2018 In: insidekino.com. Abgerufen am 20. März 2018.
  10. Criminal Squad mit Gerard Butler erhält ein Sequel. In: moviepilot.de. 14. Februar 2018 (moviepilot.de [abgerufen am 15. Februar 2018]).